Monat: Juni 2021

Gärtnern für Faule: Stauden und Blumen, die immer wieder kommen

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Ein bunt blühender Garten ist der Traum vieler Gartenbesitzer:innen. Viele verbinden ein buntes Paradies jedoch mit viel Arbeit und Aufwand. Deshalb heißt es heute “Gärtnern für Faule”. Denn mit der richtigen Pflanzenauswahl hast Du kaum Arbeit und kannst deinen Blütentraum vom Liegestuhl aus genießen.

Ich stelle Dir heute 15 Stauden und tolle Blumen vor, die wenig Arbeit machen und im Falle der Stauden mit den Jahren immer prächtiger werden. Sie verzaubern den Garten und bringen buntes Cottage Garden Flair. Außerdem sorgen sie beinahe rund ums Jahr für bunte Farbtupfer in Deinen Beeten und Rabatten.

Tipps vorab – worauf Du beim Gärtnern für Faule achten solltest:

Wichtig, damit Dein easy peasy Blütentraum wahr werden kann: Auch Pflanzen haben Bedürfnisse und diese sollten nicht ignoriert werden. Beachte bei der Planung Deiner Beete und Rabatten daher immer die besonderen Ansprüche der jeweiligen Blumen bzw. Stauden:

Standort: Wo fühlt sich die Pflanze am wohlsten? Mag sie einen sauren Boden, viel Licht, wenig Licht, volle Sonne oder eher Schatten? Verträgt die Pflanze Staunässe oder steht sie lieber trocken? Wie viel und womit solltest Du düngen und wie gut kommt die Pflanze durch (kalte) Winter und heiße, trockene Sommer?

Wenn Du diese Punkte beachtest, dann belohnen dich Deine neuen Mitbewohner mit jeder Menge frischer und bunter Blüten – Jahr für Jahr und fast ohne Arbeit.

Auf diese pflegeleichten Stauden und Blumen solltest Du in Deinem Garten auf keinen Fall verzichten:

Die Ersten im Jahr

  • Christ- und Lenzrosen: Bei der Christrose ist der Name Programm, denn sie blüht häufig schon rund um Weihnachten. Die Lenzrosen starten Ende Januar / Anfang Februar durch. Machen musst Du nichts. Sie kommen von allein, lediglich die verblühten Blätter kommen weg, sobald sich die ersten neuen Spitzen aus der Erde schieben. Bei den Lenzrosen kommen die Blätter, sobald die Blüten beginnen zu welken. Die Blätter bleiben bis weit in den Winter grün und schmücken das Beet.
  • Zwiebelige Frühblüher: Mit den Schneeglöckchen und Winterlingen beginnt der Zwiebelblumen-Reigen. Krokusse, Narzissen, Tulpen, Blausternchen, Hasenglöckchen und so weiter strecken nur wenig später ihre Köpfchen aus dem Boden. Damit ihr die bunte Pracht im kommenden Jahr genießen könnt, setzt euch jetzt schon einen Reminder, denn die Zwiebeln wollen im (Spät-)Herbst in die Erde! Außer in die Erde setzen, ist weiter nichts zu tun, es sei denn, Du erträgst die welken Blätter nicht. Grundsätzlich solltest Du die Überreste jedoch im Beet belassen, da die Zwiebelblüher ihre Kraftreserven fürs kommende Jahr aus den alten Blättern ziehen.

Bunter Frühling und Sommer

  • (Stauden-)Pfingstrosen: Rund um Pfingsten also von Mai bis Juni ist die große Zeit der Pfingstrosen. Die grandiosen Blüten sind einfach zauberhaft und nach der Blüte bleibt Dein Beet Dank der Blätter weiterhin schön grün. Aufwand: Im zeitigen Frühjahr müssen Stauden-Pfingstrosen eine handbreit über dem Boden zurückgeschnitten werden und vor der Blüte solltest Du unbedingt an eine Stütze denken, damit die Pracht nicht abknickt. Achtung: Nicht mit Strauch-Pfingstrosen verwechseln, diese erwarten eine andere Pflege!
  • Flockenblumen: Die sind einfach nur herrlich unkompliziert und bestechen durch ein schickes Blau im saftigen Grün. Bei uns kommen sie wild, versamen sich fleißig und ich entdecke laufend neue Grüppchen im Garten. Sie neigen (zumindest bei mir) zu Läusen, dann schneide ich sie radikal runter. Meist belohnen sie den Rückschnitt mit einer zweiten Blüte.
  • Steppensalbei*: Auch so ein einfacher Geselle. Wer sich mit einer einmaligen Blüte zufrieden gibt, schneidet den Steppensalbei im zeitigen Frühjahr zurück. Wer eine zweite Blüte möchte, schneidet ihn direkt nach der ersten Blüte um ca. 1/3 zurück und düngt ein wenig. Einige Wochen später erscheint dann die zweite Blütenpracht.
  • Akelei: Hach, die haben es mir so richtig angetan. So wunderbar filigran und zierlich! Akeleien scheinen über den Rabatten zu schweben und sind einfach ein Traum. Und machen keine Arbeit. Ich lass sie bis im Herbst stehen, schüttle die Samen überall dort raus, wo ich kommendes Jahr welche haben möchte. Ansonsten vermehren sich diese Zweijährigen von allein.
  • Taglilie: Erst konnte ich der Taglilie nichts abgewinnen, aber nun ist die Liebe da. Die Blüten sind zwar nur einen Tag geöffnet, dafür kommen laufend neue und tun muss man eigentlich nichts. Je nach Ausuferungsgrad kann man sie alle paar Jahre teilen, aber das empfiehlt sich ja bei den meisten Stauden.
  • Phlox: Zum Phlox kann ich noch gar nicht viel erzählen – er ist frisch gepflanzt. Aber ich finde ihn wunderschön und freue mich schon heute auf die erste Blüte. Auch hier beschränkt sich der Arbeitsaufwand auf den Rückschnitt im Frühjahr und ein evtl. Teilen nach einigen Jahren. Und: Stütze nicht vergessen!
  • Scheinsonnenhut: Siehe Phlox 🙂

Späte Blüte bis weit in den Herbst

  • Fetthenne: Blüht wunderschön im späten Sommer bis weit in den Herbst und ist wichtige Futterquelle für Insekten. Ende Mai mach ich hier einen Chelsea Chop, damit sie nicht auseinanderbricht. Ansonsten ist nur der Rückschnitt im zeitigen Frühjahr angesagt.
  • Herbstastern: Auch sie sind wirklich unkompliziert. Pflanzen, an den Blüten erfreuen, Rückschnitt im Frühjahr und alle paar Jahre Teilen. Fertig.

Essbar, apart und unkompliziert: Kräuter

  • Salbei: Wie der Ziersalbei auch, ist auch der “echte” Salbei einfach zufriedenzustellen. Ein leichter Rückschnitt im Frühjahr und er treibt wieder munter aus.
  • Rosmarin*: Einmal gepflanzt und gut ist. Gut eingewurzelt kann beim Rosmarin fast nichts schief gehen.
  • Lavendel:* Nach der Blüte kommen die verwelkten Blüten ab und im Spätsommer kürze ich ihn runter. Ich schneide auch eine frühe Blüte komplett ab und werde dann immer wieder mit neuen Blüten überrascht.
  • Thymian*: Hier erfolgt der Rückschnitt bei mir v.a. durch die laufende Ernte. Wenn er zu verholzen droht, kürze ich etwas radikaler, ansonsten lasse ich ihn in Ruhe.

Was Du grundsätzlich bei den mediterranen Kräutern beachten solltest, v.a. wenn Du in den raueren Gegenden Deutschlands wohnst, ist ein ausreichender Schutz im Winter.

Je nachdem macht es auch Sinn, die Schätze auszugraben oder grundsätzlich im Topf zu ziehen und im Winter ins Haus zu nehmen. Bei mir hier im Südwesten hat bei den eingepflanzten bisher eine gute Laubschicht ausgereicht. Der Rosmarin im Topf jedoch hat diesen Winter sehr gelitten. Trotz dickem Winterfell.

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Gärtnern für Faule: Ein Tipp zum Schluss

Viele ein- und zweijährige Sommerblumen erscheinen auf den ersten Blick pflegeintensiver als Stauden. Man muss immer wieder neu säen und schauen, wo man die Schönheiten platziert. Aber: Viele von ihnen versamen sich zuverlässig von selbst und überraschen einen so jedes Jahr an neuen Standorten.

Bei uns wachsen dieses Jahr unglaublich viele Margeriten und die Mohnsamen*, die ich im zeitigen Frühjahr ziemlich wild ausgestreut hab, zeigen überall kleine Pflänzchen, die dann (leider erst) im nächsten Jahr blühen werden und sich dann weiterverbreiten dürfen.

Patagonisches Eisenkraut, Cosmeen, Bartnelken, Löwenmäulchen* usw. habe ich dieses Jahr vorgezogen und ich hoffe, dass sie sich so wohl fühlen, dass sie 2022 ganz von alleine wieder erblühen 🙂

Fazit: Ein schöner Garten kann so einfach sein

Du siehst: Einfacher geht es kaum. Bei den meisten hier aufgelisteten Stauden, genügt der Rückschnitt im zeitigen Frühjahr und die meisten Blumen sind vollauf zufrieden, wenn Du dir regelmäßig einen schönen Strauß machst und ein wenig beim versamen hilfst.

Und nun: Auf in den Liegestuhl oder die Hängematte. Genieß die bunte Blütenpracht und lass die Seele baumeln. Tut gut. Versprochen.

Nachtrag: Ich verlinke noch zu Wolfgang und Loretta zur Gartenwonne-Sommerglück-Linkparty. Da gibt es sooo viele schöne Bilder aus traumhaften Gärten zu bewundern.

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Nähen für Anfänger:innen: Sommerrock und Kimono-Tee

Das Schöne am Frühling und Sommer: Man / frau kann einfache Kleidungsstücke nähen wie diesen schlichten Sommerrock und ein Kimono-Tee. Es ist also die perfekte Jahreszeit, um sich das Nähen beizubringen. Die gezeigten Projekte eignen sich perfekt zum Nähen für Anfänger:innen.

Da ich mich immer noch an das Nähen für mich selbst herantaste und viel Übung brauche (Problem: zwei linke Hände, die sich mit praktischen Dingen eher schwer tun, gepaart mit extremer Ungeduld), habe ich mir für diesen Sommer einfache Röcke vorgenommen. Die braucht es momentan eh im Kleiderschrank, da die vorhandenen ziemlich abgeliebt sind. Win-win-win also für mich, den Kleiderschrank und meine Nähfertigkeiten.

Die Nähprojekte

Schnittmuster Sommerrock: Eine Anleitung findest Du z.B. bei Nähtalente*
Stoff Sommerrock: Ein Baumwoll-Jersey mit Blumenprint von Makerist* (leider finde ich den Stoff nicht mehr auf der Seite, daher verlinke ich zu den Blumen-Jerseys)

Schnittmuster Shirt: Kimono-Tee von Maria Denmark* (gibt es nach Newsletter-Anmeldung kostenlos und ist in der Näh-Community ein echter Klassiker)
Stoff Shirt: grüner Jersey vom Stoffmarkt

Nähen für Anfänger:innen: Kimono Tee von Maria Denmark und ein schlichter Sommerrock
Voll gemütlich und lässig – dazu perfektes Wetter. Was will frau mehr?
Nähen für Anfänger:innen: Kimono Tee in Grün und ein blumiger Sommerrock
Die Kombi löst bei mir richtiges Sommer-Feeling aus.

Sommerrock nähen für Anfänger:innen

Der Sommerrock aus Jersey war ein tolles “Ruckzuck-Projekt” und eignet sich hervorragend für Nähanfänger:innen. Es braucht lediglich ein großes Stück Stoff – wahlweise Jersey oder Webware – in voller Breite, mit ca. 50-70 cm Länge, je nachdem wie lang der Rock werden soll und je nach Größe. Dazu ein breiter Gummibund (3-4 cm) und Nähgarn. Das wars. Aus dem Hüftumfang mal 1,5 errechnet sich die Breite des benötigten Stoffes – es werden einfach zwei Rechtecke zugeschnitten.

Zuschnitt easy, nähen noch easier, Gummibund rein, säumen, fertig.

Das Ergebnis ist wunderbar. Ich würde jedoch bei einem weiteren Versuch den Stoff nicht mehr so breit zuschneiden, für eine dezentere Kräuselung. Ich denke, dass Hüftumfang mal 1,2 oder 1,3 ausreichend wäre. Hauptsache der Rock lässt sich am Ende gut über die Hüfte an- und ausziehen, was bei Jersey weniger das Problem ist. Oder ich würde einen Formbund verwenden und versuchen ohne Kräuseln auszukommen (zumindest bei Röcken aus dehnbaren Stoffen). Sollte mich der Arbeitseifer packen, ändere ich den Bund vielleicht auch nochmal ab.

Aber vom Stoff bin ich total begeistert und ich freue mich über jeden warmen Tag, an dem ich den Rock tragen kann. Juchu!

Wenn Du mehr über die Grundausstattung für Nähanfänger:innen erfahren möchtest, findest Du hier >> eine praktische Checkliste.

Kimono-Tee: Klassiker nähen für Anfänger:innen

Über das Kimono-Tee von Maria Denmark wurde bereits viel geschrieben und es wurde vor allem schon sehr fleißig genäht. Und auch ich habe schnell gemerkt: Das ist ein echter Klassiker und dazu ist das Schnittmuster auch noch kostenlos (gegen Newsletter-Anmeldung, aber das ist mehr als legitim).

Der Schnitt ist sehr schlicht. Es gibt ein Vorder- und ein Rückteil, die Ärmel sind angedeutet, der Schnitt leicht tailliert. Ausgelegt ist der Schnitt für dehnbare Stoffe wie Jersey oder Viskose-Jersey.

Von einem Stoffmarkt-Besuch hatte ich noch einen grünen Jersey rumliegen und der Stoff hat genau gereicht, um die beiden Schnitt-Teile zuzuschneiden. Perfect Match! Außerdem war der Stoff ein Schnäppchen und damit prädestiniert, den Schnitt zu testen.

Genäht war das Shirt schnell und das Ergebnis hat mich überzeugt.

Fazit

Juchu – ich habe zwei einfache, passende und mich erfreuende Kleidungsstücke genäht 🙂 So darf die Nähreise gerne weitergehen. Beide Schnitte sind einfache Basics und genau deshalb sehr empfehlenswert für Nähanfänger:innen.

Ich freue mich auch diesen Monat wieder beim MeMadeMittwoch dabeizusein und bin schon sehr gespannt auf die tollen Inspirationen und Modelle, die wir diesen Monat erleben dürfen. Heute ist Ina vom Fitzladen-Blog Gastgeberin mit einer tollen Hemdbluse aus noch tollerem Stoff. Unbedingt vorbeischauen!

Außerdem verlinke ich noch zu den Juni-Lieblingsstücken und zu den Creative Lovers 2021.

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