Meine Kinder haben beschlossen, abends spät zur Ruhe zu kommen. Oder um ehrlich zu sein: Unser Tagesablauf erlaubt kein Zubett-Gehen vor 20 Uhr und nach dem Einschlaf-Kuscheln, sagt mein Schweinehund NIE: Und jetzt nochmal ran ans Werk und eine Runde sporteln. Nein, das schaff ich nicht. Da sind die Verlockungen des Sofas zu groß. Oder die Nähmaschine ruft. Oder die Schreiberei 😊 Oder ein Glas Wein auf der Terrasse. Jedenfalls ruft mein Sportsgeist nie.

Aber da Sport nunmal wichtig ist und ich auch eine gewisse “Auspower-Runde” brauche, um mich gut zu fühlen, hat sich ein gewisses Ritual entwickelt:

Der frühe Vogel nutzt das Morgengrauen und startet den Tag mit einer “Ich-Auszeit”.

Denn:

Schweinehund, du kannst mich mal

Das heißt ich “gönne” mir früh morgens, bevor der Rest der Familie aufsteht, eine halbe Stunde Frühsport. Früh heißt in diesem Fall um 6 Uhr. Meistens bedeutet das ein 10 minütiges Cardio-Warm-up, gefolgt von verschiedenen Fitness-Übungen. Das kann mal ein Workout sein, bei dem der gesamte Körper dran ist, am nächsten Tag fokussiere ich mich auf ein oder zwei Körperpartien. Dazu nehme ich mir immer ein paar Übungen vor, die dann – wenn zeitlich irgendwie möglich – in zwei Runden trainiert werden. 

6-Uhr-Schweinehund
Viel brauchst Du nicht: Eine Yoga-Matte und evtl. ein paar Kurzhanteln reichen für den Anfang aus.

Heute zum Beispiel stand nach dem Warm-up der Oberkörper mit Schwerpunkt Rücken auf dem Programm. Ein paar Programme werde ich euch in den kommenden Monaten noch zusammenstellen. Morgen folgen auf den Oberkörper dann die typischen weiblichen “Problemzönchen”: Bauch, Oberschenkel, Po.

Das Gute am Frühsport: 

Erstens ist man meistens noch so müde, dass man gar nicht mitbekommt, was man sich gerade antut. 

Zweitens ist man hinterher wach und fit und kann energiegeladen in den Tag starten. 

Drittens hat man sich das Frühstück richtig verdient und kann es in vollen Zügen genießen.

Viertens startet man mit einer Zeit, die nur für einen selbst da ist und für niemanden sonst (es sei denn, die Kinder wachen unerwartet früh auf).

Das Blöde am Frühsport: 

Der Schweinehund muss sofort überwunden werden, sobald man sich wieder umdreht, ist es für den Tag vorbei und die Laune ist zumindest bei mir im Keller. Folglich ist Disziplin wichtig. 

Aber ich kann euch bestätigen: Mit der Zeit stellt sich eine gewisse Routine und ein Gewöhnungseffekt ein. Und mit Kindern wisst ihr bestimmt, wie wichtig Zeiten sind, die man für sich alleine hat. Von daher versucht, diese halbe Stunde für euch zu genießen.

Ein Tipp für Tage, an denen der Schweinehund fast die Überhand gewonnen hat: 

Yoga!  

Statt nichts zu tun, aufstehen, tief durchatmen (im Sommer, wenn möglich im Freien), zwei bis drei Runden Sonnengruß und mit ein paar Yoga-Übungen in den Tag starten. 

Es gibt Tage und Wochen, da ist Yoga für mich der perfekte Start in den Tag und andere Tage, da muss es wirklich ein Cardio-/Kräftigungs-Workout sein. Ein Tag die Woche ist aber immer für Yoga reserviert. 

Programm-Planung

Meine Frühsport und Morning-Yoga Halbstunden bastel ich mir übrigens aus Pins zusammen. Denn viel Denken möchte man am frühen Morgen nicht und da helfen zwei bis drei Pin-Übersichten, die man sich am Abend vorher raussucht. Du bist mehr der Video-Nachturn-Typ? Dann wirst du garantiert auf Youtube fündig. 

Ich werde versuchen, für euch demnächst einige Programme zusammenzustellen, die sich perfekt für müde Knochen und frühe Stunden eignen. Bitte erinnert mich gerne daran 😉 Fürs Erste hab ich euch hier eine Pinnwand erstellt, mit einigen kleinen, leicht nachzumachenden Yoga-Programmen, die sich optimal für den Frühsport eignen.

By the Way: Wie euch Yoga bei der Entschleunigung helfen kann, erzähle ich euch in einem neuen Beitrag. Für mich ist Yoga definitiv ein zentraler Bestandteil für mehr Ruhe und Entspannung im Alltag.