Kategorie: ENTSCHLEUNIGUNG

Dein Entschleunigungsblog. Lerne dem Stress im Alltag “Tschüss” sagen, Ruhe , Raum und Zeit für dich selbst zu finden. Wie Du einfach und mit kleinen Schritten, dein Leben entschleunigen kannst, um wieder freier und ohne Druck durchatmen zu können. Für mehr Lebensqualität und ein entspannteres Miteinander.

Rituale zur Entschleunigung

Das Thema Entschleunigung ist ja ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist es wichtig, unsere hektische, kaum ruhende Welt ab und an hintersichzulassen und ganz bewusst Abzuschalten. Zur Ruhe kommen, sich dem Alltagstrott zu entziehen und ein Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse zu entwickeln, kann uns durch alle Höhen und Tiefen tragen.

Auf der anderen Seite werden wir seit nunmehr einem Jahr ungewollt entschleunigt. Aber ist das tatsächlich so? In Zeiten von Homeschooling, Homeoffice und Kinderbetreuung, Arbeitsplatzverlust, Kurzarbeit etc. kann häufig nicht von Entschleunigung im Sinne von Entspannung / Stressabbau gesprochen werden.

Umso wichtiger ist es in diesen Zeiten, bewusst innezuhalten und durchzuatmen. Kleine, tägliche Rituale können beim Entschleunigen (und nicht Durchdrehen) helfen.

Rituale für mehr Achtsamkeit

Warum sind Rituale so wichtig? Rituale strukturieren zum Einen den Alltag, geben Halt und durch die Routine gewöhnt man sich daran und sie werden ein Teil des Tages, der immer dann fehlt, wenn doch mal was dazwischen kommt.

Gerade momentan, wo so viele Gewohnheiten durcheinander gewirbelt werden und der Alltag gefühlt im Wochen-Rhythmus neu (fremd)bestimmt wird, geben kleine Entschleunigungs-Rituale Halt und helfen beim Abschalten und Durchatmen.

Denn Entschleunigung geht unmittelbar mit dem Thema Achtsamkeit und der Achtsamkeit Dir selbst gegenüber einher. Viel nachgedacht, habe ich in diesem Zusammenhang über eine Aussage von Magdalena Rogl, Head of Digital Channels, Microsoft Deutschland: “Der wichtigste Mensch in Deinem Leben bist Du.” Bis zu diesem Moment war die Antwort auf die Frage “Wer ist der wichtigste Mensch in Deinem Leben?” glasklar: Meine Kinder.

Doch Lenas Ausführung dazu brachte mich zum Umdenken: Nur, wenn es Dir selbst gut geht, kannst Du auch anderen gegenüber das Beste geben und für sie bestmöglich da sein.

Das saß – und sitzt immer noch.

Daher versuche ich jeden Tag, mir selbst Freiräume einzugestehen, kurze Auszeiten zu genießen und tief durchzuatmen.

Beispiele für Rituale zur Entschleunigung:

Meine täglichen Entschleunigungs-Rituale:

  • Frühsport – jeden Morgen 30 Minuten Workout oder Yoga für mich. Dafür stehe ich gerne früher auf.
  • Pausen-Kaffee – nach dem Mittagessen haben die Kinder Fernsehzeit (ja, ich weiß, aber ich brauch das) und Mama hat Auszeit mit einer Tasse Kaffee und Lesestoff für die Seele (keine Nachrichten!!!).
  • Einschlaf-Lektüre – ohne ein paar Seiten Agatha Christie schläft es sich nicht gut. Egal wie spät, egal wie müde. Was muss, muss.

Meine wöchentlichen Entschleunigungs-Rituale:

  • #WOL FrauenStärken am Montagabend – dazu demnächst mehr 😉
  • Walking am Wochenende – eine Runde frische Luft ohne Kinder in meinem Tempo zum Durchpusten.

Weitere Beispiele für Rituale, die beim Entschleunigen helfen:

  • Lesen in jeder Form
  • Eine gute Tasse Tee genießen
  • Unkraut jäten (herrlich entspannend)
  • Meditation
  • Ein Bad in der Wanne
  • Regelmäßige Wellness-Einheiten (außer Haus, sobald es wieder möglich ist)
  • Sport in jeder Form
  • Musik hören – und sonst nix
  • Kochen und Backen und das Ergebnis genießen
  • Spazieren gehen
  • Frische Luft (!)
  • Puzzeln

Bei frei-mutig.de findest Du außerdem noch eine richtig lange Liste mit tollen Ideen und Tipps für Mikro-Auszeiten. Denn ob kurz oder lang: Du selbst bist Dir stets der Nächste. Kümmere dich um dich, damit Du mit voller Kraft für all diejenigen dasein kannst, die dich brauchen.

Wie entschleunigst Du? Hast Du bestimmte Rituale zur Entschleunigung, die Dir regelmäßig den Tag versüßen? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Entschleunigung und Achtsamkeit

Was sind Entschleunigung und Achtsamkeit für mich?

Ich möchte mich heute an eine persönliche Definition und Einordnung der Trendbegriffe “Entschleunigung” und “Achtsamkeit” wagen. Diese zwei Begriffe schwirren aktuell überall als Trendthemen durch die unterschiedlichen Netzwerke. Und doch bedeuten Entschleunigung und Achtsamkeit für jeden von uns etwas anderes. Was die beiden Begriffe für mich und meinen Alltag bedeuten, versuche ich heute herauszuarbeiten. Vielleicht kannst Du daraus auch etwas für dich und Deinen Alltag mitnehmen.

Was ist Entschleunigung für mich?

Das Wort “Entschleunigung” habe ich vor mindestens 15 Jahres zum ersten Mal im Rahmen einer Pressereise durch das schöne Allgäu gehört. Damals ging es mit einem Bergführer auf eine entschleunigte Tour über die saftigen Wiesen und Höhen des Allgäus (an den exakten Ort kann ich mich leider nicht mehr erinnern – sorry). Das tat gut, aber das Thema Entschleunigung war für mich damals nicht relevant und ist damit auch wieder in Vergessenheit geraten.

Doch mit den Jahren kam vermehrt Stress und Druck in den Alltag. Sowohl von beruflicher als auch privater Seite. Denn auch die Freizeit will und muss ja heute irgendwie durchgetaktet und verplant sein, damit man nichts verpasst… denkt man.

Und dann kam der erste Corona-Lockdown. Plötzlich hatten sich alle (v.a. privaten) Termine erledigt. Plötzlich war da von einer Sache ganz viel: ZEIT. Für viele war das scheinbar schwierig und problematisch. Für mich aber fühlte sich das in weiten Strecken vor allem FREI an. Der ganze Stress, die Lasten, die Hektik des Alltags waren plötzlich weg.

[Hinweis: Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass wir wirklich Glück hatten im ersten Lockdown. Mein Mann und ich konnten ins Homeoffice, konnten uns die Zeiten mit der Kinderbetreuung gut aufteilen, hatten einen großen Garten und keine Schulkinder, für die wir Ersatzlehrer spielen mussten. Von daher ist mir wirklich bewusst, dass diese Zeit für viele bestimmt nicht entspannend und entschleunigend war. ]

Übrig blieben Ruhe, Zeit für Vieles, das sonst hintenrunter fiel und die Möglichkeit, sich neue Hobbies anzueignen bzw. auszubauen.

Ich hab mich in diesen Frühlingswochen viel durch den Garten gewühlt, wir haben gewerkelt und geschafft und waren abends glücklich, dass unser kleines Gartenreich Stück für Stück gewachsen ist. Jedes Blümchen wurde gefeiert und irgendwie hatten wir eine schöne Zeit. Selbstverständlich gab es aber auch bei uns die Momente, in denen wir genervt voneinander waren und nicht alles eitel Sonnenschein war. Das gehört zum Leben nunmal auch dazu.

Was ich aus der Zeit mitgenommen habe und mir seither sehr bewusst geworden ist:

  1. Sei glücklich mit dem was Du hast und versuche, das, was du hast, mehr wertzuschätzen.
  2. Nicht alles muss und kann und soll perfekt sein.
  3. Genieße Auszeiten und fülle sie für dich. Das kann “Nichtstun” / Relaxen sein, das kann aber auch eine Jogging-Runde oder eine Yoga-Session oder oder oder sein.
  4. Genieße die kleinen Dinge im Leben und lerne sie schätzen.
  5. Genieße Zeiten, die Du für Dich und Deine Hobbies hast.

Für mich sind das all die kleinen, größeren und großen Momente, in denen ich Zeit für meine Hobbies habe, meine Entschleunigungszeiten. Wenn ich die Nähmaschine anschmeiße, Schnittmuster vorbereite und Stoffe zuschneide, gibt es nur das Nähen und mich (meistens). Den Alltagstrott versuche ich dann weitestgehend auszublenden und einfach nur die Zeit zu genießen. Ähnlich geht es mir im Garten oder wenn ich mit der Familie einen Ausflug unternehme und sei es nur eine kleine Entdecker- oder Sammel-Tour im Wald.

Ausflüge in der Natur helfen bei der Entschleunigung und
lenken das achtsame Auge auf die Schönheit um uns herum.

Das Ding mit der Achtsamkeit

Entschleunigung geht für mich auch immer einher mit dem Schlagwort “Achtsamkeit”. Denn wenn ich selbst zur Ruhe komme oder das, was ich für mich tue, wertschätze und die Zeit genieße, dann ist das auch immer ein Stück Achtsamkeit, das ich mir selbst gegenüber zugestehe.

Achtsamkeit ist für mich aber auch der Umgang mit dem, was ich besitze, bearbeite und mit dem, was mich umgibt, achtsam umgehe. Klar, auch bei mir herrscht oft reiner Pragmatismus, was muss das muss und nicht immer kann und will man alles mit Fingerspitzen anfassen, aber zumindest in unserem Garten und bei meinem Näh-Hobby bin ich sehr bemüht, achtsam mit allen Teilen umzugehen.

Achtsamkeit ist für mich auch sich Zeit für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu nehmen. Selbstverständlich ohne die Lieben zu vernachlässigen und zu kurz kommen zu lassen. Doch ich bin mir sicher, wenn ich mir ab und an kurze Pausen für mich selbst nehme, haben am Ende alle mehr davon.

Achtsam bin ich aber auch gegenüber meinen Kindern, indem ich versuche, ihren Bedürfnissen soweit möglich zu entsprechen. Aber: Das heißt nicht, ohne Regeln zu leben und sich auf der Nase herumtanzen zu lassen 😉 Es heißt, sich mit ihnen auch mal hinzusetzen, gemeinsam Bücher zu lesen, zu basteln, zu malen, zu kneten, zu spielen, zu tanzen, zu singen, zu toben, zu experimentieren, zu backen, zu kochen, zu klettern, zu springen. Gemeinsam auf Entdecker-Tour zu gehen, die Spielplätze unsicher zu machen, Freizeit-Aktivitäten zu unterstützen und sich mit den Freunden der Kinder zu treffen.

Aber: Immer ohne die Kinder zu überfordern und immer auch mit Nachmittagen und Zeiten, an denen die Kinder spielen und toben können, wie sie selbst es möchten, ohne Pläne, Termine und “Muss”. Denn dann entfaltet sich die volle kindliche Fantasie und die ist grenzenlos und immer wieder verzaubernd.

Hier schließt sich der Kreis und wir sind wieder bei der Entschleunigung angekommen. Genießen wir die Zeit, die wir haben und nutzen wir sie für uns und unsere Liebsten. Gerade in Zeiten, in denen es stressiger ist, ist es gut, sich daran zu erinnern und bewusst kleine Auszeiten zu nehmen, um die Akkus zu füllen und mit neuer Energie weitermachen zu können, ohne in ein Loch zu fallen.

Was sind Entschleunigung und Achtsamkeit für dich? Und wo findest Du Deine Entschleunigungsmomente? Beim Joggen, bei Treffen mit Freunden, in der Sauna oder im Spa, vor dem Fernseher, beim Lesen? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar.

Entschleunigt durch die Advents- und Weihnachtszeit – eine Anleitung mit Checkliste

St. Martin liegt hinter uns, die Blätter der Bäume sind gefallen und es wird täglich kälter: Der Winter hält Einzug und damit steht die Advents- und Weihnachtszeit vor der Tür. Wie Du stressfrei durch die Advents- und Weihnachtszeit kommst, möchte ich Dir heute zeigen.

Denn im Advent und an Weihnachten soll nicht der Weihnachtsstress im Vordergrund stehen, sondern ruhige Stunden mit der Familie und Freunden (so Corona das in diesem Jahr zulässt). Der Artikel gibt Dir einfache Tipps, die die Vorbereitungen entschleunigen, sowie eine Checkliste, mit der Du im Weihnachtstaumel nichts vergisst.

Warum wird es zum Ende des Jahres eigentlich immer so hektisch?

Frägst Du dich das auch jedes Jahr aufs Neue? Ich mich schon. Da plant man und macht und tut und am Ende steht man am 26. Dezember da und die Zunge hängt einem zum Hals raus.

Vielleicht weil man sich selbst ein bisschen zu viel Druck macht? Das Fest der Feste soll wunderschön werden. Vor allem die Kinderaugen sollen strahlen. Die Plätzchendosen sollen möglichst bunt gefüllt sein. Die Wohnung soll glänzen im Lichterglanz und Dekoüberfluss. Geschenke wollen besorgt und gebastelt sein. Weihnachtsmärkte, Weihnachtsfeiern, Jahresendtreffen mit Freunden – alles soll und muss unbedingt noch im Dezember stattfinden (naja, ihr wisst schon – in normalen Jahren). An den Feiertagen gilt es die unterschiedlichen Familienzweige unter einen Hut zu kriegen und über allem schwebt der normale Alltagswahn, denn der bleibt bekanntlich nicht einfach für vier Wochen stehen.

Aber muss das alles sein? Oder geht es auch einfacher und entspannter? Kann ein schöner Advent, der ja vor allem besinnlich sein soll, nicht auch stressfrei verlaufen? Ich finde: Einen Versuch ist es wert und gerade in diesem verrückten Jahr, ohne Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern, könnte es tatsächlich klappen. Also lasst uns überlegen, wie wir stressfrei durch die Advents- und Weihnachtszeit kommen können.

Checkliste: Ideen und Anregungen für eine entschleunigte Advents- und Weihnachtszeit

Gleich vorweg der für mich wichtigste Punkt: Weniger ist manchmal mehr. Vielleicht muss es gar nicht jedes Jahr immer mehr und immer bunter werden. Ebenso wenig steht irgendwo geschrieben, dass Du alles selber machen musst. Geschenke verpacken Dir auch die Einzelhändler, Plätzchen kann man notfalls kaufen, ebenso den Adventskranz und Mitbringsel-Geschenke lassen sich ebenfalls kauefn.

Evtl. lässt sich der ein oder andere Punkt ein bisschen reduzieren, ohne dass der Festtagstaumel und die Stimmung darunter leidet. Vielleicht geschieht genau das Gegenteil und ein bisschen “Weniger” lässt den Advent und Weihnachten tatsächlich besinnlicher werden?

Doch nun zu den Tipps:

Planung ist das halbe Leben

Ich bin der Typ Planer. Das ist nicht jeder, ich weiß, muss man auch nicht sein. Aber mir helfen meine kleinen Listen und Pläne, möglichst viele Dinge geregelt zu kriegen und vor allem: Um frühzeitig zu sehen, was alles auf mich zukommt. Wenn Du rechtzeitig weißt, was getan werden muss (oder sollte), dann kannst Du dich darauf vorbereiten und Stück für Stück in Ruhe und ohne Zeitdruck alles erledigen.

Mein Tipp 1 lautet daher:

Fang rechtzeitig an mit der Planung – also eigentlich so vor 6 Wochen…. und mach Dir klar, was alles bis zum 24. Dezember getan werden muss.

Was Du alles planen kannst?

  • Nikolaus- und Weihnachtsgeschenke – Verpackungsmaterial wie Geschenkpapier, Schachteln, Tüten, Schleifen und Bänder nicht vergessen
  • Advents- und Weihnachts-Dekoration (für drinnen und draußen). Kerzen! Vergiss die Kerzen nicht!
  • Bunter Plätzchenteller: Was möchtest Du alles backen?
  • Termine: Was steht schon alles im Kalender und welche Besuche stehen an welchen Feiertagen an?
  • Adventskalender: Wer bekommt einen Adventskalender und bastelst Du selbst oder kaufst Du?
  • Festtags-Schmaus: Du bekommst Gäste an den Feiertagen? Dann überlege frühzeitig, was Du kochen könntest und besorge ggf. schon das ein oder andere im Vorfeld (z.B. Saucen-Fonds, Weine)

Bündel schnüren

Bündele Aufgaben, die Du auf einen Rutsch erledigen kannst.

Das heißt zum Beispiel: Überlege Dir genau, wen Du alles beschenken möchtest und erstelle eine Geschenkeliste. Dann überlegst Du dir, wie Du für alle am schnellsten die Geschenke besorgen kannst. Vor Ort im örtlichen Spielwarenladen bekommst Du beispielsweise für alle Kinder passende Brettspiele. Im Buchladen Deines Vertrauens gibt es für größere Kinder sowie erwachsene Neffen, Nichten, Tanten, Onkels garantiert das richtige Buch. Ein kleiner Teeladen hilft mit kleineren Geschenken und Mitbringseln für ErzieherInnen, PflegerInnen, MusiklehrerInnen usw.

Alternativ: Nutze einen Abend auf der Couch und klick dich durch die Weihnachts-Shopping-Welten der Onlineshops (und damit meine ich nicht das große A….). Es gibt sooooo viele wunderschöne und mit Liebe gestaltete kleine und nicht ganz so kleine Onlineshops, bei denen man tolle Geschenke und Spezialitäten für die Lieben bestellen kann.

Clever ist, wer auch hier voraus plant: Du hast im Sommer Marmelade gekocht oder Kräutersalz zubereitet? Mach direkt ein Ladung mehr und schon hast Du alle kleineren Geschenke und Mitbringsel abgehakt.

Dekorationen für den Advent und Weihnachten

Bei dem Einen muss es möglichst viel und möglichst kuschelig bis kitschig sein. Beim Nächsten wird jedes Jahr komplett neu aus dem Vollen geschöpft und beim Nächsten ist schon der Gedanke an stimmungsvolle Deko zur Advents- und Weihnachtszeit ein Grund auszuwandern.

Ich falle in die Rubrik: Ich brauch Deko für die Stimmung und ich möchte es schön weihnachtlich haben. Dabei hab ich mein festes Deko-Sortiment, das ich gerne jedes Jahr um einige Teile ergänze. In diesem Jahr sind es weiße Sterne in unterschiedlichen Größen für die Fenster. Darauf freue ich mich schon. Den Rest mach ich nach Stimmung und Gefühl.

Wie möchtest Du die Wohnung dekorieren? Wie soll der Adventskranz aussehen? Wie schmückt sich in diesem Jahr der Weihnachtsbaum? Daraus resultiert die Frage: Was musst Du für diese Dekowünsche noch besorgen und was ist in Deinen Dekokisten bereits vorhanden?

Ganz egal, wie Du vorgehst und wie Du Dir deine Vierwände zur Advents- und Weihnachtszeit einrichtest. Mach es mit Genuss und ohne Zeitdruck. Nimm Dir bewusst Zeit für die Deko und freu dich über das Ergebnis. Denn: Jetzt kann Weihnachten kommen. Obwohl… da fehlt noch was:

Die Backshow im Dezember

Plätzchenduft, Lebkuchen, Christstollen und Linzertorte – spätestens mit dem ersten Advent startet die Zeit der süßen Genüsse. Damit Du nicht im Backstress versinkst, plane auch hier rechtzeitig (so ca. Mitte November), was Du alles gerne backen möchtest:

  • Welche Sorten sind ein Muss?
  • Welche Nice-to-have?
  • Kannst Du dafür schon die ein oder andere Zutat besorgen? Mehl, Nüsse, Zucker, Zitronat und Weihnachtsgewürze halten lange und können frühzeitig eingekauft werden.

Für mich am allerwichtigsten: Setz dich nicht unter Druck. Starte mit den für dich wichtigsten Plätzchensorten und alle weiteren machst Du, wenn Du Lust, Laune und Zeit hast. Plätzchenbacken soll Spaß machen und kein nerviges Muss sein.

Praktisch sind einfache und schnell gemachte Plätzchen-Rezepte wie Heidesand, Butterplätzchen, Nussmakronen, Spritzgebäck etc. So zauberst Du in Windeseile viele Leckereien auf den Tisch.

Wenn Dir die Lust nach ein oder zwei Sorten vergeht oder Du nicht gerne backst – kein Problem. Dann peppst Du Deinen Plätzchenteller einfach mit leckeren gekauften Minilebkuchen und Plätzchen vom Bäcker auf 😉

Feiertage sind Schlemmertage

Wie ich oben bereits geschrieben habe, kann es sinnvoll sein, sich rechtzeitig über das Weihnachts-Menü Gedanken zu machen. Zugegeben, das ist in diesem ungewöhnlichen Jahr eher schwierig, da keiner weiß, wie und ob wir überhaupt mit der (Groß-)Familie feiern können. Aber sobald die “Regeln” klar sind und Du absehen kannst, ob Du Gäste empfangen wirst oder zur Familienfeier einen Essens-Teil beitragen darfst, überlege, was Du machen möchtest und was Du dafür benötigst.

Viele Dinge kann man im Voraus einkaufen und/oder vorbestellen. Dann musst Du kurz vor den Feiertagen nur noch das Wichtigste im Supermarkt besorgen, Deine Bestellungen abholen und keine Angst haben, dass Dir ein leeres Regal einen Strich durch Deine Pläne macht.

So ersparst Du dir den großen Einkaufsstress.

Kleiner extra Stressfrei-Tipp: Schick Deinen Partner in den Supermarkt 😉

Lichterglanz und Sternenfunkeln

Zu guter Letzt ist mir ein Punkt noch sehr wichtig: Vergiss den Spaß und die Freude an dem, was Du tust nicht! Wenn die Vorbereitungen dich erfüllen und Dir richtig Spaß machen, dann mach weiter. Wenn nicht, schraube Deine Erwartungen etwas zurück und “weihnachts-wichtele” nur solange es dich nicht stresst. Klar, Geschenke wollen besorgt und verpackt sein und das Essen will eingekauft sein, doch alles andere ist der Bonus.

Bist Du bereit für eine wundervolle Advents- und Weihnachtszeit, die Du in vollen Zügen genießen kannst? Ich hoffe, meine Tipps helfen Dir und bereiten Dir eine entschleunigte Advents- und Weihnachtszeit.

Ich wünsche Dir einen tollen Dezember mit Lichterglanz und Sternenfunkeln.

Auf eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!

Hast Du weitere Tipps, wie man möglichst stressfrei und entschleunigt durch den Advent kommt und die Weihnachtsfeiertage genießen kann? Ich freu mich auf Deinen Kommentar.

Herbst: Zeit der Entschleunigung und lustige Beschäftigungsideen für Groß und Klein

Ich mag den Herbst. Ich mag es, wenn sich die heißen Sommertage langsam verabschieden, die Farben in der Natur immer kräftigere Rot-, Gelb- und Orangetöne annehmen und das Leben die Geschwindigkeit etwas drosselt.

Natürlich mag ich auch den Sommer, genauso wie ich den Frühling und den Winter mag. Denn jede Jahreszeit hat für mich ihre Besonderheiten und Schönheiten. Der Wechsel der Jahreszeiten gehört für mich dazu und ein Leben ohne kann ich mir nicht vorstellen. Aber wenn die Tage kürzer werden, erste Schmuddeltage Einzug halten und ich mich dann an der ersten Teetasse des Jahres erfreue, kommt auch immer eine große Portion Ruhe auf.

Denn mit dem Herbst kehrt in der Regel auch unweigerlich Ruhe und Gemütlichkeit ein (bevor der Weihnachtsstress beginnt, aber dazu mehr in einem extra Beitrag). Nun beginnt die Zeit kuscheliger Teestunden, ruhiger Bastelnachmittage, raschelnder Blätterberge und stürmischer Spaziergänge. Wunderbar. Und wenn man mit Wind-zerzausten Haaren, durchgefroren und manchmal auch mit nassen Füßen nach Hause kommt, ist es noch schöner, wenn man sich zu Hause wieder aufwärmen kann.

Mit dem Herbst verändern sich auch Alltag und Freizeit. Andere Beschäftigungsmöglichkeiten und (Haus-)Arbeiten stehen plötzlich an. Auf die Hausarbeiten möchte ich jetzt an dieser Stelle nicht eingehen…

Denn: Endlich ist es wieder Zeit für ruhige, entspannende und wunderschöne Herbst-Beschäftigungen. “Entschleunigung” ist das Motto des Herbsts.

Beschäftigungsideen im Herbst mit Kindern – im Haus:

  • Puzzles und Brettspiele
  • Herbstbasteln mit Laub, Kastanien, Ästen, Stöcken, Eicheln und Bucheckern
  • Fensterbilder basteln mit Herbstmotiven
  • Laternen basteln (wobei das ja meistens in Kindergarten und Kita passiert)
  • Herbstlieder singen (bei uns kommt gerade kein Tag ohne einen “Pi-Pa-Putziger Igel” aus, mit Ohrwurm-Garantie)
  • Waffeln backen (lecker)
  • Weckmänner zu St. Martin backen und dann mit einer heißen Tasse Kakao genießen (hach…)
  • Kürbis schnitzen – je nach Alter des Kindes – und aus den Resten leckere Kürbissuppe kochen
  • Alle Spielsachen aus den Regalen räumen und eine riesige Spielwelt aufbauen und auch mal stehen lassen
  • Gemeinsam Bücher lesen (entweder ein paar neue Bücher kaufen oder in der Bücherei ausleihen), ob Geschichten oder Wissens- und Lernbücher, wichtig ist das “sich Zeit nehmen”
  • Kinder einfach mal spielen lassen und wenn gewünscht: Mitspielen, ansonsten NICHT STÖREN! … und die Ruhe genießen 😉
Nicht nur das Schnitzen eines Kürbisses ist Pflicht im Herbst.

Beschäftigungsideen im Herbst mit Kindern – draußen:

  • Durch Blätterberge rascheln – immer wieder toll.
  • Kastanien (Eicheln, Bucheckern…) sammeln
  • Blättersträuße sammeln
  • Spaziergänge durch den Herbstwald – mal schauen, was man alles findet
  • Drachen steigen lassen
  • In den Wind stellen und durchpusten lassen
  • Pfützen-Spring-Wettkampf (nein, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung)
  • Laternenwanderung in der frühen Dunkelheit – und dazu St. Martins-Lieder singen (lauthals) oder
  • eine Nachtwanderung unternehmen mit Taschenlampen und Stirnleuchten
  • Vogelhäuschen aufstellen und mit Futter ausstatten, Meisenknödel und -Ringe aufhängen
  • Ein Igelhaus bauen (oder einen riesigen Blätterhaufen zusammenrechen)
  • Wer drauf steht: Zu Halloween verkleidet durch die Straßen ziehen

Habt ihr noch mehr Ideen, wie man mit Kindern einen tollen, lebhaften, abwechslungsreichen, aber auch ruhigen Herbst verbringen kann?

Beschäftigungsideen im Herbst für Erwachsene

Und womit beschäftigen wir Erwachsene uns im Herbst? Abgesehen vom Herbstputz, stehen bei mir folgende Aktivitäten ganz hoch im Kurs:

  • Herbstdeko im und am Haus: Über den Sommer ist es mir nicht so wichtig, dass es drinnen überall vor Deko blitzt, aber im Herbst überkommt mich dann jedes Jahr die Deko-Wut 😉 Da werden Kastanien drapiert, Zierkürbisse und Riesenkürbisse verteilt, Windlichter und Kerzen an allen möglichen (und unmöglichen) Orten aufgestellt und die letzten Herbstblumen wie Chrysantheme und Aster in Szene gesetzt.
  • Zwiebelblumen pflanzen und die Vorfreude auf den Frühling steigern.
  • Überhaupt “Gartenputz”: Gartenmöbel abdecken oder verräumen, Büsche, Sträucher und Bäume schneiden, die herabfallenden Blätter zu großen Haufen rechen oder als Frostschutz auf die Beete häufeln, den Garten (oder Balkon) Wind- und Wetterfest machen.
  • Topfpflanzen ins Haus holen oder warm einpacken, damit sich keine eine Erkältung holt.
  • Letzte Früchte und Gemüse ernten, Herbst- und Wintergemüse in die leeren Beete pflanzen, damit auch an kalten Tagen frisches Gemüse aus eigenem Anbau auf dem Teller landet.
  • Den “Drinnen-Hobbies” fröhnen: Ab September kehrt nämlich zumindest bei mir die große Nählust zurück. Da werden Pläne geschmiedet, Stoff und Faden gekauft, erste Nähte und Projekte in die Tat umgesetzt und fleißig gewerkelt.
  • Auf dem Sofa eingekuschelt in dem ein oder anderen Magazin blättern oder gemütlich einen dicken Schmöcker lesen (ich gebe zu: Das schaffe ich mit den Kindern eher selten).
  • Und gegen Ende Oktober, Anfang November beginnt dann die Vorfreude auf die Advents- und Weihnachtszeit. Braucht es neue Weihnachtsdekoration, die die bestehende ergänzt? Wie soll der Adventskalender der Kinder bestückt werden? Was steht bei wem auf der Wunschliste? Wie und mit wem feiern wir Nikolaus? Wie soll der Adventskranz aussehen?
  • Und in diesem Jahr für mich ganz wichtig: Wie wird die Advents- und Weihnachtszeit wunderschön (auch oder gerade wegen Corona) und wie vermeide ich Stress vor und rund um die Feiertage? Früh anfangen, den November nutzen und ohne Druck das Fest der Feste angehen. Ich glaube, das sind erstmal die wichtigsten Vorsätze.
Im Herbst fährt die Natur nochmal große Geschütze auf: Spät-blühende Blumen und Sträucher wie Herbstastern und Chrysanthemen (hier im Bild) strahlen mit den bunten Blättern um die Wette.

Doch jetzt lasst uns erstmal den Herbst genießen, durch Blätterberge rascheln, in Pfützen springen und uns vom Winde verwehen lassen. Genießen wir die ruhigeren Momente. Denn eines ist klar: Es wird auch wieder anders werden.

Nähen zur Entschleunigung – geht das? ;-)

Mit dem Nähen ist das ja so eine Sache. Einerseits ist es total schön, zu sehen, wie ein neues Kleidungsstück oder Heimtextilien, Taschen etc. entstehen. Selbstgemacht. Ich bin jedesmal stolz wie Bolle, wenn ich wieder ein Teil fertig habe. Vermutlich bin ich dann die Tage darauf auch immer ein gutes Stück größer 😉

Aber andererseits…

…ist der Weg bis dahin manchmal steinig und hart. In meinen ersten Näh-Erinnerungen sehe ich meine Mutter vor mir, die jedes Jahr nach Silvester zur Nähmaschine griff, um ein tolles, wunderschönes Fastnachtskostüm zu schneidern. Das hatte aber selten was Idyllisches, sondern bestand meistens aus viel Gefluche und Gestöhne, weil es mal wieder nicht lief.

(Zugegeben: Es waren häufig echt schwere Sachen dabei wie “mal eben einen Frack nähen” oder “20 Meter Tüll kräuseln” oder “mehrere Lagen dicker / rutschiger / fusselnder Stoff zu locker schwingenden Röcken verarbeiten”.)

Aber das Ergebnis war immer: Herausragend und toll. Erinnert mich, dass ich euch Bilder schuldig bin 😉

Warum ich trotzdem Näh-Nerdin bin?

Ich selbst verzweifle meist an meiner Unfähigkeit, mangelnder Feinmotorik, zwei linken Händen und/oder absoluten Verständnisproblemen.

Und dennoch: Es macht mir unglaublich viel Spaß und lässt mich vor allem abschalten. Insgesamt finde ich nämlich, dass Nähen zur Entschleunigung beiträgt und einen echten Entspannungsmoment hat. Durch die Konzentration und den Fokus auf die Arbeit mit dem Stoff und an der Nähmaschine lässt man alles, was einen beschäftigt, alle Termine, alle Stressfaktoren ganz unbewusst und automatisch hinter sich.

Zumindest ich bin beim Nähen nicht Multitasking-fähig. Da heißt es volle Konzentration auf das, was da entstehen soll. Da blende ich alles, was rechts oder links, vor- oder hinter mir passiert, komplett aus und bin nur für dieses Stück Stoff, die Nadel und den Faden da. Ohne Kompromisse.

Nähen entschleunigt und lässt Dich abschalten
Nadel, Faden, Schere, schöne Stoffe und schon kannst Du den Alltag hinter Dir lassen.
Nähen ist ein entschleunigendes Hobby.

Wichtig: Sobald ich mich an die Maschine setze, schließe ich kurz die Augen, atme tief ein und aus, schüttel mich durch und lege den Schalter um.

Und dann leg ich los und es geht mir gut!

Auch wenn ich Fehler mache, ist das nur selten wirklich schlimm für mich. Dann wird eben improvisiert. Das Ergebnis ist selten perfekt und das muss es – zumindest im Moment – auch noch gar nicht sein. Selbstgenähten Kleidungsstücken, Decken, Kissen, Taschen etc. darf man ansehen, dass sie genau das sind: SELBSTGEMACHT. Nicht von der Stange, aber immer mit Herz.

Gelassenheit, nicht Perfektion lautet das Ziel!

Mir fällt immer wieder auf, wie viele Menschen um mich herum versuchen, perfekt zu sein. Menschen, die immer und überall versuchen, sich und ihr Leben zu optimieren, zu perfektionieren, die keine Fehler zulassen (können/wollen) und sich damit – aus meiner Sicht – unnötig verrückt machen.

Warum eigentlich?

Warum sind wir nicht mit etwas weniger Perfektion zufrieden und Stolz auf das, was wir mit Gelassenheit und Ruhe erreichen? Ich ertappe mich selbstverständlich auch immer wieder dabei, alles richtig machen zu wollen.

Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb ich mich regelmäßig an die Nähmaschine setze: Mehr Gelassenheit lernen. Denn beim Nähen weiß ich, dass ich noch ganz am Anfang stehe; dass ich nur die Basics beherrsche, dass ich bzw. das Ergebnis nicht perfekt sein müssen; dass ich stolz sein darf auf jede kleine Mütze, jedes Kissen, jedes T-Shirt und jedes Kinderkleidchen, das fertig auf dem Tisch liegt.

Und das darfst Du auch sein! Sei stolz auf Dich und auf das, was Du jeden Tag leistest!

Ich glaube, ich bin ein wenig vom Thema abgekommen und sollte diesen Beitrag vermutlich von “Nähen zur Entschleunigung” in “Nähen für mehr Gelassenheit” umbenennen. Aber Gelassenheit führt automatisch zu mehr Ruhe und damit auch zur Entschleunigung.

Wenn das Leben während des Nähens still steht und alles, was Dich beunruhigt, stresst, nervt, blockiert, in den Hintergrund rückt, dann befindest Du dich auf dem Weg zu mehr Entschleunigung.

Wie geht euch das? Könnt ihr beim Nähen entspannen? Ist die Arbeit mit Schere, Nadeln, Maßband, Stoffen, Garn und Nähmaschine für euch ein Moment, in dem ihr zur Ruhe kommt? Oder schlägt euch das Herz bis zum Hals und ihr könntet verzweifeln und durchdrehen, wenn es mal wieder nicht klappt? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Warum ein Garten glücklich macht

Du nennst ein kleines Stück Grün Dein Eigen? Sei es zur Pacht, gemietet, gekauft, zur Pflege… Dann ist Dir vermutlich bewusst, welch Glückspilz Du bist.

Denn für mich ist eine Sache klar: Wer einen Garten hat, den er nutzen darf, hat unbeschreibliches Glück.

EIN GARTEN MACHT GLÜCKLICH

Zugegeben, er macht auch Arbeit – aber eine Arbeit, die erfüllt und gleichzeitig entschleunigt. Wie ist das möglich? Warum hat harte Arbeit, jäten, umgraben, gießen, pflanzen so einen positiven Effekt?

Es mag am “den-ganzen-Tag-vor-dem-Computer-arbeiten” liegen, dass wir Büromuffel Erfüllung im Garten finden. Oder an der frischen Luft. Oder am Sonnenlicht, das Endorphine frei setzt.

Jedenfalls ist ein Garten – besser gesagt, viel Grün und Natur in Deinem Leben – die beste Ladestation für Deine persönlichen Energie-Akkus. Mehr Power mit der Du den stressigen Alltag besser und einfacher bewältigen kannst. Mehr Energie für die täglichen Aufgaben, die Dir schneller von der Hand gehen. Mehr Freiräume, die Du für dich nutzen kannst.

Du brauchst noch mehr Gründe? Hier sind 10 Gründe, warum ein Garten glücklich macht:

1. Weil Du mit den Händen etwas erschaffst.

Du wühlst dich durch die Erde. Du hantierst mit Spaten, Schaufel, Rechen oder den bloßen Händen und schaffst Neues, das wächst und gedeiht (oder auch mal nicht, ist aber nicht schlimm). Du pflanzt, Du säst, Du steckst, Du pflegst, Du gießt, Du zupfst, Du schneidest… und all das erschafft etwas, das vorher nicht da war. Ein tolles, positives und sinnstiftendes Gefühl.

Das Hochbeet im Juli - prallgefüllt
Das Hochbeet im Juli – prallgefüllt

2. Weil im Garten der Wandel die Normalität ist

Jeden Tag wächst etwas Neues und geht etwas, dessen Zeit zu Ende ist. Dieser Wandel hilft, (ungewollte / ungeplante) Veränderungen im eigenen Leben hinzunehmen, zu akzeptieren und in positive Chancen zu übersetzen. Das Leben ist stetiger Wandel, er gehört dazu, ist Teil von uns allen und wie heißt es so schön “in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne”. Lasst uns diesen Zauber im Garten erleben, genießen und übertragen.

Blüten zu jeder Jahreszeit - im Spätsommer strahlt die Hohe Fetthenne und die Bienen freuen sich.
Blüten zu jeder Jahreszeit – im Spätsommer strahlt die Hohe Fetthenne und die Bienen freuen sich.

3. Weil ein Garten das Bewusstsein für Vergänglichkeit und den Lauf der Zeit schafft.

Unaufhaltsam. Denn wie bereits geschrieben, ist das Leben stetiger Wandel und alles, wirklich alles ist vergänglich. Aber das Beste an der Vergänglichkeit ist: Sie schafft Raum für Neues. Und dabei sind wir direkt bei Punkt 4: (BILD SONNENBLUMEN)

Die Sonnenblumen nach der Ernte. Leider hielten sie dem Wind nicht stand. Dafür dürfen sich jetzt die Vögel satt futtern für den Winter.
Die Sonnenblumen nach der Ernte. Leider hielten sie dem Wind nicht stand. Dafür dürfen sich jetzt die Vögel satt futtern für den Winter.

4. Weil Du den Kreislauf der Jahreszeiten unmittelbar miterlebst.

Klar kennen wir alle die Jahreszeiten und freuen uns auf die eine, fluchen auf die andere. Im Garten und in der Natur spürst Du den Verlauf des Jahres so direkt wie sonst nirgends. Für mich bedeutet das Ende der einen Jahreszeit und der Beginn jeder neuen Jahreszeit immer eine unglaubliche Freude. Denn jeder Jahreszeit wohnt etwas Besonderes, Wunderschönes inne. Im Garten sind das vor allem die Farbwechsel. Die sanften Farben des Frühlings, die von satten, kräftigen Sommerfarben abgelöst werden, bevor die warmen Töne des Herbstes und die schlafende, viel zu selten gezuckerte Natur des Winters Einzug halten. So schön – und schon freut man sich wieder auf die ersten Schneeglöckchen, Narzissen, Krokusse und Primeln, die ihre zarten Köpfchen aus der Erde recken. Toll!

Das Leben erwacht, die ersten Frühblüher stehen in voller Pracht und künden vom Frühling.
Das Leben erwacht, die Primeln stehen in voller Pracht und künden vom Frühling.

5. Weil Du beinahe täglich neue(s) Blüten, Früchte, Farben, Leben entdecken kannst.

Ist es nicht toll, wenn Du morgens zum Fenster oder zur Gartentür hinausschaust und Du das pralle Leben spürst? Und dann gehst Du raus, schaust Dich um und entdeckst eine Tulpenknospe, die sich aus dem kalten Boden schiebt, eine neue Rosenblüte, auf der sich direkt eine kleine Biene niederlässt, eine erste kleine Tomate, die Dein Gärtnerherz höher schlagen lässt, ein erstes gelb-orange-rot verfärbtes Blatt, das ganz langsam das Ende der Saison einläutet oder eine kleine Hagebutte, die im morgendlichen Raureif glitzert.

Jede Blüte, die sich öffnet, bringt mehr Farbe in Deinen Garten. Jede Frucht, die wächst, steigert die Vorfreude auf die Ernte.
Jede Blüte, die sich öffnet, bringt mehr Farbe in Deinen Garten. Jede Frucht, die wächst, steigert die Vorfreude auf die Ernte.

6. Weil er Raum für Entspannung lässt.

Ein Garten macht Arbeit, aber irgendwann ist die Arbeit vorbei und dann heißt es: GENIESSEN mit allen Sinnen. Entspannt im Liegestuhl dem Summen der Bienen und Insekten lauschen, den Duft der blühenden Blumen riechen, je nach Zeitpunkt eine reife, selbst geerntete Tomate oder Beere schmecken und Dich am Farbenmeer erfreuen. Zur Ruhe kommen und alles andere vergessen. Für 5 Minuten, für eine Stunde oder einen halben Tag – es bringt Dir immer ein Stück Entschleunigung und Zeit für Dich.

Den Garten genießen - mit Blick auf Blüten, Insekten und frische Früchte.
Den Garten genießen – mit Blick auf Blüten, Insekten und frische Früchte.

7. Weil Du selbst die Früchte Deiner Arbeit ernten und vor allem: schmecken kannst.

Der für mich tollste Moment im Gartenjahr ist, wenn ich zum ersten Mal eine reife Frucht ernten kann. Eigentlich ist es immer schon etwas ganz Besonderes, wenn ich im Frühling das erste Mal frische Kräuter in großen Mengen zum Kochen verwende. Das ist immer der Auftakt in die grüne Küche des Sommers, in der kaum ein Essen ohne Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano, Bohnenkraut, Minze, Petersilie usw. auskommt.

Bunte Kräuterernte für Kräutersalz, Kräuterpesto, Kräuterbutter und vieles mehr. Für kleine Sonnenfreuden im tristen Wintergrau.
Bunte Kräuterernte für Kräutersalz, Kräuterpesto, Kräuterbutter und vieles mehr. Für kleine Sonnenfreuden im tristen Wintergrau.

8. Weil die Gartenarbeit erdet und Ausgleich bietet zu ansonsten eintönigem Schreibtisch-/Computer-/Büro-Gesitze.

Immer nur sitzen macht schlapp, träge und ist uninspirierend. Frische Luft, Bewegung und die Arbeit mit den Händen machen den Kopf frei und sorgen für neue Ideen, die Dich Deinen Träumen und Wünschen im besten Fall ein gutes Stück näherbringen.

Deinen Träumen reckt sich auch die Sonnenblume entgegen.
Deinen Träumen reckt sich auch die Sonnenblume entgegen.

9. Weil alles seine Zeit braucht

…. und man den Pflanzen beim Wachsen zuschauen kann. Beschleunigen kann man das Wachstum im Garten kaum bis gar nicht. Alles braucht die Zeit, die es braucht. Es geht so schnell oder langsam wie die Pflanzen brauchen. Einzig ein bisschen Dünger, Pflege und das Wetter haben Einfluss auf die Natur vor Deiner Haustür. Dieser Lauf der Dinge entschleunigt und nimmt vor allem den Druck von Dir – auch in anderen Lebensbereichen. Manchmal muss man sich einfach nur sagen: “Es braucht so lange wie es braucht. Schneller geht nicht. Punkt.” Das gilt auch im Beruf. Denn “gut Ding will Weile haben” 😉

Zeugen der Zeit - Oliven wachsen langsam und sehen mit ihrem knochigen Wuchs aus wie aus der Zeit gefallen. Wahre Entdecker der Langsamkeit und Entschleunigung.
Zeugen der Zeit – Oliven wachsen langsam und sehen mit ihrem knochigen Wuchs aus wie aus der Zeit gefallen. Wahre Entdecker der Langsamkeit und Entschleunigung.

10. Weil Du Bienen, Hummeln und Vögeln lauschen kannst

… und Schmetterlinge, Käfer, Heuschrecken, Igel uvm. beobachten und unterstützen kannst. Ist das nicht unglaublich schön? Diese kleinen Tierchen zu sehen, ihnen ein Refugium zu schaffen, Nahrung zu bieten und ein Stück zum Schutz unserer direkten Umwelt beizutragen, macht auf jeden Fall glücklich.

Ein Wollrinden-Falter ruht sich aus.

Bei mir ruft vor allem das unmittelbare Erleben der Jahreszeiten Begeisterung hervor: Wenn sich im späten Winter die ersten Frühblüher bemerkbar machen und das langsame Erwachen ankündigen, freu ich mich über jedes blühende Schneeglöckchen und jede kleine Primel. Bedeuten die kleinen Frühlingsboten doch den Startschuss für das jährliche Blütenmeer des Frühlings. Eine Zeit der Farben und Pracht, die durch die Sommerhitze und die damit reifenden Früchte abgelöst wird. Prächtig ist es auch dann noch und vor allem noch grüner. Jetzt können endlich die ersten reifen Gemüse und Früchte geerntet werden und die Obst- und Gemüseschalen quellen über. So toll!

Doch um ehrlich zu sein, Anfang September freue ich mich dann über die neue Farbenpracht des Herbstes und die damit einhergehenden Spaziergänge durch raschelnde Blätterberge. Tja und im Winter? Da zieht es mich in die kuscheligsten Ecken des Hauses, am liebsten mit einer Tasse Tee. Gemütlichkeit steht jetzt an erster Stelle. Die Ruhe genießen und auf den Frühling freuen.

Alles in allem: Ja, ein Garten macht unglaublich glücklich und mit ihm zieht deutlich mehr Zufriedenheit, Entspannung und Entschleunigung ins Leben ein.

Was macht Dich in Deinem Garten am glücklichsten? Verrate uns Deine “Glücklichmacher” in den Kommentaren!

6 Schritte in einen entschleunigten Alltag

Entschleunigung klingt erstmal gut – aber wie starten? An welcher Stelle kann man ansetzen, wo der Alltag doch kaum Luft lässt?

In 6 Schritten zu einem entschleunigten Alltag

Vielleicht starten wir erstmal mit einer Begriffsklärung:

Was ist überhaupt Entschleunigung?

Mit Entschleunigung ist ein bewusstes Umdenken gemeint. Das Umdenken, der privaten aber auch beruflichen Schnellebigkeit entgegenzutreten und sich dieser immer weiter fortschreitenden Beschleunigung des Alltags entgegen zu stellen. Eine Entschleunigung soll wieder mehr Ruhephasen und auch Erholung ins Leben bringen. Ob und wenn ja, wie das gelingen kann, versuche ich gerade herauszufinden.

Die folgenden Schritte habe ich mir in den vergangenen Wochen als sinnvolle Vorgehensweise überlegt, um diese Verlangsamung zumindest in Teilen zu erreichen.

1. Schritt: Erkenntnis

Am Anfang steht die Erkenntnis. Vielleicht kommen dir Sätze wie diese bekannt vor:

  • “Mir wird das alles zu viel.”
  • “Mir wird das alles zu schnell.”
  • “Ich komme nicht mehr hinterher.”
  • “Ich drohe unterzugehen.”

Dem sollte ein Stop folgen, denn so kann und soll es nicht weitergehen. Irgendetwas muss sich ändern. Denn: Ein Tag hat 24 Stunden. Und keine einzige mehr. Vielmehr: Jede Stunde, die vorbei ist, ist vorbei und kommt nicht zurück.

Die Erkenntnis, das sich etwas ändern muss, ist Dein erster Schritt in ein entschleunigtes Leben.

2. Schritt: Ein Ziel festlegen

Du hast dir vorgenommen, dass Dein Leben entschleunigt werden soll? Super! Dann solltest Du jetzt ein konkretes Ziel formulieren. Was soll Dein persönliches Ziel sein, dass Du mit der Entschleunigung erreichen möchtest? Welche Bereiche Deines Lebens sollen entschleunigt werden? Vielleicht helfen Dir auch Teilziele, die Du gut erreichen kannst und die dir helfen, ein größeres Ziel zu erreichen. Sei ehrlich mit dir selbst und setze dir ein realistisches Ziel. Dann ist es auch erreichbar.

Ich möchte in meinem Familienleben mehr Ruhe und Atempausen für mich, aber auch meine gesamte Familie schaffen und langfristig als festen Bestandteil unseres Alltags integrieren.

Mein persönliches ziel

3. Schritt: Ruhepole und Entschleunigungsquellen identifizieren

Soweit so einfach. Nun kommen wir zur Umsetzung des Ganzen. Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt folgende Fragen gestellt:

  • Wo finde ich Ruhe, Erfüllung und einen Ausgleich?
  • Wann verspüre ich Lebendigkeit, die mir positive Energie bringt?
  • In welchen Momenten komme ich zur Ruhe?
  • Wann und womit lade ich meine Akkus wieder auf?
  • Wann bin ich glücklich?

Die Antwort auf diese Fragen werden bei jedem anders aussehen. Vielleicht helfen bei Dir ein gutes Buch, eine Tasse Tee und eine Massage. Oder aber es sind frische Luft und Sport mit anschließendem Saunagang. Nimm Dir Zeit und beantworte Dir diese Fragen ehrlich. Du musst niemandem etwas vormachen. Wenn Du auf dem Sofa am besten entspannen und Energie tanken kannst, dann ist das so. Aber vielleicht fällt Dir ja auch noch ein zweiter Ort ein, an dem Dir das gelingt , das Sofa im Garten oder die Bank im Park? Wenn ja, ist das super, wenn nein, dann startest Du auf dem Sofa.

Wichtig für mich, sind nach wie vor die Fragen, die mit “Wann?” beginnen. Eine abschließende Antwort habe ich noch nicht gefunden. Genau hier werde ich nun ansetzen und versuchen, feste Zeiten für mich zu finden. Eine erste “Ich-Zeit” ist meine Frühsport-Einheit jeden Morgen. Da bin ich bei mir und mit mir.

4. Schritt: Ruhepole bewusst genießen

Meine Ruhepole sind (neben der beschriebenen Frühsport-Einheit) meine Kaffeepause nach dem Mittagessen. Ob die nun mit einem Latte oder einem “normalen” Kaffee stattfindet, ob draußen, drinnen, auf dem Liegestuhl, am Küchentisch oder auf dem Sofa, ist eigentlich egal. Aber sie ist mir wichtig und ich habe mir fest vorgenommen, diesen kurzen Moment (mehr als 10 Minuten sind es selten) ab sofort viel bewusster zu genießen.

Das ist mein aktuelles (Teil-)Ziel: Einmal am Tag abschalten, wenn möglich im Schatten eines Baumes im Garten. Bewusst nichts tun und ohne das Handy in die Hand zu nehmen. Mal schauen, ob das klappt.

Ein weiterer Ort der Entschleunigung ist für mich der Garten, aber vor allem auch die Gartenarbeit. Manchmal erst Abends, wenn die Kinder im Bett sind, manchmal nebenher. Ich versuche, hier nicht die Arbeit zu sehen, sondern das Ergebnis: Gemüse, das wächst und geerntet werden kann, Grassamen, die gesäht wurden und zur Wiese werden, Blumen, die da sprießen, wo man vorher fleißig Unkraut gejätet hat. Schön 🙂

Mein nächster Ruhepol, der jedoch der gesamten Familie beim Auftanken helfen wird, ist der bevorstehende Urlaub. Ich habe mir fest vorgenommen, den Urlaub ohne Zeitdruck und Stress anzugehen. Ob wir eine halbe Stunde früher oder später am Strand sind, ist egal. Es geht darum, dass wir als Familie eine wunderschöne Zeit haben.

Was sind Deine Ruhepole und schaffst Du es, diese bewusst zu genießen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

5. Schritt: Energie-Routinen etablieren

Du hast erkannt, dass Du raus musst aus dem Hamsterrad, dass Dich zu erdrücken droht. Du hast ein erstes Ziel für Dich formuliert. Du hast Dich intensiv mit den für Dich wichtigen Entschleunigungsquellen auseinandergesetzt und erste Ruhe-Momente bewusst genossen. Das ist doch schon toll! Freue Dich darüber – jeden Tag, wenn Du wieder einen Genuss-Moment erleben kannst.

Jetzt ist der Moment, an dem Du diese Einzelmomente in Routinen umwandeln kannst. Aber bitte: Ohne Stress, ohne Druck. Hast Du auch so eine kleine Auszeit wie ich mit meinem Kaffee? Versuche, diese Auszeit so in Deinen Alltag zu integrieren, dass diese kleine Pause Dein Akku-Aufladezeitraum wird.

Es klappt an einem Tag nicht? Kein Problem. Mach am nächsten Tag weiter und schau dir Schritt 6 an. Evtl. findest Du die Lösung im Loslassen.

Du hast schon gewisse Routinen? Was sind Deine Erfahrungen? Helfen sie Dir? Bist du glücklicher? Zufriedener mit Dir und Deinem Leben? Ich bin gespannt, was Du zu berichten hast.

6. Schritt: Loslassen und “Nein” sagen

Der vorerst letzte Schritt auf unserem Weg in Richtung entschleunigteres Leben ist das Loslassen. Jeden Tag stürzen Unmengen an Informationen, Nachrichten, Aufgaben und Probleme auf uns ein. Das wird schnell zu viel und raubt uns schnell den Raum für unsere neuen wichtigen Abschalt-Routinen.

Daher solltest Du dir in den kommenden Tagen und Wochen immer wieder vornehmen auch mal “NEIN” zu sagen. Bewusst etwas nicht tun bzw. nicht konsumieren. Dem Stress einfach mal sagen “Du kannst mich mal”. Meistens geht das besser, als man im ersten Moment denkt. Werde dir bewusst, dass die Welt in der Regel nicht untergeht, wenn Du etwas nicht tust oder nicht mitbekommst.

In diesem Sinne, lass uns starten und unsere neuen Auszeiten / Ruheoasen / Entschleunigungsaugenblicke genießen.

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