Kategorie: WOMANPOWER

Frauen haben Power das steht außer Frage. Machen wir uns diese Power zu Nutze, um mehr Ruhe und Räume für uns selbst zu schaffen. Denn ohne unsere Power wären einige Leute (du weißt bestimmt, welche ich meine) ganz schön arm dran, um nicht zu sagen, aufgeschmissen. Daher: Lass uns mit viel Power unser Leben gestalten und dennoch Freiräume für uns selbst schaffen. Ganz nach dem Motto: Mit Power in die Entschleunigung!

Blog tut gut

Vor kurzem hat mich die liebe Rebecca von frei-mutig.de auf die #Blogparade “Das Blog – ein Medium von gestern?” von Start:Talking hingewiesen und gefragt, ob ich auch mitmachen möchte. Da musste ich nicht lange überlegen und hab spontan “JA” gesagt.

Blogs sind in der Fülle der sozialen Medien in den letzten Jahren ein bisschen in den Hintergrund getreten, gehören aber noch lange nicht zum “alten Eisen”. Denn für mich gilt vor allem: Blog tut gut.

Warum mir mein Blog gut tut

Ich möchte ehrlich sein: In erster Linie blogge ich für mich. Ich freue mich daher umso mehr, über die vielen positiven Reaktionen und Kommentare der letzten Monate, die mir zeigen: Der Blog erfreut auch andere Menschen, Freunde, Bekannte und viele (noch) Unbekannte. Das macht Mein Lebensspiel zu einem stetig wachsenden und echten Herzensprojekt.

Darum tut mit mein Blog gut:

Weil es mir gut tut zu bloggen.
Weil es mir gut tut zu schreiben.
Weil es mir in den letzten Monaten viel Positives zurückgegeben hat.
Weil mein Selbstwertgefühl einen richtigen Push bekommen hat.
Weil es mir viel Freude bereitet, Themen zu überlegen, Beiträge zu erarbeiten, Bilder auszuwählen und Artikel zu veröffentlichen.
Weil ich mich über jeden Kommentar und jeden Leser sooooooo freue.
Weil durch den Blog wunderbare neue Menschen, Persönlichkeiten in mein Leben getreten sind.

Und zu guter Letzt:
Weil mich der Blog erfüllt und durch diese schwere Pandemie-Zeit (und hoffentlich auch darüber hinaus) trägt.

Wie kam es zum Blog Mein Lebensspiel?

Schon sehr sehr sehr sehr lange trage ich den Gedanken, ein eigenes Buch schreiben zu wollen, mit mir herum. Dazu gekommen bin ich nie. Die Idee “Das mach ich in der Elternzeit – da hab ich Zeit”, hat sich als komplett abwegig herausgestellt und seitdem wollte sich der richtige Zeitpunkt auch nicht einstellen.

Über eine Bekannte, die ein ähnliches Ziel hatte und darüber auf die Idee zu einem Blog kam, begann bei mir das Thema Blog immer mehr Raum einzunehmen. Wenn schon kein Buch, dann vielleicht ein eigener Blog. Das wäre doch was.

Ich könnte endlich wieder Schreiben und über den Blog meinem Traum vom eigenen Buch Stück für Stück näher kommen.

Die große Frage: Zu welchem Thema soll ich bloggen?

Da kam der Corona-Lockdown im März 2020 und mit ihm ein bisschen mehr Zeit. Zeit, um mir Gedanken über einen eigenen Blog zu machen. Den letzten Schubs gab mir eine Arbeitskollegin, die meinte: “Einfach machen”. Also hab ich gemacht.

Was soll ich sagen: Das war eine mehr als herausragende Idee.

Die ersten Monate und der Blog tat gut

Die Grundidee war anfangs sehr vage. Auch thematisch wollte und konnte ich mich nicht so richtig festlegen. Mittlerweile haben sich die Kernthemen Entschleunigung und Achtsamkeit rund um die bodenständigen Hobbies Gärtnern und Nähen herauskristallisiert.

Ob es dabei bleibt, ich weiß es nicht. Ich lasse mich und den Blog bewusst treiben, schaue gerne nach links und nach rechts und bin gespannt, wie sich Mein Lebensspiel weiterentwickelt.

Parallel zum Start des Blogs habe ich von meinem Arbeitgeber die Chance erhalten, an einem Working out Loud Circle (WOL) teilzunehmen (dazu demnächst mehr, versprochen). Bei WOL dreht sich alles um den Aufbau von Beziehungsnetzwerken und die soziale Vernetzung. In diesem ersten Circle habe ich mir den Aufbau des Blogs und meine Social Media Kanäle vorgenommen und bin sichtbarer geworden.

Für meinen Blog sind die Kanäle Twitter, Facebook und Pinterest relevant. Meine Social Media Sichtbarkeit ist daher immer mit dem Blog verknüpft und bringt mir Leser auf den Blog. Denn hier kann ich ins Detail gehen und mich selbst am besten ausdrücken. Daher habe ich mich aktuell bewusst gegen Instagram entschieden. Ich freue mich aber selbstverständlich über jedes Like, jeden Retweet und jeden Kommentar über jeden Kanal.

Mein Fazit: Blog tut gut

Ob der Blog ein Medium von gestern ist, ist mir ehrlich gesagt, egal.

Denn: Mein Blog tut mir und hoffentlich auch meinen Lesern gut. Genauso wie mir und vielen anderen Bloggern das Bloggen gut tut.

Alles darüber hinaus ist eine tolle Zugabe. In diesem Sinne: #liveloveblog

Entschleunigt durch die Advents- und Weihnachtszeit – eine Anleitung mit Checkliste

St. Martin liegt hinter uns, die Blätter der Bäume sind gefallen und es wird täglich kälter: Der Winter hält Einzug und damit steht die Advents- und Weihnachtszeit vor der Tür. Wie Du stressfrei durch die Advents- und Weihnachtszeit kommst, möchte ich Dir heute zeigen.

Denn im Advent und an Weihnachten soll nicht der Weihnachtsstress im Vordergrund stehen, sondern ruhige Stunden mit der Familie und Freunden (so Corona das in diesem Jahr zulässt). Der Artikel gibt Dir einfache Tipps, die die Vorbereitungen entschleunigen, sowie eine Checkliste, mit der Du im Weihnachtstaumel nichts vergisst.

Warum wird es zum Ende des Jahres eigentlich immer so hektisch?

Frägst Du dich das auch jedes Jahr aufs Neue? Ich mich schon. Da plant man und macht und tut und am Ende steht man am 26. Dezember da und die Zunge hängt einem zum Hals raus.

Vielleicht weil man sich selbst ein bisschen zu viel Druck macht? Das Fest der Feste soll wunderschön werden. Vor allem die Kinderaugen sollen strahlen. Die Plätzchendosen sollen möglichst bunt gefüllt sein. Die Wohnung soll glänzen im Lichterglanz und Dekoüberfluss. Geschenke wollen besorgt und gebastelt sein. Weihnachtsmärkte, Weihnachtsfeiern, Jahresendtreffen mit Freunden – alles soll und muss unbedingt noch im Dezember stattfinden (naja, ihr wisst schon – in normalen Jahren). An den Feiertagen gilt es die unterschiedlichen Familienzweige unter einen Hut zu kriegen und über allem schwebt der normale Alltagswahn, denn der bleibt bekanntlich nicht einfach für vier Wochen stehen.

Aber muss das alles sein? Oder geht es auch einfacher und entspannter? Kann ein schöner Advent, der ja vor allem besinnlich sein soll, nicht auch stressfrei verlaufen? Ich finde: Einen Versuch ist es wert und gerade in diesem verrückten Jahr, ohne Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern, könnte es tatsächlich klappen. Also lasst uns überlegen, wie wir stressfrei durch die Advents- und Weihnachtszeit kommen können.

Checkliste: Ideen und Anregungen für eine entschleunigte Advents- und Weihnachtszeit

Gleich vorweg der für mich wichtigste Punkt: Weniger ist manchmal mehr. Vielleicht muss es gar nicht jedes Jahr immer mehr und immer bunter werden. Ebenso wenig steht irgendwo geschrieben, dass Du alles selber machen musst. Geschenke verpacken Dir auch die Einzelhändler, Plätzchen kann man notfalls kaufen, ebenso den Adventskranz und Mitbringsel-Geschenke lassen sich ebenfalls kauefn.

Evtl. lässt sich der ein oder andere Punkt ein bisschen reduzieren, ohne dass der Festtagstaumel und die Stimmung darunter leidet. Vielleicht geschieht genau das Gegenteil und ein bisschen “Weniger” lässt den Advent und Weihnachten tatsächlich besinnlicher werden?

Doch nun zu den Tipps:

Planung ist das halbe Leben

Ich bin der Typ Planer. Das ist nicht jeder, ich weiß, muss man auch nicht sein. Aber mir helfen meine kleinen Listen und Pläne, möglichst viele Dinge geregelt zu kriegen und vor allem: Um frühzeitig zu sehen, was alles auf mich zukommt. Wenn Du rechtzeitig weißt, was getan werden muss (oder sollte), dann kannst Du dich darauf vorbereiten und Stück für Stück in Ruhe und ohne Zeitdruck alles erledigen.

Mein Tipp 1 lautet daher:

Fang rechtzeitig an mit der Planung – also eigentlich so vor 6 Wochen…. und mach Dir klar, was alles bis zum 24. Dezember getan werden muss.

Was Du alles planen kannst?

  • Nikolaus- und Weihnachtsgeschenke – Verpackungsmaterial wie Geschenkpapier, Schachteln, Tüten, Schleifen und Bänder nicht vergessen
  • Advents- und Weihnachts-Dekoration (für drinnen und draußen). Kerzen! Vergiss die Kerzen nicht!
  • Bunter Plätzchenteller: Was möchtest Du alles backen?
  • Termine: Was steht schon alles im Kalender und welche Besuche stehen an welchen Feiertagen an?
  • Adventskalender: Wer bekommt einen Adventskalender und bastelst Du selbst oder kaufst Du?
  • Festtags-Schmaus: Du bekommst Gäste an den Feiertagen? Dann überlege frühzeitig, was Du kochen könntest und besorge ggf. schon das ein oder andere im Vorfeld (z.B. Saucen-Fonds, Weine)

Bündel schnüren

Bündele Aufgaben, die Du auf einen Rutsch erledigen kannst.

Das heißt zum Beispiel: Überlege Dir genau, wen Du alles beschenken möchtest und erstelle eine Geschenkeliste. Dann überlegst Du dir, wie Du für alle am schnellsten die Geschenke besorgen kannst. Vor Ort im örtlichen Spielwarenladen bekommst Du beispielsweise für alle Kinder passende Brettspiele. Im Buchladen Deines Vertrauens gibt es für größere Kinder sowie erwachsene Neffen, Nichten, Tanten, Onkels garantiert das richtige Buch. Ein kleiner Teeladen hilft mit kleineren Geschenken und Mitbringseln für ErzieherInnen, PflegerInnen, MusiklehrerInnen usw.

Alternativ: Nutze einen Abend auf der Couch und klick dich durch die Weihnachts-Shopping-Welten der Onlineshops (und damit meine ich nicht das große A….). Es gibt sooooo viele wunderschöne und mit Liebe gestaltete kleine und nicht ganz so kleine Onlineshops, bei denen man tolle Geschenke und Spezialitäten für die Lieben bestellen kann.

Clever ist, wer auch hier voraus plant: Du hast im Sommer Marmelade gekocht oder Kräutersalz zubereitet? Mach direkt ein Ladung mehr und schon hast Du alle kleineren Geschenke und Mitbringsel abgehakt.

Dekorationen für den Advent und Weihnachten

Bei dem Einen muss es möglichst viel und möglichst kuschelig bis kitschig sein. Beim Nächsten wird jedes Jahr komplett neu aus dem Vollen geschöpft und beim Nächsten ist schon der Gedanke an stimmungsvolle Deko zur Advents- und Weihnachtszeit ein Grund auszuwandern.

Ich falle in die Rubrik: Ich brauch Deko für die Stimmung und ich möchte es schön weihnachtlich haben. Dabei hab ich mein festes Deko-Sortiment, das ich gerne jedes Jahr um einige Teile ergänze. In diesem Jahr sind es weiße Sterne in unterschiedlichen Größen für die Fenster. Darauf freue ich mich schon. Den Rest mach ich nach Stimmung und Gefühl.

Wie möchtest Du die Wohnung dekorieren? Wie soll der Adventskranz aussehen? Wie schmückt sich in diesem Jahr der Weihnachtsbaum? Daraus resultiert die Frage: Was musst Du für diese Dekowünsche noch besorgen und was ist in Deinen Dekokisten bereits vorhanden?

Ganz egal, wie Du vorgehst und wie Du Dir deine Vierwände zur Advents- und Weihnachtszeit einrichtest. Mach es mit Genuss und ohne Zeitdruck. Nimm Dir bewusst Zeit für die Deko und freu dich über das Ergebnis. Denn: Jetzt kann Weihnachten kommen. Obwohl… da fehlt noch was:

Die Backshow im Dezember

Plätzchenduft, Lebkuchen, Christstollen und Linzertorte – spätestens mit dem ersten Advent startet die Zeit der süßen Genüsse. Damit Du nicht im Backstress versinkst, plane auch hier rechtzeitig (so ca. Mitte November), was Du alles gerne backen möchtest:

  • Welche Sorten sind ein Muss?
  • Welche Nice-to-have?
  • Kannst Du dafür schon die ein oder andere Zutat besorgen? Mehl, Nüsse, Zucker, Zitronat und Weihnachtsgewürze halten lange und können frühzeitig eingekauft werden.

Für mich am allerwichtigsten: Setz dich nicht unter Druck. Starte mit den für dich wichtigsten Plätzchensorten und alle weiteren machst Du, wenn Du Lust, Laune und Zeit hast. Plätzchenbacken soll Spaß machen und kein nerviges Muss sein.

Praktisch sind einfache und schnell gemachte Plätzchen-Rezepte wie Heidesand, Butterplätzchen, Nussmakronen, Spritzgebäck etc. So zauberst Du in Windeseile viele Leckereien auf den Tisch.

Wenn Dir die Lust nach ein oder zwei Sorten vergeht oder Du nicht gerne backst – kein Problem. Dann peppst Du Deinen Plätzchenteller einfach mit leckeren gekauften Minilebkuchen und Plätzchen vom Bäcker auf 😉

Feiertage sind Schlemmertage

Wie ich oben bereits geschrieben habe, kann es sinnvoll sein, sich rechtzeitig über das Weihnachts-Menü Gedanken zu machen. Zugegeben, das ist in diesem ungewöhnlichen Jahr eher schwierig, da keiner weiß, wie und ob wir überhaupt mit der (Groß-)Familie feiern können. Aber sobald die “Regeln” klar sind und Du absehen kannst, ob Du Gäste empfangen wirst oder zur Familienfeier einen Essens-Teil beitragen darfst, überlege, was Du machen möchtest und was Du dafür benötigst.

Viele Dinge kann man im Voraus einkaufen und/oder vorbestellen. Dann musst Du kurz vor den Feiertagen nur noch das Wichtigste im Supermarkt besorgen, Deine Bestellungen abholen und keine Angst haben, dass Dir ein leeres Regal einen Strich durch Deine Pläne macht.

So ersparst Du dir den großen Einkaufsstress.

Kleiner extra Stressfrei-Tipp: Schick Deinen Partner in den Supermarkt 😉

Lichterglanz und Sternenfunkeln

Zu guter Letzt ist mir ein Punkt noch sehr wichtig: Vergiss den Spaß und die Freude an dem, was Du tust nicht! Wenn die Vorbereitungen dich erfüllen und Dir richtig Spaß machen, dann mach weiter. Wenn nicht, schraube Deine Erwartungen etwas zurück und “weihnachts-wichtele” nur solange es dich nicht stresst. Klar, Geschenke wollen besorgt und verpackt sein und das Essen will eingekauft sein, doch alles andere ist der Bonus.

Bist Du bereit für eine wundervolle Advents- und Weihnachtszeit, die Du in vollen Zügen genießen kannst? Ich hoffe, meine Tipps helfen Dir und bereiten Dir eine entschleunigte Advents- und Weihnachtszeit.

Ich wünsche Dir einen tollen Dezember mit Lichterglanz und Sternenfunkeln.

Auf eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!

Hast Du weitere Tipps, wie man möglichst stressfrei und entschleunigt durch den Advent kommt und die Weihnachtsfeiertage genießen kann? Ich freu mich auf Deinen Kommentar.

Warum um 6 Uhr der richtige Zeitpunkt zur Überwindung des Schweinehunds ist

Meine Kinder haben beschlossen, abends spät zur Ruhe zu kommen. Oder um ehrlich zu sein: Unser Tagesablauf erlaubt kein Zubett-Gehen vor 20 Uhr und nach dem Einschlaf-Kuscheln, sagt mein Schweinehund NIE: Und jetzt nochmal ran ans Werk und eine Runde sporteln. Nein, das schaff ich nicht. Da sind die Verlockungen des Sofas zu groß. Oder die Nähmaschine ruft. Oder die Schreiberei 😊 Oder ein Glas Wein auf der Terrasse. Jedenfalls ruft mein Sportsgeist nie.

Aber da Sport nunmal wichtig ist und ich auch eine gewisse “Auspower-Runde” brauche, um mich gut zu fühlen, hat sich ein gewisses Ritual entwickelt:

Der frühe Vogel nutzt das Morgengrauen und startet den Tag mit einer “Ich-Auszeit”.

Denn:

Schweinehund, du kannst mich mal

Das heißt ich “gönne” mir früh morgens, bevor der Rest der Familie aufsteht, eine halbe Stunde Frühsport. Früh heißt in diesem Fall um 6 Uhr. Meistens bedeutet das ein 10 minütiges Cardio-Warm-up, gefolgt von verschiedenen Fitness-Übungen. Das kann mal ein Workout sein, bei dem der gesamte Körper dran ist, am nächsten Tag fokussiere ich mich auf ein oder zwei Körperpartien. Dazu nehme ich mir immer ein paar Übungen vor, die dann – wenn zeitlich irgendwie möglich – in zwei Runden trainiert werden. 

6-Uhr-Schweinehund
Viel brauchst Du nicht: Eine Yoga-Matte und evtl. ein paar Kurzhanteln reichen für den Anfang aus.

Heute zum Beispiel stand nach dem Warm-up der Oberkörper mit Schwerpunkt Rücken auf dem Programm. Ein paar Programme werde ich euch in den kommenden Monaten noch zusammenstellen. Morgen folgen auf den Oberkörper dann die typischen weiblichen “Problemzönchen”: Bauch, Oberschenkel, Po.

Das Gute am Frühsport: 

Erstens ist man meistens noch so müde, dass man gar nicht mitbekommt, was man sich gerade antut. 

Zweitens ist man hinterher wach und fit und kann energiegeladen in den Tag starten. 

Drittens hat man sich das Frühstück richtig verdient und kann es in vollen Zügen genießen.

Viertens startet man mit einer Zeit, die nur für einen selbst da ist und für niemanden sonst (es sei denn, die Kinder wachen unerwartet früh auf).

Das Blöde am Frühsport: 

Der Schweinehund muss sofort überwunden werden, sobald man sich wieder umdreht, ist es für den Tag vorbei und die Laune ist zumindest bei mir im Keller. Folglich ist Disziplin wichtig. 

Aber ich kann euch bestätigen: Mit der Zeit stellt sich eine gewisse Routine und ein Gewöhnungseffekt ein. Und mit Kindern wisst ihr bestimmt, wie wichtig Zeiten sind, die man für sich alleine hat. Von daher versucht, diese halbe Stunde für euch zu genießen.

Ein Tipp für Tage, an denen der Schweinehund fast die Überhand gewonnen hat: 

Yoga!  

Statt nichts zu tun, aufstehen, tief durchatmen (im Sommer, wenn möglich im Freien), zwei bis drei Runden Sonnengruß und mit ein paar Yoga-Übungen in den Tag starten. 

Es gibt Tage und Wochen, da ist Yoga für mich der perfekte Start in den Tag und andere Tage, da muss es wirklich ein Cardio-/Kräftigungs-Workout sein. Ein Tag die Woche ist aber immer für Yoga reserviert. 

Programm-Planung

Meine Frühsport und Morning-Yoga Halbstunden bastel ich mir übrigens aus Pins zusammen. Denn viel Denken möchte man am frühen Morgen nicht und da helfen zwei bis drei Pin-Übersichten, die man sich am Abend vorher raussucht. Du bist mehr der Video-Nachturn-Typ? Dann wirst du garantiert auf Youtube fündig. 

Ich werde versuchen, für euch demnächst einige Programme zusammenzustellen, die sich perfekt für müde Knochen und frühe Stunden eignen. Bitte erinnert mich gerne daran 😉 Fürs Erste hab ich euch hier eine Pinnwand erstellt, mit einigen kleinen, leicht nachzumachenden Yoga-Programmen, die sich optimal für den Frühsport eignen.

By the Way: Wie euch Yoga bei der Entschleunigung helfen kann, erzähle ich euch in einem neuen Beitrag. Für mich ist Yoga definitiv ein zentraler Bestandteil für mehr Ruhe und Entspannung im Alltag.

6 Schritte in einen entschleunigten Alltag

Entschleunigung klingt erstmal gut – aber wie starten? An welcher Stelle kann man ansetzen, wo der Alltag doch kaum Luft lässt?

In 6 Schritten zu einem entschleunigten Alltag

Vielleicht starten wir erstmal mit einer Begriffsklärung:

Was ist überhaupt Entschleunigung?

Mit Entschleunigung ist ein bewusstes Umdenken gemeint. Das Umdenken, der privaten aber auch beruflichen Schnellebigkeit entgegenzutreten und sich dieser immer weiter fortschreitenden Beschleunigung des Alltags entgegen zu stellen. Eine Entschleunigung soll wieder mehr Ruhephasen und auch Erholung ins Leben bringen. Ob und wenn ja, wie das gelingen kann, versuche ich gerade herauszufinden.

Die folgenden Schritte habe ich mir in den vergangenen Wochen als sinnvolle Vorgehensweise überlegt, um diese Verlangsamung zumindest in Teilen zu erreichen.

1. Schritt: Erkenntnis

Am Anfang steht die Erkenntnis. Vielleicht kommen dir Sätze wie diese bekannt vor:

  • “Mir wird das alles zu viel.”
  • “Mir wird das alles zu schnell.”
  • “Ich komme nicht mehr hinterher.”
  • “Ich drohe unterzugehen.”

Dem sollte ein Stop folgen, denn so kann und soll es nicht weitergehen. Irgendetwas muss sich ändern. Denn: Ein Tag hat 24 Stunden. Und keine einzige mehr. Vielmehr: Jede Stunde, die vorbei ist, ist vorbei und kommt nicht zurück.

Die Erkenntnis, das sich etwas ändern muss, ist Dein erster Schritt in ein entschleunigtes Leben.

2. Schritt: Ein Ziel festlegen

Du hast dir vorgenommen, dass Dein Leben entschleunigt werden soll? Super! Dann solltest Du jetzt ein konkretes Ziel formulieren. Was soll Dein persönliches Ziel sein, dass Du mit der Entschleunigung erreichen möchtest? Welche Bereiche Deines Lebens sollen entschleunigt werden? Vielleicht helfen Dir auch Teilziele, die Du gut erreichen kannst und die dir helfen, ein größeres Ziel zu erreichen. Sei ehrlich mit dir selbst und setze dir ein realistisches Ziel. Dann ist es auch erreichbar.

Ich möchte in meinem Familienleben mehr Ruhe und Atempausen für mich, aber auch meine gesamte Familie schaffen und langfristig als festen Bestandteil unseres Alltags integrieren.

Mein persönliches ziel

3. Schritt: Ruhepole und Entschleunigungsquellen identifizieren

Soweit so einfach. Nun kommen wir zur Umsetzung des Ganzen. Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt folgende Fragen gestellt:

  • Wo finde ich Ruhe, Erfüllung und einen Ausgleich?
  • Wann verspüre ich Lebendigkeit, die mir positive Energie bringt?
  • In welchen Momenten komme ich zur Ruhe?
  • Wann und womit lade ich meine Akkus wieder auf?
  • Wann bin ich glücklich?

Die Antwort auf diese Fragen werden bei jedem anders aussehen. Vielleicht helfen bei Dir ein gutes Buch, eine Tasse Tee und eine Massage. Oder aber es sind frische Luft und Sport mit anschließendem Saunagang. Nimm Dir Zeit und beantworte Dir diese Fragen ehrlich. Du musst niemandem etwas vormachen. Wenn Du auf dem Sofa am besten entspannen und Energie tanken kannst, dann ist das so. Aber vielleicht fällt Dir ja auch noch ein zweiter Ort ein, an dem Dir das gelingt , das Sofa im Garten oder die Bank im Park? Wenn ja, ist das super, wenn nein, dann startest Du auf dem Sofa.

Wichtig für mich, sind nach wie vor die Fragen, die mit “Wann?” beginnen. Eine abschließende Antwort habe ich noch nicht gefunden. Genau hier werde ich nun ansetzen und versuchen, feste Zeiten für mich zu finden. Eine erste “Ich-Zeit” ist meine Frühsport-Einheit jeden Morgen. Da bin ich bei mir und mit mir.

4. Schritt: Ruhepole bewusst genießen

Meine Ruhepole sind (neben der beschriebenen Frühsport-Einheit) meine Kaffeepause nach dem Mittagessen. Ob die nun mit einem Latte oder einem “normalen” Kaffee stattfindet, ob draußen, drinnen, auf dem Liegestuhl, am Küchentisch oder auf dem Sofa, ist eigentlich egal. Aber sie ist mir wichtig und ich habe mir fest vorgenommen, diesen kurzen Moment (mehr als 10 Minuten sind es selten) ab sofort viel bewusster zu genießen.

Das ist mein aktuelles (Teil-)Ziel: Einmal am Tag abschalten, wenn möglich im Schatten eines Baumes im Garten. Bewusst nichts tun und ohne das Handy in die Hand zu nehmen. Mal schauen, ob das klappt.

Ein weiterer Ort der Entschleunigung ist für mich der Garten, aber vor allem auch die Gartenarbeit. Manchmal erst Abends, wenn die Kinder im Bett sind, manchmal nebenher. Ich versuche, hier nicht die Arbeit zu sehen, sondern das Ergebnis: Gemüse, das wächst und geerntet werden kann, Grassamen, die gesäht wurden und zur Wiese werden, Blumen, die da sprießen, wo man vorher fleißig Unkraut gejätet hat. Schön 🙂

Mein nächster Ruhepol, der jedoch der gesamten Familie beim Auftanken helfen wird, ist der bevorstehende Urlaub. Ich habe mir fest vorgenommen, den Urlaub ohne Zeitdruck und Stress anzugehen. Ob wir eine halbe Stunde früher oder später am Strand sind, ist egal. Es geht darum, dass wir als Familie eine wunderschöne Zeit haben.

Was sind Deine Ruhepole und schaffst Du es, diese bewusst zu genießen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

5. Schritt: Energie-Routinen etablieren

Du hast erkannt, dass Du raus musst aus dem Hamsterrad, dass Dich zu erdrücken droht. Du hast ein erstes Ziel für Dich formuliert. Du hast Dich intensiv mit den für Dich wichtigen Entschleunigungsquellen auseinandergesetzt und erste Ruhe-Momente bewusst genossen. Das ist doch schon toll! Freue Dich darüber – jeden Tag, wenn Du wieder einen Genuss-Moment erleben kannst.

Jetzt ist der Moment, an dem Du diese Einzelmomente in Routinen umwandeln kannst. Aber bitte: Ohne Stress, ohne Druck. Hast Du auch so eine kleine Auszeit wie ich mit meinem Kaffee? Versuche, diese Auszeit so in Deinen Alltag zu integrieren, dass diese kleine Pause Dein Akku-Aufladezeitraum wird.

Es klappt an einem Tag nicht? Kein Problem. Mach am nächsten Tag weiter und schau dir Schritt 6 an. Evtl. findest Du die Lösung im Loslassen.

Du hast schon gewisse Routinen? Was sind Deine Erfahrungen? Helfen sie Dir? Bist du glücklicher? Zufriedener mit Dir und Deinem Leben? Ich bin gespannt, was Du zu berichten hast.

6. Schritt: Loslassen und “Nein” sagen

Der vorerst letzte Schritt auf unserem Weg in Richtung entschleunigteres Leben ist das Loslassen. Jeden Tag stürzen Unmengen an Informationen, Nachrichten, Aufgaben und Probleme auf uns ein. Das wird schnell zu viel und raubt uns schnell den Raum für unsere neuen wichtigen Abschalt-Routinen.

Daher solltest Du dir in den kommenden Tagen und Wochen immer wieder vornehmen auch mal “NEIN” zu sagen. Bewusst etwas nicht tun bzw. nicht konsumieren. Dem Stress einfach mal sagen “Du kannst mich mal”. Meistens geht das besser, als man im ersten Moment denkt. Werde dir bewusst, dass die Welt in der Regel nicht untergeht, wenn Du etwas nicht tust oder nicht mitbekommst.

In diesem Sinne, lass uns starten und unsere neuen Auszeiten / Ruheoasen / Entschleunigungsaugenblicke genießen.

Ein Hallo zum Start!

Ich bin Miriam. Stolze Mama von zwei Kleinkindern und Marketing Managerin in einem Software-Unternehmen. Wir wohnen in einem großen Dorf am Fuße des Schwarzen Waldes und genießen die Natur, aber auch die Nähe zur Stadt.

Warum dieser Blog?

Der Corona-Lockdown hat mir eines ganz klar gezeigt: Unser aller Leben ist so voll gepackt mit Terminen, (vermeintlichen) Pflichten, Erwartungen und Stress, dass man kaum mehr zur Ruhe findet und sich selbst ganz schnell vergisst und unterzugehen droht im Hamsterrad des Alltags. Die Entschleunigung die mit Homeoffice, heimischer Kinderbetreuung, Streichung aller Termine einsetzte, war: Schön und wichtig für alle.

Denn gefühlt bleibt irgendwas irgendwann auf der Strecke und abends fällt man gerade als Eltern nur noch aufs Sofa und streckt alle Viere von sich. Ich habe mir daher zum Ziel gesetzt, soviel wie möglich dieser “Beruhigung des Alltags” beizubehalten.

Beruhigung des Alltags

Ausgleiche finden, die mich selbst – aber natürlich auch meine Familie, glücklicher und zufriedener machen, versuche ich vermehrt in unseren / meinen Alltag zu integrieren und mir Freiräume für kleine Glücks-Projekte zu schaffen.

So sitze ich jetzt vor einer Nähmaschine und stöbere online durch Unmengen von Stoff-Shops, streife (sobald wieder möglich) über den Stoffmarkt und nähe Kinderkleidung und Deko. Nähen entschleunigt und lehrt Gelassenheit. Probier es mal aus. Ich kaufe Bastelkram und erfreue mich über die ersten Bastelarbeiten der Kinder und über die tollen Ideen, die ich auf Pinterest gefunden hab und die wir zusammen auf unsere Art umsetzen. Oder nehme mir bewusst Zeit, um zu Kochen oder zu Backen, um ein Bewusstsein für Selbstgemachtes zu fördern und uns allen kleine, einfache Köstlichkeiten zu kredenzen.

Meine neueste Entdeckung: Der Garten. Ich will gärtnern – eigene Tomaten, eigene Paprika, Brokkoli, Salat… alles möchte ich auf einmal anbauen und ernten. Schön machen – es soll bunt sein, wild sein, aber doch ein bisschen geordnet bitte… Warum mich (und bestimmt auch Dich) ein Garten glücklich macht, erfährst Du hier.

Und genauso “geordnet wild” soll auch dieser Blog werden.  

Also warum noch ein Blog von einer Mami, die keine Hausfrau sein möchte und doch einige der klassischen Klischees erfüllt (zumindest wenn man die Putz-Unlust und den Hass auf das Bügeleisen beiseite schiebt)?

Vielleicht weil es mir wichtig ist zu schreiben und zu zeigen, wie “normaler” Alltag in deutschen Familien aussieht. Womit eine Organisationschefin jeden Tag zu kämpfen hat, was wie aneinander vorbei organisiert werden will und wie man es letztendlich schafft, selbst nicht unterzugehen und die vielleicht auch kleinen Dinge des Lebens (wieder) wertschätzen lernt. Wie man sich selbst wieder mehr wahrzunehmen lernt und mit kleinen Dingen Freude, Ruhe und Zufriedenheit herstellt.

Es sind nicht die großen Reisen, die teuren Möbel, das zwanzigste Shirt, der neue Schuh oder der Besuch im Sterne-Restaurant, die das Leben lebenswert machen. Es sind die tausend kleinen Dinge im Alltag, die alles zum Leuchten bringen. Der Rest ist schmückendes Beiwerk. Alles nett, aber man sollte sich bewusst machen, dass es auch ohne gehen sollte und bei vielen auch muss.  

In diesem Sinne freue ich mich auf die gemeinsame Reise mit Euch!

© 2021 Mein Lebensspiel

Theme von Anders NorénHoch ↑