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Drachen-Sweatjacke für coole Jungs*

Mein erster Reißverschluss – ich habe mich endlich gewagt und das Ergebnis (soviel sei vorweg verraten) passt. Die Drachen-Sweatjacke für coole Jungs war überraschend gut zu nähen. Man muss sich nur an die Anleitung halten 😉

Eigentlich wollte ich ja im Januar mit einem Nähkurs starten, um doch mal den ein oder anderen Kniff von einem Profi gezeigt zu bekommen. Aber aus bekannten Gründen wurde daraus erstmal nichts. Aber in diesem Nähkurs wollte ich die Jacke nähen, um dort mit Unterstützung meinen ersten Reißverschluss zu nähen.

Nach anfänglichem Zögern hat mich dann im Januar die Lust gepackt und ich hab einfach losgelegt. Getreu dem Motto: Hätte, könnte, sollte…. MACHEN! So schwer kann das ja nicht sein und es wird schon was dabei rauskommen. Einmal ist immer das erste Mal.

Genäht habe ich nach diesem Schnitt von Snaply: Sweatjacke für Kinder
Vernäht wurde dieser French Terry von Stoffe-Hemmers: Dunkelgrüne Drachen sowie schwarzer Bündchenstoff und ergänzender French Terry in Petrol.

Der Schnitt

Der Schnitt für die Sweatjacke ist bei Snaply kostenlos verfügbar und sah auf den ersten Blick gut händelbar aus. Die Jacke hat coole Eingriffstaschen und eine Kapuze, in die man auch Kordeln / Bänder einsetzen kann. Die Kordeln / Bänder habe ich jedoch weggelassen, weil ich die häufig störend finde im Spiel- und Tobe-Alltag.

Die Näh-Anleitung ist sehr übersichtlich und die vielen Bilder helfen auch Anfängern wie mir, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Wenn…

Ja, wenn man sich an die Anleitung hält… (hüstel hüstel) Aber an ein zwei Stellen hab ich leider gedacht, ich wäre schlauer. Und nein, das bin ich definitiv nicht. Die Anleitung hat so wie sie ist ihre volle Berechtigung. Also wenn da steht: Den Reißverschluss bis zur Hälfte des Saumbündchens legen, dann hat sich da jemand was dabei gedacht…

Schwierig fand ich allerdings die Angabe zum Reißverschluss kürzen. Das hat schlicht nicht funktioniert bei mir und ich würde bei einem weiteren Jackenprojekt eher einen 5cm kürzeren Reißverschluss wählen. Dadurch hätte ich mir viel Gefluche und Gefrickel gespart.

Also irgendwie hab ich es alles hinbekommen, man darf sich die Jacke nur nicht von innen anschauen 😉 Hier zählt also nur die äußere Hülle.

Der Stoff

Den Stoff habe ich bei Stoffe-Hemmers* gekauft und bin sehr zufrieden. Die Drachen sehen cool aus und kamen auch entsprechend gut an. Was mir bei Hemmers immer wieder sehr gut gefällt, sind

  • die guten Bilder, die immer auch Maße von Mustern angeben;
  • die ausführlichen Produkt-/Stoffbeschreibungen, man weiß ziemlich genau, was man bekommt;
  • die zum Stoff passenden Zusatzprodukte wie passendes Nähgarn und ergänzende Stoffe und Bündchen in den passenden Farben.

So kann man sich auch beim Onlinekauf, der bei Stoffen durchaus schwer fällt, relativ sicher sein, dass zumindest die Stoffe für das ausgewählte Projekt zueinander passen.

Drachen-Sweatjacke für coole Jungs – das Ergebnis

Mit dem Ergebnis der Sweatjacke bin ich durchaus zufrieden. Ich habe wieder einiges gelernt und der Lernprozess steht für mich beim Nähen noch immer im Vordergrund. Was nehme ich mit?

  1. Anleitungen sind zum Lesen da – halt dich dran!
  2. Reißverschlüsse sind jetzt nicht super einfach, aber auch kein Hexenwerk. Memo an mich: Das kannst du! Aber du darfst es gerne nochmal in schön(er) machen.
  3. Verliere nie das Jacken-Innenleben aus den Augen.
  4. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und immer wieder: Einfach machen, denn am Ende wird alles gut. Vielleicht nicht perfekt, aber gut 🙂

Mit nähverrückten Grüßen schicke ich die Drachen-Sweatjacke zur Nähzeit am Wochenende vom Nähkäschtle. Auch wenn der Beitrag unter der Woche erscheint – genäht, geflucht und gefreut hab ich mich am Wochenende 🙂

Nachtrag: Und ich verlinke auch noch zu den Lieblingstücken von Steffi und zum Creativsalat, weil ich echt stolz auf meinen ersten Reißverschluss bin.

*Kennzeichnung als Werbung, da im Beitrag auf kostenpflichtige Angebote verlinkt wird. Ich erhalte jedoch keine Gegenleistung für die Nennung und Verlinkung.

Rituale zur Entschleunigung

Das Thema Entschleunigung ist ja ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist es wichtig, unsere hektische, kaum ruhende Welt ab und an hintersichzulassen und ganz bewusst Abzuschalten. Zur Ruhe kommen, sich dem Alltagstrott zu entziehen und ein Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse zu entwickeln, kann uns durch alle Höhen und Tiefen tragen.

Auf der anderen Seite werden wir seit nunmehr einem Jahr ungewollt entschleunigt. Aber ist das tatsächlich so? In Zeiten von Homeschooling, Homeoffice und Kinderbetreuung, Arbeitsplatzverlust, Kurzarbeit etc. kann häufig nicht von Entschleunigung im Sinne von Entspannung / Stressabbau gesprochen werden.

Umso wichtiger ist es in diesen Zeiten, bewusst innezuhalten und durchzuatmen. Kleine, tägliche Rituale können beim Entschleunigen (und nicht Durchdrehen) helfen.

Rituale für mehr Achtsamkeit

Warum sind Rituale so wichtig? Rituale strukturieren zum Einen den Alltag, geben Halt und durch die Routine gewöhnt man sich daran und sie werden ein Teil des Tages, der immer dann fehlt, wenn doch mal was dazwischen kommt.

Gerade momentan, wo so viele Gewohnheiten durcheinander gewirbelt werden und der Alltag gefühlt im Wochen-Rhythmus neu (fremd)bestimmt wird, geben kleine Entschleunigungs-Rituale Halt und helfen beim Abschalten und Durchatmen.

Denn Entschleunigung geht unmittelbar mit dem Thema Achtsamkeit und der Achtsamkeit Dir selbst gegenüber einher. Viel nachgedacht, habe ich in diesem Zusammenhang über eine Aussage von Magdalena Rogl, Head of Digital Channels, Microsoft Deutschland: “Der wichtigste Mensch in Deinem Leben bist Du.” Bis zu diesem Moment war die Antwort auf die Frage “Wer ist der wichtigste Mensch in Deinem Leben?” glasklar: Meine Kinder.

Doch Lenas Ausführung dazu brachte mich zum Umdenken: Nur, wenn es Dir selbst gut geht, kannst Du auch anderen gegenüber das Beste geben und für sie bestmöglich da sein.

Das saß – und sitzt immer noch.

Daher versuche ich jeden Tag, mir selbst Freiräume einzugestehen, kurze Auszeiten zu genießen und tief durchzuatmen.

Beispiele für Rituale zur Entschleunigung:

Meine täglichen Entschleunigungs-Rituale:

  • Frühsport – jeden Morgen 30 Minuten Workout oder Yoga für mich. Dafür stehe ich gerne früher auf.
  • Pausen-Kaffee – nach dem Mittagessen haben die Kinder Fernsehzeit (ja, ich weiß, aber ich brauch das) und Mama hat Auszeit mit einer Tasse Kaffee und Lesestoff für die Seele (keine Nachrichten!!!).
  • Einschlaf-Lektüre – ohne ein paar Seiten Agatha Christie schläft es sich nicht gut. Egal wie spät, egal wie müde. Was muss, muss.

Meine wöchentlichen Entschleunigungs-Rituale:

  • #WOL FrauenStärken am Montagabend – dazu demnächst mehr 😉
  • Walking am Wochenende – eine Runde frische Luft ohne Kinder in meinem Tempo zum Durchpusten.

Weitere Beispiele für Rituale, die beim Entschleunigen helfen:

  • Lesen in jeder Form
  • Eine gute Tasse Tee genießen
  • Unkraut jäten (herrlich entspannend)
  • Meditation
  • Ein Bad in der Wanne
  • Regelmäßige Wellness-Einheiten (außer Haus, sobald es wieder möglich ist)
  • Sport in jeder Form
  • Musik hören – und sonst nix
  • Kochen und Backen und das Ergebnis genießen
  • Spazieren gehen
  • Frische Luft (!)
  • Puzzeln

Bei frei-mutig.de findest Du außerdem noch eine richtig lange Liste mit tollen Ideen und Tipps für Mikro-Auszeiten. Denn ob kurz oder lang: Du selbst bist Dir stets der Nächste. Kümmere dich um dich, damit Du mit voller Kraft für all diejenigen dasein kannst, die dich brauchen.

Wie entschleunigst Du? Hast Du bestimmte Rituale zur Entschleunigung, die Dir regelmäßig den Tag versüßen? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Blog tut gut

Vor kurzem hat mich die liebe Rebecca von frei-mutig.de auf die #Blogparade “Das Blog – ein Medium von gestern?” von Start:Talking hingewiesen und gefragt, ob ich auch mitmachen möchte. Da musste ich nicht lange überlegen und hab spontan “JA” gesagt.

Blogs sind in der Fülle der sozialen Medien in den letzten Jahren ein bisschen in den Hintergrund getreten, gehören aber noch lange nicht zum “alten Eisen”. Denn für mich gilt vor allem: Blog tut gut.

Warum mir mein Blog gut tut

Ich möchte ehrlich sein: In erster Linie blogge ich für mich. Ich freue mich daher umso mehr, über die vielen positiven Reaktionen und Kommentare der letzten Monate, die mir zeigen: Der Blog erfreut auch andere Menschen, Freunde, Bekannte und viele (noch) Unbekannte. Das macht Mein Lebensspiel zu einem stetig wachsenden und echten Herzensprojekt.

Darum tut mit mein Blog gut:

Weil es mir gut tut zu bloggen.
Weil es mir gut tut zu schreiben.
Weil es mir in den letzten Monaten viel Positives zurückgegeben hat.
Weil mein Selbstwertgefühl einen richtigen Push bekommen hat.
Weil es mir viel Freude bereitet, Themen zu überlegen, Beiträge zu erarbeiten, Bilder auszuwählen und Artikel zu veröffentlichen.
Weil ich mich über jeden Kommentar und jeden Leser sooooooo freue.
Weil durch den Blog wunderbare neue Menschen, Persönlichkeiten in mein Leben getreten sind.

Und zu guter Letzt:
Weil mich der Blog erfüllt und durch diese schwere Pandemie-Zeit (und hoffentlich auch darüber hinaus) trägt.

Wie kam es zum Blog Mein Lebensspiel?

Schon sehr sehr sehr sehr lange trage ich den Gedanken, ein eigenes Buch schreiben zu wollen, mit mir herum. Dazu gekommen bin ich nie. Die Idee “Das mach ich in der Elternzeit – da hab ich Zeit”, hat sich als komplett abwegig herausgestellt und seitdem wollte sich der richtige Zeitpunkt auch nicht einstellen.

Über eine Bekannte, die ein ähnliches Ziel hatte und darüber auf die Idee zu einem Blog kam, begann bei mir das Thema Blog immer mehr Raum einzunehmen. Wenn schon kein Buch, dann vielleicht ein eigener Blog. Das wäre doch was.

Ich könnte endlich wieder Schreiben und über den Blog meinem Traum vom eigenen Buch Stück für Stück näher kommen.

Die große Frage: Zu welchem Thema soll ich bloggen?

Da kam der Corona-Lockdown im März 2020 und mit ihm ein bisschen mehr Zeit. Zeit, um mir Gedanken über einen eigenen Blog zu machen. Den letzten Schubs gab mir eine Arbeitskollegin, die meinte: “Einfach machen”. Also hab ich gemacht.

Was soll ich sagen: Das war eine mehr als herausragende Idee.

Die ersten Monate und der Blog tat gut

Die Grundidee war anfangs sehr vage. Auch thematisch wollte und konnte ich mich nicht so richtig festlegen. Mittlerweile haben sich die Kernthemen Entschleunigung und Achtsamkeit rund um die bodenständigen Hobbies Gärtnern und Nähen herauskristallisiert.

Ob es dabei bleibt, ich weiß es nicht. Ich lasse mich und den Blog bewusst treiben, schaue gerne nach links und nach rechts und bin gespannt, wie sich Mein Lebensspiel weiterentwickelt.

Parallel zum Start des Blogs habe ich von meinem Arbeitgeber die Chance erhalten, an einem Working out Loud Circle (WOL) teilzunehmen (dazu demnächst mehr, versprochen). Bei WOL dreht sich alles um den Aufbau von Beziehungsnetzwerken und die soziale Vernetzung. In diesem ersten Circle habe ich mir den Aufbau des Blogs und meine Social Media Kanäle vorgenommen und bin sichtbarer geworden.

Für meinen Blog sind die Kanäle Twitter, Facebook und Pinterest relevant. Meine Social Media Sichtbarkeit ist daher immer mit dem Blog verknüpft und bringt mir Leser auf den Blog. Denn hier kann ich ins Detail gehen und mich selbst am besten ausdrücken. Daher habe ich mich aktuell bewusst gegen Instagram entschieden. Ich freue mich aber selbstverständlich über jedes Like, jeden Retweet und jeden Kommentar über jeden Kanal.

Mein Fazit: Blog tut gut

Ob der Blog ein Medium von gestern ist, ist mir ehrlich gesagt, egal.

Denn: Mein Blog tut mir und hoffentlich auch meinen Lesern gut. Genauso wie mir und vielen anderen Bloggern das Bloggen gut tut.

Alles darüber hinaus ist eine tolle Zugabe. In diesem Sinne: #liveloveblog

Nähprojekte fürs Kinderzimmer

Das Christkind hat den Kindern in diesem Jahr einige kleine Heimtextilien für das Kinderzimmer gebracht. Diese Nähprojekte fürs Kinderzimmer möchte ich euch heute zeigen.

Mit den kleinen textilen Projekten wollte ich vor allem eine Verbindung zwischen den einzelnen Bereichen im Kinderzimmer schaffen. Eine farbliche Grundstruktur, wobei das in einem Kinderzimmer mit dem vielen bunten Spielzeug gar nicht so einfach ist 😉

Dafür habe ich fünf Stoffe ausgesucht, die optisch miteinander harmonieren, nicht allzu kindlich (keine Babystoffe) und neutral sind. Denn bei uns teilen sich die beiden Kinder ein Zimmer. Die Stoffe (oben im Banner) habe ich bei Buttinette* gekauft.

Wolkenkissen für gute Träume

Das erste der Nähprojekte fürs Kinderzimmer, das ich aus diesen Stoffen umgesetzt habe, waren drei Kissen in Wolkenform. Die Vorlage habe ich aus dem Magazin “Sabrina nähen Sonderheft – Kinderträume”. Das Kissen ist ein echtes Anfängerprojekt und ist ruck zuck genäht. Es eignet sich gut, um Rundungen zu üben. Gefüllt habe ich mit Füllwatte und der Füllung von einem aussortierten Kissen.

Wolkenkissen aus drei Stoffen
Die Wolkenkissen-Parade

Meine Tochter liebt ihr Kissen über alles und nutzt es als Kopf- und Kuschelkissen. Daher hab ich schon überlegt, doch noch ein Inlay für das Kissen zu nähen, damit ich es ab und an mal in die Waschmaschine packen kann.

Bodenkissen als Allzweck-Spielzeug

Inspiration en masse findet sich ja bekanntermaßen immer wieder auf Pinterest. Unter anderem auch diese Idee für ein mehrteiliges Bodenkissen. Das Kissen kann zum Lesen, rumlungern, je nach Beschaffenheit und Stärke der Inlays auch als Gästebett genutzt werden. Bei uns ist das Kissen aber aktuell vor allem im Einsatz als Ritterburg, Ritterpferd oder Höhle jeder Art. Also ein wunderbares Allzweck-Spielzeug.

Bodenkissen aus vier Kissenelementen
Das Bodenkissen für jede Lebenslage.

Das Nähen selbst war relativ einfach. Lediglich die Länge der Stoffbahnen beim Zuschnitt waren kleinere “Gegner”. Insgesamt aber auch ein schnell genähtes Projekt, das sich wunderbar ins Kinderzimmer eingefügt hat. Die Inlays sind vom Möbelschweden 50x50cm. Alternativ gehen auch fünf Kissen in 60x40cm.

Geflochtene Bettschlange

Das größte Projekt war die geflochtene Bettschlange. Wobei das Nähen an und für sich schnell ging, jedoch das Füllen der drei Stränge hat wirklich Zeit und Nerven gekostet. Das hätte ich wissen können, stand nämlich genau so in der Beschreibung drin… Aber die Bettschlange gefällt mir wirklich außerordentlich gut und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die drei Stränge sind jeweils ca. 3m lang. Die Endlänge ist ca. 2,60m.

Geflochtene Bettschlange aus drei unterschiedlichen Stoffen
Die geflochtene Bettschlange an ihrem Bestimmungsort.

Die Idee zur geflochtenen Bettschlange habe ich auch von Pinterest – die Anleitung ist von Juli näht, leider ist ihre Seite seit einiger Zeit offline, daher ist die Anleitung so nicht mehr verfügbar.

Mein persönliches Fazit zu den Nähprojekten fürs Kinderzimmer:

Insgesamt gefallen mir die Ergebnisse sehr gut und mein Plan, eine Einheit und Verbindung der Kinderzimmer-Elemente herzustellen, ist aufgegangen. Zwei Sachen sind noch in Planung, mal schauen, wann ich sie umsetze:

  1. Ein Spielzeugsack für das “kleine” Lego. Der Stoff ist zugeschnitten und wartet auf seine Verarbeitung. Ich hoffe, der dünne Baumwollstoff reißt nicht zu schnell und ist der Belastung gewachsen.
  2. Ein Utensilo – entweder ein Hängeutensilo oder ein Bettutensilo für das Hochbett. Sobald die Entscheidung steht, geht’s los. Hoffentlich reicht der Stoff noch…

Ich nutze heute die Gelegenheit und verlinke meine Nähprojekte fürs Kinderzimmer bei Handmade on Tuesday und Freutag. Vielen Dank den motivierten Damen für diese Möglichkeit und Chance. Es ist immer schön, Inspirationen zu bekommen. Daher möchte ich heute ein Stück zurückgeben.

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Entschleunigung und Achtsamkeit

Was sind Entschleunigung und Achtsamkeit für mich?

Ich möchte mich heute an eine persönliche Definition und Einordnung der Trendbegriffe “Entschleunigung” und “Achtsamkeit” wagen. Diese zwei Begriffe schwirren aktuell überall als Trendthemen durch die unterschiedlichen Netzwerke. Und doch bedeuten Entschleunigung und Achtsamkeit für jeden von uns etwas anderes. Was die beiden Begriffe für mich und meinen Alltag bedeuten, versuche ich heute herauszuarbeiten. Vielleicht kannst Du daraus auch etwas für dich und Deinen Alltag mitnehmen.

Was ist Entschleunigung für mich?

Das Wort “Entschleunigung” habe ich vor mindestens 15 Jahres zum ersten Mal im Rahmen einer Pressereise durch das schöne Allgäu gehört. Damals ging es mit einem Bergführer auf eine entschleunigte Tour über die saftigen Wiesen und Höhen des Allgäus (an den exakten Ort kann ich mich leider nicht mehr erinnern – sorry). Das tat gut, aber das Thema Entschleunigung war für mich damals nicht relevant und ist damit auch wieder in Vergessenheit geraten.

Doch mit den Jahren kam vermehrt Stress und Druck in den Alltag. Sowohl von beruflicher als auch privater Seite. Denn auch die Freizeit will und muss ja heute irgendwie durchgetaktet und verplant sein, damit man nichts verpasst… denkt man.

Und dann kam der erste Corona-Lockdown. Plötzlich hatten sich alle (v.a. privaten) Termine erledigt. Plötzlich war da von einer Sache ganz viel: ZEIT. Für viele war das scheinbar schwierig und problematisch. Für mich aber fühlte sich das in weiten Strecken vor allem FREI an. Der ganze Stress, die Lasten, die Hektik des Alltags waren plötzlich weg.

[Hinweis: Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass wir wirklich Glück hatten im ersten Lockdown. Mein Mann und ich konnten ins Homeoffice, konnten uns die Zeiten mit der Kinderbetreuung gut aufteilen, hatten einen großen Garten und keine Schulkinder, für die wir Ersatzlehrer spielen mussten. Von daher ist mir wirklich bewusst, dass diese Zeit für viele bestimmt nicht entspannend und entschleunigend war. ]

Übrig blieben Ruhe, Zeit für Vieles, das sonst hintenrunter fiel und die Möglichkeit, sich neue Hobbies anzueignen bzw. auszubauen.

Ich hab mich in diesen Frühlingswochen viel durch den Garten gewühlt, wir haben gewerkelt und geschafft und waren abends glücklich, dass unser kleines Gartenreich Stück für Stück gewachsen ist. Jedes Blümchen wurde gefeiert und irgendwie hatten wir eine schöne Zeit. Selbstverständlich gab es aber auch bei uns die Momente, in denen wir genervt voneinander waren und nicht alles eitel Sonnenschein war. Das gehört zum Leben nunmal auch dazu.

Was ich aus der Zeit mitgenommen habe und mir seither sehr bewusst geworden ist:

  1. Sei glücklich mit dem was Du hast und versuche, das, was du hast, mehr wertzuschätzen.
  2. Nicht alles muss und kann und soll perfekt sein.
  3. Genieße Auszeiten und fülle sie für dich. Das kann “Nichtstun” / Relaxen sein, das kann aber auch eine Jogging-Runde oder eine Yoga-Session oder oder oder sein.
  4. Genieße die kleinen Dinge im Leben und lerne sie schätzen.
  5. Genieße Zeiten, die Du für Dich und Deine Hobbies hast.

Für mich sind das all die kleinen, größeren und großen Momente, in denen ich Zeit für meine Hobbies habe, meine Entschleunigungszeiten. Wenn ich die Nähmaschine anschmeiße, Schnittmuster vorbereite und Stoffe zuschneide, gibt es nur das Nähen und mich (meistens). Den Alltagstrott versuche ich dann weitestgehend auszublenden und einfach nur die Zeit zu genießen. Ähnlich geht es mir im Garten oder wenn ich mit der Familie einen Ausflug unternehme und sei es nur eine kleine Entdecker- oder Sammel-Tour im Wald.

Ausflüge in der Natur helfen bei der Entschleunigung und
lenken das achtsame Auge auf die Schönheit um uns herum.

Das Ding mit der Achtsamkeit

Entschleunigung geht für mich auch immer einher mit dem Schlagwort “Achtsamkeit”. Denn wenn ich selbst zur Ruhe komme oder das, was ich für mich tue, wertschätze und die Zeit genieße, dann ist das auch immer ein Stück Achtsamkeit, das ich mir selbst gegenüber zugestehe.

Achtsamkeit ist für mich aber auch der Umgang mit dem, was ich besitze, bearbeite und mit dem, was mich umgibt, achtsam umgehe. Klar, auch bei mir herrscht oft reiner Pragmatismus, was muss das muss und nicht immer kann und will man alles mit Fingerspitzen anfassen, aber zumindest in unserem Garten und bei meinem Näh-Hobby bin ich sehr bemüht, achtsam mit allen Teilen umzugehen.

Achtsamkeit ist für mich auch sich Zeit für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu nehmen. Selbstverständlich ohne die Lieben zu vernachlässigen und zu kurz kommen zu lassen. Doch ich bin mir sicher, wenn ich mir ab und an kurze Pausen für mich selbst nehme, haben am Ende alle mehr davon.

Achtsam bin ich aber auch gegenüber meinen Kindern, indem ich versuche, ihren Bedürfnissen soweit möglich zu entsprechen. Aber: Das heißt nicht, ohne Regeln zu leben und sich auf der Nase herumtanzen zu lassen 😉 Es heißt, sich mit ihnen auch mal hinzusetzen, gemeinsam Bücher zu lesen, zu basteln, zu malen, zu kneten, zu spielen, zu tanzen, zu singen, zu toben, zu experimentieren, zu backen, zu kochen, zu klettern, zu springen. Gemeinsam auf Entdecker-Tour zu gehen, die Spielplätze unsicher zu machen, Freizeit-Aktivitäten zu unterstützen und sich mit den Freunden der Kinder zu treffen.

Aber: Immer ohne die Kinder zu überfordern und immer auch mit Nachmittagen und Zeiten, an denen die Kinder spielen und toben können, wie sie selbst es möchten, ohne Pläne, Termine und “Muss”. Denn dann entfaltet sich die volle kindliche Fantasie und die ist grenzenlos und immer wieder verzaubernd.

Hier schließt sich der Kreis und wir sind wieder bei der Entschleunigung angekommen. Genießen wir die Zeit, die wir haben und nutzen wir sie für uns und unsere Liebsten. Gerade in Zeiten, in denen es stressiger ist, ist es gut, sich daran zu erinnern und bewusst kleine Auszeiten zu nehmen, um die Akkus zu füllen und mit neuer Energie weitermachen zu können, ohne in ein Loch zu fallen.

Was sind Entschleunigung und Achtsamkeit für dich? Und wo findest Du Deine Entschleunigungsmomente? Beim Joggen, bei Treffen mit Freunden, in der Sauna oder im Spa, vor dem Fernseher, beim Lesen? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar.

#Nähenfürmich: Warum ich mir meine eigene Kleidung nähe

Was ist da eigentlich passiert? Wie kommt es, dass ich mir meine eigene Kleidung nähe? #Nähenfürmich war bis Mitte 2020 nie ein Thema. Ich hatte Spaß daran, den Kleidung für die Kinder zu nähen, über den Stoffmarkt zu schlendern, online nach Kinderstoffen zu stöbern und auf Pinterest die besten und einfachsten Schnitte (für Kinder) ausfindig zu machen. Aber wie kam es dazu, dass ich mir meine eigene Kleidung nähe?

Warum nähe ich mir jetzt meine eigene Kleidung?

Im Rückblick gab es drei Schlüsselmomente.

Moment 1: Corona und die Schließung des Einzelhandels

Meine Mutter arbeitete bis März 2020 in einer kleinen Modeboutique bei uns im Ort. Dort werden bekannte Modemarken verkauft, die auch zu mir und meinem Stil (klassisch mit sportlichem Touch, wenig verspielt) immer passten. Da Mama und ich eine ähnliche Kleidergröße tragen und sie angehalten war, die ständigen Kollektionswechsel der Modefirmen mitzuspielen, standen bei mir regelmßig Kleiderkisten vor der Tür. Kisten mit kaum bis selten getragener Kleidung, die bis auf wenige Ausnahmen zu mir passten. Der Schrank war (und ist immer noch) randvoll mit Kleidung. Über Kleider-Shopping musste ich mir folglich nie Gedanken machen. Was ein Glück, denn Spaß hatte ich am klassischen Shopping noch nie. Mit Corona und dem Lockdown hat sich meine Mutter nun in ihren mehr als verdienten Ruhestand verabschiedet und meine Kleidungs-Quelle ist versiegt.

Moment 2: Der volle Schrank und herausragende Podcasts und Bloggerinnen

Im ersten Moment dachte ich “Oh Mist, wo bekomm ich denn jetzt neue Kleidung her?”. Abgelöst von dem Gedanken: “Vielleicht gibt es dann endlich etwas mehr Platz im Schrank” (jaja, ich weiß schon, das ist eher so eine Utopie). Und dannoch ließ mich auch das Thema Nachhaltigkeit nicht los.

Zur gleichen Zeit begann ich, Podcasts rund ums Nähen anzuhören. Und da ging es nicht mehr ums Nähen für Kinder, sondern ums Nähen für Frauen und auch um die Themen Nachhaltigkeit, die kritische Sicht auf die Modeindustrie und Capsule Wardrobe.

Moment 3: Greta, +24 Kollektionen im Jahr und die Sache mit der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – ein Wort, das mich mittlerweile immer häufiger zum Nachdenken über das allgemeine Konsumverhalten und auch den eigenen Konsum bringt. Meine bisherigen Bemühungen würde ich auch genauso betiteln: “Sie war bemüht”. Nicht mehr, manchmal eher weniger.

Doch spätestens mit Greta Thunberg verändert sich das Bewusstsein. Einen kleinen Beitrag kann schließlich jeder leisten. Da das Thema Nachhaltigkeit auch in den Näh-Blogs und Podcasts – gerade bei Elle Puls – immer wieder angesprochen wird, die Tatsache, das 40% ungetragene Kleidung in deutschen Kleiderschränken hängt und liegt und der ganze Bereich der Fast Fashion machten einen bisher undenkbaren Gedanken immer sympathischer:

Die Idee, ich könnte mir doch selber auch mal etwas nähen. Etwas nähen, das meinen Stil widerspiegelt, das zu mir passt und das nicht allzu schnell aussortiert und in den Altkleider-Container fliegt.

Ein Traum-Stöffchen – was daraus wohl geworden ist?

Der Start: Aller Anfang ist schwer

Aber wie anfangen? Was wäre ein geeignetes erstes Projekt? Etwas, das simpel genug ist, dass es sicher klappt, und so gut aussieht, dass ich es sofort tragen kann.

Mein erster Gedanke: Ich nähe mir Kofferröcke für den Sommer. So luftige Röckchen, die nicht knittern und im Grunde aus einem Vorder- und einem Rückteil mit Bund bestehen.

Das Problem: Es war Herbst und ich wollte ja etwas haben, dass ich sofort zeigen konnte. Also musste es ein Nähprojekt für den Herbst/Winter sein. Mit Hoodies für die Kinder hatte ich schon gute Erfahrungen gemacht, weshalb der Plan schnell feststand: Ein Hoody-Sweat-Kleid. Gemütlich, praktisch, macht aber auch im Homeoffice was her.

Genäht habe ich nach diesem kostenlosen Schnitt von Snaply.* Der Stoff ist ein French Terry von Stoffe Hemmers. Ich war und bin ganz schön stolz auf mein farbenfrohes Kleid, auch wenn die Umsetzung noch nicht perfekt ist. Insgesamt ist es im Schulter- und Rückenbereich etwas zu groß geraten und auch das breite Saumbündchen würde ich beim nächsten Mal kürzen oder komplett weglassen. Aber ich trage mein Hoodie-Kleid total gern und freue mich auf weitere Projekte. Ein erster Pulli ist mittlerweile auch entstanden in Tunika-Länge. Dazu aber ein andermal mehr.

Noch bissel ungewohnt, dieses Foto-Shooting.
Mein super gemütliches Hoodie-Kleid.

#Nähenfürmich: Wie geht es jetzt weiter?

Der Näh deinen Stil Podcast von Elle Puls bringt aktuell das Thema “Stil- und Farbenfindung” aufs Tablett. Damit habe ich mich ehrlich gesagt noch nie beschäftigt, aber momentan bin ich Feuer und Flamme für das Thema. Denn bei Stoffen für die Kinder werde ich immer sofort fündig. Als ich mich aber auf die Suche nach Stoffen für mich gemacht hab, wuchs die Unsicherheit.

Plötzlich standen Fragen im Raum wie: Ist die Stoffart überhaupt für den gewünschten Schnitt die richtige? Passt der Stoff tatsächlich zu mir? Passt die Farbe? Passt das Muster? Diesen Fragen versuche ich gerade auf den Grund zu gehen und taste mich Stück für Stück ran.

Neben dem “richtigen” Stoff kommt so nach und nach noch ein weiteres Thema auf: Der richtige Schnitt und das Anpassen von Schnitten vor und während dem Nähen.

Ich bin angefixed und gespannt, wie sich das Nähen für mich selbst weiterentwickelt. Es gibt jedenfalls noch sehr viel zu lernen und zu entdecken und vor allem: Sooooo viel zu nähen.

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Jahres-Ausblick 2021 statt Jahres-Rückblick 2020

Braucht es tatsächlich einen Jahres-Rückblick 2020? Um ehrlich zu sein, nein. Lasst uns gemeinsam lieber nach vorne schauen und nicht allzu lange zurückblicken. Deshalb gibt es von mir einen Jahres-Ausblick 2021 statt Jahres-Rückblick 2020.

Wobei ich betonen möchte, dass 2020 nicht nur schlecht war. Mir hat das Jahr tatsächlich mehr Ruhe – Raum für mich und meine Familie – Raum für meine Träume / Wünsche gegeben. Dafür bin ich dankbar. Gerade vor dem Hintergrund, dass es vielen anderen nicht so ging. Dessen bin ich mir sehr bewusst.

Ohne den Lockdown im März 2020 wäre ich jedoch nicht ins Homeoffice katapultiert worden und hätte mir einen lange gehegten Wunsch vermutlich nicht erfüllt: Endlich wieder zu schreiben. Die Ruhe und Entschleunigung, die ich als dringende Wohltat empfunden habe und immer noch empfinde, lieferte die Basis: Ein Blog zum Thema Entschleunigung, Achtsamkeit und “alte” neue Hobbies.

2020 war für mich das Jahr in dem ich meine Oma zu mir zurück geholt habe. Oma war eine Gartenfee und Nähzauberin. Zwei Dinge, die ich in diesem Jahr für mich entdeckt habe und die den Rahmen für diesen Blog bilden: Gärtnern und Nähen.

Jahres-Ausblick 2021: So stell ich mir mein Jahr vor

Deshalb werden diese zwei Themen 2021 (abgesehen von meiner Familie und meiner regulären Arbeit) im Zentrum stehen: Die weitere Gestaltung und Nutzung unseres Gartens und das Nähen. Das alles möchte ich mit Ruhe und einem Stück Gelassenheit angehen. Möglichst stressfrei integriert in den Alltag. Ob das klappt – wir werden es sehen.

Was steht im Garten 2021 an?

Im Garten ist die ToDo-Liste schon wieder ganz schön lang. Daher hier nur unsere wichtigsten Vorhaben:

  1. Das Gemüsebeet muss vorbereitet werden und die bereits gekauften Samen wollen in die Erde wandern.
  2. Das Hochbeet soll um eine weitere Etage ergänzt werden, damit noch mehr Gemüse und Obst (ich will Melonen ernten) bei uns wachsen kann.
  3. Nachdem wir im Herbst eine lange Thuja-Hecke entfernt haben, möchte ich an dieser Stelle ein bunt-blühendes Staudenbeet anlegen.
  4. Die “Werkel-Ecke” hinter dem Gartenhäuschen benötigt einige Optimierungen und Schönheits-Operationen.
    Soweit die Pflicht.
  5. Die Kür: Die alte Terrasse aus Waschbeton soll weichen, um mehr Grünfläche für die Kids zu schaffen.

Ihr seht, die Liste ist lang, aber ich bin hochmotiviert und sehne fast schon das Ende des Winters herbei, wäre da nicht Neu-Hobby Nummer 2:

Wie wird sich das Nähen 2021 entwickeln?

In den letzten Monaten habe ich angefangen, auch für mich selbst Kleidung zu nähen. Vor kurzem war das noch undenkbar, aber mittlerweile finde ich den Gedanken, einmalige, auf mich zugeschnittene Kleidung zu tragen, total cool und möchte da auch 2021 dranbleiben. Vor allem aber muss ich hier noch ganz ganz ganz viel lernen… Übung macht ja bekanntlich den Meister 😉

Wie es dazu kam, dass ich für mich selbst nähe und welche ersten Teile bereits fertig sind, erzähle ich euch in einem extra Beitrag noch im Januar.

Das Nähen für mich selbst führt auch dazu, dass ich mich vermehrt mit dem Thema “Stilfindung” und “Farben” auseinandersetze. Außerdem möchte ich mein bisher doch noch sehr rudimentäres Nähwissen, sobald wie möglich in einem Nähkurs vertiefen. Darauf freue ich mich schon total. Die nächsten Projekte?

  • Ein Kleid für den Übergang (vermutlich wird es dieser Schnitt* – der Name allein macht den Schnitt schon zu einem Muss ;-))
  • Ein Frühlingskleid – hier liegt noch von Fastnacht ein Burda-Schnitt, den ich ausprobieren möchte
  • ein oder zwei Shirts
  • ein oder zwei leichte Röcke für den Sommer

Unkomplizierte Projekte, die sich hoffentlich problemlos nähen und perfekt tragen lassen. Selbstverständlich bekommen auch die Kids noch das ein oder andere Teil. Da bin ich aber noch etwas am Stöbern. Seid gespannt!

Das war mein persönlicher Jahres-Ausblick 2021 statt Jahresrückblick 2020 🙂 Nun wünsche ich Dir und Deinen Liebsten ein hoffentlich triumphales Jahr 2021! Lass es Dir gut gehen und vor allem: Bleib gesund.

Damit entlasse ich Dich und verspreche: Irgendwann geht wieder die Sonne auf wie hier am Feldberg, Schwarzwald. So schön!

Jahres-Ausblick 2021

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Gartenplanung für den Gemüsegarten – auf geht’s 2021

2020 mag noch nicht vorbei sein, bei mir stehen die Zeichen aber bereits auf 2021. Zumindest wenn ich an den Garten denke. Denn ich steck schon mitten drin in der Gartenplanung für den Gemüsegarten.

Nach den ersten zaghaften Anfängen mit einem Hochbeet in diesem Jahr, möchten wir (respektive ich) in der kommenden Saison einen kleinen Gemüsegarten anlegen. Schon den ganzen Sommer überlege ich, was alles bei mir wachsen und gedeihen könnte und wie toll es wäre, uns mit dem Gemüse aus dem eigenen Garten zumindest zu einem Großteil selbst versorgen zu können.

Einen großen Anteil an diesem Vorhaben hat übrigens Marie vom Blog und Youtube-Kanal Wurzelwerk.net.* Hier hab ich schon sooo viele Beiträge gelesen und mir ein kleines Grundwissen erarbeitet, mit dem ich es hoffentlich schaffe, im kommenden Jahr eine gute Ernte einzufahren. Bereits in diesem Jahr hab ich viele Tipps und Anregungen aus Maries Blog übernommen und das werde ich auch fortsetzen.

Gartenplanung für den Gemüsegarten
Es wächst und gedeiht – 2021 nicht nur im Hochbeet, sondern auch im neuen Gemüsebeet.

So planst Du Deinen Gemüsegarten

Auch wenn ich noch keine Garten-Expertin bin, möchte ich dich trotzdem an meinem Vorgehen teilhaben lassen. Vielleicht bekommst Du ja auch Lust auf Dein eigenes Gemüse 😉 Hier zeig ich Dir, wie ich Schritt für Schritt bei der Gartenplanung für den Gemüsegarten vorgehe.

  1. Einen Platz für Deinen Gemüsegarten finden: Lege fest, wo sich Dein Gemüsegarten befinden soll und wie groß er werden soll. Wichtig ist vor allem viel Sonne.
  2. Lesen, lesen, weiterbilden: Ich hab wirklich sehr viele Blogbeiträge, Pins, Mein schöner Garten-Artikel und Videos angeschaut, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie ich mein eigenes Gemüse möglichst nachhaltig anbauen kann.
  3. Mischkultur, Fruchtwechsel und Fruchtfolge verstehen: Informiere dich ausführlich über diese Themen, denn sie sind – so zumindest meine Wahrnehmung – essentiell für eine erfolgreiche Ernte und gesunde Früchte.
  4. Gemüsesorten auswählen: Überlege Dir, was Du anbauen und ernten möchtest. Schreibe Dir alles auf und informiere dich über die einzelnen Sorten. Sind es Schwach-/Mittel-/Starkzehrer? Gibt es gute/schlechte Nachbarn? Haben die Pflanzen besondere Ansprüche? Wie hoch werden die Pflanzen?
  5. Gruppen bilden: Bilde aus den von dir gewünschten Gemüsesorten kleine Gruppen – Schwachzehrer zu Schwachzehrer, Mittel- zu Mittelzehrer und Stark- zu Starkzehrer. Innerhalb dieser Blöcke: Gute und schlechte Nachbarn zusammenpacken.
  6. Samen bestellen: Das war für mich ein ganz toller Moment. Ich habe den Bingenheimer Saatgut Katalog* durchgeblättert und dort nach Herzenslust Samen herausgesucht und dann online bestellt. Was mir wichtig war: Ich möchte wissen, was ich anbaue. Bio war mir wichtig und kein F1 Hybrid-Saatgut. Das ist natürlich Dir überlassen, ob Du im Gartencenter oder Baumarkt oder aber bei Bio-Anbietern die Samen für Deinen Gemüsegarten besorgst. Oder auch, ob Du vorgezogene Pflanzen bevorzugst.
  7. Anbauplan erstellen: Die Fläche ist klar, die Pflanzen ausgesucht. Nun fehlt noch ein Plan, wie Du die Gemüsesorten in Deinem Beet anordnest. Zuerst habe ich mein Beet in 4 gleich große Flächen eingeteilt: Eine für Schwach-, eine für Mittel-, eine für Starkzehrer und eine, die nicht mit Gemüse, sondern mit einer Gründungung bepflanzt wird. Bei mir werde ich hier Kartoffeln pflanzen zur Beetvorbereitung. Dann hab ich die bereits gebildeten Gruppen entsprechend ihrer Vorlieben auf diesen Flächen angeordnet. Ich muss gestehen, dass war/ist echt nicht einfach und es war ein großes Puzzle, das zusammengesetzt werden wollte – sie das Headerbild, da siehst Du all meine Aufschriebe.
  8. Das Beet vorbereiten: Marie von Wurzelwerk hat hierfür eine Methode, die sich echt klasse anhört – mit Pappe und viel Kompost, ohne Umgraben. Bei uns wird das leider nicht funktionieren, da wir den Gemüsegarten in einer Ecke planen, die bisher mit Thuja-Hecken bewachsen war. Daher heißt es: Wurzeln ausgraben, umgraben, Boden lockern und aufwerten.
  9. Materialien besorgen: Was benötigst Du außer den Samen oder den Setzlingen? Dünger, Gartenwerkzeug, Beetumrandung, Schutzvlies, Schneckenschutz… Einmal zum Gartencenter und es kann losgehen.
  10. Gemüse vorziehen: Wann Du welche Gemüse vorziehen solltest, kannst Du immer der Samenpackung entnehmen. Ob Du vorziehen möchtest oder direkt ins Beet säen möchtest, hängt von Deinen Vorlieben ab. Ich werde es mit einigen Gemüsesorten auf jeden Fall machen. Schon allein, damit die Vögel und Schnecken einem richtigen Aufgehen und Anwachsen nicht zuvorkommen.

Und nun viel Spaß beim Kataloge durchwühlen, lesen, planen und gestalten Deines Gemüsegartens für 2021.

Hast Du noch weitere Tipps, die man bei der Gartenplanung für den Gemüsegarten beachten sollte? Schreib es uns in die Kommentare!

*Bitte beachten: Ich kennzeichne diese Links als Werbung, da er auf eine Seite mit Onlineshops bzw. kostenpflichtigen Angeboten verweist. Ich erhalte allerdings nichts für diese Links und verlinke nur auf Seiten, die ich für spannend und inspirierend halte.

Nähen für Damen: Blogs, Podcasts und Shops für Deine Inspiration [Werbung*]

Hättest Du mich noch vor wenigen Monaten gefragt, ob ich nicht auch mal was für mich nähen möchte, hätte ich dich ausgelacht. Und dann waren da Anja und Selmin vom Schnittduett mit ihrem Näh-Podcast.

Die zwei sympathischen Mädels haben mich mitgerissen und plötzlich war der Gedanke an “ich näh mir meine eigenen Klamotten” gar nicht mehr so abwegig. Seitdem habe ich viele Podcasts, Blogs und vor allem fantastische Frauen entdeckt, die sich dem Nähen für Damen mit ganzem Herzen widmen.

Daran möchte ich dich gerne teilhaben lassen. Ich möchte Dir meine aktuellen Inspirationsquellen vorstellen und vielleicht bekommst auch Du Lust, die Nähmaschine anzuwerfen und loszulegen.

Bitte beachte: Die folgenden Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ich würde mich freuen, wenn Du in den Kommentaren weitere Quellen / Blogs / Podcasts / Video-Blogger / Onlineshops etc. rund ums Thema “Nähen für Damen” teilen würdest.

Noch einige Hinweise zu den “Nähen für Damen”-Listen. Diese sind bunt gemischt und viele der Bloggerinnen vertreiben auch über ihre Blogseiten Stoffe oder eigene Schnittmuster. Oder sie betreiben einen Blog, einen Podcast und einen Shop. Ich hab die einzelnen Seiten nach bestem Wissen und Gewissen eingeordnet und hoffe, dass Du mit meiner Zuordnung zurecht kommst. Angesichts der Fülle hab ich mich auf die Seiten konzentriert, die mich aktuell am meisten fesseln.

Näh-Blogs, die Freude machen:

  • Crafteln – Hier geht’s um das Thema Schnittanpassung. Total spannend, aber auch komplex. Meike hat auch einen Podcast (steht noch auf meiner “Muss ich anhören-Liste”) und gibt viele Onlinekurse, damit Du jeden Schnitt zu Deinem Schnitt machen kannst.
  • Elle Puls – Bei Elke dreht sich alles um das Thema Stilfindung und Näh-Inspirationen für Damen-Kleidung. Es gibt sogar einen eigenen Club-Bereich. Außerdem richtet Elke Näh-Camps quer durch Deutschland aus. Außerdem hat sie einen hörenswerten Podcast (siehe unten).
  • Hilli Hiltrud – Henrike näht Socken. Ja, Socken! Die werden nicht gestrickt, nee, die werden genäht. Aus Stoff. Genauer: aus Stoffresten. Das möchte ich unbedingt ausprobieren. Bei Henrike findet ihr allerdings noch viele weitere Ideen sowie tolle Tipps und Anleitungen, wie man eine Capsule Wardrobe erstellt.
  • MeMadeMittwoch – Der MeMadeMittwoch ist eine sogenannte Linkparty rund ums Nähen für Damen. Jeden ersten Mittwoch im Monat stellen hier Näh-Begeisterte ihre neuen Kleidungsstücke vor – mit Fokus auf Mode für Frauen. Damit sollen alle Näherinnen ermutigt werden, selbst genähte Kleidung selbstbewusst im Alltag zu tragen.
  • Pech und Schwefel – Sehr inspirierender Blog mit tollen Design- und Schnittideen. Im Onlineshop finden sich vielseitige Schnittmuster für Damen und Kinder. Was mir besonders gefällt: Die meisten Schnitte bieten viele Add-ons bzw. Möglichkeiten für Varianten. So erhältst Du mit einem E-Book weit mehr als nur einen Schnitt.
  • Schnittduett – Wie bereits oben geschrieben, haben mich die beiden Mädels Anja und Selmin überhaupt erst auf das Thema “Nähen für Damen” gebracht. Die beiden bloggen, haben einen sehr lustigen Podcast (siehe unten) und entwickeln gemeinsam lässige und schlichte Schnittmuster mit Pfiff. Anja bloggt außerdem auf Rapantinchen und Selmin auf Tweed & Greet. Absolut lesenswert!
  • Seemannsgarn handmade – Auf dieser Seite bloggt und “schnackt” Fredi. Klasse ist ihr Sonntagsschnack, in dem sie jede Woche die neuesten Schnittmuster präsentiert. Also der perfekte Ausgangspunkt, um zu stöbern und neue Schnitt-Lieblinge zu entdecken.

Näh-Podcasts, die Farbe ins Leben bringen:

  • Einfach-nähen – Der Podcast zu den Youtube-Videos, siehe unten. #Livesewalong
  • Nahtzugabe5cm.de – Die Mutter der deutschsprachigen Näh-Podcasts gibt es bereits seit 2014. Muriel hat immer sehr interessante Gäste und Gesprächsparterinnen. Muriel bloggt unter der gleichen Adresse, organisiert viele Näh-Aktionen und Sewalongs und ist daher immer eine gute Anlaufstelle, wenn man ein neues Projekt unter der Nähnadel braucht.
  • Näh deinen Stil mit und von Elle Puls – Podcast rund ums Nähen mit einem speziellen Blick auf den eigenen Stil. Wie findest Du Deinen Stil? Wie wichtig ist der eigene Stil? Und wie verändert er den Blick auf dich selbst und Deine Garderobe? Hier bekommst Du tolle Tipps, wie Du eine selbstgenähte Garderobe zusammenstellst, die tragbar ist und glücklich macht.
  • Schnittduett Dialoge – der Podcast zum Schnittmuster-Label der beiden Kölnerinnen.

Näh-Video-Blogger, die ein Lächeln ins Gesicht zaubern:

  • einfach nähen (Youtube) – Anna von einfach-nähen hat Hunderte von Youtube-Videos auf ihrem Account. Ich glaube, hier findet man zu beinahe jeder Frage eine Antwort in Form eines Videos. Herausragend: Ihre Live-Sewalongs. Einmal im Monat wird gemeinsam via Video ein bestimmter Schnitt genäht. Steht auf meiner “Muss ich unbedingt ausprobieren”-Liste (bisher hab ich immer nur “hinterhergeguckt”).
  • Es gibt bestimmt noch weitere interessante Youtuber, die gute Näh-Videos veröffentlichen. Ich muss jedoch gestehen, dass ich bisher nur über Anna “gestolpert” bin. Daher werde ich an dieser Stelle keine weiteren Empfehlungen aussprechen. Aber fühl dich frei zu kommentieren.

Näh-(Online-)Shops, die Dich begeistern werden:

  • alles-für-selbermacher.de – Der Titel des Shops sagt eigentlich alles. Hier findest Du alles, was Du zum Nähen benötigst: Stoffe in Hülle und Fülle, auch Eigenproduktionen, Kurzwaren, Zubehör, Labels und weitere personalisierte Materialien, Schnittmuster, Plotterdateien uvm.
  • Lillesol & Pelle – Schöne Schnittmuster für jede Gelegenheit. Zu jedem Schnittmuster finden sich viele Näh-Beispiele. Dadurch erhältst Du einen guten Eindruck von den Möglichkeiten des Schnittes.
  • Makerist – Laut eigenen Angaben findest Du bei Makerist mehr als 57.000 Schnittmuster E-Books. Eine unglaubliche Menge, die mich regelmäßig erschlägt. Ferner findest Du hier Videokurse rund ums Nähen sowie viele weitere Materialien, die Du zum Nähen benötigst. Selbstverständlich auch Stoffe.
  • Pattydoo – Pattydoo ist eine der größten deutschsprachigen Nähplattformen und bietet Schnittmuster plus Videoanleitungen rund ums Selbernähen.
  • Schnittgeflüster – Tolle Schnitte, ausgesprochen Anfängertauglich und dennoch ausgefallen. Außerdem viele Taschenschnitte und wunderschöne, handverlesene Stoffe. Das “Schnittgeflüster” hat eine sehr aktive Facebook-Gruppe, die jede Menge Ideen und Anregungen bietet.
  • Sewunity – Kein Onlineshop in erster Linie, sondern eine Schnittmuster-Suchmaschine über die Du aber selbstverständlich direkt die Schnitte kaufen kannst.
  • Snaply Nähkram – Bei Snaply findet sich wirklich alles, was Du für Dein Näh-Hobby brauchst und das zu humanen Preisen. Vor allem, wenn Du Taschen und/oder Rucksäcke nähen möchtest, findest Du hier alle Zubehörteile wie Gurte, D-Ringe, wasserfeste Stoffe wie Oilskin und natürlich passende Schnitte.
  • Stoffe-Hemmers – Mein aktueller Lieblings-Stoff-Shop. Ich finde der Shop ist sehr nutzerfreundlich aufgebaut. V.a. die “dazu passt”-Rubrik ist mehr als hilfreich. Sie zeigt direkt passendes Garn und ergänzende, farblich passende Stoffe / Bündchen an. Ebenso sinnvoll ist das Lineal bei den Produktfotos, damit man Muster in ihrer Größe korrekt einschätzen kann.

Weitere Näh-Inspirations-Quellen

  • Stoffmärkte – Wuselig, eng, anstrengend. So würde ich die Stoffmärkte beschreiben. Aber: Eine unglaubliche Fülle an Stoffen und Zubehör rund ums Nähen. Bitte nie ohne Plan und “einfach mal zum Gucken” hingehen. Das geht (meistens) schief. Deine Taschen werden überquellen von Stoffen und Materialien, die am Ende zu großen Teilen als Schrankleichen enden. Setz Dir am besten ein festes Budget (nimm einfach nur einen bestimmten Betrag Bargeld mit) und schreib Dir vorher auf, was Du alles brauchst und kaufen möchtest. Nimm Dir kleine Musterstücke Deiner vorhandenen Stoffe mit und vor allem: Kauf nicht am ersten Stand und nicht sofort. Lass Dir Zeit und versuche dich von den Hamstern nicht anstecken zu lassen. Die meisten Stoffe werden regelmäßig nachgelegt 😉
  • Dein lokaler Einzelhandel – Gerne würde ich Stoffe vor dem Kauf fühlen und testen. Leider hab ich aber direkt vor Ort keinen Stoffladen und müsste dafür immer in die Stadt fahren inkl. Parkplatzsuche etc. Da mir das momentan meist zu zeitintensiv ist, kaufe ich vorwiegend online. Solltest Du die Möglichkeit haben, vor Ort zu kaufen, ist das aber immer lohnenswert und zu empfehlen. So kannst Du unterschiedliche Stoffarten und Qualitäten einfach besser kennenlernen. Ich gebe zu, das fehlt mir manchmal.
  • Pinterest – Pinne Dir Outfits, Ideen, Schnitte und Mehr und gestalte Dir eine “Must-Sew”-Pinnwand 😉
  • Instagram – Hierzu muss ich vermutlich nichts weiter sagen…

Mein Tipp zum Schluss: Die “Näh ich mir”-App. Mit Hilfe der App kannst Du Deine Nähprojekte übersichtlich organisieren, Schnitte, Stoffe, Kurzwaren ordnen und katalogisieren und dich mit anderen Näh-Nerds vernetzen. Insgesamt hilft die App, beim Nähen die Übersicht zu behalten.

Jetzt hast Du hoffentlich jede Menge Lese- und Stöberinspiration zum Nähen für Damen. Ich gestehe: Ich bin auch noch nicht durch… und hab noch viel vor mir.

Mit Spaß und Freude wünsche ich Dir tolle Näh-Momente für dich.

*Bitte beachten: Ich kennzeichne diesen Beitrag als Werbung, da er auf verschiedene Seiten mit Onlineshops verweist. Ich erhalte allerdings nichts für diese Links und verlinke nur auf die Seiten, die ich für spannend und inspirierend halte.

Entschleunigt durch die Advents- und Weihnachtszeit – eine Anleitung mit Checkliste

St. Martin liegt hinter uns, die Blätter der Bäume sind gefallen und es wird täglich kälter: Der Winter hält Einzug und damit steht die Advents- und Weihnachtszeit vor der Tür. Wie Du stressfrei durch die Advents- und Weihnachtszeit kommst, möchte ich Dir heute zeigen.

Denn im Advent und an Weihnachten soll nicht der Weihnachtsstress im Vordergrund stehen, sondern ruhige Stunden mit der Familie und Freunden (so Corona das in diesem Jahr zulässt). Der Artikel gibt Dir einfache Tipps, die die Vorbereitungen entschleunigen, sowie eine Checkliste, mit der Du im Weihnachtstaumel nichts vergisst.

Warum wird es zum Ende des Jahres eigentlich immer so hektisch?

Frägst Du dich das auch jedes Jahr aufs Neue? Ich mich schon. Da plant man und macht und tut und am Ende steht man am 26. Dezember da und die Zunge hängt einem zum Hals raus.

Vielleicht weil man sich selbst ein bisschen zu viel Druck macht? Das Fest der Feste soll wunderschön werden. Vor allem die Kinderaugen sollen strahlen. Die Plätzchendosen sollen möglichst bunt gefüllt sein. Die Wohnung soll glänzen im Lichterglanz und Dekoüberfluss. Geschenke wollen besorgt und gebastelt sein. Weihnachtsmärkte, Weihnachtsfeiern, Jahresendtreffen mit Freunden – alles soll und muss unbedingt noch im Dezember stattfinden (naja, ihr wisst schon – in normalen Jahren). An den Feiertagen gilt es die unterschiedlichen Familienzweige unter einen Hut zu kriegen und über allem schwebt der normale Alltagswahn, denn der bleibt bekanntlich nicht einfach für vier Wochen stehen.

Aber muss das alles sein? Oder geht es auch einfacher und entspannter? Kann ein schöner Advent, der ja vor allem besinnlich sein soll, nicht auch stressfrei verlaufen? Ich finde: Einen Versuch ist es wert und gerade in diesem verrückten Jahr, ohne Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern, könnte es tatsächlich klappen. Also lasst uns überlegen, wie wir stressfrei durch die Advents- und Weihnachtszeit kommen können.

Checkliste: Ideen und Anregungen für eine entschleunigte Advents- und Weihnachtszeit

Gleich vorweg der für mich wichtigste Punkt: Weniger ist manchmal mehr. Vielleicht muss es gar nicht jedes Jahr immer mehr und immer bunter werden. Ebenso wenig steht irgendwo geschrieben, dass Du alles selber machen musst. Geschenke verpacken Dir auch die Einzelhändler, Plätzchen kann man notfalls kaufen, ebenso den Adventskranz und Mitbringsel-Geschenke lassen sich ebenfalls kauefn.

Evtl. lässt sich der ein oder andere Punkt ein bisschen reduzieren, ohne dass der Festtagstaumel und die Stimmung darunter leidet. Vielleicht geschieht genau das Gegenteil und ein bisschen “Weniger” lässt den Advent und Weihnachten tatsächlich besinnlicher werden?

Doch nun zu den Tipps:

Planung ist das halbe Leben

Ich bin der Typ Planer. Das ist nicht jeder, ich weiß, muss man auch nicht sein. Aber mir helfen meine kleinen Listen und Pläne, möglichst viele Dinge geregelt zu kriegen und vor allem: Um frühzeitig zu sehen, was alles auf mich zukommt. Wenn Du rechtzeitig weißt, was getan werden muss (oder sollte), dann kannst Du dich darauf vorbereiten und Stück für Stück in Ruhe und ohne Zeitdruck alles erledigen.

Mein Tipp 1 lautet daher:

Fang rechtzeitig an mit der Planung – also eigentlich so vor 6 Wochen…. und mach Dir klar, was alles bis zum 24. Dezember getan werden muss.

Was Du alles planen kannst?

  • Nikolaus- und Weihnachtsgeschenke – Verpackungsmaterial wie Geschenkpapier, Schachteln, Tüten, Schleifen und Bänder nicht vergessen
  • Advents- und Weihnachts-Dekoration (für drinnen und draußen). Kerzen! Vergiss die Kerzen nicht!
  • Bunter Plätzchenteller: Was möchtest Du alles backen?
  • Termine: Was steht schon alles im Kalender und welche Besuche stehen an welchen Feiertagen an?
  • Adventskalender: Wer bekommt einen Adventskalender und bastelst Du selbst oder kaufst Du?
  • Festtags-Schmaus: Du bekommst Gäste an den Feiertagen? Dann überlege frühzeitig, was Du kochen könntest und besorge ggf. schon das ein oder andere im Vorfeld (z.B. Saucen-Fonds, Weine)

Bündel schnüren

Bündele Aufgaben, die Du auf einen Rutsch erledigen kannst.

Das heißt zum Beispiel: Überlege Dir genau, wen Du alles beschenken möchtest und erstelle eine Geschenkeliste. Dann überlegst Du dir, wie Du für alle am schnellsten die Geschenke besorgen kannst. Vor Ort im örtlichen Spielwarenladen bekommst Du beispielsweise für alle Kinder passende Brettspiele. Im Buchladen Deines Vertrauens gibt es für größere Kinder sowie erwachsene Neffen, Nichten, Tanten, Onkels garantiert das richtige Buch. Ein kleiner Teeladen hilft mit kleineren Geschenken und Mitbringseln für ErzieherInnen, PflegerInnen, MusiklehrerInnen usw.

Alternativ: Nutze einen Abend auf der Couch und klick dich durch die Weihnachts-Shopping-Welten der Onlineshops (und damit meine ich nicht das große A….). Es gibt sooooo viele wunderschöne und mit Liebe gestaltete kleine und nicht ganz so kleine Onlineshops, bei denen man tolle Geschenke und Spezialitäten für die Lieben bestellen kann.

Clever ist, wer auch hier voraus plant: Du hast im Sommer Marmelade gekocht oder Kräutersalz zubereitet? Mach direkt ein Ladung mehr und schon hast Du alle kleineren Geschenke und Mitbringsel abgehakt.

Dekorationen für den Advent und Weihnachten

Bei dem Einen muss es möglichst viel und möglichst kuschelig bis kitschig sein. Beim Nächsten wird jedes Jahr komplett neu aus dem Vollen geschöpft und beim Nächsten ist schon der Gedanke an stimmungsvolle Deko zur Advents- und Weihnachtszeit ein Grund auszuwandern.

Ich falle in die Rubrik: Ich brauch Deko für die Stimmung und ich möchte es schön weihnachtlich haben. Dabei hab ich mein festes Deko-Sortiment, das ich gerne jedes Jahr um einige Teile ergänze. In diesem Jahr sind es weiße Sterne in unterschiedlichen Größen für die Fenster. Darauf freue ich mich schon. Den Rest mach ich nach Stimmung und Gefühl.

Wie möchtest Du die Wohnung dekorieren? Wie soll der Adventskranz aussehen? Wie schmückt sich in diesem Jahr der Weihnachtsbaum? Daraus resultiert die Frage: Was musst Du für diese Dekowünsche noch besorgen und was ist in Deinen Dekokisten bereits vorhanden?

Ganz egal, wie Du vorgehst und wie Du Dir deine Vierwände zur Advents- und Weihnachtszeit einrichtest. Mach es mit Genuss und ohne Zeitdruck. Nimm Dir bewusst Zeit für die Deko und freu dich über das Ergebnis. Denn: Jetzt kann Weihnachten kommen. Obwohl… da fehlt noch was:

Die Backshow im Dezember

Plätzchenduft, Lebkuchen, Christstollen und Linzertorte – spätestens mit dem ersten Advent startet die Zeit der süßen Genüsse. Damit Du nicht im Backstress versinkst, plane auch hier rechtzeitig (so ca. Mitte November), was Du alles gerne backen möchtest:

  • Welche Sorten sind ein Muss?
  • Welche Nice-to-have?
  • Kannst Du dafür schon die ein oder andere Zutat besorgen? Mehl, Nüsse, Zucker, Zitronat und Weihnachtsgewürze halten lange und können frühzeitig eingekauft werden.

Für mich am allerwichtigsten: Setz dich nicht unter Druck. Starte mit den für dich wichtigsten Plätzchensorten und alle weiteren machst Du, wenn Du Lust, Laune und Zeit hast. Plätzchenbacken soll Spaß machen und kein nerviges Muss sein.

Praktisch sind einfache und schnell gemachte Plätzchen-Rezepte wie Heidesand, Butterplätzchen, Nussmakronen, Spritzgebäck etc. So zauberst Du in Windeseile viele Leckereien auf den Tisch.

Wenn Dir die Lust nach ein oder zwei Sorten vergeht oder Du nicht gerne backst – kein Problem. Dann peppst Du Deinen Plätzchenteller einfach mit leckeren gekauften Minilebkuchen und Plätzchen vom Bäcker auf 😉

Feiertage sind Schlemmertage

Wie ich oben bereits geschrieben habe, kann es sinnvoll sein, sich rechtzeitig über das Weihnachts-Menü Gedanken zu machen. Zugegeben, das ist in diesem ungewöhnlichen Jahr eher schwierig, da keiner weiß, wie und ob wir überhaupt mit der (Groß-)Familie feiern können. Aber sobald die “Regeln” klar sind und Du absehen kannst, ob Du Gäste empfangen wirst oder zur Familienfeier einen Essens-Teil beitragen darfst, überlege, was Du machen möchtest und was Du dafür benötigst.

Viele Dinge kann man im Voraus einkaufen und/oder vorbestellen. Dann musst Du kurz vor den Feiertagen nur noch das Wichtigste im Supermarkt besorgen, Deine Bestellungen abholen und keine Angst haben, dass Dir ein leeres Regal einen Strich durch Deine Pläne macht.

So ersparst Du dir den großen Einkaufsstress.

Kleiner extra Stressfrei-Tipp: Schick Deinen Partner in den Supermarkt 😉

Lichterglanz und Sternenfunkeln

Zu guter Letzt ist mir ein Punkt noch sehr wichtig: Vergiss den Spaß und die Freude an dem, was Du tust nicht! Wenn die Vorbereitungen dich erfüllen und Dir richtig Spaß machen, dann mach weiter. Wenn nicht, schraube Deine Erwartungen etwas zurück und “weihnachts-wichtele” nur solange es dich nicht stresst. Klar, Geschenke wollen besorgt und verpackt sein und das Essen will eingekauft sein, doch alles andere ist der Bonus.

Bist Du bereit für eine wundervolle Advents- und Weihnachtszeit, die Du in vollen Zügen genießen kannst? Ich hoffe, meine Tipps helfen Dir und bereiten Dir eine entschleunigte Advents- und Weihnachtszeit.

Ich wünsche Dir einen tollen Dezember mit Lichterglanz und Sternenfunkeln.

Auf eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!

Hast Du weitere Tipps, wie man möglichst stressfrei und entschleunigt durch den Advent kommt und die Weihnachtsfeiertage genießen kann? Ich freu mich auf Deinen Kommentar.

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