Selbstachtsamkeit in stürmischen Zeiten

Titelbild Selbstachtsamkeit in stürmischen Zeiten - Rebenreihe

Je wilder die Tage, je düsterer die Nachrichten, umso wichtiger ist es, dass wir uns selbst gegenüber achtsam sind und unserer inneren Stimme Gehör schenken. Wir sollten uns selbst ein stückweit auf uns selbst zurückbesinnen, uns und unsere Gedanken entschleunigen, um wieder mehr Platz für “erholsame” Momente zu schaffen. Selbstachtsamkeit sollte wieder stärker in den Mittelpunkt treten.

Durch die Ereignisse auf der Welt, die mich und uns alle seit Tagen/Wochen beschäftigen, die uns alle gefangen halten und sehr viel Raum in unser aller Gedankenwelt einnehmen, hat sich das Leben, der Blick auf das Alltägliche mal wieder grundlegend geändert.

Der Geist kommt kaum mehr zur Ruhe. Ich schwanke selbst zwischen absoluter Tragik angesichts dessen, was da passiert und purer Hilflosigkeit. Ein Nachrichten-Podcast, eine Sendung nach der anderen zieht man sich rein, um auf dem Laufenden zu bleiben. Man ist fassungslos angesichts der Grausamkeit, man ist erschüttert über das Leid, das unschuldigen Menschen widerfährt.

Und ich muss zugeben: Mir wird das zu viel.

Gefühlt gibt es in meinem Alltag, in meinem Leben keine positiven Themen mehr. Ich bin gelähmt durch das ständige Negativum in meinem Leben, das wie Blei über allem schwebt und die Leichtigkeit und den Frohsinn genommen hat.

Entschleunigung oder Selbstachtsamkeit als Lösung(?)

Ich weiß nicht, ob Entschleunigung die richtige Reaktion auf diese Krise ist, oder ob es mir eher darum geht, gerade jetzt, wo die Welt im Dunkel versinkt, sich auf Achtsamkeit sich selbst gegenüber zu besinnen? Achtsamkeit im Sinne von Selbstwert, Selbstachtsamkeit – Mindfulness.

Deshalb möchte ich in diesem Beitrag auf diese beiden Themen eingehen und meine Gedanken dazu loslassen. Schreiben als Therapie sozusagen. Ungefiltert und unsortiert.

Ich glaube, dass das aktuelle Weltgeschehen uns alle so sehr mitnimmt, weil es Ängste in uns auslöst, Ängste, von denen wir alle dachten, dass wir sie (in Mitteleuropa) hinter uns gelassen hätten. Es passieren Dinge, von denen zumindest ich geglaubt habe, das meine und künftige Generationen sie nie erleben müssen, um jetzt festzustellen: Oh Mist, das war ganz schön naiv gedacht.

Da stellt sich mir die Frage: Wie komme ich aus dieser Spirale “Nachrichten in Dauerschleife und ständiges Handy-checken, immer auf dem Laufenden sein müssen” wieder raus, um Abstand zu gewinnen. So betroffen einen all die Dinge machen, wir müssen ja weiterleben, den Alltag weiter bestreiten. Vielleicht sollten wir angesichts der Tatsache, das uns alles Schöne auch so schnell wieder genommen werden kann, noch intensiver leben und die Stunden, die wir haben, ungleich mehr genießen.

Entschleunigung, Mindfulness oder Intensivierung?

Micky Beisenherz hat in seinem Podcast gesagt, er versteht eigentlich gar nicht, warum aktuell nicht alle auf den Tischen tanzen und die Clubs rocken. Und ja, ich glaube, damit hat er Recht. Warum vergraben wir uns angesichts der Bedrohung, anstatt die Hände in den Himmel zu recken und zu schreien: WIR SIND NOCH DA UND WIR GENIESSEN JEDE MINUTE, DIE WIR HABEN!!!

Aber ich habe das, was ich mir mit Beginn der Corona-Pandemie angewöhnt habe, meine Ich-Zeiten, meine kleinen Auszeiten, meine kleinen Rituale, die habe ich ein Stück schleifen lassen. Das Leben hatte mich zu sehr im Griff. Der Alltag, der den üblichen Stress mit sich bringt, hat wenig Raum für Auszeiten gelassen. Dadurch sind viele Ruhe-Momente. Doch das soll sich wieder ändern.

Entschleunigung und Achtsamkeit
Auszeiten nehmen, zur Ruhe kommen, abschalten, um mehr Raum für positive Energie zu schaffen.

Ich merke jetzt mit Beginn der Gartensaison, dass es mir guttut, mit den Händen zu werkeln, an der frischen Luft zu sein und mich und meine Gedanken abzulenken. Das es mir guttut, zu Nähen und Zeiten für mich zu haben. Aber auch, dass es mir guttut meinen Kindern Aufmerksamkeit zu schenken und die Zeit mit ihnen zu genießen.

Und doch stelle ich dann immer wieder fest: Ich hab zeitweise nicht die nötige Geduld dafür, weil meine Gedanken wieder ins negative Nachrichtengeschehen abschweifen. Das soll und darf nicht sein. Daher nehme ich mir hier nun den Moment, um mir bewusst zu machen: Stop, es muss wieder achtsamer werden. Du musst dir gegenüber wieder achtsamer sein.

Ausweg gefunden? 5 Ideen zu mehr Selbstachtsamkeit

Doch wie finden wir wieder zu mehr Selbstachtsamkeit zurück?

  1. Ich-Zeiten:
    Gönne dir Zeiten nur für dich. Kleine Auszeiten, in denen Du bewusst zur Ruhe kommen kannst, die Du bewusst genießen kannst. Ein paar Ideen, wie Du mit kleinen Ritualen zu mehr Ruhe findest, gibt es hier.
  2. Ausschalten & Digital Detox
    Steck das Handy weg – stelle alle Push-Nachrichten aus und verordne Dir für dich und Deine Seele feste News-Zeiten oder gönne Dir ein paar volle Tage ohne digitale Berieselung.
  3. Frische Luft – Sonne genießen
    Geh raus an die frische Luft, tanke Energie in der Natur – ob im Park, im Garten oder in Feld, Wald und Wiese. Nutze jede Gelegenheit für viel frische Luft
  4. Positive Energie aufnehmen
    Höre Podcasts zu Themen, die positive Gedanken fördern. Suche Dir Genussvolles, Leidenschaftliches, Schönes, Amüsantes oder … für die Ohren.
  5. Yoga und Meditation
    Nutze bewährte Methoden, um Abzuschalten und den Alltag und dessen schlechte Nachrichten bewusst auszublenden.

Für mich bin ich wieder bei den kleinen Ritualen angekommen, kleine Stellhebel, die hoffentlich weniger Dunkel ins Leben lassen und dafür Raum schaffen für mehr Helligkeit und Farbe. Garantiert hilft dabei auch der Frühling, der das Leben wieder aufblühen lässt und bunte Frische mit blauem Himmel zurückbringt.

Hast Du Dir den blauen Himmel mit einer strahlend gelben Sonne schon mal genauer angeschaut? Das kann doch nur ein positives Zeichen sein.

Allein durch den Gedanken an Achtsamkeit, allein dadurch, das ich hier darüber schreibe, habe ich das Gefühl, als kehrte wieder etwas mehr Hoffnung ein.
Denn eines sollten wir alle nie vergessen und verlieren: Die Hoffnung darauf, dass der ganze Spuk bald ein (positives) Ende nimmt.


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Und bis dahin bleib achtsam Dir selbst und Deinen Liebsten gegenüber. Überdenke und hinterfrage Dein digitales Leben und Deine Nachrichten-Frequenz. Manchmal ist weniger deutlich mehr und räumt der Helligkeit Platz ein in eurem Leben. Da wären wir wieder bei der Entschleunigung.

Für mich gehen Achtsamkeit und Entschleunigung immer Hand in Hand. Denn was uns entschleunigt, bringt uns wieder neuen Raum für mehr Selbstachtsamkeit. Und wenn Du mehr auf dich selbst hörst und dir gegenüber achtsam bist, entschleunigt Dein Leben automatisch. Erlaube Dir daher Auszeiten, erlaube Dir ab- (und aus-)zuschalten und erlaube Dir vor allem jeden Moment zu genießen.

Mehr lesen zu Entschleunigung und Achtsamkeit:

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