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Selbstachtsamkeit in stürmischen Zeiten

Je wilder die Tage, je düsterer die Nachrichten, umso wichtiger ist es, dass wir uns selbst gegenüber achtsam sind und unserer inneren Stimme Gehör schenken. Wir sollten uns selbst ein stückweit auf uns selbst zurückbesinnen, uns und unsere Gedanken entschleunigen, um wieder mehr Platz für “erholsame” Momente zu schaffen. Selbstachtsamkeit sollte wieder stärker in den Mittelpunkt treten.

Durch die Ereignisse auf der Welt, die mich und uns alle seit Tagen/Wochen beschäftigen, die uns alle gefangen halten und sehr viel Raum in unser aller Gedankenwelt einnehmen, hat sich das Leben, der Blick auf das Alltägliche mal wieder grundlegend geändert.

Der Geist kommt kaum mehr zur Ruhe. Ich schwanke selbst zwischen absoluter Tragik angesichts dessen, was da passiert und purer Hilflosigkeit. Ein Nachrichten-Podcast, eine Sendung nach der anderen zieht man sich rein, um auf dem Laufenden zu bleiben. Man ist fassungslos angesichts der Grausamkeit, man ist erschüttert über das Leid, das unschuldigen Menschen widerfährt.

Und ich muss zugeben: Mir wird das zu viel.

Gefühlt gibt es in meinem Alltag, in meinem Leben keine positiven Themen mehr. Ich bin gelähmt durch das ständige Negativum in meinem Leben, das wie Blei über allem schwebt und die Leichtigkeit und den Frohsinn genommen hat.

Entschleunigung oder Selbstachtsamkeit als Lösung(?)

Ich weiß nicht, ob Entschleunigung die richtige Reaktion auf diese Krise ist, oder ob es mir eher darum geht, gerade jetzt, wo die Welt im Dunkel versinkt, sich auf Achtsamkeit sich selbst gegenüber zu besinnen? Achtsamkeit im Sinne von Selbstwert, Selbstachtsamkeit – Mindfulness.

Deshalb möchte ich in diesem Beitrag auf diese beiden Themen eingehen und meine Gedanken dazu loslassen. Schreiben als Therapie sozusagen. Ungefiltert und unsortiert.

Ich glaube, dass das aktuelle Weltgeschehen uns alle so sehr mitnimmt, weil es Ängste in uns auslöst, Ängste, von denen wir alle dachten, dass wir sie (in Mitteleuropa) hinter uns gelassen hätten. Es passieren Dinge, von denen zumindest ich geglaubt habe, das meine und künftige Generationen sie nie erleben müssen, um jetzt festzustellen: Oh Mist, das war ganz schön naiv gedacht.

Da stellt sich mir die Frage: Wie komme ich aus dieser Spirale “Nachrichten in Dauerschleife und ständiges Handy-checken, immer auf dem Laufenden sein müssen” wieder raus, um Abstand zu gewinnen. So betroffen einen all die Dinge machen, wir müssen ja weiterleben, den Alltag weiter bestreiten. Vielleicht sollten wir angesichts der Tatsache, das uns alles Schöne auch so schnell wieder genommen werden kann, noch intensiver leben und die Stunden, die wir haben, ungleich mehr genießen.

Entschleunigung, Mindfulness oder Intensivierung?

Micky Beisenherz hat in seinem Podcast gesagt, er versteht eigentlich gar nicht, warum aktuell nicht alle auf den Tischen tanzen und die Clubs rocken. Und ja, ich glaube, damit hat er Recht. Warum vergraben wir uns angesichts der Bedrohung, anstatt die Hände in den Himmel zu recken und zu schreien: WIR SIND NOCH DA UND WIR GENIESSEN JEDE MINUTE, DIE WIR HABEN!!!

Aber ich habe das, was ich mir mit Beginn der Corona-Pandemie angewöhnt habe, meine Ich-Zeiten, meine kleinen Auszeiten, meine kleinen Rituale, die habe ich ein Stück schleifen lassen. Das Leben hatte mich zu sehr im Griff. Der Alltag, der den üblichen Stress mit sich bringt, hat wenig Raum für Auszeiten gelassen. Dadurch sind viele Ruhe-Momente. Doch das soll sich wieder ändern.

Entschleunigung und Achtsamkeit
Auszeiten nehmen, zur Ruhe kommen, abschalten, um mehr Raum für positive Energie zu schaffen.

Ich merke jetzt mit Beginn der Gartensaison, dass es mir guttut, mit den Händen zu werkeln, an der frischen Luft zu sein und mich und meine Gedanken abzulenken. Das es mir guttut, zu Nähen und Zeiten für mich zu haben. Aber auch, dass es mir guttut meinen Kindern Aufmerksamkeit zu schenken und die Zeit mit ihnen zu genießen.

Und doch stelle ich dann immer wieder fest: Ich hab zeitweise nicht die nötige Geduld dafür, weil meine Gedanken wieder ins negative Nachrichtengeschehen abschweifen. Das soll und darf nicht sein. Daher nehme ich mir hier nun den Moment, um mir bewusst zu machen: Stop, es muss wieder achtsamer werden. Du musst dir gegenüber wieder achtsamer sein.

Ausweg gefunden? 5 Ideen zu mehr Selbstachtsamkeit

Doch wie finden wir wieder zu mehr Selbstachtsamkeit zurück?

  1. Ich-Zeiten:
    Gönne dir Zeiten nur für dich. Kleine Auszeiten, in denen Du bewusst zur Ruhe kommen kannst, die Du bewusst genießen kannst. Ein paar Ideen, wie Du mit kleinen Ritualen zu mehr Ruhe findest, gibt es hier.
  2. Ausschalten & Digital Detox
    Steck das Handy weg – stelle alle Push-Nachrichten aus und verordne Dir für dich und Deine Seele feste News-Zeiten oder gönne Dir ein paar volle Tage ohne digitale Berieselung.
  3. Frische Luft – Sonne genießen
    Geh raus an die frische Luft, tanke Energie in der Natur – ob im Park, im Garten oder in Feld, Wald und Wiese. Nutze jede Gelegenheit für viel frische Luft
  4. Positive Energie aufnehmen
    Höre Podcasts zu Themen, die positive Gedanken fördern. Suche Dir Genussvolles, Leidenschaftliches, Schönes, Amüsantes oder … für die Ohren.
  5. Yoga und Meditation
    Nutze bewährte Methoden, um Abzuschalten und den Alltag und dessen schlechte Nachrichten bewusst auszublenden.

Für mich bin ich wieder bei den kleinen Ritualen angekommen, kleine Stellhebel, die hoffentlich weniger Dunkel ins Leben lassen und dafür Raum schaffen für mehr Helligkeit und Farbe. Garantiert hilft dabei auch der Frühling, der das Leben wieder aufblühen lässt und bunte Frische mit blauem Himmel zurückbringt.

Hast Du Dir den blauen Himmel mit einer strahlend gelben Sonne schon mal genauer angeschaut? Das kann doch nur ein positives Zeichen sein.

Allein durch den Gedanken an Achtsamkeit, allein dadurch, das ich hier darüber schreibe, habe ich das Gefühl, als kehrte wieder etwas mehr Hoffnung ein.
Denn eines sollten wir alle nie vergessen und verlieren: Die Hoffnung darauf, dass der ganze Spuk bald ein (positives) Ende nimmt.


Coffee icon

Dir gefällt MEIN LEBENSSPIEL? Dann freue ich mich über Deine Unterstützung in Form eines kleinen oder größeren Kaffees! DANKE!


Und bis dahin bleib achtsam Dir selbst und Deinen Liebsten gegenüber. Überdenke und hinterfrage Dein digitales Leben und Deine Nachrichten-Frequenz. Manchmal ist weniger deutlich mehr und räumt der Helligkeit Platz ein in eurem Leben. Da wären wir wieder bei der Entschleunigung.

Für mich gehen Achtsamkeit und Entschleunigung immer Hand in Hand. Denn was uns entschleunigt, bringt uns wieder neuen Raum für mehr Selbstachtsamkeit. Und wenn Du mehr auf dich selbst hörst und dir gegenüber achtsam bist, entschleunigt Dein Leben automatisch. Erlaube Dir daher Auszeiten, erlaube Dir ab- (und aus-)zuschalten und erlaube Dir vor allem jeden Moment zu genießen.

Mehr lesen zu Entschleunigung und Achtsamkeit:

Down under mit einer Bluse Sydney*

Seit einigen Tagen hat sich der Himmel, der eigentlich strahlend blau den Frühling erahnen lässt, verfinstert. Die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine lassen niemanden kalt. Nach einigem inneren Hin und Her habe ich mich entschieden, heute dennoch beim MeMadeMittwoch dabei zu sein und mich durch die Kreativität aller Beteiligten ein wenig ablenken zu lassen und anderen auch Ablenkung / Zerstreuung / Normalität zu bieten.


Tag für Tag wächst gerade die Sehnsucht nach dem Frühling. Und so ist mir auch das erste frühlingsfrische Nähwerk unter der Nadel hervorgehüpft: Eine Bluse Sydney aus Viskose Crepe nach dem Schnitt von Elle Puls / Näh deinen Stil.

Ein Nähwerk, bei dem ich wieder einige erste Näh-Male hatte und einiges gelernt habe, z.B. das man sich von Viskose nicht aus der Ruhe bringen lassen sollte.

Schnitt: Bluse Sydney von Elle Puls / Näh deinen Stil
Stoff: Viskose Crepe von Mind the Maker, gekauft bei Juni Design

Bluse Sydney: Stoff- und Schnittauswahl

Den Schnitt habe ich schon lange im Auge und damit auch schon länger auf meiner To-Sew-Liste. Ich bin nicht die klassische Blusenträgerin, da ich mich darin immer etwas unwohl fühle und nur am zuppeln bin. Damit meine ich die klassische Hemdbluse mit Knopfleiste und Stand. Locker fließende Blüschen hingegen gefallen mir sehr und begleiten mich immer in der Übergangszeit. Genau so eine Bluse ist Sydney von Elle Puls.

Wie es der Zufall so wollte, war der Schnitt in meiner Dreimonats-Mitgliedschaft im Näh deinen Stil Club inbegriffen und er rutschte auf meiner “Muss ich unbedingt ausprobieren” Liste weit nach oben.

Traumhafter Viskose-Stoff
Traumhafter Viskose-Stoff in dunkelgrün.

Allerdings habe ich etwas Zeit gebraucht, um den passenden Stoff zu finden und als der Stoff dann da war, kamen zuerst die Winter-Näh-Projekte an die Reihe. Beim Stoff habe ich mich für einen leichten Viskose Crepe von Mind the Maker entschieden, der mich komplett begeistert. Er trägt sich sehr angenehm, hat einen schönen Fall und auch die Farbe passt sehr gut in meinen Kleiderschrank. Die Viskose ist aus den sehr nachhaltigen LENZINGTM ECOVEROTM Fasern. Meine Recherche ergab, dass die Herstellung dieser Viskose 50% weniger Wasser und CO2 benötigt im Vergleich zu “normaler” Viskose. Das freut mein Gewissen.

Ich hatte das erste Mal bei Juni Design bestellt und ich bin schwer beeindruckt vom Service. Die Lieferung war super schnell bei mir, alle Stoffe waren liebevoll verpackt und ein paar nette und lustige Karten lagen der Bestellung auch noch bei.

Ansprechende Verpackungen, kleine schöne Details fallen mir insgesamt immer wieder sehr positiv auf, wenn ich bei kleineren Stoff-Shops bestelle. Richtig klasse und es macht jede Lieferung zu einem kleinen Geburtstag und etwas Besonderem. Da gebe ich auch sehr gerne ein paar Euro mehr aus und spare mir lieber den Kauf eines billigen, überflüssigen Stoffes.

Eine lockere Bluse nähen – der Prozess

Die Anleitung für die Bluse Sydney ist sehr gut, ausführlich und natürlich auch bebildert. Zusätzlich zur Anleitung gibt es außerdem noch ein Paper zum Verlängern von Schnittmustern sowie ein hilfreiches PDF zu Bügeleinlagen für Blusen. Ein großes Rundum-Paket, bei dem keine Wünsche offen bleiben.

Die Bluse besticht durch den raffinierten Ausschnitt, die Rückenpasse mit Kellerfalte und Schlupfmanschetten. Optional kann auch eine Brusttasche genäht werden. Auf diese habe ich jedoch verzichtet.

Nähen ließ sich die Bluse nach Anleitung wunderbar. Lediglich das Verstürzen der Rückenpasse habe ich ohne Aufroll- und Wendeaktion genäht. Ich habe die innenliegende Rückenpasse einfach so über die Nahtzugabe der äußeren Passe gesteckt, dass ich sie problemlos und mit schönem Innenleben zusammennähen konnte.

Neu für mich war das Kräuseln mit zwei Naht-Reihen, was mich auch angesichts der vielen Fäden plus ausfransender Stoffkante etwas zur Verzweiflung gebracht hat. Das Endergebnis und der schöne Übergang zu den Manschetten hat mich von dieser Vorgehensweise jedoch überzeugt und entlohnt.

Entgegen der Anleitung musste ich beim Einsetzen der Ärmel weder einhalten noch kräuseln. Der Ärmel passte perfekt in die Armkugel und fällt auch genau so wie er fallen soll. Lediglich die Schultern müsste ich bei einer weiteren Version verlegen, da mir die Bluse immer etwas nach hinten rutscht. Aber das ist dann ein neues Projekt.

Mein Fazit zur Bluse Sydney

An und für sich ist das Nähen dieser Bluse kein Hexenwerk. Da für mich doch einige “erste Male” dabei waren und auch der Stoff durchaus seine Tücken hatte, habe ich mir dennoch Zeit gelassen, um keine Fehler zu machen.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und ich freue mich, meine neue Bluse bald schon in herrlichem Sonnenschein ausführen zu dürfen. Und da hier noch ein größeres Stück herrlich leichter Chambray lagert, überlege ich schon, ob ich mir noch eine zum Kleid verlängerte Version nähen soll. Ihr dürft gespannt sein.

Jetzt heíßt es aber wie an jedem ersten Mittwoch im Monat: Bühne und Laufsteg frei für die neuesten Kreationen der MeMadeMittwoch-Bloggerinnen. Ich freu mich auf letzte Winter-Werke und erste Frühlings-Ausblicke.

Hier geht’s mit weiter:

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Slow-Sewing mit Blusenkleid Cocoon*

Gut Ding will Weile haben und manchmal lohnt ein Innehalten, Weglegen, Nachdenken, neu Justieren und mit frischem Geist wieder ans Werk gehen. So erging es mir mit meinem neuen Blusenkleid Cocoon von Schnittduett – ein echtes Slow-Sewing Projekt. .

Womit wir schon bei meinem Näh-Motto 2022 wären: Slow-Sewing mit Mehrwert. Das sind Näh-Projekte, die mich und meine Näh-Skills voranbringen und gleichzeitig nicht stressen und unter Zeitdruck setzen. Projekte, die zu mir und meiner Garderobe, meinem Stil passen.

Der grobe Plan sieht ungefähr ein Kleidungsstück pro Monat vor. Dabei ist es mir wichtig, dass mich die Projekte nicht stressen und unter Druck setzen, denn den habe ich im Alltag häufig genug. Am Ende soll es egal sein, ob es 12, 10 oder 14 Teile werden.

Slow Sewing No. 1: Blusenkleid Cocoon – wenn’s mal wieder länger dauert

Zwischen den Jahren habe ich mich voller Tatendrang an das Hemdblusenkleid Cocoon von Schnittduett gewagt. Den Schnitt wollte ich schon seit einiger Zeit unbedingt nähen. Die Suche nach dem richtigen Stoff hat jedoch etwas länger gedauert. Letzten Endes habe ich zwei Stoffe gekauft: Einen petrolfarbenen Baumwoll-Flanell und einen Chambray in jeansblau, denn ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich eine dickere oder eine dünnere Version nähen sollte. Letztendlich habe ich mich für den Flanell entschieden, damit ich die Bluse bzw. das Blusenkleid auch in den kalten Monaten tragen kann.

Das Projekt im Kurzüberblick:

Schnittmuster: Bluse / Blusenkleid Cocoon von Schnittduett in der Kleidversion mit kurzem Arm*
Stoff: Baumwoll-Flanell von Frau Tulpe’
Knöpfe: Alles für Selbermacher (leider ausverkauft, denn die letzten 9 zieren mein Blusenkleid)*

Die Umsetzung

Bluse und Blusenkleid Cocoon vom Label Schnittduett

Das Schnittmuster kommt mit einer sehr ausführlichen Anleitung, die keine Wünsche offen lässt. Außerdem gab es im Herbst 2020 einen Sew-Along, organisiert von Anja und Selmin vom Schnittduett. So finden sich viele Beiträge sowie ergänzende Videos rund um den Schnitt auf dem Blog des Schnittduetts. Mit dieser Unterstützung war es kein Problem das Blusenkleid zu realisieren.

Das Blusenkleid war toll zu nähen und ich habe einiges, für mich noch Neues bei diesem Projekt gelernt. Aufgrund der großen Mehrweite habe ich Größe 36 genäht. Letztlich wäre auch eine kleinere Größe drin gewesen. Der Stoff gefällt mir ebenfalls richtig gut. Er ist sehr angenehm zu tragen und hat sich auch gut nähen lassen. Eine schöne Qualität zu einem guten Preis (12 EUR/Meter).

Die sichtbaren Innennähte werden eigentlich mit französischen Nähten genäht, für dicke Stoffe wird davon jedoch abgeraten. Daher habe ich “normal” genäht.

Einen kleinen Knoten im Hirn hatte ich beim Nähen der Manschetten. Das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen, irgendwie hab ich es geschafft, die richtigen Schlussfolgerungen aus der Anleitung zu ziehen. Das “im Nahtschatten nähen” muss ich auch noch ein bisschen üben, aber für den ersten Versuch bin ich zufrieden.

Arg enttäuscht war ich von meinem Kragensteg-Abschluss. Der wollte einfach nicht schön werden. Irgendwie hat Stoff gefehlt und ich musste ziemlich tricksen, um es irgendwie erträglich zu machen.

Schwer getan habe ich mich außerdem bei der Wahl der passenden Knöpfe. Zu guter Letzt habe ich bei “Alles für Selbermacher” bestellt. In der Anleitung sind 12 Knöpfe angegeben, aber es gab nur noch 9 und, was soll ich sagen, es haben sogar 8 gereicht. Allerdings hab ich etwas größere Knöpfe (17mm) als vorgesehen verwendet. 12mm kam mir deutlich zu klein vor.

Stolpersteine und Zufriedenheitsoptimierung

Nachdem ich den Body des Blusenkleid Cocoons zusammengenäht hatte, wurde mir bewusst, dass meine Stoffwahl semi-optimal war. Ich wollte zuerst eine Langarm- und Kleidversion nähen. In dem etwas dickeren unifarbenen Flanell sah das aber sehr sackartig aus und ich habe daher einiges ausprobiert, um das Blusenkleid gefälliger zu bekommen.

Mein Freund, der Nahttrenner
Ein Freund, ein guter Freund…

Zuallererst habe ich beschlossen, die Ärmel zu kürzen, sodass langärmelige Oberteile darunter hervorschauen und das Gesamtbild auflockern. Die kurzen Ärmel sollten mehr Rafinesse mitbringen. Kurzerhand habe ich aus einem Stoffmarkt-Schnäppchen einen Rolli nach dem Schlauchkleid-Schnitt von The Couture (mein Weihnachtskleid, ihr erinnert euch) genäht, um zu schauen, ob meine Idee tatsächlich funktioniert.

Fazit: Ja, funktioniert, wenn man die Aussage vom Lieblingsmann “sieht aus wie Maler Klecksel” gekonnt ignoriert… Aber es funktioniert mit weiteren vorhandenen Oberteilen, wie ihr den Fotos entnehmen könnt.

Außerdem hab ich lange überlegt, ob ich das Kleid kürzen soll. Ich hab viel gesteckt und ausprobiert, hab mich aber doch gegen eine Kürzung entschieden. Mal schauen, ob das auf Dauer so bleibt oder ich doch nochmal mit der Schere anrücke. Eine zweite Cocoon würde ich jedoch definitiv in der langen Blusenversion nähen – Stoff hab ich ja noch da.

Mein Fazit zum Blusenkleid Cocoon

Insgesamt bin ich mit meiner Version nicht so zufrieden. An mir wirkt das Blusenkleid noch immer ein bisschen wie ein Sack und erinnert mich an einen Kittelschurz meiner Oma. Das liegt für mich aber hauptsächlich am unifarbenen Flanell und auf keinen Fall am Schnitt. Das dieser sehr “oversizeig” und bewusst in eine Kokon-Form fällt, ist den technischen Zeichnungen und den Modellen ja deutlich zu entnehmen.

Echt gemütlich: Blusenkleid Cocoon aus Flanell mit Rollkragen-Shirt
Echt gemütlich ist mein Blusenkleid Cocoon auf alle Fälle.

Es wird daher vermutlich immer auf die Outfit-Kombination und das Styling ankommen, damit ich mich darin wohlfühle. Gestreifte Longsleeves und mein neuer Rolli als “Partner” machen sich auf alle Fälle schon mal sehr gut. Mit schmalen Hosen und schickem Schuh ist das Blusenkleid auf alle Fälle auch Business-tauglich und es wird hoffentlich kein Schrankhüter. Heute hatte ich es auch im Büro an und im Laufe des Tages hab ich mich durchaus immer wohler gefühlt. Flanell-Cocoon und ich finden schon noch zusammen!

Die Knöpfe sind nicht ganz mittig auf der Knopfleiste, aber ich denke, das ist verschmerzbar. Dafür war ich mal wieder erstaunt, dass dieses Knopflöcher nähen nur halb so schlimm ist, wie man immer denkt. Eigentlich ganz einfach, nur die Mitte muss ich noch treffen lernen. Aber hey, dafür sind alle Knöpfe in einer Reihe – man kann halt nicht alles haben 😉

Von diesem Projekt werde ich sehr viel mitnehmen für künftige Näh-Projekte. Den Schnitt und die Anleitung, gepaart mit den zusätzlichen Infos der Sew Along Beiträge ist absolut empfehlenswert.

Von daher: Auf zum nächsten Slow Sewing Projekt! Aber vorab heißt es, Bühne frei für die MeMadeMittwoch-Damen und ihre Februar-Kreationen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön für die Plattform und den schönen Austausch.

Weitere spannende Lektüre aus meinem Nähen-Lernprozess:

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Weihnachtskleid-Sewalong zweiter Streich: Zwischenstand*

Es geht in die zweite Runde beim diesjährigen Weihnachtskleid-Sewalong der
Me Made Mittwoch Crew. Heute geht es um den richtigen Stoff zum Weihnachtsschnitt.

Die Stoffe, die ich für meine beiden Winter-Weihnachtskleider ausgewählt habe, habe ich Dir bereits in Teil 1 gezeigt. Auch, welche zwei gemütlichen Weihnachtskleider, die alltagstauglich sind und nach den Feiertagen weitergenutzt werden können, ich gewählt habe: Einmal „La Glenna“ von Schnittgeflüster aus einem lila Sweatstoff und einmal das Schlauchkleid von The Couture aus bordeauxrotem Strick – beide Stoffe aus dem Hause Swafing.

Welches Kleid am Ende als Sieger aus dem Zweikampf hervorgeht, weiß ich noch nicht – das erfährst Du beim großen Finale am 19.12.

Heute also ein erster Zwischenstand:

Sweatkleid La Glenna von Schnittgeflüster

Mein La Glenna Kleid ist so gut wie fertig. Die erste Anprobe hat mich mehr als positiv überrascht. Das Kleid passt wie angegossen ohne Änderungen.

Lediglich den Kragen muss ich noch annähen. Ich hatte ihn beim ersten Zuschnitt nicht im Bruch zugeschnitten, sondern doppellagig. Das hätte nun aber zur Folge gehabt, dass ich mittig an der Vorderseite eine Naht gehabt hätte. Daher habe ich den Kragen nochmal neu zugeschnitten und werde ihn hoffentlich am Wochenende annähen können.

Und dann kommt das hoffentlich positive Ende: Die finale Anprobe und die Hoffnung, dass ich durch den Kragen durchpasse.

Warum? Ja, ich hatte in Teil eins bereits erwähnt, dass mir ein Fehler unterlaufen war… ich hab gegen den Fadenlauf zugeschnitten. Gemerkt habe ich es erst beim letzten Schnittteil und damit war das Ding gelaufen. Da der Sweat aber in beide Richtungen elastisch ist, hatte ich mir gedacht: Augen zu und durch. Das wird bestimmt gut gehen. Was will man sagen: Es ist tatsächlich gut gegangen. Dennoch habe ich wieder etwas gelernt: Schneide nie bei schummrigem Licht zu, das geht nicht gut.

Schönes Detail: die eingearbeiteten Taschen am Kleid von La Glenna. #weihnachtskleidsewalong2021
Ein Detail, das mich komplett begeistert: Die in der Taille sitzenden, geraden Taschen. Erkennt ihr meinen Fehler?
La Glenna von Schnittgeflüster noch ohne Kragen. Mein Weihnachtskleid 2021?
Noch fehlt der Kragen… die „echte“ Farbe ist übrigens so ein Mittelding zwischen beiden Fotos.

Strick-Schlauchkleid von The Couture

Für das Schlauchkleid habe ich den bekannten Stoff „Bono“ ausgesucht. Er ist wunderbar weich und schön. Allerdings nach dem Vorwaschen, fühlt er sich ein bisschen nach Plastik an. Ich bin deshalb sehr gespannt, wie sich der Stoff nach mehrfachem Tragen entwickelt. Da er aber in der Näh-Community immer hoch gelobt wird, bin ich guter Dinge.

Zwischenzeitlich konnte ich den Stoff zuschneiden und bin vorbereitet. Mit dem Nähen starte ich voraussichtlich diesen Sonntag – wenn nicht das Leben dazwischenkommt oder der Schnee mich auf den Berg ruft, man weiß ja nie.

Das Schlauchkleid von the Couture liegt zugeschnitten bereit und wartet auf die Verarbeitung.
Zuschnitt erledigt und das passende Garn ist auch im Haus. Steht dem Nähvergnügen nichts mehr im Wege.

Weihnachtskleid-Sewalong: Vorfreude aufs große Finale

Frohen Mutes und voller Vorfreude geh ich nun rüber zu den anderen Weihnachtskleid-Sewalong-Damen der MeMadeMittwoch-Näher:innen und schaue, was sie heute alles präsentieren, wie weit die einzelnen, teilweise sehr aufwendigen Projekte gediehen sind.

Ich freue mich, dass ich Teil dieser illustren und besonderen Runde sein darf, auch wenn ich es aus zeitlichen Gründen nicht zur Dezember-Ausgabe des MMM geschafft hatte. Im Januar bin ich definitiv wieder dabei.

Den nächsten Zwischenstand zu den beiden alltagstauglichen Weihnachtskleidern gibt es bereits in einer Woche, bevor dann am 19.12. das große Schaulaufen im Finale beginnt. Ein herzliches Dankeschön an das MMM-Team, das dieses schöne gemeinsame Nähen organisiert.

Weiterlesen und stöbern:

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Gastbeitrag: Wie Dir Minimalismus beim Entschleunigen helfen kann

Von Rebecca Keller, frei-mutig.de

Hast Du auch das Gefühl, Deine Tage werden immer hektischer und die Momente der Ruhe seltener? Du bist damit nicht alleine: Fast zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland gaben in einer Studie an, dass ihr persönliches Stressempfinden in den letzten Jahren gestiegen ist.

Der Stress scheint meist von außen auf uns zu wirken – insbesondere durch gestiegene Erwartungen und Anforderungen im Job. Doch der zunehmenden Zeitnot sind wir nicht ganz hilflos ausgeliefert. Sowohl beruflich als auch privat gibt es Mittel und Wege, das Tempo etwas zu drosseln – ohne gleich abgehängt zu werden.

Entschleunigung mit Hilfe von Minimalismus

Um unser Leben bewusst zu entschleunigen, können wir auf Ansätze des Minimalismus zurückgreifen. Mit dem Ausdruck Minimalismus ist gemeint, auf alles Überflüssige zu verzichten und sich nur auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Indem wir uns etwa von ungenutzten Gegenständen, ungeliebten Verpflichtungen oder schlechten Gewohnheiten trennen, gewinnen wir mehr Zeit für das, was uns am Herzen liegt – zum Beispiel für unsere Familie und Freunde oder uns selbst.

Wie Minimalismus Dir beim Entschleunigen helfen kann und 5 praktische Tipps, die Du sofort umsetzen kannst, erfährst Du in diesem Beitrag. Wie wäre es dazu mit einer entspannenden Tasse Tee?

Der beschleunigte Alltag

An einem ganz normalen Arbeitstag jagt für gewöhnlich ein Termin den nächsten. Aufgabe reiht sich an Aufgabe – oder wird sogar parallel bearbeitet. Ein hohes Arbeitspensum und Multitasking gehen oft Hand in Hand.

Das Gefühl, alles geschehe heute schneller als noch vor 10 oder 20 Jahren, ist real greifbar. Bestes Beispiel ist die elektronische Kommunikation. Die Zahl der E-Mails, die wir verschicken, hat sich allein im letzten Jahr um mehr als 40 Milliarden erhöht – Chat- und Kurznachrichten noch nicht mitgezählt.

Doch so praktisch diese Wege der Kommunikation auch sein mögen: Je mehr Nachrichten wir schreiben, umso mehr Nachrichten erhalten wir auch, die gelesen und beantwortet werden wollen. Zu der reinen Masse kommt noch hinzu, dass wir uns verpflichtet fühlen, innerhalb immer kurzer Zeit zu antworten. Sei ehrlich: Prüfst Du auch schon alle paar Minuten Deinen Posteingang?

Inzwischen scheint es auch normal geworden, das rasante Tempo auf unsere Freizeit zu übertragen: Selbst am Wochenende sind unsere Terminkalender prall gefüllt und unsere Kinder hetzen nach der Schule vom Musikunterricht zum Sportkurs und anschließend zur Nachhilfestunde.

Was bei all den gut gemeinten und auf Effizienz getrimmten Veränderungen jedoch auf der Strecke bleibt , sind Gelegenheiten zum Durchatmen, Pausen, um nachzudenken und zur Ruhe zu kommen. Einmal rein gar nichts zu tun, kommt uns irgendwie komisch vor.

Zur Ruhe kommen und Weniger Mehr sein lassen - ein Weg zu einem entschleunigteren Leben
Zur Ruhe kommen und Weniger Mehr sein lassen – ein Weg zu einem entschleunigteren Leben

Kaum liegt man für ein paar Augenblicke faul auf dem Sofa, treibt einen das schlechte Gewissen schon wieder an. „Ich könnte jetzt genauso gut die Wohnung putzen / die Steuererklärung machen / den Rasen mähen …“

Dabei spüren wir instinktiv, dass das Zuviel an Beschleunigung uns nicht guttut: Wir sind permanent rastlos und unruhig, unsere Konzentrationsfähigkeit leidet, der Geduldsfaden wird dünner und dünner und unser Vermögen Genuss zu empfinden schwindet.

Kann Minimalismus diese Entwicklungen abbremsen?

Warum weniger mehr ist

“Mehr” lautet die Standard-Antwort auf nahezu jede Frage unserer Zeit. “Weniger” überhaupt als Option zu sehen, kommt uns so gut wie nie in den Sinn.

Dabei wäre es angesichts der beschriebenen negativen Folgen der Beschleunigung umso wichtiger, unsere rasanten Gewohnheiten auszumisten.

Wer einmal darauf achtet, entdeckt in allen Lebensbereichen Vorteile, die das Weglassen des Überflüssigen mit sich bringen kann:

  • Weniger Gegenstände in einer Wohnung bedeuten auch weniger Zeit zum Putzen, Aufräumen und Instandhalten.
  • Je weniger Kleider sich in Deinem Kleiderschrank befinden, desto einfacher fällt Dir dir morgendliche Outfitwahl.
  • Weniger unnötiger Konsum führt dazu, dass Du mehr Geld übrig hast, z. B. zum Sparen oder Investieren. Wenn Du weniger Geld zum Leben brauchst, kann das auch bedeuten, dass Du weniger Stunden arbeiten musst.
  • Sagst Du häufiger zu ungeliebten Einladungen Nein, gewinnst Du Zeit für Beschäftigungen, die Dir wirklich wichtig sind.

Weit verbreitet ist das Vorurteil, wonach Minimalismus vor allem mit Verzicht zu tun hätte und mithin eine eher trostlose Angelegenheit sei. In Wahrheit haben Minimalisten verstanden, dass Ressourcen frei werden (z. B. in Form von Zeit, Energie, Lebensfreude und Geld), wenn man sich von unnützem Ballast befreit.

Und wie hilft Minimalismus nun beim Entschleunigen?

5 Tipps, wie Du mit Minimalismus Deinen Alltag entschleunigen kannst

Entschleunigung heißt, der Beschleunigung unseres Alltags bewusst Phasen der Ruhe und der Langsamkeit entgegenzusetzen. Es geht nicht darum, Fortschritte und technische Entwicklungen per se aufzuhalten oder rückgängig zu machen. Das ist gar nicht möglich.

Es geht aber darum, zu erkennen, dass wir die Beschleunigung unseres Alltags nicht als unveränderbare Tatsache hinnehmen müssen. Zu einem gewissen Teil liegt es in unserer Hand, unser Tempo selbst zu bestimmen.

Entsprechend dem Prinzip des Minimalismus bedarf es zur Entschleunigung den Willen dafür, beschleunigende Handlungen als solche zu erkennen und zu reduzieren und dafür mehr entschleunigende Alternativen einzuführen.

Hier sind 5 Beispiele für Veränderungen, die Du ab sofort einen entschleunigten Alltag umsetzen kannst:

1. Reduziere Deine „schnellen“ Wörter

Nahezu unbemerkt schleichen sich immer mehr Wörter in unsere Gedanken und Sprache, die Hektik erzeugen. Benutzt Du auch häufig Wörter wie „schnell“, „gleich“, „sofort“, „nur kurz“, „eben noch“, „kurzfristig“ oder sogar „asap“? Damit sorgst Du (wahrscheinlich unbewusst und zumeist völlig unnötig) für Stress.

Entschleunigungstipp 1: Reduziere die beschleunigenden Wörter, die Du benutzt.

Stattdessen könntest Du häufiger entschleunigende Wendungen benutzen, z. B.: „Das hat Zeit.“, „Nimm Dir so viel Zeit, wie Du brauchst.“, „Ich nehme mir die Zeit.“, „Eins nach dem anderen“ oder „In der Ruhe liegt die Kraft“.

Die Wirkung: Mit den Wörtern, die Du verwendest, erschaffst Du Deine Realität. Die entschleunigenden Wendungen werden Dir ein Gefühl von „Zeitwohlstand“ schenken. Außerdem wirst Du weniger Zeitdruck auf Deine Mitmenschen ausüben.

2. Beginne den Morgen entschleunigt

Die erste Stunde am Morgen setzt oft den Ton für den weiteren Tag. Wenn wir morgens schon unter Zeitdruck stehen und zur Arbeit hetzen, zieht sich der Stress wahrscheinlich bis zum Abend hin fort.

Entschleunigungstipp 2: Beginne den Morgen bewusst in einem langsamen Tempo.

Dazu kannst Du z. B. einen sanften Weckton wählen, eine Morgenroutine entwickeln und leise in den Tag starten, z. B. mit ein paar Minuten Sport oder Meditation, einem gesunden Frühstück oder einem inspirierenden Text. Verzichten solltest Du in der ersten Stunde des Tages nach Möglichkeit auf alles Laute und Unruhige, wie soziale Medien und Nachrichtenprogramme.

Falls Du morgens leicht in Zeitnöte gerätst, könntest Du in Zukunft ein paar Minuten früher aufstehen. Oder Du sorgst schon am Abend zuvor für einen entspannten Morgen, indem Du etwa Deine (Büro-/Sport-)Tasche packst, ein leckeres Müsli vorbereitest und die Kleider für Dich und Deine Kinder heraussuchst.

Die Wirkung: Du kannst entspannter und bewusster den neuen Tag beginnen und ohne Hektik zur Arbeit aufbrechen.

3. Plane regelmäßige Pausen ein

Wenn wir viel Arbeit und wenig Zeit haben, lassen wir schon Mal leichtfertig unsere Pausen ausfallen. Das Brötchen wird vor dem PC gegessen, der Sportkurs abgesagt und die Schlafenszeit verkürzt. Dabei sorgen gerade regelmäßige Pausen dafür, dass wir fit und leistungsfähig bleiben.

Entschleunigungstipp 3: Achte auf regelmäßige Pausen im Alltag (und verschiebe die Erholung nicht nur auf den Urlaub).

Plane z. B. bei der Arbeit genug Zeit für das Mittagessen ein und einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft. Anschließend wirst Du mit neuer Energie und guten Gedanken an Deinen Arbeitsplatz zurückkehren. Auch zwischen einzelnen Aufgaben kannst Du immer wieder für kleine Erholungspausen sorgen und z. B. alle 30 Minuten eine Pause von 5 Minuten einlegen, um zu lüften, etwas zu trinken, Dich zu strecken oder zur Toilette zu gehen.

In Deiner Freizeit kannst Du ebenfalls entschleunigende Rituale einführen und beispielsweise zum Feierabend ein paar Entspannungsübungen durchführen, am Wochenende ein Mittagsschläfchen einlegen oder abends im Bett noch ein paar Seiten in einem Buch lesen.

Die Wirkung: Deine Leistungsfähigkeit bleibt länger erhalten, wenn Du immer wieder für Erholungspausen sorgst. Der kontinuierliche Wechsel zwischen Phasen der Anspannung und Entspannung entspricht eher unserem natürlichen Biorhythmus.

Wenn Dir die Zeit für Pausen zu fehlen scheint, helfen Dir vielleicht die folgenden beiden Entschleunigungstipps weiter:

4. Begrenze Deine Bildschirmzeit

Inzwischen verbringen die meisten von uns jeden Tag nicht nur beruflich viele Stunden vor einem Bildschirm. Auch in unserer Freizeit starren wir stundenlang auf unser Handydisplay, den Fernseher oder ein Tablet.

Entschleunigungstipp 4: Begrenze die Zeit, die Du vor Bildschirmen verbringst.

Einfach mal ausschalten: Begrenze deine Bildschirmzeit und genieße die neue Freizeit
Einfach mal ausschalten – einfach gesagt (geschrieben), sehr schwer getan…

Du kannst z. B. am Smartphone eine tägliche Höchstnutzungsdauer einstellen, ab einer gewissen Uhrzeit zu Hause das WLAN ausstellen oder das Einschalten des Fernsehers erschweren (nach dem Benutzen das Kabel aus der Steckdose ziehen oder die Fernbedienung wegräumen).

Die Wirkung: Nicht nur Deinen Augen und Deinem Körper wird eine Bildschirmpause guttun. Du gewinnst auch mehr Zeit für andere schöne Dinge, z. B. zum Lesen, Sport treiben oder Kochen.

5. Miste die Werbung in Deinem Umfeld aus

Jeden Tag werden wir mit hunderten von Werbebotschaften bombardiert. Die Anzeigen sind allgegenwärtig und wecken Wünsche in uns, die oftmals gar nichts mit unseren wahren Wünsche zu tun haben.

Kostenlos mit sich bringen die Werbebotschaften zudem das Gefühl, nicht genug zu haben bzw. nicht gut genug zu sein. Um mitzuhalten, sollen wir (noch) mehr konsumieren, die aktuellen Trends übernehmen und voll funktionsfähige Gegenstände durch neue ersetzen.

Das nie still stehende Konsumrad lässt das Gerümpel in unseren Wohnungen anwachsen, unseren Kontostand schrumpfen und uns unnötig Ressourcen verschwenden. Auch die Zeit, die wir fürs Informieren, Vergleichen, Einkaufen, Umtauschen und Entsorgen von neueren Produkten benötigen, könnten wir uns besser sparen.

Entschleunigungstipp 5: Reduziere die Werbung, der Du Dich täglich aussetzt.

Dazu könntest Du Newsletter von Shops abbestellen, Kundenprogramme kündigen, TV und Radio stumm- oder ausstellen, wenn Werbung kommt, unterwegs eine eigene Playlist oder Podcasts ohne Werbung hören und Filme ohne Werbung anschauen.

Außerdem könntest Du auf Frauenzeitschriften, die gefühlt 90 Prozent Werbung enthalten (und ein fragliches Schönheitsideal propagieren), verzichten. Beim Einkaufen vermeidest Du (später bereute) Impulskäufe am besten, indem Du eine Einkaufsliste nutzt.

Die Wirkung: Du wirst seltener Zeit beim Shopping verbringen und weniger Überflüssiges kaufen. Je weniger Werbebotschaften Du empfängst, desto genauer wirst Du außerdem wahrnehmen, was Du wirklich brauchst – und was nicht. Wenn Du nicht mehr so häufig darauf aufmerksam gemacht wirst, was Du nicht hast, wirst Du Dich letztlich besser fühlen und selbstsicherer sein.


Über Gastautorin Rebecca

Rebecca Keller - frei-mutig.de

Rebecca Keller schreibt auf ihrem Blog www.frei-mutig.de über Minimalismus, gute Gewohnheiten und Auszeiten vom Alltag. Anhand von vielen praktischen Beispielen erklärt sie, wie jeder von uns ein einfacheres und glücklicheres Leben führen kann. Die Vorteile des Minimalismus hat sie für sich entdeckt, nachdem sie zu ihrem Freund in ein rund 30 m ² kleines 1-Zimmer-Appartment nach Münster gezogen war und nach einer Lösung für das Platzproblem gesucht hat.

12 Monate oder 365 Tage: Blog-Geburtstag :-)

Happy Birthday to me! Ich kann es kaum fassen, aber es sind tatsächlich schon 12 Monate vergangen, seit Mein Lebensspiel das Licht der Welt erblickt hat. Deshalb feiern wir heute Blog-Geburtstag 🙂

Blog-Geburtstag Cocktail Icon

Was als kleines Corona-Projekt begann, hat mittlerweile einen großen Teil meiner Freizeit gekapert und ist meine tägliche Freude. Es macht Spaß zu sehen, wie viele Freunde, Bekannte und Unbekannte meine Beiträge lesen, wie sich der Blog (weiter-)entwickelt und wie viel Freude mir das SCHREIBEN wieder macht.

Zur Feier des Tages hier einige harte Fakten…

12 Monate in Zahlen:

Warum und wieso und wie kam das alles überhaupt? Das war so…

Frau wächst an ihren Aufgaben

“Ich hab Lust einen Blog zu starten” – “Dann mach”. So ungefähr verlief im Frühjahr 2020 ein Gespräch zwischen mir und meinem Mann.

“Du musst mir aber beim Aufsetzen helfen” – “Jepp”. Und damit ging es los. Den Gedanken an einen eigenen Blog hatte ich schon länger. Es fehlten nur ein Thema, ein Titel und ein Anstupser. Im Juni 2020 war dann mit einem Mal alles da: Entschleunigung als Überthema und der Blog-Name fiel auch vom Himmel – es war also endlich alles startklar für Mein Lebensspiel.

Mein lieber Mann hat also die technischen (von mir ungeliebten) Themen wie Domain-Registrierung, Hosting, WordPress-Installation übernommen und mich dann ins kalte Wasser geschubst. Im Anschluss bin ich ans Werk. Ich habe Templates und Themes durchwühlt, die Farbwelt, Schriftbild und Logo entwickelt und losgeschrieben.

Entschleunigung für Garten- und Nähverrückte gespickt mit etwas Frauenpower

Entschleunigung war mein großes Thema zum Start des Blogs. Denn mir selbst tat die plötzliche Corona-Entschleunigung des ersten Lockdown unglaublich gut. Diese Ruhe und Stresslosigkeit des Alltags (zumindest bei mir, ich weiß, es ging bei Weitem nicht allen so), hat mich geerdet, erfüllt und glücklich(er) gemacht. Das tolle Wetter tat sein Übriges. Ich war voller Tatendrang und vor allem wollte ich diese Erfahrung teilen und weitergeben.

Zwischenzeitlich drehen sich die Blog-Beiträge vorwiegend um entschleunigende Hobbies wie die Näherei und das Gärtnern. Die Entschleunigung soll jedoch nicht verloren gehen, denn mir sind die Auszeiten und Ruheoasen in meinem Leben nach wie vor wichtig und diese möchte ich mir auch unbedingt beibehalten.

Starke Frauen haben mich seit Beginn des Jahres stark in ihren Bann gezogen und meine feministische Ader pocht heute deutlich lauter, was sich auch ab und an im Blog zeigt.

Dass ein simpler Blog mich so erfüllen könnte, hätte ich tatsächlich nicht erwartet. Ich durfte unglaublich inspirierende und mutige Menschen aus vielen Lebensbereichen kennenlernen, was mich wirklich sehr bereichert. Die Teilnahme an der Blogparade #liveloveblog hat mich nochmal mehr bestärkt und gezeigt, dass dieser Weg der richtige ist.

Heute nach 365 Tagen kann ich vor allem eins sagen: Mein Lebensspiel ist eine herrliche Reise, die mich täglich glücklich macht und gut tut. Eine Reise, auf der ich soooo viele neue Dinge lerne und vor allem eine Reise, die hoffentlich noch lange lange dauert.

Wie geht es weiter?

Ich würde sagen, wir lassen uns ein wenig treiben und schauen, was das mal mehr, mal weniger entschleunigte Leben so alles zu bieten hat. Ich bin auf alle Fälle sehr gespannt und würde sagen “nach dem Blog-Geburtstag ist vor dem Blog-Geburtstag”.

Einen kleinen Ausblick gibt es aber schon heute: Demnächst wird es den ersten Gastbeitrag auf Mein Lebensspiel geben und ich freu mich schon sehr darauf. Im Herbst wartet ein spannender Pflanztest auf uns und es wird ein Update aus dem Garten geben, ein großes “Resümee 2021”. Was hat geklappt, was ging schief, was bekam eine zweite Chance und was machen wir 2022 anders? Von der Nadel sollen in den nächsten Wochen auch noch einige hübsche und/oder praktische Teile hüpfen – Du siehst, es wird mir und Dir nicht langweilig.

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An dieser Stelle möchte ich euch allen DANKE sagen, für eure Unterstützung, eure Zeit, eure Kommentare und euren tollen Zuspruch!

Und jetzt schnapp ich mir ein Gläschen Sekt und gratuliere mir selbst zum Blog-Geburtstag.


Wenn Dir gefällt, was ich hier tue, freue ich mich über eine kleine Kaffeespende 🙂
HERZLICHEN DANK!

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Rituale zur Entschleunigung

Das Thema Entschleunigung ist ja ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist es wichtig, unsere hektische, kaum ruhende Welt ab und an hintersichzulassen und ganz bewusst Abzuschalten. Zur Ruhe kommen, sich dem Alltagstrott zu entziehen und ein Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse zu entwickeln, kann uns durch alle Höhen und Tiefen tragen.

Auf der anderen Seite werden wir seit nunmehr einem Jahr ungewollt entschleunigt. Aber ist das tatsächlich so? In Zeiten von Homeschooling, Homeoffice und Kinderbetreuung, Arbeitsplatzverlust, Kurzarbeit etc. kann häufig nicht von Entschleunigung im Sinne von Entspannung / Stressabbau gesprochen werden.

Umso wichtiger ist es in diesen Zeiten, bewusst innezuhalten und durchzuatmen. Kleine, tägliche Rituale können beim Entschleunigen (und nicht Durchdrehen) helfen.

Rituale für mehr Achtsamkeit

Warum sind Rituale so wichtig? Rituale strukturieren zum Einen den Alltag, geben Halt und durch die Routine gewöhnt man sich daran und sie werden ein Teil des Tages, der immer dann fehlt, wenn doch mal was dazwischen kommt.

Gerade momentan, wo so viele Gewohnheiten durcheinander gewirbelt werden und der Alltag gefühlt im Wochen-Rhythmus neu (fremd)bestimmt wird, geben kleine Entschleunigungs-Rituale Halt und helfen beim Abschalten und Durchatmen.

Denn Entschleunigung geht unmittelbar mit dem Thema Achtsamkeit und der Achtsamkeit Dir selbst gegenüber einher. Viel nachgedacht, habe ich in diesem Zusammenhang über eine Aussage von Magdalena Rogl, Head of Digital Channels, Microsoft Deutschland: “Der wichtigste Mensch in Deinem Leben bist Du.” Bis zu diesem Moment war die Antwort auf die Frage “Wer ist der wichtigste Mensch in Deinem Leben?” glasklar: Meine Kinder.

Doch Lenas Ausführung dazu brachte mich zum Umdenken: Nur, wenn es Dir selbst gut geht, kannst Du auch anderen gegenüber das Beste geben und für sie bestmöglich da sein.

Das saß – und sitzt immer noch.

Daher versuche ich jeden Tag, mir selbst Freiräume einzugestehen, kurze Auszeiten zu genießen und tief durchzuatmen.

Beispiele für Rituale zur Entschleunigung:

Meine täglichen Entschleunigungs-Rituale:

  • Frühsport – jeden Morgen 30 Minuten Workout oder Yoga für mich. Dafür stehe ich gerne früher auf.
  • Pausen-Kaffee – nach dem Mittagessen haben die Kinder Fernsehzeit (ja, ich weiß, aber ich brauch das) und Mama hat Auszeit mit einer Tasse Kaffee und Lesestoff für die Seele (keine Nachrichten!!!).
  • Einschlaf-Lektüre – ohne ein paar Seiten Agatha Christie schläft es sich nicht gut. Egal wie spät, egal wie müde. Was muss, muss.

Meine wöchentlichen Entschleunigungs-Rituale:

  • #WOL FrauenStärken am Montagabend – dazu demnächst mehr 😉
  • Walking am Wochenende – eine Runde frische Luft ohne Kinder in meinem Tempo zum Durchpusten.

Weitere Beispiele für Rituale, die beim Entschleunigen helfen:

  • Lesen in jeder Form
  • Eine gute Tasse Tee genießen
  • Unkraut jäten (herrlich entspannend)
  • Meditation
  • Ein Bad in der Wanne
  • Regelmäßige Wellness-Einheiten (außer Haus, sobald es wieder möglich ist)
  • Sport in jeder Form
  • Musik hören – und sonst nix
  • Kochen und Backen und das Ergebnis genießen
  • Spazieren gehen
  • Frische Luft (!)
  • Puzzeln

Bei frei-mutig.de findest Du außerdem noch eine richtig lange Liste mit tollen Ideen und Tipps für Mikro-Auszeiten. Denn ob kurz oder lang: Du selbst bist Dir stets der Nächste. Kümmere dich um dich, damit Du mit voller Kraft für all diejenigen dasein kannst, die dich brauchen.

Wie entschleunigst Du? Hast Du bestimmte Rituale zur Entschleunigung, die Dir regelmäßig den Tag versüßen? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Entschleunigung und Achtsamkeit

Was sind Entschleunigung und Achtsamkeit für mich?

Ich möchte mich heute an eine persönliche Definition und Einordnung der Trendbegriffe “Entschleunigung” und “Achtsamkeit” wagen. Diese zwei Begriffe schwirren aktuell überall als Trendthemen durch die unterschiedlichen Netzwerke. Und doch bedeuten Entschleunigung und Achtsamkeit für jeden von uns etwas anderes. Was die beiden Begriffe für mich und meinen Alltag bedeuten, versuche ich heute herauszuarbeiten. Vielleicht kannst Du daraus auch etwas für dich und Deinen Alltag mitnehmen.

Was ist Entschleunigung für mich?

Das Wort “Entschleunigung” habe ich vor mindestens 15 Jahres zum ersten Mal im Rahmen einer Pressereise durch das schöne Allgäu gehört. Damals ging es mit einem Bergführer auf eine entschleunigte Tour über die saftigen Wiesen und Höhen des Allgäus (an den exakten Ort kann ich mich leider nicht mehr erinnern – sorry). Das tat gut, aber das Thema Entschleunigung war für mich damals nicht relevant und ist damit auch wieder in Vergessenheit geraten.

Doch mit den Jahren kam vermehrt Stress und Druck in den Alltag. Sowohl von beruflicher als auch privater Seite. Denn auch die Freizeit will und muss ja heute irgendwie durchgetaktet und verplant sein, damit man nichts verpasst… denkt man.

Und dann kam der erste Corona-Lockdown. Plötzlich hatten sich alle (v.a. privaten) Termine erledigt. Plötzlich war da von einer Sache ganz viel: ZEIT. Für viele war das scheinbar schwierig und problematisch. Für mich aber fühlte sich das in weiten Strecken vor allem FREI an. Der ganze Stress, die Lasten, die Hektik des Alltags waren plötzlich weg.

[Hinweis: Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass wir wirklich Glück hatten im ersten Lockdown. Mein Mann und ich konnten ins Homeoffice, konnten uns die Zeiten mit der Kinderbetreuung gut aufteilen, hatten einen großen Garten und keine Schulkinder, für die wir Ersatzlehrer spielen mussten. Von daher ist mir wirklich bewusst, dass diese Zeit für viele bestimmt nicht entspannend und entschleunigend war. ]

Übrig blieben Ruhe, Zeit für Vieles, das sonst hintenrunter fiel und die Möglichkeit, sich neue Hobbies anzueignen bzw. auszubauen.

Ich hab mich in diesen Frühlingswochen viel durch den Garten gewühlt, wir haben gewerkelt und geschafft und waren abends glücklich, dass unser kleines Gartenreich Stück für Stück gewachsen ist. Jedes Blümchen wurde gefeiert und irgendwie hatten wir eine schöne Zeit. Selbstverständlich gab es aber auch bei uns die Momente, in denen wir genervt voneinander waren und nicht alles eitel Sonnenschein war. Das gehört zum Leben nunmal auch dazu.

Was ich aus der Zeit mitgenommen habe und mir seither sehr bewusst geworden ist:

  1. Sei glücklich mit dem was Du hast und versuche, das, was du hast, mehr wertzuschätzen.
  2. Nicht alles muss und kann und soll perfekt sein.
  3. Genieße Auszeiten und fülle sie für dich. Das kann “Nichtstun” / Relaxen sein, das kann aber auch eine Jogging-Runde oder eine Yoga-Session oder oder oder sein.
  4. Genieße die kleinen Dinge im Leben und lerne sie schätzen.
  5. Genieße Zeiten, die Du für Dich und Deine Hobbies hast.

Für mich sind das all die kleinen, größeren und großen Momente, in denen ich Zeit für meine Hobbies habe, meine Entschleunigungszeiten. Wenn ich die Nähmaschine anschmeiße, Schnittmuster vorbereite und Stoffe zuschneide, gibt es nur das Nähen und mich (meistens). Den Alltagstrott versuche ich dann weitestgehend auszublenden und einfach nur die Zeit zu genießen. Ähnlich geht es mir im Garten oder wenn ich mit der Familie einen Ausflug unternehme und sei es nur eine kleine Entdecker- oder Sammel-Tour im Wald.

Ausflüge in der Natur helfen bei der Entschleunigung und
lenken das achtsame Auge auf die Schönheit um uns herum.

Das Ding mit der Achtsamkeit

Entschleunigung geht für mich auch immer einher mit dem Schlagwort “Achtsamkeit”. Denn wenn ich selbst zur Ruhe komme oder das, was ich für mich tue, wertschätze und die Zeit genieße, dann ist das auch immer ein Stück Achtsamkeit, das ich mir selbst gegenüber zugestehe.

Achtsamkeit ist für mich aber auch der Umgang mit dem, was ich besitze, bearbeite und mit dem, was mich umgibt, achtsam umgehe. Klar, auch bei mir herrscht oft reiner Pragmatismus, was muss das muss und nicht immer kann und will man alles mit Fingerspitzen anfassen, aber zumindest in unserem Garten und bei meinem Näh-Hobby bin ich sehr bemüht, achtsam mit allen Teilen umzugehen.

Achtsamkeit ist für mich auch sich Zeit für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu nehmen. Selbstverständlich ohne die Lieben zu vernachlässigen und zu kurz kommen zu lassen. Doch ich bin mir sicher, wenn ich mir ab und an kurze Pausen für mich selbst nehme, haben am Ende alle mehr davon.

Achtsam bin ich aber auch gegenüber meinen Kindern, indem ich versuche, ihren Bedürfnissen soweit möglich zu entsprechen. Aber: Das heißt nicht, ohne Regeln zu leben und sich auf der Nase herumtanzen zu lassen 😉 Es heißt, sich mit ihnen auch mal hinzusetzen, gemeinsam Bücher zu lesen, zu basteln, zu malen, zu kneten, zu spielen, zu tanzen, zu singen, zu toben, zu experimentieren, zu backen, zu kochen, zu klettern, zu springen. Gemeinsam auf Entdecker-Tour zu gehen, die Spielplätze unsicher zu machen, Freizeit-Aktivitäten zu unterstützen und sich mit den Freunden der Kinder zu treffen.

Aber: Immer ohne die Kinder zu überfordern und immer auch mit Nachmittagen und Zeiten, an denen die Kinder spielen und toben können, wie sie selbst es möchten, ohne Pläne, Termine und “Muss”. Denn dann entfaltet sich die volle kindliche Fantasie und die ist grenzenlos und immer wieder verzaubernd.

Hier schließt sich der Kreis und wir sind wieder bei der Entschleunigung angekommen. Genießen wir die Zeit, die wir haben und nutzen wir sie für uns und unsere Liebsten. Gerade in Zeiten, in denen es stressiger ist, ist es gut, sich daran zu erinnern und bewusst kleine Auszeiten zu nehmen, um die Akkus zu füllen und mit neuer Energie weitermachen zu können, ohne in ein Loch zu fallen.

Was sind Entschleunigung und Achtsamkeit für dich? Und wo findest Du Deine Entschleunigungsmomente? Beim Joggen, bei Treffen mit Freunden, in der Sauna oder im Spa, vor dem Fernseher, beim Lesen? Lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar.

Entschleunigt durch die Advents- und Weihnachtszeit – eine Anleitung mit Checkliste

St. Martin liegt hinter uns, die Blätter der Bäume sind gefallen und es wird täglich kälter: Der Winter hält Einzug und damit steht die Advents- und Weihnachtszeit vor der Tür. Wie Du stressfrei durch die Advents- und Weihnachtszeit kommst, möchte ich Dir heute zeigen.

Denn im Advent und an Weihnachten soll nicht der Weihnachtsstress im Vordergrund stehen, sondern ruhige Stunden mit der Familie und Freunden (so Corona das in diesem Jahr zulässt). Der Artikel gibt Dir einfache Tipps, die die Vorbereitungen entschleunigen, sowie eine Checkliste, mit der Du im Weihnachtstaumel nichts vergisst.

Warum wird es zum Ende des Jahres eigentlich immer so hektisch?

Frägst Du dich das auch jedes Jahr aufs Neue? Ich mich schon. Da plant man und macht und tut und am Ende steht man am 26. Dezember da und die Zunge hängt einem zum Hals raus.

Vielleicht weil man sich selbst ein bisschen zu viel Druck macht? Das Fest der Feste soll wunderschön werden. Vor allem die Kinderaugen sollen strahlen. Die Plätzchendosen sollen möglichst bunt gefüllt sein. Die Wohnung soll glänzen im Lichterglanz und Dekoüberfluss. Geschenke wollen besorgt und gebastelt sein. Weihnachtsmärkte, Weihnachtsfeiern, Jahresendtreffen mit Freunden – alles soll und muss unbedingt noch im Dezember stattfinden (naja, ihr wisst schon – in normalen Jahren). An den Feiertagen gilt es die unterschiedlichen Familienzweige unter einen Hut zu kriegen und über allem schwebt der normale Alltagswahn, denn der bleibt bekanntlich nicht einfach für vier Wochen stehen.

Aber muss das alles sein? Oder geht es auch einfacher und entspannter? Kann ein schöner Advent, der ja vor allem besinnlich sein soll, nicht auch stressfrei verlaufen? Ich finde: Einen Versuch ist es wert und gerade in diesem verrückten Jahr, ohne Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern, könnte es tatsächlich klappen. Also lasst uns überlegen, wie wir stressfrei durch die Advents- und Weihnachtszeit kommen können.

Checkliste: Ideen und Anregungen für eine entschleunigte Advents- und Weihnachtszeit

Gleich vorweg der für mich wichtigste Punkt: Weniger ist manchmal mehr. Vielleicht muss es gar nicht jedes Jahr immer mehr und immer bunter werden. Ebenso wenig steht irgendwo geschrieben, dass Du alles selber machen musst. Geschenke verpacken Dir auch die Einzelhändler, Plätzchen kann man notfalls kaufen, ebenso den Adventskranz und Mitbringsel-Geschenke lassen sich ebenfalls kauefn.

Evtl. lässt sich der ein oder andere Punkt ein bisschen reduzieren, ohne dass der Festtagstaumel und die Stimmung darunter leidet. Vielleicht geschieht genau das Gegenteil und ein bisschen “Weniger” lässt den Advent und Weihnachten tatsächlich besinnlicher werden?

Doch nun zu den Tipps:

Planung ist das halbe Leben

Ich bin der Typ Planer. Das ist nicht jeder, ich weiß, muss man auch nicht sein. Aber mir helfen meine kleinen Listen und Pläne, möglichst viele Dinge geregelt zu kriegen und vor allem: Um frühzeitig zu sehen, was alles auf mich zukommt. Wenn Du rechtzeitig weißt, was getan werden muss (oder sollte), dann kannst Du dich darauf vorbereiten und Stück für Stück in Ruhe und ohne Zeitdruck alles erledigen.

Mein Tipp 1 lautet daher:

Fang rechtzeitig an mit der Planung – also eigentlich so vor 6 Wochen…. und mach Dir klar, was alles bis zum 24. Dezember getan werden muss.

Was Du alles planen kannst?

  • Nikolaus- und Weihnachtsgeschenke – Verpackungsmaterial wie Geschenkpapier, Schachteln, Tüten, Schleifen und Bänder nicht vergessen
  • Advents- und Weihnachts-Dekoration (für drinnen und draußen). Kerzen! Vergiss die Kerzen nicht!
  • Bunter Plätzchenteller: Was möchtest Du alles backen?
  • Termine: Was steht schon alles im Kalender und welche Besuche stehen an welchen Feiertagen an?
  • Adventskalender: Wer bekommt einen Adventskalender und bastelst Du selbst oder kaufst Du?
  • Festtags-Schmaus: Du bekommst Gäste an den Feiertagen? Dann überlege frühzeitig, was Du kochen könntest und besorge ggf. schon das ein oder andere im Vorfeld (z.B. Saucen-Fonds, Weine)

Bündel schnüren

Bündele Aufgaben, die Du auf einen Rutsch erledigen kannst.

Das heißt zum Beispiel: Überlege Dir genau, wen Du alles beschenken möchtest und erstelle eine Geschenkeliste. Dann überlegst Du dir, wie Du für alle am schnellsten die Geschenke besorgen kannst. Vor Ort im örtlichen Spielwarenladen bekommst Du beispielsweise für alle Kinder passende Brettspiele. Im Buchladen Deines Vertrauens gibt es für größere Kinder sowie erwachsene Neffen, Nichten, Tanten, Onkels garantiert das richtige Buch. Ein kleiner Teeladen hilft mit kleineren Geschenken und Mitbringseln für ErzieherInnen, PflegerInnen, MusiklehrerInnen usw.

Alternativ: Nutze einen Abend auf der Couch und klick dich durch die Weihnachts-Shopping-Welten der Onlineshops (und damit meine ich nicht das große A….). Es gibt sooooo viele wunderschöne und mit Liebe gestaltete kleine und nicht ganz so kleine Onlineshops, bei denen man tolle Geschenke und Spezialitäten für die Lieben bestellen kann.

Clever ist, wer auch hier voraus plant: Du hast im Sommer Marmelade gekocht oder Kräutersalz zubereitet? Mach direkt ein Ladung mehr und schon hast Du alle kleineren Geschenke und Mitbringsel abgehakt.

Dekorationen für den Advent und Weihnachten

Bei dem Einen muss es möglichst viel und möglichst kuschelig bis kitschig sein. Beim Nächsten wird jedes Jahr komplett neu aus dem Vollen geschöpft und beim Nächsten ist schon der Gedanke an stimmungsvolle Deko zur Advents- und Weihnachtszeit ein Grund auszuwandern.

Ich falle in die Rubrik: Ich brauch Deko für die Stimmung und ich möchte es schön weihnachtlich haben. Dabei hab ich mein festes Deko-Sortiment, das ich gerne jedes Jahr um einige Teile ergänze. In diesem Jahr sind es weiße Sterne in unterschiedlichen Größen für die Fenster. Darauf freue ich mich schon. Den Rest mach ich nach Stimmung und Gefühl.

Wie möchtest Du die Wohnung dekorieren? Wie soll der Adventskranz aussehen? Wie schmückt sich in diesem Jahr der Weihnachtsbaum? Daraus resultiert die Frage: Was musst Du für diese Dekowünsche noch besorgen und was ist in Deinen Dekokisten bereits vorhanden?

Ganz egal, wie Du vorgehst und wie Du Dir deine Vierwände zur Advents- und Weihnachtszeit einrichtest. Mach es mit Genuss und ohne Zeitdruck. Nimm Dir bewusst Zeit für die Deko und freu dich über das Ergebnis. Denn: Jetzt kann Weihnachten kommen. Obwohl… da fehlt noch was:

Die Backshow im Dezember

Plätzchenduft, Lebkuchen, Christstollen und Linzertorte – spätestens mit dem ersten Advent startet die Zeit der süßen Genüsse. Damit Du nicht im Backstress versinkst, plane auch hier rechtzeitig (so ca. Mitte November), was Du alles gerne backen möchtest:

  • Welche Sorten sind ein Muss?
  • Welche Nice-to-have?
  • Kannst Du dafür schon die ein oder andere Zutat besorgen? Mehl, Nüsse, Zucker, Zitronat und Weihnachtsgewürze halten lange und können frühzeitig eingekauft werden.

Für mich am allerwichtigsten: Setz dich nicht unter Druck. Starte mit den für dich wichtigsten Plätzchensorten und alle weiteren machst Du, wenn Du Lust, Laune und Zeit hast. Plätzchenbacken soll Spaß machen und kein nerviges Muss sein.

Praktisch sind einfache und schnell gemachte Plätzchen-Rezepte wie Heidesand, Butterplätzchen, Nussmakronen, Spritzgebäck etc. So zauberst Du in Windeseile viele Leckereien auf den Tisch.

Wenn Dir die Lust nach ein oder zwei Sorten vergeht oder Du nicht gerne backst – kein Problem. Dann peppst Du Deinen Plätzchenteller einfach mit leckeren gekauften Minilebkuchen und Plätzchen vom Bäcker auf 😉

Feiertage sind Schlemmertage

Wie ich oben bereits geschrieben habe, kann es sinnvoll sein, sich rechtzeitig über das Weihnachts-Menü Gedanken zu machen. Zugegeben, das ist in diesem ungewöhnlichen Jahr eher schwierig, da keiner weiß, wie und ob wir überhaupt mit der (Groß-)Familie feiern können. Aber sobald die “Regeln” klar sind und Du absehen kannst, ob Du Gäste empfangen wirst oder zur Familienfeier einen Essens-Teil beitragen darfst, überlege, was Du machen möchtest und was Du dafür benötigst.

Viele Dinge kann man im Voraus einkaufen und/oder vorbestellen. Dann musst Du kurz vor den Feiertagen nur noch das Wichtigste im Supermarkt besorgen, Deine Bestellungen abholen und keine Angst haben, dass Dir ein leeres Regal einen Strich durch Deine Pläne macht.

So ersparst Du dir den großen Einkaufsstress.

Kleiner extra Stressfrei-Tipp: Schick Deinen Partner in den Supermarkt 😉

Lichterglanz und Sternenfunkeln

Zu guter Letzt ist mir ein Punkt noch sehr wichtig: Vergiss den Spaß und die Freude an dem, was Du tust nicht! Wenn die Vorbereitungen dich erfüllen und Dir richtig Spaß machen, dann mach weiter. Wenn nicht, schraube Deine Erwartungen etwas zurück und “weihnachts-wichtele” nur solange es dich nicht stresst. Klar, Geschenke wollen besorgt und verpackt sein und das Essen will eingekauft sein, doch alles andere ist der Bonus.

Bist Du bereit für eine wundervolle Advents- und Weihnachtszeit, die Du in vollen Zügen genießen kannst? Ich hoffe, meine Tipps helfen Dir und bereiten Dir eine entschleunigte Advents- und Weihnachtszeit.

Ich wünsche Dir einen tollen Dezember mit Lichterglanz und Sternenfunkeln.

Auf eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!

Hast Du weitere Tipps, wie man möglichst stressfrei und entschleunigt durch den Advent kommt und die Weihnachtsfeiertage genießen kann? Ich freu mich auf Deinen Kommentar.

Herbst: Zeit der Entschleunigung und lustige Beschäftigungsideen für Groß und Klein

Ich mag den Herbst. Ich mag es, wenn sich die heißen Sommertage langsam verabschieden, die Farben in der Natur immer kräftigere Rot-, Gelb- und Orangetöne annehmen und das Leben die Geschwindigkeit etwas drosselt.

Natürlich mag ich auch den Sommer, genauso wie ich den Frühling und den Winter mag. Denn jede Jahreszeit hat für mich ihre Besonderheiten und Schönheiten. Der Wechsel der Jahreszeiten gehört für mich dazu und ein Leben ohne kann ich mir nicht vorstellen. Aber wenn die Tage kürzer werden, erste Schmuddeltage Einzug halten und ich mich dann an der ersten Teetasse des Jahres erfreue, kommt auch immer eine große Portion Ruhe auf.

Denn mit dem Herbst kehrt in der Regel auch unweigerlich Ruhe und Gemütlichkeit ein (bevor der Weihnachtsstress beginnt, aber dazu mehr in einem extra Beitrag). Nun beginnt die Zeit kuscheliger Teestunden, ruhiger Bastelnachmittage, raschelnder Blätterberge und stürmischer Spaziergänge. Wunderbar. Und wenn man mit Wind-zerzausten Haaren, durchgefroren und manchmal auch mit nassen Füßen nach Hause kommt, ist es noch schöner, wenn man sich zu Hause wieder aufwärmen kann.

Mit dem Herbst verändern sich auch Alltag und Freizeit. Andere Beschäftigungsmöglichkeiten und (Haus-)Arbeiten stehen plötzlich an. Auf die Hausarbeiten möchte ich jetzt an dieser Stelle nicht eingehen…

Denn: Endlich ist es wieder Zeit für ruhige, entspannende und wunderschöne Herbst-Beschäftigungen. “Entschleunigung” ist das Motto des Herbsts.

Beschäftigungsideen im Herbst mit Kindern – im Haus:

  • Puzzles und Brettspiele
  • Herbstbasteln mit Laub, Kastanien, Ästen, Stöcken, Eicheln und Bucheckern
  • Fensterbilder basteln mit Herbstmotiven
  • Laternen basteln (wobei das ja meistens in Kindergarten und Kita passiert)
  • Herbstlieder singen (bei uns kommt gerade kein Tag ohne einen “Pi-Pa-Putziger Igel” aus, mit Ohrwurm-Garantie)
  • Waffeln backen (lecker)
  • Weckmänner zu St. Martin backen und dann mit einer heißen Tasse Kakao genießen (hach…)
  • Kürbis schnitzen – je nach Alter des Kindes – und aus den Resten leckere Kürbissuppe kochen
  • Alle Spielsachen aus den Regalen räumen und eine riesige Spielwelt aufbauen und auch mal stehen lassen
  • Gemeinsam Bücher lesen (entweder ein paar neue Bücher kaufen oder in der Bücherei ausleihen), ob Geschichten oder Wissens- und Lernbücher, wichtig ist das “sich Zeit nehmen”
  • Kinder einfach mal spielen lassen und wenn gewünscht: Mitspielen, ansonsten NICHT STÖREN! … und die Ruhe genießen 😉
Nicht nur das Schnitzen eines Kürbisses ist Pflicht im Herbst.

Beschäftigungsideen im Herbst mit Kindern – draußen:

  • Durch Blätterberge rascheln – immer wieder toll.
  • Kastanien (Eicheln, Bucheckern…) sammeln
  • Blättersträuße sammeln
  • Spaziergänge durch den Herbstwald – mal schauen, was man alles findet
  • Drachen steigen lassen
  • In den Wind stellen und durchpusten lassen
  • Pfützen-Spring-Wettkampf (nein, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung)
  • Laternenwanderung in der frühen Dunkelheit – und dazu St. Martins-Lieder singen (lauthals) oder
  • eine Nachtwanderung unternehmen mit Taschenlampen und Stirnleuchten
  • Vogelhäuschen aufstellen und mit Futter ausstatten, Meisenknödel und -Ringe aufhängen
  • Ein Igelhaus bauen (oder einen riesigen Blätterhaufen zusammenrechen)
  • Wer drauf steht: Zu Halloween verkleidet durch die Straßen ziehen

Habt ihr noch mehr Ideen, wie man mit Kindern einen tollen, lebhaften, abwechslungsreichen, aber auch ruhigen Herbst verbringen kann?

Beschäftigungsideen im Herbst für Erwachsene

Und womit beschäftigen wir Erwachsene uns im Herbst? Abgesehen vom Herbstputz, stehen bei mir folgende Aktivitäten ganz hoch im Kurs:

  • Herbstdeko im und am Haus: Über den Sommer ist es mir nicht so wichtig, dass es drinnen überall vor Deko blitzt, aber im Herbst überkommt mich dann jedes Jahr die Deko-Wut 😉 Da werden Kastanien drapiert, Zierkürbisse und Riesenkürbisse verteilt, Windlichter und Kerzen an allen möglichen (und unmöglichen) Orten aufgestellt und die letzten Herbstblumen wie Chrysantheme und Aster in Szene gesetzt.
  • Zwiebelblumen pflanzen und die Vorfreude auf den Frühling steigern.
  • Überhaupt “Gartenputz”: Gartenmöbel abdecken oder verräumen, Büsche, Sträucher und Bäume schneiden, die herabfallenden Blätter zu großen Haufen rechen oder als Frostschutz auf die Beete häufeln, den Garten (oder Balkon) Wind- und Wetterfest machen.
  • Topfpflanzen ins Haus holen oder warm einpacken, damit sich keine eine Erkältung holt.
  • Letzte Früchte und Gemüse ernten, Herbst- und Wintergemüse in die leeren Beete pflanzen, damit auch an kalten Tagen frisches Gemüse aus eigenem Anbau auf dem Teller landet.
  • Den “Drinnen-Hobbies” fröhnen: Ab September kehrt nämlich zumindest bei mir die große Nählust zurück. Da werden Pläne geschmiedet, Stoff und Faden gekauft, erste Nähte und Projekte in die Tat umgesetzt und fleißig gewerkelt.
  • Auf dem Sofa eingekuschelt in dem ein oder anderen Magazin blättern oder gemütlich einen dicken Schmöcker lesen (ich gebe zu: Das schaffe ich mit den Kindern eher selten).
  • Und gegen Ende Oktober, Anfang November beginnt dann die Vorfreude auf die Advents- und Weihnachtszeit. Braucht es neue Weihnachtsdekoration, die die bestehende ergänzt? Wie soll der Adventskalender der Kinder bestückt werden? Was steht bei wem auf der Wunschliste? Wie und mit wem feiern wir Nikolaus? Wie soll der Adventskranz aussehen?
  • Und in diesem Jahr für mich ganz wichtig: Wie wird die Advents- und Weihnachtszeit wunderschön (auch oder gerade wegen Corona) und wie vermeide ich Stress vor und rund um die Feiertage? Früh anfangen, den November nutzen und ohne Druck das Fest der Feste angehen. Ich glaube, das sind erstmal die wichtigsten Vorsätze.
Im Herbst fährt die Natur nochmal große Geschütze auf: Spät-blühende Blumen und Sträucher wie Herbstastern und Chrysanthemen (hier im Bild) strahlen mit den bunten Blättern um die Wette.

Doch jetzt lasst uns erstmal den Herbst genießen, durch Blätterberge rascheln, in Pfützen springen und uns vom Winde verwehen lassen. Genießen wir die ruhigeren Momente. Denn eines ist klar: Es wird auch wieder anders werden.

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