Schlagwort: Garten

Gartenjahr 2021, Teil 1: Erfolge und Misserfolge im Gemüsegarten

Das Gartenjahr 2021 hat zwar noch viele Wochen vor sich, aber die Hauptsaison neigt sich dem Ende entgegen. Was soll man nun davon halten? Der Sommer war bei uns irgendwie so gar nicht sommerlich und abgesehen von einzelnen Tagen nicht heiß, dafür aber sehr nass und eher kühl. Das tat einigen Gemüsesorten sichtlich gut, andere hingegen kämpften schwer und einige verloren am Ende den Kampf. Daher heute mein persönliches Resümee zum Gartenjahr 2021 im Gemüsegarten.

Der Start ins Gemüse-Gartenjahr 2021

Im Februar und März begann die Anzucht all der tollen Leckereien auf den Fensterbänken des Hauses. Überall standen kleinere und größere Töpfe, wurden gegossen, gehätschelt, gepflegt und schon bald zeigten sich die ersten kleinen Pflänzchen. Einige sind geschossen, einige kamen erst im zweiten Versuch, aber im Großen und Ganzen hat die Anzucht im Haus gut geklappt.

Im April und Mai durften erste Pflanzen rausziehen, selbstverständlich nach einer Eingewöhnungswoche. Erdbeeren zogen ins Hochbeet ein und wir haben den Gemüsegarten eingerichtet. Da die Ecke in der das Gemüsebeet liegen sollte, zuvor stark zugewuchert war mit Zitronenmelisse, Brombeeren, Brennesseln und dazu noch einige Thuja-Hecken darauf standen, haben wir wie die wilden umgegraben und gejätet. Anschließend kam eine dicke Schicht Kompost aufs Beet und in die Thuja-Ecke durften Kartoffeln und Gründungung in Form einer Wildblumenmischung einziehen.

Anzucht auf der Fensterbank - gelungen!
Die Fensterbänke waren die ersten Monate des Jahres gut belegt. Wer braucht schon Deko, wenn er Jungpflanzen und improvisierte Anzuchttöpfe haben kann?

Nach und nach zogen so bis Mitte Juni alle neuen Gartenbewohner in die ihnen zugedachten Beete und durften wachsen und gedeihen. Regelmäßiges düngen, ausgeizen, Beikraut entfernen etc. und ein bisschen Sonne, gepaart mit reichlichen Wassergaben – tja, so sah es aus. Wasser gab es tatsächlich viel, mitunter zu viel. Gießen musste ich gerade im Beet nur äußerst selten.

Gartenjahr 2021: Die Gemüse-Sorgenkinder

Das viele Wasser ließ einige Arten wahrlich sprießen und es war ein Genuss ihnen dabei zuzuschauen. Andere Arten hatten hingegen gar keinen Spaß.

Allen voran die Tomaten. Mittlerweile sind bis auf zwei Stöcke alle von Braun- und Krautfäule befallen und entsorgt. Einzig die beiden Philaminas von Bingenheimer Saatgut scheinen resistent zu sein. Vor allem die großen Ochsenherz-Tomaten, deren Samen ich aus der letztjährigen Ernte gesammelt habe, haben es nicht geschafft. Die Früchte waren riesig! Ich war schon so stolz, aber gut, es sollte nicht sein.

Ochsenherztomate vor der Braunfäule
Die Ochsenherztomaten bevor die Braunfäule zugeschlagen hat. Riesig – wunderschön – zumindest in Grün…
Paprika im Gemüsegarten Gartenrückblick 2021
Paprika: Einige wenige, dafür sehr große Früchte. Mal schauen, wann wir ernten dürfen.

Nach den Tomaten fallen mir als nächstes die Auberginen ein. 2020 hatte ich eine Auberginenpflanze im Hochbeet, die ab August Früchte in Massen geliefert hat. In diesem Jahr scheint es meinen beiden, ins Beet gepflanzten, Exemplaren deutlich zu nass und zu kalt zu sein. Sie setzen zwar Blüten an, aber diese welken und fallen ab, bevor sich eine Frucht bilden kann. Schade.

Die ins Beet gesetzten Chili wurden leider von den Zucchini überwuchert, so dass ihr Ertrag eher gering ausfallen wird – dafür entwickeln sich die beiden Stöcke im Hochbeet prächtig. Genauso wie die Wassermelone. Allerdings hat die erste Aussaat nicht funktioniert und nun werden die Früchte nicht mehr reif werden. Aber: Es sieht schön aus. Damit gebe ich mich für den Moment zufrieden.

Mai- bzw. Herbstrübchen scheinen nicht so mein Ding zu sein… da hat weder der frühe Versuch noch der späte Versuch geklappt. Die letzten Rüben sind mir im Hochbeet einfach verfault. Momentan weiß ich noch nicht, ob es im nächsten Jahr ein Wiedersehen geben wird.

Ach und das mit dem Sommerlauch sollte leider auch nicht sein. Ich habe mich an eine Pflanzempfehlung gehalten und Brokkoli, Lauch und Kohlrabi zusammen in eine Reihen gepflanzt. So konnte ich alle gemeinsam unter einem Netz schützen, was zur Folge hatte, dass die zarten Lauch-Halme vom Brokkoli gnadenlos überwuchert wurden.

Was ich dieses Jahr gelernt habe:

  1. Die empfohlenen Pflanz-Abstände haben ihren Grund. Halte dich daran, sonst wird es zu eng, die Pflanzen bekommen zu wenig Sonne und überhaupt hat alles zu wenig Platz um groß und stark zu werden.
  2. Es kann und wird nie alles gelingen. Sei froh über alles, was wächst und gedeiht, erfreue dich an jeder noch so kleinen Ernte und denke daran: Nächstes Jahr gibt es eine neue Chance.

Diese Gemüse haben 2021 in vollen Zügen genossen

Was mich 2021 voll begeistert hat, waren die Salate und der Mangold. Mangold können wir mittlerweile nicht mehr wirklich sehen und ich gefriere in immer größeren Portionen ein. Der Winter wird mehr als lecker (und Mangold-lastig…).

Kopfsalat, Romana, Sauerampfer und Rucola sind alle prima gewachsen, erst zuletzt gab es dann doch den ein oder anderen Schoss-Versuch. Geradezu begeistert bin ich von den gepflanzten Tagetes. Die kleinen gelb-orangen Blümchen wirkten nicht nur äußerst adrett im Beet, sie scheinen auch ihrer Aufgabe mehr als gut nachgekommen zu sein: dem Schneckenschutz. Trotz der großen Feuchtigkeit, hatten wir tatsächlich keinerlei Probleme mit Schnecken. Ich hab die jungen Salate zwar immer in Schneckenkrägen gesteckt, aber auch alle ungeschützten Leckerbissen (z.B. Paprika) blieben verschont. Ich bilde mir ein, es lag an den Tagetes, die ich rund ums Beet gesetzt hatte.

Bunter Mangold im Gemüsegarten - Gartenrückblick 2021
Bunter Mangold für beinahe jeden Tag…
Kopfsalat Lucinde von Bingenheimer im Gemüsegarten - Gartenrückblick 2021
Ein Traum von Kopfsalat: Sorte “Lucinde”

Meine drei Zucchini-Pflanzen haben auch einen sehr ordentlichen Ertrag abgeworfen. Nicht ganz so üppig wie 2020, aber zu meiner vollen Zufriedenheit. Ähnlich die Gurken – da hatte ich mir mehr erhofft, möchte aber nicht klagen. Da wir keine Selbstversorger-Ambitionen haben, nehme ich, was ich bekommen kann und begnüge mich damit. Ebenso erging bzw. ergeht es mir mit der Paprika. Die Früchte reifen noch, aber ich bin zuversichtlich und freue mich schon auf die Ernte.

Knoblauch und Zwiebeln hatte ich bereits im vergangenen Herbst gesteckt und siehe da, Ende Juni konnte ich hier eine reiche Ernte einfahren. Sehr lecker und toll. Frischer Knoblauch aus dem eigenen Garten ist wirklich ein Highlight. Sehr mild und wunderbar frisch. Die Zwiebeln fühlten sich im Hochbeet sehr wohl, im Gemüsebeet hingegen nicht allzu sehr. Vielleicht lag es an der Feuchtigkeit oder am Unkrautdruck, ich kann nur raten und werde 2022 einen neuen Versuch starten. Gespannt bin ich momentan noch auf den Winterlauch. Nachdem sich der Sommerlauch wie oben erwähnt nicht durchsetzen konnte, scheint es dem Winterlauch im Hochbeet deutlich besser zu gehen (wenn ihn nicht der Mangold nieder macht).

Ganz prächtig fanden es dieses Jahr die Kräuter in unserem Gemüsegarten. Egal ob mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Oregano, Thymian, Salbei und Bohnenkraut, oder Zitronenmelisse, Minze, Kerbel, Petersilie und Estragon – alle wuchsen miteinander um die Wette und ließen den Garten duften. Der im letzten Jahr gepflanzte Estragon ist gerade explodiert und nimmt nun ein gutes Stück der Terrasse ein…

Tagetes - Studentenblumen helfen gegen die kleinen gefräsigen Schnecken
Die kleinen selbstgezogenen Tagetes haben ihre Aufgabe mehr als erfüllt
Zuckerschoten - so schön und so lecker im Gemüsegarten 2021
Zuckerschoten – so lecker und dazu auch noch schön anzusehen

Ebenfalls wunderbar gewachsen und gute Erträge brachten die Zuckerschoten, Radieschen, Kohlrabi sowie der Brokkoli. Allesamt sehr lecker! Und zu guter Letzt möchte ich die Kartoffeln nicht unerwähnt lassen. Die Ernte war super und der Boden ist tatsächlich gut gelockert worden.

Ein echter Grund zur Freude: Die Gartensaison 2021 ist noch lange nicht vorbei…

Denn nach der Hauptsaison starten wir in die Herbst- und Wintersaison des Gartenjahres 2021 im Gemüsegarten.

Wo bis Anfang August noch die Kartoffeln standen, ist nun Spinat und Feldsalat ausgesät (ein jeweils zweiter Schwung folgt noch). Anstelle des Kopf- und Romana-Salats sind Endivien eingezogen, zu denen sich in den kommenden Tagen noch Radicchio und Eichblatt gesellen. Einige weitere Endivien dürfen außerdem demnächst im Hochbeet die Lücken füllen und ganz besonders freue ich mich jetzt schon auf den Asiasalat (Mizuna). Mizuna kann angeblich bis zu fünf mal geschnitten werden und wächst auch bei kälteren Temperaturen.

Ihr vermisst den klassischen Winterkohl? Ich gebe euch recht. Den gibt es bei uns nicht. Zum einen weil er mir zu lange wichtigen Platz im Beet belegt und zum anderen weil wir hier auch keine großen Kohl-Esser sind.

Und was folgt, wenn im Garten die winterliche Ruhe einkehrt? Na klar, die Planung für das kommende Gartenjahr 🙂

Was lief bei Dir in diesem Jahr super und wo hattest Du im Garten echte Probleme? Konntest Du Tomaten ernten oder stehst Du wie ich vor einem Totalausfall? Was wächst bei Dir momentan noch im Garten?

Lass doch einen Kommentar da und erzähle uns von Deinen Erfahrungen im Gartenjahr 2021!

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Gartenglück: Blühende Träume im Sommer

Heute möchte ich gar nicht viel Schreiben, sondern Bilder sprechen lassen. Bilder von den vielen schönen Blüten, die momentan den Garten verzaubern und das Gartenglück perfekt machen. Denn was gibt es besseres für die Seele, als sich im Garten in den Liegestuhl zu legen und die Blütenpracht des Sommers zu genießen?

Für mich nicht viel. Deshalb hier eine kleine Prise Gartenglück für die Seele via Bildschirm für dich:

Den Auftakt machen bunte Sommerblumen, die jetzt den Garten zieren:

GArtenglück aus der Tüte: Kornblumen - Sommerblumen und herrliches Insektenfutter
Blaues Kornblumen-Meer aus der Wildblumenmischung
Gartenglück: Mauretanische Malve, Sarah Stiller, mycottagegarden
Ein Traum: Mauretanische Malve aus dem My cottage Garden Shop
Rosa Mohn
Rosa Mohn – wild verstreut von meiner Kleinen und ein echter Hingucker
Löwenmäulchen - Sommerblumen selbst gezogen in zwei Schattierungen
Löwenmäulchen in zwei Schattierungen
Duftwicke mit Blauer Holzbiene, Sarah Stiller, My Cottage Garden - das ist Gartenglück hoch 2
Toll für die Nase sind die Duftwicken. Hier mit Blauer Holzbiene 🙂
roter Klatschmohn wunderschön Blumenwiese
Der Klatschmohn kommt ebenfalls aus der Wildblumenmischung
Gartenglück: Cosmea - Schmuckkörbchen in weiß
Cosmeen: Schmuckkörbchen, da ist der Name Programm
Gartenglück weil Sonnengruß: Kleine Sonnenblume
Kleine Sonnenblumen als Sonnengruß im verregneten Sommer
Tagetes Studentenblume als Schneckenschreck und gleichzeitig hübsch
Tagetes: Nützlich und hübsch anzusehen zugleich – perfekt

Ich habe in einem Teil des Gemüsebeetes eine Wildblumenmischung als Gründüngung ausgesät und bin ganz begeistert, was da alles wächst: Neben Klatschmohn und Kornblumen habe ich schon Kornraden, Ringelblumen, Wilde Möhre, Phacelia, Jungfer im Grünen etc. entdeckt.

Es folgen die Blüten des Nutz-/Gemüsegartens, die uns voll Vorfreude auf die kommenden Leckerbissen erfüllen:

Borretsch Blüten
Borretsch-Blüten sind schöne Farbtupfer im Beet und können sich sehe lassen
Zucchini, Zucchiniblüten, Zucchinischwemme
Blühende Zucchini sind die Vorboten der Zucchini-Schwemme – lecker!
Estragon
Unser Estragon möchte dieses Jahr Höhenrekorde brechen, aktuell ca. 1,5m hoch
Aubergine, Auberginenblüte
Eine Auberginen-Blüte, ob es jedoch auch Früchte in diesem kühlen Sommer geben wird, ist sehr fraglich…
Mangold
Mangold macht schwer was her und ist dazu noch sehr lecker
Gartenglück: Zuckererbsen, Erbsen, Zuckerschoten
Zuckererbsen blühen wunderschön und schmecken am besten direkt vom Strauch
Wildes Gewuchere im Garten: Zuckererbse, Gurke, Kürbis, Tomaten

Und so sieht ein Gemüsegarten / Nutzgarten aus, wenn man
a) zu dicht pflanzt, weil man
b) zu wenig Platz für die vielen selbst gezogenen Pflänzchen hat und sich
c) beim Einpflanzen die Endgröße mal wieder nicht wahrhaben möchte…

Deshalb wachsen die Gurken quer in die Zuckererbsen und Tomaten hinein und alles ist ein bisschen eng… ist das jetzt schon Permakultur? 😉

Blühende Staudenrabatten für vollendetes Gartenglück

Bauern-Hortensie in pink
Bauernhortensie in pink, nächstes Jahr versuche ich die Blaufärbung hinzubekommen
Gartenglück dank BlütenfülleSteppensalbei, salvia nemorosa
Steppensalbei in voller Blüte – da wird es nächstes Jahr nochmal Nachschub geben
Dahlie, Knolle
Keine Staude, sondern Knolle: Die ersten Dahlienblüten strahlen um die Wette
Gartenglück bei der Pflanzenauswahl: Kandelaber Ehrenpreis Fascination, Veronicastrum virginicum
Kandelaber Ehrenpreis “Fascination” überrascht mit wunderschönem Farbspiel
Staudenbeet, Rabatte
Das neue Stauden- und Blumenbeet Anfang Juli…
Sonnenhut, Schein-Sonnenhut, Echinacea
Scheinsonnenhut: Neu gepflanzt, aber schon ganz ordentlich gewachsen
Gartenglück wenn alles wächst: Staudenbeet, Sommerblumen, Steppensalbei, Cosmea, Mohnblumen, Margeriten, Amaranth, Fuchsschwanz, Sonnenblumen, Flieder, Chrysantheme
… und drei Wochen später. By the way: Die Sonnenblumen kommen ungeplant, so what?

Hach – Garten macht einfach glücklich 🙂 und die vielen Blüten erfreuen die Seele. Warum ein Garten außerdem glücklich macht, hab ich Dir hier zusammengestellt.

Noch mehr schöne und bunte Bilder aus zahlreichen Gärten gibt es bei Wolfgang und Loretta vom Blog Gartenwonne.

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Gärtnern für Faule: Stauden und Blumen, die immer wieder kommen

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Ein bunt blühender Garten ist der Traum vieler Gartenbesitzer:innen. Viele verbinden ein buntes Paradies jedoch mit viel Arbeit und Aufwand. Deshalb heißt es heute “Gärtnern für Faule”. Denn mit der richtigen Pflanzenauswahl hast Du kaum Arbeit und kannst deinen Blütentraum vom Liegestuhl aus genießen.

Ich stelle Dir heute 15 Stauden und tolle Blumen vor, die wenig Arbeit machen und im Falle der Stauden mit den Jahren immer prächtiger werden. Sie verzaubern den Garten und bringen buntes Cottage Garden Flair. Außerdem sorgen sie beinahe rund ums Jahr für bunte Farbtupfer in Deinen Beeten und Rabatten.

Tipps vorab – worauf Du beim Gärtnern für Faule achten solltest:

Wichtig, damit Dein easy peasy Blütentraum wahr werden kann: Auch Pflanzen haben Bedürfnisse und diese sollten nicht ignoriert werden. Beachte bei der Planung Deiner Beete und Rabatten daher immer die besonderen Ansprüche der jeweiligen Blumen bzw. Stauden:

Standort: Wo fühlt sich die Pflanze am wohlsten? Mag sie einen sauren Boden, viel Licht, wenig Licht, volle Sonne oder eher Schatten? Verträgt die Pflanze Staunässe oder steht sie lieber trocken? Wie viel und womit solltest Du düngen und wie gut kommt die Pflanze durch (kalte) Winter und heiße, trockene Sommer?

Wenn Du diese Punkte beachtest, dann belohnen dich Deine neuen Mitbewohner mit jeder Menge frischer und bunter Blüten – Jahr für Jahr und fast ohne Arbeit.

Auf diese pflegeleichten Stauden und Blumen solltest Du in Deinem Garten auf keinen Fall verzichten:

Die Ersten im Jahr

  • Christ- und Lenzrosen: Bei der Christrose ist der Name Programm, denn sie blüht häufig schon rund um Weihnachten. Die Lenzrosen starten Ende Januar / Anfang Februar durch. Machen musst Du nichts. Sie kommen von allein, lediglich die verblühten Blätter kommen weg, sobald sich die ersten neuen Spitzen aus der Erde schieben. Bei den Lenzrosen kommen die Blätter, sobald die Blüten beginnen zu welken. Die Blätter bleiben bis weit in den Winter grün und schmücken das Beet.
  • Zwiebelige Frühblüher: Mit den Schneeglöckchen und Winterlingen beginnt der Zwiebelblumen-Reigen. Krokusse, Narzissen, Tulpen, Blausternchen, Hasenglöckchen und so weiter strecken nur wenig später ihre Köpfchen aus dem Boden. Damit ihr die bunte Pracht im kommenden Jahr genießen könnt, setzt euch jetzt schon einen Reminder, denn die Zwiebeln wollen im (Spät-)Herbst in die Erde! Außer in die Erde setzen, ist weiter nichts zu tun, es sei denn, Du erträgst die welken Blätter nicht. Grundsätzlich solltest Du die Überreste jedoch im Beet belassen, da die Zwiebelblüher ihre Kraftreserven fürs kommende Jahr aus den alten Blättern ziehen.

Bunter Frühling und Sommer

  • (Stauden-)Pfingstrosen: Rund um Pfingsten also von Mai bis Juni ist die große Zeit der Pfingstrosen. Die grandiosen Blüten sind einfach zauberhaft und nach der Blüte bleibt Dein Beet Dank der Blätter weiterhin schön grün. Aufwand: Im zeitigen Frühjahr müssen Stauden-Pfingstrosen eine handbreit über dem Boden zurückgeschnitten werden und vor der Blüte solltest Du unbedingt an eine Stütze denken, damit die Pracht nicht abknickt. Achtung: Nicht mit Strauch-Pfingstrosen verwechseln, diese erwarten eine andere Pflege!
  • Flockenblumen: Die sind einfach nur herrlich unkompliziert und bestechen durch ein schickes Blau im saftigen Grün. Bei uns kommen sie wild, versamen sich fleißig und ich entdecke laufend neue Grüppchen im Garten. Sie neigen (zumindest bei mir) zu Läusen, dann schneide ich sie radikal runter. Meist belohnen sie den Rückschnitt mit einer zweiten Blüte.
  • Steppensalbei*: Auch so ein einfacher Geselle. Wer sich mit einer einmaligen Blüte zufrieden gibt, schneidet den Steppensalbei im zeitigen Frühjahr zurück. Wer eine zweite Blüte möchte, schneidet ihn direkt nach der ersten Blüte um ca. 1/3 zurück und düngt ein wenig. Einige Wochen später erscheint dann die zweite Blütenpracht.
  • Akelei: Hach, die haben es mir so richtig angetan. So wunderbar filigran und zierlich! Akeleien scheinen über den Rabatten zu schweben und sind einfach ein Traum. Und machen keine Arbeit. Ich lass sie bis im Herbst stehen, schüttle die Samen überall dort raus, wo ich kommendes Jahr welche haben möchte. Ansonsten vermehren sich diese Zweijährigen von allein.
  • Taglilie: Erst konnte ich der Taglilie nichts abgewinnen, aber nun ist die Liebe da. Die Blüten sind zwar nur einen Tag geöffnet, dafür kommen laufend neue und tun muss man eigentlich nichts. Je nach Ausuferungsgrad kann man sie alle paar Jahre teilen, aber das empfiehlt sich ja bei den meisten Stauden.
  • Phlox: Zum Phlox kann ich noch gar nicht viel erzählen – er ist frisch gepflanzt. Aber ich finde ihn wunderschön und freue mich schon heute auf die erste Blüte. Auch hier beschränkt sich der Arbeitsaufwand auf den Rückschnitt im Frühjahr und ein evtl. Teilen nach einigen Jahren. Und: Stütze nicht vergessen!
  • Scheinsonnenhut: Siehe Phlox 🙂

Späte Blüte bis weit in den Herbst

  • Fetthenne: Blüht wunderschön im späten Sommer bis weit in den Herbst und ist wichtige Futterquelle für Insekten. Ende Mai mach ich hier einen Chelsea Chop, damit sie nicht auseinanderbricht. Ansonsten ist nur der Rückschnitt im zeitigen Frühjahr angesagt.
  • Herbstastern: Auch sie sind wirklich unkompliziert. Pflanzen, an den Blüten erfreuen, Rückschnitt im Frühjahr und alle paar Jahre Teilen. Fertig.

Essbar, apart und unkompliziert: Kräuter

  • Salbei: Wie der Ziersalbei auch, ist auch der “echte” Salbei einfach zufriedenzustellen. Ein leichter Rückschnitt im Frühjahr und er treibt wieder munter aus.
  • Rosmarin*: Einmal gepflanzt und gut ist. Gut eingewurzelt kann beim Rosmarin fast nichts schief gehen.
  • Lavendel:* Nach der Blüte kommen die verwelkten Blüten ab und im Spätsommer kürze ich ihn runter. Ich schneide auch eine frühe Blüte komplett ab und werde dann immer wieder mit neuen Blüten überrascht.
  • Thymian*: Hier erfolgt der Rückschnitt bei mir v.a. durch die laufende Ernte. Wenn er zu verholzen droht, kürze ich etwas radikaler, ansonsten lasse ich ihn in Ruhe.

Was Du grundsätzlich bei den mediterranen Kräutern beachten solltest, v.a. wenn Du in den raueren Gegenden Deutschlands wohnst, ist ein ausreichender Schutz im Winter.

Je nachdem macht es auch Sinn, die Schätze auszugraben oder grundsätzlich im Topf zu ziehen und im Winter ins Haus zu nehmen. Bei mir hier im Südwesten hat bei den eingepflanzten bisher eine gute Laubschicht ausgereicht. Der Rosmarin im Topf jedoch hat diesen Winter sehr gelitten. Trotz dickem Winterfell.

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Gärtnern für Faule: Ein Tipp zum Schluss

Viele ein- und zweijährige Sommerblumen erscheinen auf den ersten Blick pflegeintensiver als Stauden. Man muss immer wieder neu säen und schauen, wo man die Schönheiten platziert. Aber: Viele von ihnen versamen sich zuverlässig von selbst und überraschen einen so jedes Jahr an neuen Standorten.

Bei uns wachsen dieses Jahr unglaublich viele Margeriten und die Mohnsamen*, die ich im zeitigen Frühjahr ziemlich wild ausgestreut hab, zeigen überall kleine Pflänzchen, die dann (leider erst) im nächsten Jahr blühen werden und sich dann weiterverbreiten dürfen.

Patagonisches Eisenkraut, Cosmeen, Bartnelken, Löwenmäulchen* usw. habe ich dieses Jahr vorgezogen und ich hoffe, dass sie sich so wohl fühlen, dass sie 2022 ganz von alleine wieder erblühen 🙂

Fazit: Ein schöner Garten kann so einfach sein

Du siehst: Einfacher geht es kaum. Bei den meisten hier aufgelisteten Stauden, genügt der Rückschnitt im zeitigen Frühjahr und die meisten Blumen sind vollauf zufrieden, wenn Du dir regelmäßig einen schönen Strauß machst und ein wenig beim versamen hilfst.

Und nun: Auf in den Liegestuhl oder die Hängematte. Genieß die bunte Blütenpracht und lass die Seele baumeln. Tut gut. Versprochen.

Nachtrag: Ich verlinke noch zu Wolfgang und Loretta zur Gartenwonne-Sommerglück-Linkparty. Da gibt es sooo viele schöne Bilder aus traumhaften Gärten zu bewundern.

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Nützlinge im Garten und der natürliche Kreislauf vor Deiner Türe

Ich liebe Honig. Du auch?
Ich mag aber auch bunte Schmetterlinge, gepunktete Marienkäfer, dicke Hummeln, stachelige Igel, bunte Blumen und Blüten, leckeres Gemüse aus dem eigenen Garten und von allem möglichst viel.

Und da wären wir beim Thema: Denn das Eine geht nicht ohne das Andere. Deshalb beschäftigen wir uns heute mit den Nützlingen im Garten und dem natürlichen Kreislauf vor Deiner Türe.

Bitte beachte, ich schreibe häufig vom Garten, damit meine ich aber selbstverständlich auch alle Balkongärtner – fühlt euch bitte immer ein- und nicht ausgeschlossen.

Das wir immer weniger Insekten haben, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Gerade auf dem Land ist die Zahl der Insekten sogar stärker rückläufig als in der Stadt. Denn dort finden die kleinen Wesen mittlerweile einen bunt(er) gefüllten Tisch als in der freien Natur. Das liegt u.a. an den Monokulturen und der damit schwindenden Biodiversität.

Doch auch wenn man durch die Straßen läuft und in die Gärten linst, bietet sich immer wieder ein tristes Bild: Rasen, möglichst kurz geschoren ohne Blümchen, immergrüne Hecken und ab und an ein Pflänzchen, mit bissel Blüten. Vermutlich zur Beruhigung des schlechten Gewissens. Getoppt werden diese “grünen Oasen” nur noch von den Schotterwüsten-Vorgärten. Aber dazu wurde bereits genug gesagt und geschrieben.

Nützlinge im Garten: Bienen und Insekten freuen sich über kleine, feine Unterkünfte und Futter
Nicht nur die Bienen freuen sich über einen “all-inclusive” Garten mit Unterkunft und Vollpension.

Warum wir die Nützlinge im Garten brauchen

Für die Bestäubung der Blüten quer durch den Nutz- und Ziergarten – klar, das wissen wir alle noch aus der Schule. Die Bestäubung ist vielleicht der wichtigste Punkt, weshalb die Nützlinge unverzichtbar für uns alle sind. Ohne summende und brummende Insekten kein Gemüse, kein Obst, keine Früchte.

Aber die Nützlinge im Garten schützen auch die Pflanzen vor Schädlingen. So ist die Leibspeise der Marienkäfer die kleine Blattlaus. Andere Nützlinge wie die Ameisen sind der natürliche Aufräum- und Putztrupp in unserem Garten. Dazu zählt auch ein intaktes Bodenleben mit Regenwürmern etc. Sie sorgen für lockere Erde, verzehren Pflanzenreste und lassen kostbaren Boden entstehen, der unser Gemüse perfekt wachsen lässt. Oder der Tigerschnegel, der sieht aus wie eine Nacktschnecke, ist aber deutlich cooler: Der gestreifte Nützling vertilgt gerne die Gelege ebenjener nackten Gesellen und schützt somit unsere Gemüsepflänzchen.

Ein Tigerschnegel ist ein nützlicher Helfer, denn er frisst Nacktschnecken bzw. deren Gelege.
Bitte nicht verwechseln: Tigerschnegel sind im Gegensatz zu den gemeinen Nacktschnecken echte Nützlinge.

5 Tipps für mehr Nützlinge im Garten

Wie könnt ihr den Nützlingen nun wirklich helfen? Hier sind 5 top Tipps, mit denen Du den kleinen Helfern ein reichhaltiges Buffet anbietest.

1. Pflanze viele unterschiedliche Blumen und Stauden

Jedes Tierchen sein Pläsierchen – unter diesem Motto sollte ein bunter nützlingsfreundlicher Garten angelegt sein. Denn nicht jede Wildbiene, nicht jede Hummel und nicht jeder Schmetterling favorisiert die gleichen Pflanzen. Da gibt es echte Spezialisten, die nur ganz bestimmte Blüten ansteuern und Farb-Liebhaber, die z.B. nur lila Blüten anfliegen.

Daher darf Dein Blumenbeet gerne bunt und wild sein – je üppiger, desto besser für die kleinen Mitbewohner.

Achte beim Kauf von Blumen und Stauden darauf, möglichst viele ungefüllte Blüten zu haben. Diese sind für die kleinen Helferlein besser zugänglich und heiß begehrt. Prall gefüllte Blüten hingegen sind – bei aller Schönheit – weniger nützlich. Eine bunte Auswahl an Stauden und Blumen für Bienen und andere Insekten findest Du zum Beispiel hier*.

Nützlinge im Garten: Insekten freuen sich über ein buntes Blütenmeer
Bienen, Hummeln und Schmetterlinge freuen sich über ungefüllte, bunte Blüten.

2. Beziehe das ganze Jahr mit ein

Bienen, Schmetterlinge, Käfer und alle anderen Insekten benötigen rund ums Jahr unsere Unterstützung. Nicht nur in den Frühlings- und Sommermonaten. Sorge mit der Auswahl Deiner Pflanzen daher dafür, dass es mehr oder weniger das ganze Jahr über blüht und Nektar und Pollen zur Verfügung stehen. Ab Februar werden die ersten Nützlinge im Garten munter – da sollten die ersten Frühblüher in den Startlöchern stehen. Schneeglöckchen, Lenzrosen und Krokusse eröffnen den Blütenreigen. Oder auch frühblühende Sträucher wie Forsythien oder Jasmin bieten früh im Jahr Nahrung für die Insekten.

3. Gib Unordnung eine Chance

Lass das Beikraut auch mal wuchern, lass die Blätter im Herbst auf den Beeten, lass verblühte Stauden über den Winter im Beet, baue einen Haufen aus Zweigen, aus Blättern und dekoriere Deinen Garten mit einem schicken Steinhaufen.

Beikräuter sind oft wichtige Futterpflanzen. Welke Blätter bieten dem Bodenleben Futter und werden zu wertvollem Humus für bestes Pflanzenwachstum. Kahle Staudenstängel sind Winterquartier für Käfer und Insekten. Haufen jeder Art dienen ebenfalls als Unterschlupf in den kalten Monaten für Igel und Co. und in den Steinen schlüpfen Salamander und wärmeliebende Tiere unter.

Totholz bietet vielen Insekten einen guten Unterschlupf
Totholz ist für viele Nützlinge ein perfekter Unterschlupf – sowohl für den Nachwuchs als auch für den Winter.

4. Baue ein Insektenhotel

Dein Garten ist bunt und bietet ausreichend Nahrung für Insekten? Dann baue deinen kleinen Mitbewohnern doch noch ein schönes Zuhause. Insektenhotels werden immer wichtiger, da viele Insekten nur schwer geeignete Nistmöglichkeiten finden.

Aber: Kein Unterschlupf ohne entsprechendes Futter. Das schönste Hotel bleibt vermutlich leer, wenn

a) kein Nahrung (Blüten) in nächster Nähe zu finden ist;

b) das Häuschen unsachgemäß gebaut wurde (wie übrigens die beiden Exemplare auf dem Titelbild). Tolle Ideen und Anleitungen, wie Du ein Insektenhotel richtig baust, findest Du beim Nabu. Fertige Insektenhotels kannst Du beispielsweise bei Baldur Garten* kaufen.

c) der Standort des Hotels falsch gewählt wurde – am liebsten mögen es Insekten sonnig und windgeschützt.

Nützlinge im Garten: Bienchen beim Einzug
Eine kleine Biene beim Bezug ihrer neuen Unterkunft. Viele Zimmer sind nicht mehr frei.
Nützlinge im Garten: Ohrwürmer lieben Stroh
Auch Ohrwürmer freuen sich über eine passende Unterkunft. Am besten nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Bienen, um deren Larven zu schützen.

5. Vergiss die “Großen” nicht

Bei all der Begeisterung für die kleinen Insekten, die durch die Gärten, Parks und über die Balkone summen, gibt es auch noch ein paar größere Tiere, mit denen wir gerne unser kleines Reich teilen.

Da wären die Vögel, die uns mit ihren Gesängen durch den Frühling und Sommer begleiten und uns den ein oder anderen Schädling vom Leib halten.

Oder der Igel, der z.B.Schnecken zum Fressen gern hat. Eichhörnchen, Eidechsen, Frösche – sie alle ziehen gerne in bunte Gärten ein, die ihnen ausreichend Nahrung und einen passenden Platz als Zuhause bieten.

Eidechsen reicht eine sonnige Steinmauer mit (wichtig) Ritzen / kleinen Hohlräumen, in denen sie sich verkriechen können.

Der Igel möchte spätestens im Herbst einen großen Blätterhaufen oder auch ein Igelhaus.

Frösche benötigen Wasser, wenn Du magst, lege einen Teich oder Wasserlauf an (bitte auf die Sicherheit achten, sollten kleine Kinder in Deinem Garten unterwegs sein).

Vögel brauchen korrekt befestigte und Katzen sichere Nistkästen, Sträucher, Bäume etc. zum Nestbau.

Wenn Du Die diese fünf Tipps zu Herzen nimmst und umsetzt, dann ist Dein Garten oder auch Dein Balkon bereit für die vielen kleinen und größeren Gäste. Rücke den Liegestuhl an die richtige Stelle, schnapp Dir ein gutes Buch und ein leckeres Getränk, lehn dich zurück und GENIESSE Dein kleines buntes, brummendes Reich. Viel Spaß dabei!

Hast Du weitere Ideen, mit denen wir kleine und größere Nützlinge in den Garten locken können? Dann lass einen Kommentar hier, damit wir alle noch mehr für die kleinen Helfer tun können. Danke dir!

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10 inspirierende Frauen, die Frauen stärken

Frauen sind viel: Partnerin, Mutter, Schwester, Oma, Managerin, Arbeitnehmerin, Selbstständige, Liebhaberin, Psychologin, Coach für alle Lebenslagen, … Aber vor allem sind wir eins: STARK. In den letzten Wochen und Monaten sind mir viele besonders starke Frauen begegnet, die mich sehr inspiriert und zum Nachdenken angeregt haben. Heute möchte ich Dir deshalb 10 inspirierende Frauen, die Frauen stärken und mich persönlich in ihren Bann gezogen haben, vorstellen.

Durch meine Teilnahme an Working out Loud (WOL) #FrauenStärken treffe ich seit Anfang des Jahres jede Woche auf neue tolle, außergewöhnliche, herausragende und mich sehr inspirierende Frauen. Einige von ihnen sowie weitere Frauen, die in mir vieles in Bewegung setzen und gesetzt haben, stelle ich heute vor. Es ist eine persönliche Liste, die hoffentlich bei der ein oder anderen von Euch auch einen Nerv trifft.

Zur Einstimmung für uns Powerfrauen ein, wie ich finde, sehr treffendes Zitat von Marilyn Monroe (die allerdings nicht in der Liste vorkommt).

“If you don’t fit in with the crowd, perhaps it is because you were meant to lead it.”

Marilyn monroe

Eine persönliche Liste: 10 inspirierende Frauen, die Frauen stärken

Starten möchte ich mit einigen Frauen, die mich über die WOL-Reise begleitet haben bzw. auf der Reise inspiriert haben:

1. Magdalena Rogl

Vor Magdalena Rogl (Head of Digital Channels, Microsoft Germany) kann man nur den Hut ziehen, denn sie hat sich aus eigener Kraft, mit der Energie und dem Mut einer Löwin nach oben durchgekämpft. Gegen alle Widerstände und seit ich ihr das erste Mal zuhören durfte, ein großes Vorbild, wenn es darum geht, sich selbst und die eigenen Ziele/Wünsche nicht aus den Augen zu verlieren. Sie ist eine Leaderin, die stets den Menschen im Blick hat und sich für Diversity einsetzt.

2. Tijen Onaran

“Die Welt digitaler und diverser zu machen” lautet das Credo von Tijen. Sie ist eine wahre Frauen-Stärkerin, die uns alle mutiger und selbstbewusster machen möchte, den eigenen Weg zu gehen und vor allem, sich selbst zu vermarkten und sichtbar zu werden. Unter anderem auch durch Tijen und Working out Loud habe ich selbst einen neuen Zugang zum Thema Sichtbarkeit (im Netz) gefunden.

“Es ist nicht der Job der Töchter, ihre Väter darauf aufmerksam zu machen, dass Diversität wichtig ist. Es ist der Job der Männer in Machtpositionen zu erkennen, dass Vielfalt der Motor für Innovation ist.”

Tijen Onaran, CEO & Founder Global Digital Women

3. Kenza Ait Si Abbou

Kenza brennt für Artificial Intelligence und “liebt es, Menschen um sich zu haben”. Sie ist eine Vorreiterin für die Digitalisierung und lebt Female Leadership. Als Role-Model der WOL FrauenStärken Community hat sie mich mit ihren Aussagen zu “Wenn Du als arbeitende Mutter schon weniger Zeit für Deine Kinder hast, dann muss diese Arbeit Spaß machen” beeindruckt. Denn ja, wenn ich weiß, dass das, was ich mache, mir persönlich zu mehr Selbstbewusstsein und Zufriedenheit verhilft, ist diese (Arbeits-)Zeit nicht verschwendet. Vielmehr zahlt sie dann auf die Zeit, die ich mit den Kindern habe, ein.

4. Jenny Gruner und 5. Isabell Rein

Jenny und Isa sind meine zwei Ladies, die mich ganz ganz eng auf der WOL FrauenStärken Reise begleiten. Einmal wöchentlich verbringen wir eine WOL-Session miteinander, die von Woche zu Woche länger dauert und die mich durch den Rest der Woche trägt. Wir kommen gerne vom Stöckchen aufs Hölzchen und sind mittlerweile ein eingeschworenes Team, das sich gegenseitig beim Erreichen der WOL-Ziele unterstützt. Toll! Vielen Dank, euch beiden für die inspirierende Zeit!


Starke Frauen finden sich jedoch auch fern der WOL-Reise. Es sind Frauen, die mir durch meine Hobbies Nähen und Gärtnern über den Weg gelaufen sind. Frauen, die aus ihren Hobbies einen Beruf und kleine, erfolgreiche Unternehmen gemacht haben. (Hier gäbe es noch viele tolle Frauen mehr, aber in einer Top Ten ist leider nur Platz für 10.)

6. Elke Puls

Elke ist Gründerin des Labels Elle Puls – Näh Deinen Stil. Sie hat einen eigenen Podcast, einen Blog, ein Schnittmuster-Label, organisiert (in Corona-freien Zeiten) die “Näh Deinen Stil” Camps und hat einen eigenen Club. Sehr inspirierend wie sie ihren Weg vom Näh-Hobby zur Stilberaterin für Frauen, die sich ihre Garderobe selbst nähen, gegangen ist. Bei Elke spürt man unglaubliche Energie, Hingabe und Akribie, bei dem, was sie tut. Das begeistert mich nachdrücklich und hat mich vor allem zum ersten Mal dazu gebracht, ernsthaft über meinen persönlichen Stil nachzudenken. Danke hierfür!

7. Meike Rensch-Bergner

Meike, Frau Crafteln, macht Frauen durch die passende Kleidung stark und ist eine echte Powerfrau, die sich mit viel Leidenschaft ihr eigenes Mode-Business aufgebaut hat. Sie konzentriert sich auf perfekt passende Schnitte und kümmert sich auf eine sehr sympathische, einnehmende Art um das Thema Schnittanpassung – mit gutem Blick auf größere Größen. Allein ihre Stimme beruhigt mich und ich höre ihr einfach gern zu. Meike möchte Frauen durch die richtige Kleidung stärken, “Kleidung, die stark und schön macht” – egal in welcher Größe. Durch ihre sehr eloquente, ruhige und einnehmende Art stärkt sie das Selbstbewusstsein von Frauen, die sich – aus welchem Grund auch immer – ihre eigene Kleidung nähen.

8. Marie Diederich

Marie hat meine schlummernde Leidenschaft für den Gemüsegarten geweckt. Spätestens seit ich über ihre Wurzelwerk-Pins gestolpert bin und ihren Newsletter mit wöchentlichen Videos erhalte, ist bei mir der Nutzgarten-Hype ausgebrochen. Maries sympathische Anleitungen helfen mir bei der Planung, der Anzucht, der Pflanzung und sichern mir hoffentlich eine riesige Ernte in den neuen Beeten. Im letzten Jahr hat es im Hochbeet schon super funktioniert. Mit Marie geh ich jedenfalls durchs Gartenjahr.

9. Sarah Stiller

Was Marie für den Nutzgarten, ist mir Sarah für den Ziergarten. Sarah zeigt auf ihrem “My Cottage Garden Blog” ihren Traumgarten, der statt auf kahle Rasenfläche (oder noch schlimmer Schotterwüsten) auf überbordende Stauden- und Rosenbeete setzt. Eine Wonne für die Augen, wann immer man davon ein Bild zu sehen bekommt. Wirklich traumhaft schön und in ihrem Shop gibt es außerdem Samen für wunderschöne Blumen – bei mir liegen schon Duftwicken, Malven und Staudenwicken bereit für die Aussaat. Mein Traum vom Cottage Garden wird noch ein paar Sommer Entwicklungszeit brauchen, aber hoffentlich wird er irgendwann wahr.


Und last but not least, die aus meiner sehr persönlichen Sicht inspirierendste und gleichzeitig stärkste Frau überhaupt:

10. Meine Mama

Das möchte ich auch einfach so stehen lassen.

Wer inspiriert Dich? Welche Frauen haben für Dich eine Vorbildfunktion? Ich finde, je mehr man darüber nachdenkt, umso mehr starke, inspirierende Frauen fallen einem ein – aus allen Lebensbereichen und in so vielen Facetten. Lass doch einen Kommentar da – damit wir alle noch mehr tolle Frauen kennenlernen können.

*Bildquelle: pexels.com

Jahres-Ausblick 2021 statt Jahres-Rückblick 2020

Braucht es tatsächlich einen Jahres-Rückblick 2020? Um ehrlich zu sein, nein. Lasst uns gemeinsam lieber nach vorne schauen und nicht allzu lange zurückblicken. Deshalb gibt es von mir einen Jahres-Ausblick 2021 statt Jahres-Rückblick 2020.

Wobei ich betonen möchte, dass 2020 nicht nur schlecht war. Mir hat das Jahr tatsächlich mehr Ruhe – Raum für mich und meine Familie – Raum für meine Träume / Wünsche gegeben. Dafür bin ich dankbar. Gerade vor dem Hintergrund, dass es vielen anderen nicht so ging. Dessen bin ich mir sehr bewusst.

Ohne den Lockdown im März 2020 wäre ich jedoch nicht ins Homeoffice katapultiert worden und hätte mir einen lange gehegten Wunsch vermutlich nicht erfüllt: Endlich wieder zu schreiben. Die Ruhe und Entschleunigung, die ich als dringende Wohltat empfunden habe und immer noch empfinde, lieferte die Basis: Ein Blog zum Thema Entschleunigung, Achtsamkeit und “alte” neue Hobbies.

2020 war für mich das Jahr in dem ich meine Oma zu mir zurück geholt habe. Oma war eine Gartenfee und Nähzauberin. Zwei Dinge, die ich in diesem Jahr für mich entdeckt habe und die den Rahmen für diesen Blog bilden: Gärtnern und Nähen.

Jahres-Ausblick 2021: So stell ich mir mein Jahr vor

Deshalb werden diese zwei Themen 2021 (abgesehen von meiner Familie und meiner regulären Arbeit) im Zentrum stehen: Die weitere Gestaltung und Nutzung unseres Gartens und das Nähen. Das alles möchte ich mit Ruhe und einem Stück Gelassenheit angehen. Möglichst stressfrei integriert in den Alltag. Ob das klappt – wir werden es sehen.

Was steht im Garten 2021 an?

Im Garten ist die ToDo-Liste schon wieder ganz schön lang. Daher hier nur unsere wichtigsten Vorhaben:

  1. Das Gemüsebeet muss vorbereitet werden und die bereits gekauften Samen wollen in die Erde wandern.
  2. Das Hochbeet soll um eine weitere Etage ergänzt werden, damit noch mehr Gemüse und Obst (ich will Melonen ernten) bei uns wachsen kann.
  3. Nachdem wir im Herbst eine lange Thuja-Hecke entfernt haben, möchte ich an dieser Stelle ein bunt-blühendes Staudenbeet anlegen.
  4. Die “Werkel-Ecke” hinter dem Gartenhäuschen benötigt einige Optimierungen und Schönheits-Operationen.
    Soweit die Pflicht.
  5. Die Kür: Die alte Terrasse aus Waschbeton soll weichen, um mehr Grünfläche für die Kids zu schaffen.

Ihr seht, die Liste ist lang, aber ich bin hochmotiviert und sehne fast schon das Ende des Winters herbei, wäre da nicht Neu-Hobby Nummer 2:

Wie wird sich das Nähen 2021 entwickeln?

In den letzten Monaten habe ich angefangen, auch für mich selbst Kleidung zu nähen. Vor kurzem war das noch undenkbar, aber mittlerweile finde ich den Gedanken, einmalige, auf mich zugeschnittene Kleidung zu tragen, total cool und möchte da auch 2021 dranbleiben. Vor allem aber muss ich hier noch ganz ganz ganz viel lernen… Übung macht ja bekanntlich den Meister 😉

Wie es dazu kam, dass ich für mich selbst nähe und welche ersten Teile bereits fertig sind, erzähle ich euch in einem extra Beitrag noch im Januar.

Das Nähen für mich selbst führt auch dazu, dass ich mich vermehrt mit dem Thema “Stilfindung” und “Farben” auseinandersetze. Außerdem möchte ich mein bisher doch noch sehr rudimentäres Nähwissen, sobald wie möglich in einem Nähkurs vertiefen. Darauf freue ich mich schon total. Die nächsten Projekte?

  • Ein Kleid für den Übergang (vermutlich wird es dieser Schnitt* – der Name allein macht den Schnitt schon zu einem Muss ;-))
  • Ein Frühlingskleid – hier liegt noch von Fastnacht ein Burda-Schnitt, den ich ausprobieren möchte
  • ein oder zwei Shirts
  • ein oder zwei leichte Röcke für den Sommer

Unkomplizierte Projekte, die sich hoffentlich problemlos nähen und perfekt tragen lassen. Selbstverständlich bekommen auch die Kids noch das ein oder andere Teil. Da bin ich aber noch etwas am Stöbern. Seid gespannt!

Das war mein persönlicher Jahres-Ausblick 2021 statt Jahresrückblick 2020 🙂 Nun wünsche ich Dir und Deinen Liebsten ein hoffentlich triumphales Jahr 2021! Lass es Dir gut gehen und vor allem: Bleib gesund.

Damit entlasse ich Dich und verspreche: Irgendwann geht wieder die Sonne auf wie hier am Feldberg, Schwarzwald. So schön!

Jahres-Ausblick 2021

*Kennzeichnung als Werbung, da im Beitrag auf kostenpflichtige Angebote verlinkt wird. Ich erhalte jedoch keine Gegenleistung für die Nennung und Verlinkung.

Gartenplanung für den Gemüsegarten – auf geht’s 2021

2020 mag noch nicht vorbei sein, bei mir stehen die Zeichen aber bereits auf 2021. Zumindest wenn ich an den Garten denke. Denn ich steck schon mitten drin in der Gartenplanung für den Gemüsegarten.

Nach den ersten zaghaften Anfängen mit einem Hochbeet in diesem Jahr, möchten wir (respektive ich) in der kommenden Saison einen kleinen Gemüsegarten anlegen. Schon den ganzen Sommer überlege ich, was alles bei mir wachsen und gedeihen könnte und wie toll es wäre, uns mit dem Gemüse aus dem eigenen Garten zumindest zu einem Großteil selbst versorgen zu können.

Einen großen Anteil an diesem Vorhaben hat übrigens Marie vom Blog und Youtube-Kanal Wurzelwerk.net.* Hier hab ich schon sooo viele Beiträge gelesen und mir ein kleines Grundwissen erarbeitet, mit dem ich es hoffentlich schaffe, im kommenden Jahr eine gute Ernte einzufahren. Bereits in diesem Jahr hab ich viele Tipps und Anregungen aus Maries Blog übernommen und das werde ich auch fortsetzen.

Gartenplanung für den Gemüsegarten
Es wächst und gedeiht – 2021 nicht nur im Hochbeet, sondern auch im neuen Gemüsebeet.

So planst Du Deinen Gemüsegarten

Auch wenn ich noch keine Garten-Expertin bin, möchte ich dich trotzdem an meinem Vorgehen teilhaben lassen. Vielleicht bekommst Du ja auch Lust auf Dein eigenes Gemüse 😉 Hier zeig ich Dir, wie ich Schritt für Schritt bei der Gartenplanung für den Gemüsegarten vorgehe.

  1. Einen Platz für Deinen Gemüsegarten finden: Lege fest, wo sich Dein Gemüsegarten befinden soll und wie groß er werden soll. Wichtig ist vor allem viel Sonne.
  2. Lesen, lesen, weiterbilden: Ich hab wirklich sehr viele Blogbeiträge, Pins, Mein schöner Garten-Artikel und Videos angeschaut, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie ich mein eigenes Gemüse möglichst nachhaltig anbauen kann.
  3. Mischkultur, Fruchtwechsel und Fruchtfolge verstehen: Informiere dich ausführlich über diese Themen, denn sie sind – so zumindest meine Wahrnehmung – essentiell für eine erfolgreiche Ernte und gesunde Früchte.
  4. Gemüsesorten auswählen: Überlege Dir, was Du anbauen und ernten möchtest. Schreibe Dir alles auf und informiere dich über die einzelnen Sorten. Sind es Schwach-/Mittel-/Starkzehrer? Gibt es gute/schlechte Nachbarn? Haben die Pflanzen besondere Ansprüche? Wie hoch werden die Pflanzen?
  5. Gruppen bilden: Bilde aus den von dir gewünschten Gemüsesorten kleine Gruppen – Schwachzehrer zu Schwachzehrer, Mittel- zu Mittelzehrer und Stark- zu Starkzehrer. Innerhalb dieser Blöcke: Gute und schlechte Nachbarn zusammenpacken.
  6. Samen bestellen: Das war für mich ein ganz toller Moment. Ich habe den Bingenheimer Saatgut Katalog* durchgeblättert und dort nach Herzenslust Samen herausgesucht und dann online bestellt. Was mir wichtig war: Ich möchte wissen, was ich anbaue. Bio war mir wichtig und kein F1 Hybrid-Saatgut. Das ist natürlich Dir überlassen, ob Du im Gartencenter oder Baumarkt oder aber bei Bio-Anbietern die Samen für Deinen Gemüsegarten besorgst. Oder auch, ob Du vorgezogene Pflanzen bevorzugst.
  7. Anbauplan erstellen: Die Fläche ist klar, die Pflanzen ausgesucht. Nun fehlt noch ein Plan, wie Du die Gemüsesorten in Deinem Beet anordnest. Zuerst habe ich mein Beet in 4 gleich große Flächen eingeteilt: Eine für Schwach-, eine für Mittel-, eine für Starkzehrer und eine, die nicht mit Gemüse, sondern mit einer Gründungung bepflanzt wird. Bei mir werde ich hier Kartoffeln pflanzen zur Beetvorbereitung. Dann hab ich die bereits gebildeten Gruppen entsprechend ihrer Vorlieben auf diesen Flächen angeordnet. Ich muss gestehen, dass war/ist echt nicht einfach und es war ein großes Puzzle, das zusammengesetzt werden wollte – sie das Headerbild, da siehst Du all meine Aufschriebe.
  8. Das Beet vorbereiten: Marie von Wurzelwerk hat hierfür eine Methode, die sich echt klasse anhört – mit Pappe und viel Kompost, ohne Umgraben. Bei uns wird das leider nicht funktionieren, da wir den Gemüsegarten in einer Ecke planen, die bisher mit Thuja-Hecken bewachsen war. Daher heißt es: Wurzeln ausgraben, umgraben, Boden lockern und aufwerten.
  9. Materialien besorgen: Was benötigst Du außer den Samen oder den Setzlingen? Dünger, Gartenwerkzeug, Beetumrandung, Schutzvlies, Schneckenschutz… Einmal zum Gartencenter und es kann losgehen.
  10. Gemüse vorziehen: Wann Du welche Gemüse vorziehen solltest, kannst Du immer der Samenpackung entnehmen. Ob Du vorziehen möchtest oder direkt ins Beet säen möchtest, hängt von Deinen Vorlieben ab. Ich werde es mit einigen Gemüsesorten auf jeden Fall machen. Schon allein, damit die Vögel und Schnecken einem richtigen Aufgehen und Anwachsen nicht zuvorkommen.

Und nun viel Spaß beim Kataloge durchwühlen, lesen, planen und gestalten Deines Gemüsegartens für 2021.

Hast Du noch weitere Tipps, die man bei der Gartenplanung für den Gemüsegarten beachten sollte? Schreib es uns in die Kommentare!

*Bitte beachten: Ich kennzeichne diese Links als Werbung, da er auf eine Seite mit Onlineshops bzw. kostenpflichtigen Angeboten verweist. Ich erhalte allerdings nichts für diese Links und verlinke nur auf Seiten, die ich für spannend und inspirierend halte.

Garteneroberung: Unser Rückzugsort in stürmischen Zeiten

Da war er: Mein eigener Garten. Endlich. Mit unserem Umzug im Oktober 2019 konnten wir uns auch über ein gar nicht sooo kleines idyllisches Garten-Grundstück freuen. Noch besser: Unsere Vermieter lassen uns hier freie Hand, wir dürfen werkeln wie wir möchten, umgestalten, rausreißen, umpflanzen. Toll! 

Doch am Anfang hieß das auch: Au backe – ganz schön viel Arbeit. Wo soll man da nur anfangen? Denn, wie ihr auf den Bildern unten sehen könnt, der Garten war in den letzten Jahren aufgrund des Alters und Gesundheitszustandes unserer Vormieterin etwas aus der Form geraten und verwildert.

So sah es letzten Herbst in unserem Garten aus:

Aber bei genauer Betrachtung sieht man, dass er durchaus mit sehr viel Liebe und Akkuratesse angelegt, gehegt und gepflegt worden war.  

Im Herbst (noch vor unserem Einzug) leiteten wir erste “Notmaßnahmen” ein: Eine Blumen-/Staudeninsel zurückschneiden, so dass wir diese mittelfristig komplett entfernen können. Die Efeuranken rund um die Garage in ihrer Tiefe mehr als halbieren – hier darf man wirklich beherzt zugreifen, denn Efeu wächst rasant wieder… Ich kann da Beweise liefern. Was wir entdeckten: Unter den dicken und dichten Ranken kam tatsächlich eine Lampe sowie ein (kaputter) Bewegungsmelder zum Vorschein. Außer Efeu wachsen weitere Kletterbüsche an unserer Garage hinauf (vermutlich Buchs?), die man gar nicht mehr sehen konnte. Spannend!  

Außerdem haben wir die wild wachsenden und an jeder Ecke sprießenden Brombeer-Ranken rabiatt zurückgeschnitten. Eine Arbeit, die uns ab jetzt jedes Jahr droht, da die Brombeeren wirklich schwer zu bändigen sind. Denn auch wenn Brombeeren wirklich lecker sind, überall und an jeder Stelle möchte man sie dann doch nicht im Garten haben. Vielleicht hat jemand einen Tipp, wie man den Brombeeren dauerhaft Herr werden kann?  

Gestaltung für Anfänger

Doch die eigentliche Frage, die uns von Anfang an umtrieb war: Wie soll es denn werden? Wie soll es mal aussehen? Was möchten wir überhaupt für einen Garten?

Diese Frage beschäftigte uns im Winter eher weniger und wurde erst mit näher rückendem Frühjahr ernsthafter besprochen. Dann kam der Corona-Lockdown und mit ihm starteten wir so richtig in den Garten-Umbau.  Im Laufe der Wochen und Monate haben wir viel überlegt und geplant, wurden erste Überlegungen wieder verworfen und neue Ideen kamen hinzu.

Erste Erkenntnisse, die sich so verwirklichen ließen oder die Weichen für die Zukunft stellen:

  1. Die Terrasse soll schöner und größer werden.
  2. Wir möchten ein Hochbeet.
  3. Trenne dich von allem, was dir nicht gefällt, aber gib Vorhandenem auch Chancen.
  4. Mach einen Plan und scheue dich nicht ihn anzupassen.
  5. Ein Garten ist nie fertig, sondern wächst Jahr für Jahr aufs Neue.
  6. Viele Ideen erfordern viel Arbeit. Mach es Step by Step.

Geplant, getan. Wir legten los. Mein Mann begann mit dem Umlegen des Gartenweges. Ich widmete mich erstmal dem Vorgarten. Es folgten jede Menge Unkraut jähten, Büsche entfernen, Rosen umpflanzen, der Bau einer neuen Terrasse, das Anlegen eines Hochbeets … aber auch: Tägliche Freude, über alles, was da plötzlich wächst, mit dem man nicht gerechnet hatte. Die Erkenntnis, dass wir neben Käfern, Schnecken, Hummeln, Bienen… auch einen kleinen stacheligen Gast im Garten haben, machte uns direkt erfürchtig. Die kleinen Mäuse hingegen, die Schoko-Ostereier genau so lecker finden wie wir, fanden wir nicht ganz so toll. Aber aus Fehlern lernt man und im kommenden Jahr stelle ich die Kiste mit den Oster-Geschenken nicht einfach auf den Boden der Garage… 

Was mir der Garten bereits im ersten Jahr auch gezeigt hat – trotz der vielen Arbeit: Er macht mich glücklich, er bringt mich zur Ruhe und lässt mich abschalten vom Alltag. Mein neuer Ruhepol, der mein Hirn zum Brodeln bringt vor lauter Gestaltungsideen. Mal schauen, was sich davon am Ende umsetzen lässt.

Für den Herbst steht noch viel bevor und ich werde euch garantiert daran teilhaben lassen. Zuerst müssen die Thuja-Hecken weg, damit wir im Winter einen Plan für den hinteren Gartenbereich machen können, der hoffentlich auch ein Gemüsebeet vorsieht. Dann darf noch ein Rhododendron weichen und im Frühling gehts dann weiter. Ich freu mich schon – mit den Händen in der Erde wühlen und am Ende etwas gestalten. Das fand ich schon als Kind fantastisch und habe ich nun voll Begeisterung wiederentdeckt.

Dabei sollten wir nie vergessen: Gönn dir Auszeiten und nimm dir bewusst Zeit zum Abschalten, Runterkommen und Genießen des Gartens.

Denn das Ziel ist klar: Unser Garten soll uns erfüllen, Spielplatz für die Kinder sein, aber auch Rückzugsort und Ruheoase für uns als Familie.

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