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Der Ziergarten oder was wir aus 2021 lernen können (Teil 2)

Auf Teil eins folgt in der Regel ein Teil zwei und damit nun der Rückblick auf das Jahr im Ziergarten. Nachdem mein Fazit im Gemüsegarten ja stark durchwachsen ausgefallen ist, kann ich gleich vorab sagen: Im Reich der bunten Blumen, Stauden und Gehölze war es in dieser Saison deutlich freudiger.

Hier konnte mein Gärtnerherz regelmäßig vor Glück kleine Purzelbäume schlagen und die bunten Blüten haben mich ein stückweit durch den durchwachsenen Sommer getragen. Das viele “Nass von oben” scheint den Pflanzen sehr sehr gut getan zu haben.

Von Anfang an: Der Start in die Ziergarten-Saison

Lenzrosen sind mit die ersten Blüten im neuen Jahr.
Lenzrosen erfreuen früh und bleiben lange

Bereits früh im Jahr streckten die ersten Schneeglöckchen und Lenzrosen ihre Spitzen aus dem kalten Boden, dicht gefolgt von einem wahren Meer an Tulpen, Narzissen, Blausternchen, Primeln und Trauben-Hyazinthen. Es war wirklich toll, was da alles im Garten vorbeigeschaut und dem kalten, verschneiten Winter ein Stück Konfetti eingehaucht hat. Das es in diesem Frühjahr so viel mehr Frühblüher-Blüten gab als gewöhnlich, führe ich – zumindest hier bei uns – auf den reichlichen Schnee und den durchaus frostigen Winter zurück.

Im Frühjahr stand dann vor allem die Neuanlage unserer Grundstücksgrenze an, die wir im Herbst 2020 noch von einer Thuja-Hecke befreit hatten. Hier entstand mein kleiner Gemüsegarten sowie ein buntes Staudenbeet.

Das neue Staudenbeet

Für das Staudenbeet habe ich Ziersalbei, Kandelaber Ehrenpreis, Phlox, Purpur-Sonnenhut, Herbstastern, Argentinisches Eisenkraut (selbstgezogen) und für die Struktur einen Flieder gepflanzt. Neben dem Flieder, am Beetrand hinter dem Gartenhaus, dürfen noch zwei Himbeeren wachsen und auch unser Minz-Pott hat hier ein neues Zuhause gefunden. Um die Fläche zu füllen bis die Stauden eine ausreichende Größe erreicht haben, habe ich noch einige Einjährige gesetzt: wundervolle weiße Cosmeen, die jetzt noch prächtig aussehen, Margeriten (oder sind das eher Stauden?), Rosa Mohn (den hat meine Tochter im letzten Jahr wild verstreut…). Dazu kamen zwei Iris-Pflanzen, die ich vom Nachbarn geschenkt bekommen hab und die sich – trotz meiner anfänglichen Zweifel – ganz gut eingefügt haben in das Gesamtgefüge des Beetes.

frisch gepflanzt: das Staudenbeet im Ziergarten
Kurz nach der Pflanzung sieht man bereits, dass sich die Stauden wohl fühlen im neuen Zuhause
Das Staudenbeet wächst und gedeiht
In nur wenigen Wochen sind die Lücken im Beet geschlossen und die Stauden bilden eine Einheit
Ein Ziergarten besticht durch bunte Blüten das ganze Jahr hindurch.
Das Staudenbeet Ende Juli – der Kandelaber Ehrenpreis strahlt in voller Pracht mit rosa Mohn und Argentinischem Eisenkraut um die Wette.

Wie zufrieden bin ich mit dem neuen Staudenbeet?

Purpur-Sonnenhut (Echinacea) im Ziergarten.
Purpur-Sonnenhut strahlt im Beet. Dahinter der Fuchsschwanz.

Toll fand ich, dass die Stauden in meinem kleinen Ziergarten tatsächlich schnell und üppig gewachsen sind. Außerdem ging mein Plan mit “irgendwas blüht jetzt immer” voll auf. Die Stauden und Blumen wechselten sich in ihrer Blüte ab und das Farbenspiel ging nahtlos ineinander über. Mein Farbkonzept selbst ging gut auf. Als letztes werden uns nun die Herbstastern mit ihrer Blüte erfreuen und den Ausklang des Gartenjahres einläuten.

Als wundervolle Ergänzung zu den Stauden, haben sich die Einjährigen erwiesen: Die weiße Cosmea blüht im Überfluss und auch der Mohn setzte schöne Akzente. Ein frisch angelegtes Beet kann von den Einjährigen aus meiner Sicht nur profitieren, da diese noch bestehende Lücken schnell schließen.

Cosmeen in Hülle und Fülle
Cosmeen in Hülle und Fülle: Je mehr man in Vasen stellt, umso mehr neue Blüten kommen nach.

Weniger gut war der hohe Grad an Fleißarbeit, den ich hinsichtlich des Beikrauts leisten musste. Die jungen Stauden bekamen sehr schnell sehr viel Besuch durch allerhand Beikräuter. Da ich jedoch auch einige Samen direkt im Beet gesät hatte, konnte ich mir v.a. anfangs nie sicher sein, was nun Beikraut und was gewünschtes Kraut ist.

Außerdem gefallen mir die drei Phlox-Pflanzen nicht ganz so gut in der Komposition. Sie wachsen weniger hoch wie von mir angenommen, ergänzen sich nicht so harmonisch mit dem Purpur-Sonnenhut und gehen dadurch etwas unter. Evtl. werde ich sie im kommenden Frühjahr rausnehmen und umpflanzen. Eine Lücke im Beet, die ich ursprünglich mit einer Rose füllen wollte, gäbe es noch. Hier könnte der Phlox evtl. besser zur Wirkung kommen – alternativ darf er in ein neu anzulegendes Staudenbeet umziehen, in das er hoffentlich besser passen wird.

Den freiwerdenden Platz erhält vermutlich der Ehrenpreis. Dieser dürfte gerne noch üppiger wachsen.

Oder was meist Du? Lohnt es sich noch ein Jahr zu warten, um zu schauen, ob sich doch noch eine Harmonie ergibt?

Eine Erfahrung, die ich mit dem neuen Beet gemacht habe: Weniger ist mehr. Ich werde künftig darauf achten, lieber weniger unterschiedliche Stauden zu pflanzen und dafür größere Tuffs einer Art zu setzen. Dadurch wirken die Beete harmonischer und ruhiger. Auch Gräser werden – Allergie hin oder her – in Zukunft eine größere Rolle spielen.

Und sonst so? Was gab es noch im Ziergarten?

Fetthenne mit Biene
Darüber freuen sich die Bienen und die verwelkten Blüten geben dem Garten im Winter Struktur

Ich hatte mich im Juli am Chelsea Chop an der Fetthenne ausprobiert. Das hat in Teilen geklappt. Die einzelnen Blüten kippen zwar nicht unter dem Gewicht der mittleren um, jedoch ist es auch kein schöner, kompakter Busch – da muss ich kommende Saison etwas mehr auf Abstände und Gleichförmigkeit achten.

Im Spätsommer ist auf der Terrasse außerdem noch eine Clematis montana rubens eingezogen. Sei mit mir gespannt, wie sie anwächst und sich nächstes Jahr präsentiert. Ich sag mal: Fortsetzung folgt.

Dahlien gehören zu einem bunten Ziergarten einfach dazu. Deshalb habe ich einige Dahlienknollen immer zu zweit in Töpfe gesetzt und sie sind wirklich schön gekommen. Allerdings würde ich – so sie den Winter überstehen – im nächsten Jahr jeweils nur eine Knolle je Topf einpflanzen. Dadurch sollten sie noch üppiger zur Blüte kommen.

Traumhafte Dahlienblüte
Traumhafte Dahlienblüte

Die Rosen sind in diesem Jahr super gewachsen und haben den ganzen Sommer über immer wieder Blüten nachgeschoben. Auch die ersten “Rosen” – die Pfingstrosen – sind über sich hinausgewachsen und haben uns mit ihrer Blütenfülle fast erschlagen. So eine Pracht habe ich tatsächlich selten erlebt.

Duftwicke mit blauer Holzbiene
Was ein herrlicher Duft – Duftwicken machen ihrem Namen alle Ehre. Das gefällt auch der größten Wildbiene Deutschlands: Der blauen Holzbiene

Außerdem hatte ich noch verschiedene Sommerblumen selbstgezogen und in den vorhandenen Beeten und Rabatten im Ziergarten oder auch in Töpfen verteilt. Das hat alles sehr sehr gut funktioniert und quer durch den Garten haben uns Löwenmäulchen, Duftwicken (die duften wirklich herrlich), dunkelroter Fuchsschwanz, Cosmea, Mohn, Wildblumenmischung mit Kornblumen, Klatschmohn, wilder Möhre, Schafgarbe, etc. sowie kleine und große Sonnenblumen den Sommer versüßt. Im letzten Jahr gesät, dieses Jahr geblüht haben die Bartnelken. Immer wieder ein schöner Anblick.

Ein bunter Nutz- und Ziergarten ist tatsächlich ein Traum und noch immer blüht so vieles in den Beeten und Töpfen. Die Farben ändern sich im späten Sommer und im Herbst, aber bunt und schön, bleibt es immer. Und selbst wenn dann im Winter alles verblüht ist und nur noch “Gerippe” in den Beeten stehen und kahle Bäume und Äste den Garten zieren, ist es nie langweilig.

Ein bunter Garten beschert Dir nämlich rund ums Jahr immer wieder neue Ansichten und Aussichten und Du kannst fast täglich neue Schönheiten entdecken.

Was Du aus meinem Gartenjahr für 2022 mitnehmen kannst

Was wir nun aus diesem Gartenjahr mitnehmen können?

Unterschiedliches:

  1. Das Wichtigste: Jede Saison ist anders und jede Saison wartet mit neuen Überraschungen auf und lehrt uns Achtsamkeit, Geduld und Wertschätzung vor dem, was da in unserem Garten wächst – oder eben auch mal nicht.
  2. Im Gemüse-/Nutzgarten kamen in diesem eher feuchten und kühlen Sommer vor allem die heimischen Pflanzen sehr gut zurecht. Die Sonnenanbeter unter den Gemüsesorten hatten schwer mit dem Pilzdruck und der fehlenden Sonne und damit den geringeren Temperaturen zu kämpfen.
    Das zeigt mir, dass der Anbau unterschiedlichster Arten und Sorten immer sinnvoll ist, da wir dann von einer sicheren Ernte ausgehen können. Mischkultur funktioniert und ist der richtige Weg für ein gesundes, kleines Garten-Ökosystem, das uns immer mit einer Ernte versorgt. Dank des Anbaus verschiedener Sorten hast du immer etwas auf dem Teller und der Ausfall einer Gemüseart ist gut verschmerzbar.
  3. Im Ziergarten hat sich gezeigt, dass ausreichend Wasser für kräftige, hochgewachsene und üppig blühende Pflanzen sorgt. Damit war dieses Jahr aber auch mit viel “Stützarbeit” verbunden, da die hochgewachsenen Blumen und Stauden einiges an Halte-Unterstützung benötigt haben.
  4. Neuangelegte (Stauden-)Beete benötigen einiges an “Beikraut-Pflege” sowie viel Nass. Dann wachsen sie von ganz allein und nach nur einer Saison sieht das neue Beet wunderschön aus.
  5. Staudenbeet-Anlage die Zweite: Pflanze lieber weniger Sorten in größeren Gruppen – das sieht stimmiger, harmonischer und weniger wild aus.
  6. Je bunter desto mehr Summ und Brumm: Wir konnten in diesem Jahr viele Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten entdecken, weil immer irgendwo eine Blüte als Nahrungsquelle und auch ein Unterschlupf zur Verfügung stand. Darauf lege ich bei der Gestaltung des Ziergartens großen Wert. Bei der Auswahl der Pflanzen achte ich immer auf Insektenfreundlichkeit und versuche weitestgehend auf gefüllte Blüten zu verzichten. Aber ich gestehe: Hin und wieder brauche auch ich etwas “gefülltes”.

Ein Garten macht einfach Spaß – auch wenn mal etwas nicht so klappt wie geplant. Ein Ziergarten bereichert das Leben und sorgt für bunte Lichtblicke und Farbtupfer an durchwachsenen, kühlen oder dunklen Tagen.

Ich freu mich nun auf einen bunten Herbst in kräftigen, warmen Herbstfarben und mache bereits Pläne für die nächste große Gartensaison. Auf ein Neues!

Wie verlief denn Dein Gartenjahr? Lass es und wissen und erzähle ein bisschen in den Kommentaren.

Ich reihe mich in die Herbstglück-Linkparty bei den beiden Gartenwonne-Bloggern ein, die traumhafte September-Rosen zeigen.

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Gartenjahr 2021, Teil 1: Erfolge und Misserfolge im Gemüsegarten

Das Gartenjahr 2021 hat zwar noch viele Wochen vor sich, aber die Hauptsaison neigt sich dem Ende entgegen. Was soll man nun davon halten? Der Sommer war bei uns irgendwie so gar nicht sommerlich und abgesehen von einzelnen Tagen nicht heiß, dafür aber sehr nass und eher kühl. Das tat einigen Gemüsesorten sichtlich gut, andere hingegen kämpften schwer und einige verloren am Ende den Kampf. Daher heute mein persönliches Resümee zum Gartenjahr 2021 im Gemüsegarten.

Der Start ins Gemüse-Gartenjahr 2021

Im Februar und März begann die Anzucht all der tollen Leckereien auf den Fensterbänken des Hauses. Überall standen kleinere und größere Töpfe, wurden gegossen, gehätschelt, gepflegt und schon bald zeigten sich die ersten kleinen Pflänzchen. Einige sind geschossen, einige kamen erst im zweiten Versuch, aber im Großen und Ganzen hat die Anzucht im Haus gut geklappt.

Im April und Mai durften erste Pflanzen rausziehen, selbstverständlich nach einer Eingewöhnungswoche. Erdbeeren zogen ins Hochbeet ein und wir haben den Gemüsegarten eingerichtet. Da die Ecke in der das Gemüsebeet liegen sollte, zuvor stark zugewuchert war mit Zitronenmelisse, Brombeeren, Brennesseln und dazu noch einige Thuja-Hecken darauf standen, haben wir wie die wilden umgegraben und gejätet. Anschließend kam eine dicke Schicht Kompost aufs Beet und in die Thuja-Ecke durften Kartoffeln und Gründungung in Form einer Wildblumenmischung einziehen.

Anzucht auf der Fensterbank - gelungen!
Die Fensterbänke waren die ersten Monate des Jahres gut belegt. Wer braucht schon Deko, wenn er Jungpflanzen und improvisierte Anzuchttöpfe haben kann?

Nach und nach zogen so bis Mitte Juni alle neuen Gartenbewohner in die ihnen zugedachten Beete und durften wachsen und gedeihen. Regelmäßiges düngen, ausgeizen, Beikraut entfernen etc. und ein bisschen Sonne, gepaart mit reichlichen Wassergaben – tja, so sah es aus. Wasser gab es tatsächlich viel, mitunter zu viel. Gießen musste ich gerade im Beet nur äußerst selten.

Gartenjahr 2021: Die Gemüse-Sorgenkinder

Das viele Wasser ließ einige Arten wahrlich sprießen und es war ein Genuss ihnen dabei zuzuschauen. Andere Arten hatten hingegen gar keinen Spaß.

Allen voran die Tomaten. Mittlerweile sind bis auf zwei Stöcke alle von Braun- und Krautfäule befallen und entsorgt. Einzig die beiden Philaminas von Bingenheimer Saatgut scheinen resistent zu sein. Vor allem die großen Ochsenherz-Tomaten, deren Samen ich aus der letztjährigen Ernte gesammelt habe, haben es nicht geschafft. Die Früchte waren riesig! Ich war schon so stolz, aber gut, es sollte nicht sein.

Ochsenherztomate vor der Braunfäule
Die Ochsenherztomaten bevor die Braunfäule zugeschlagen hat. Riesig – wunderschön – zumindest in Grün…
Paprika im Gemüsegarten Gartenrückblick 2021
Paprika: Einige wenige, dafür sehr große Früchte. Mal schauen, wann wir ernten dürfen.

Nach den Tomaten fallen mir als nächstes die Auberginen ein. 2020 hatte ich eine Auberginenpflanze im Hochbeet, die ab August Früchte in Massen geliefert hat. In diesem Jahr scheint es meinen beiden, ins Beet gepflanzten, Exemplaren deutlich zu nass und zu kalt zu sein. Sie setzen zwar Blüten an, aber diese welken und fallen ab, bevor sich eine Frucht bilden kann. Schade.

Die ins Beet gesetzten Chili wurden leider von den Zucchini überwuchert, so dass ihr Ertrag eher gering ausfallen wird – dafür entwickeln sich die beiden Stöcke im Hochbeet prächtig. Genauso wie die Wassermelone. Allerdings hat die erste Aussaat nicht funktioniert und nun werden die Früchte nicht mehr reif werden. Aber: Es sieht schön aus. Damit gebe ich mich für den Moment zufrieden.

Mai- bzw. Herbstrübchen scheinen nicht so mein Ding zu sein… da hat weder der frühe Versuch noch der späte Versuch geklappt. Die letzten Rüben sind mir im Hochbeet einfach verfault. Momentan weiß ich noch nicht, ob es im nächsten Jahr ein Wiedersehen geben wird.

Ach und das mit dem Sommerlauch sollte leider auch nicht sein. Ich habe mich an eine Pflanzempfehlung gehalten und Brokkoli, Lauch und Kohlrabi zusammen in eine Reihen gepflanzt. So konnte ich alle gemeinsam unter einem Netz schützen, was zur Folge hatte, dass die zarten Lauch-Halme vom Brokkoli gnadenlos überwuchert wurden.

Was ich dieses Jahr gelernt habe:

  1. Die empfohlenen Pflanz-Abstände haben ihren Grund. Halte dich daran, sonst wird es zu eng, die Pflanzen bekommen zu wenig Sonne und überhaupt hat alles zu wenig Platz um groß und stark zu werden.
  2. Es kann und wird nie alles gelingen. Sei froh über alles, was wächst und gedeiht, erfreue dich an jeder noch so kleinen Ernte und denke daran: Nächstes Jahr gibt es eine neue Chance.

Diese Gemüse haben 2021 in vollen Zügen genossen

Was mich 2021 voll begeistert hat, waren die Salate und der Mangold. Mangold können wir mittlerweile nicht mehr wirklich sehen und ich gefriere in immer größeren Portionen ein. Der Winter wird mehr als lecker (und Mangold-lastig…).

Kopfsalat, Romana, Sauerampfer und Rucola sind alle prima gewachsen, erst zuletzt gab es dann doch den ein oder anderen Schoss-Versuch. Geradezu begeistert bin ich von den gepflanzten Tagetes. Die kleinen gelb-orangen Blümchen wirkten nicht nur äußerst adrett im Beet, sie scheinen auch ihrer Aufgabe mehr als gut nachgekommen zu sein: dem Schneckenschutz. Trotz der großen Feuchtigkeit, hatten wir tatsächlich keinerlei Probleme mit Schnecken. Ich hab die jungen Salate zwar immer in Schneckenkrägen gesteckt, aber auch alle ungeschützten Leckerbissen (z.B. Paprika) blieben verschont. Ich bilde mir ein, es lag an den Tagetes, die ich rund ums Beet gesetzt hatte.

Bunter Mangold im Gemüsegarten - Gartenrückblick 2021
Bunter Mangold für beinahe jeden Tag…
Kopfsalat Lucinde von Bingenheimer im Gemüsegarten - Gartenrückblick 2021
Ein Traum von Kopfsalat: Sorte “Lucinde”

Meine drei Zucchini-Pflanzen haben auch einen sehr ordentlichen Ertrag abgeworfen. Nicht ganz so üppig wie 2020, aber zu meiner vollen Zufriedenheit. Ähnlich die Gurken – da hatte ich mir mehr erhofft, möchte aber nicht klagen. Da wir keine Selbstversorger-Ambitionen haben, nehme ich, was ich bekommen kann und begnüge mich damit. Ebenso erging bzw. ergeht es mir mit der Paprika. Die Früchte reifen noch, aber ich bin zuversichtlich und freue mich schon auf die Ernte.

Knoblauch und Zwiebeln hatte ich bereits im vergangenen Herbst gesteckt und siehe da, Ende Juni konnte ich hier eine reiche Ernte einfahren. Sehr lecker und toll. Frischer Knoblauch aus dem eigenen Garten ist wirklich ein Highlight. Sehr mild und wunderbar frisch. Die Zwiebeln fühlten sich im Hochbeet sehr wohl, im Gemüsebeet hingegen nicht allzu sehr. Vielleicht lag es an der Feuchtigkeit oder am Unkrautdruck, ich kann nur raten und werde 2022 einen neuen Versuch starten. Gespannt bin ich momentan noch auf den Winterlauch. Nachdem sich der Sommerlauch wie oben erwähnt nicht durchsetzen konnte, scheint es dem Winterlauch im Hochbeet deutlich besser zu gehen (wenn ihn nicht der Mangold nieder macht).

Ganz prächtig fanden es dieses Jahr die Kräuter in unserem Gemüsegarten. Egal ob mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Oregano, Thymian, Salbei und Bohnenkraut, oder Zitronenmelisse, Minze, Kerbel, Petersilie und Estragon – alle wuchsen miteinander um die Wette und ließen den Garten duften. Der im letzten Jahr gepflanzte Estragon ist gerade explodiert und nimmt nun ein gutes Stück der Terrasse ein…

Tagetes - Studentenblumen helfen gegen die kleinen gefräsigen Schnecken
Die kleinen selbstgezogenen Tagetes haben ihre Aufgabe mehr als erfüllt
Zuckerschoten - so schön und so lecker im Gemüsegarten 2021
Zuckerschoten – so lecker und dazu auch noch schön anzusehen

Ebenfalls wunderbar gewachsen und gute Erträge brachten die Zuckerschoten, Radieschen, Kohlrabi sowie der Brokkoli. Allesamt sehr lecker! Und zu guter Letzt möchte ich die Kartoffeln nicht unerwähnt lassen. Die Ernte war super und der Boden ist tatsächlich gut gelockert worden.

Ein echter Grund zur Freude: Die Gartensaison 2021 ist noch lange nicht vorbei…

Denn nach der Hauptsaison starten wir in die Herbst- und Wintersaison des Gartenjahres 2021 im Gemüsegarten.

Wo bis Anfang August noch die Kartoffeln standen, ist nun Spinat und Feldsalat ausgesät (ein jeweils zweiter Schwung folgt noch). Anstelle des Kopf- und Romana-Salats sind Endivien eingezogen, zu denen sich in den kommenden Tagen noch Radicchio und Eichblatt gesellen. Einige weitere Endivien dürfen außerdem demnächst im Hochbeet die Lücken füllen und ganz besonders freue ich mich jetzt schon auf den Asiasalat (Mizuna). Mizuna kann angeblich bis zu fünf mal geschnitten werden und wächst auch bei kälteren Temperaturen.

Ihr vermisst den klassischen Winterkohl? Ich gebe euch recht. Den gibt es bei uns nicht. Zum einen weil er mir zu lange wichtigen Platz im Beet belegt und zum anderen weil wir hier auch keine großen Kohl-Esser sind.

Und was folgt, wenn im Garten die winterliche Ruhe einkehrt? Na klar, die Planung für das kommende Gartenjahr 🙂

Was lief bei Dir in diesem Jahr super und wo hattest Du im Garten echte Probleme? Konntest Du Tomaten ernten oder stehst Du wie ich vor einem Totalausfall? Was wächst bei Dir momentan noch im Garten?

Lass doch einen Kommentar da und erzähle uns von Deinen Erfahrungen im Gartenjahr 2021!

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