Schlagwort: Kleidung nähen

Sommer, Sonne, Sommer-Top

Freie Tage wollen genutzt werden und zwar an der Nähmaschine (und zwischendurch auf dem Liegestuhl im Garten). Einige Baby-Geschenke sind dabei von der Nadel gehüpft, eine Short für mich, die aber noch nicht vorzeigbar ist, und ein leichtes Sommer-Top aus Viskose.

Schnitt Sommer-Top: Frau Clara von Studio Schnittreif*
Stoff Sommer-Top: Ein Stoffmarkt-Fund

Das Sommer-Top war ein richtiges Wohlfühl-Projekt. Ich hatte den Schnitt gesehen, heruntergeladen und ausgedruckt. Der Stoff lag im Stoffregal und so konnte ich direkt durchstarten. So schnell und voller Tatendrang war ich lange nicht mehr.

Frau Clara von Studio Schnittreif: Tiptop Sommer-Top
Tiptop Sommer-Top
Frau Clara von Studio Schnittreif - Foto-Shooting will gelernt sein.
Das mit dem Foto-Shooting muss ich noch üben… könnte mal eine von Heidis Models vorbeischauen?
Büro-taugliches Sommer-Top: Frau Clara von Studio Schnittreif
Frau Clara ist absolut Business-tauglich

Sommer-Top: Maß nehmen und Zuschnitt

Da ich – wie immer – zwischen den Maßen lag, habe ich mich entschieden, Größe M mit sehr geringer Nahtzugabe zuzuschneiden. Letztendlich hätte ich auch eine Größe kleiner zuschneiden können, da das Top wirklich viel Platz lässt und luftig geschnitten ist. Ich hatte jedoch Angst, dass es an der Brust zu eng werden könnte. Irgendwie ist es bei mir immer das Gleiche: Ich wähle die Größe nach den angegebenen Maßen und am Ende ist es meist zu groß. Das war hier leider nicht anders. Laut den Maßen der Schnitte müsste ich eigentlich immer eine 38 nähen, aber wie sich bis jetzt noch jedes Mal herausgestellt hat, würde die 36 auch ausreichen. Schnittmusteranpassung muss ich mir folglich noch mehr zu Herzen nehmen.

Beim jetzt vernähten Top habe ich am Schluss die Ärmel nicht mit Schrägband eingefasst, sondern den Stoff einfach nur umgeklappt und festgenäht. Außerdem habe ich die Seiten jeweils um mehr als einen Zentimeter enger genäht.

Jetzt ist es immer noch sehr sehr luftig, geht aber gut und ich kann es wunderbar in einer Hose tragen.

Halsausschnitt mit Kräuselung und Schrägband - das Sommer-Top von Studio Schnittreif
Der Halsausschnitt mit leichter Kräuselung ist mit einem Schrägband eingefasst.
Sommer-Top mit kleiner Schleife und dezentem Rückenausschnitt.
Der Rückenausschnitt mit der kleinen Schleife gefällt mir besonders gut. Ein bisschen verspielt darf gerne sein.
Das Sommer-Top von vorne
Hier nochmal von vorne in der Kopflos-Version 😉

Bügeln – Nähen – Bügeln – Nähen

Da die Viskose etwas “schrumpelig” aus der Maschine kam, hab ich sie gut gebügelt und auch während des Nähens, war das Bügeleisen nie weit. Ich gestehe: Beim Fotos machen hatte ich das Top bereits den ganzen Tag getragen, hier wäre ein kurzes Bügeln durchaus angebracht gewesen.

Insgesamt war der Schnitt einfach zu vernähen und die Anleitung gut bebildert und verständlich. Es gab Momente, da hab ich gedacht: “Hä, warum machen die das denn jetzt so?” – aber letztendlich war es so wie beschrieben richtig. Ein Hoch auf gute Anleitungen und ein Memo für mich: HALTE DICH AN DIE ANLEITUG, DIE WISSEN, WARUM DIE DAS SO SCHREIBEN.

Wie bereits geschrieben, habe ich mir das Schrägband an den Armlöchern geschenkt und nur den Halsausschnitt mit Schrägband versäubert. Es war auch mein erstes Mal Schrägband selber machen und vernähen. War einfacher als gedacht und mit dem tollen Stoff ein Kinderspiel.

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis und weiß jetzt schon, dass das nicht meine letzte Frau Clara sein wird. Das Sommer-Top ist luftig und lässig, aber dennoch schick genug für Büro und verschiedene Anlässe. Heute habe ich es an meinem ersten Arbeitstag im neuen Job getragen und direkt ein Kompliment bekommen.

So darf die Nähreise gerne weitergehen und ich freue mich, noch mehr Inspiration bei den Mädels und Damen vom MeMadeMittwoch zu finden.

*Kennzeichnung als Werbung, da im Beitrag auf kostenpflichtige Angebote verlinkt wird. Ich erhalte jedoch keine Gegenleistung für die Nennung und Verlinkung. Es handelt sich nur um Angaben, um Leser:Innen die Suche zu erleichtern.

10 Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen

[Werbung aufgrund von Affiliate Links – gekennzeichnet mit *]

Du hast gerade erst mit dem Nähen begonnen und suchst nun nach neuen Ideen, was Du nähen könntest? Dann ist das Dein Beitrag. Ich zeige Dir heute 10 Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen.

Allerdings soll es nicht um Schnittmuster für Utensilos, kleine Etuis oder Kinderkleidung gehen, sondern um Kleidungsstücke für dich selbst!

Freue dich auf Schnittmuster für diese 10 Kleidungsstücke, die sich perfekt für Näh-Einsteiger:innen eignen:

  • Tuch
  • Shirt
  • Rock
  • Shorts
  • Sommertop
  • Frühlingskleid
  • Sommerkleid
  • Hoodie
  • Pullover
  • Longsleeve

Wie ich selbst feststellen musste, ist das Nähen für mich selbst nochmal eine ganz andere Nummer als das Nähen von Kinderröcken, -Kleidchen oder -Shirts. Denn wenn Du für dich selbst nähst, zählen am Ende vor allem zwei Dinge: Die Passform und der Stil.

Was ich damit meine? Ein kleiner Exkurs…

Passform und Stil

Wie viele andere auch, habe ich mit dem Nähen angefangen, als ich Kinder bekommen habe. Die Erfolge waren super: Schnitt und Stoff ausgesucht, zugeschnitten, genäht, GEPASST! Maximal waren die Kleidungsstücke am Ende ein wenig zu groß (oder bei meiner ersten Mütze doch etwas arg klein), aber da wächst Kind ja irgendwann rein.

Als ich das erste Mal für mich genäht habe, musste ich dann mit Schrecken feststellen. Ganz so einfach bleibt es nicht… Denn nicht nur der Schnitt muss zur Figur passen, auch Farbe und Muster wollen zum Menschen passen. Wenn man/frau dann online nur einen kleinen Ausschnitt des Stoffes sieht oder einen dicken Stoffballen im Laden, ist das eine ganz andere Nummer, als mal eben ein Kleidungsstück von der Stange anzuprobieren und festzustellen: Nee, das ist es nicht…

Gleiches gilt für die Passform: Wenn Du für dich selbst nähst, müssen Proportionen, Maße und der Stil des Kleidungsstückes am Ende zu Dir passen und gut sitzen. Erst dann siehst Du gut gekleidet aus und alle sagen “Wow, das steht dir aber gut”. En Detail möchte ich darauf aber in einem separaten Beitrag eingehen, denn das Thema ist sooooo umfassend. Viele Infos zu Passform und Stil findest Du aber jetzt schon bei Elle Puls und/oder bei Crafteln.

Für heute rate ich Dir nur: Taste dich langsam heran. Starte mit etwas Unbedenklichem. Sowohl beim Schnitt als auch beim Stoff. Wähle einen Schnitt, bei dem die Passform nicht im Zentrum steht. Ich hab z.B. mit einem Hoodie-Kleid angefangen, bei dem es nicht auf den Millimeter ankam und das war gut so. Auch die aktuelle Oversize-Mode kommt Dir beim Nähstart entgegen. Schöne Schnittmuster, die oft Spielraum bieten und sich gut für Anfänger:innen eignen, findest Du z.B. bei Dani von Schnittgeflüster.

Auch beim Stoff solltest Du auf Nummer sicher gehen. Nimm nicht den teuersten Stoff zum Start und starte mit einem einfachen Stoffmuster – noch besser: Wähle einen unifarbenen Stoff ohne oder mit unauffälligem Muster, in einer Farbe bei der Du Dir sicher bist, das sie Dir steht. Dann musst Du nicht noch auf Musterverläufe etc. achten.

Doch nun zu den Schnittmustern, die ich Dir zum Start empfehlen möchte.

Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen, die für sich selbst nähen möchten

1. Ein Tuch nähen

Simpel, einfach, ein Geling-Garant: Nähe Dir ein schickes Tuch für die kühlen Tage und Nächte. Eine einfache, kostenlose Anleitung für ein Tuch mit Quasten aus zwei Stoffen findest Du zum Beispiel im Buttinette-Blog.

2. Ein T-Shirt nähen

Kimono-Tee von Maria Denmark

Ein tolles und wirklich ganz einfaches Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen ist das Kimono-Tee von Maria Denmark. Zwei Schnittteile – ein dehnbarer Stoff – zusammennähen – säumen – fertig. Wirklich einfach und ein sicherer Erfolg. Das Shirt habe ich diesen Frühling auch genäht und ich trage es wirklich sehr gerne.

3. Einen Rock nähen

Ein schlichter Rock besteht aus zwei, maximal drei Schnittteilen und wird mit Gummizug oder Bündchen genäht. Anleitungen für solch einfache Röcke finden sich viele. Hier einige Links, nach denen ich bereits Röcke genäht habe:

Hinten: Der Rock nach Hilli Hiltrud (ohne Rüsche, aus Webware); 
Vorne: Der Rock nach Anleitung von Nähtalente aus Jersey
Hinten: Der Rock nach Hilli Hiltrud (ohne Rüsche, aus Webware);
Vorne: Der Rock nach Anleitung von Nähtalente aus Jersey

4. Shorts nähen

… und sei es nur zum Schlafen 🙂 Ein kostenloses Schnittmuster, das gut nähbar ist, gerade auch für Näh-Einsteiger:innen, findest Du im Snaply-Magazin. Frisch zugeschnitten liegt der Schnitt aktuell bei mir auf dem Nähtisch für ein Probestück.

Edit: Ich muss hier meine Einschätzung revidieren, da sich der Schnitt leider doch nicht für Anfänger:innen eignet. Die Anleitung ist – so zumindest meine Einschätzung – für echte Näh-Einsteiger:innen zu unklar. Das ein oder andere Nähwerk sollte daher bereits auf Deinem Tisch gelegen haben, bevor Du dich an diese Shorts setzt. Ich habe mein Probestück soweit gut hinbekommen, allerdings sitzt der Bund gar nicht gut. Von vorne sehr gut, hinten extrem wellig und unschön. Aber: Ich werde das noch optimieren. Sobald ich einen anderen, anfängertauglichen Short-Schnitt gefunden habe, lasse ich es euch wissen 🙂

5. Ein Sommertop nähen

Ein schlichtes Top für die wirklich heißen Tage zauberst Du aus “Maria” von Schnittgeflüster. Dabei lernst Du ganz nebenbei noch, was französische Nähte sind, denn wir wollen ja stets etwas Neues dazulernen.

Alternativ bietet das Crop Top “Nika”, das Du wie “Maria” auch als Kleid nähen kannst, einige Möglichkeiten, Deine Nähfertigkeiten zu festigen.

Solche Schnittmuster, die mehrere Optionen in einem Schnitt abbilden, gefallen mir immer besonders gut. Wenn der Schnitt sich dann noch als gut und zu mir passend herausstellt, hat man direkt mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Jippie!

6. Ein Frühlingskleid nähen

Einfaches Frühlingskleid nach einem Schnittmuster von Burda

Ein schlichtes Frühlingskleid hab ich mir dieses Jahr aus einem Burda-Schnitt gezaubert. Den Beitrag dazu findest Du hier: Frühlingskleid nach einem Burdaschnitt.

Der Schnitt ist sehr einfach und besteht nur aus zwei Teilen – ein perfektes Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen. Ich habe mich zum ersten Mal an einer Zwillingsnaht probiert – hat gut geklappt 😉

7. Ein Sommerkleid nähen

Ein einfaches, aber auch figurbetontes Skaterkleid für die heißen Tage, findest Du beispielsweise bei Ki-Ba-Doo. MAkikky ist ein wunderbarer Schnitt für den Sommer.

Wichtig, da der Schnitt eine Unterteilung in der Taille hat: Achte darauf, dass die waagerechten Nähte auch waagerecht bleiben. Hier empfiehlt es sich Deine Rückenlänge und Deine Vorderlänge (jeweils Halsanfang bis Taille) nachzumessen und mit den Schnittteilen abzugleichen und ggf. die Längen anzupassen.

Mein Buchtipp, wenn Du lernen möchtest, wie Du direkt am Schnittmuster Anpassungen an der Passform vornimmst: Passt perfekt von Meike Rensch-Bergner. Meine Bibel und bei jedem Projekt an meiner Seite.

8. Einen Hoodie nähen

Schnittmuster für Hoodies gibt es – spätestens seit der Pandemie – zu Hauf. Das Gute beim einfachen Kapuzenpulli? Da kommt es nicht auf den Millimeter und die Figur an. Und ich muss gestehen, eine Kapuze oder einen hohen Kragen kann ich persönlich einfacher und besser nähen, als einen akkuraten Beleg bzw. Shirt-Ausschnitt.

Sweat-Kleid von Ki-Ba-Doo

Hier sind zwei Hoodie-Schnittmuster, die ich Dir gerne empfehlen möchte:

9. Einen Pullover nähen

Da Pullover auch nicht unbedingt auf Figur sitzen müssen, eignen sich einfache Pullover-Schnitte sehr gut für Näh-Einsteiger:innen. Optimal sind Pullis aus Sweat, da Strickstoffe etwas anspruchsvoller zu Nähen sind.

Einen Pullover mit Fledermausärmeln findest Du bei Pattydoo und einen schlichten Pulli mit Namen “Querida”, den Du auch als Cardigan oder Kleid nähen kannst, gibt es bei Erbsünde.

10. Ein Longsleeve nähen

Ein Longsleeve näht sich ähnlich einfach wie ein T-Shirt oder aber auch ein Pullover. Daher eignen sich beide Schnitte unter Punkt 9 auch als dünnere Version aus z.B. Jersey oder Viskose-Jersey, je nach Wetterlage.

Aber auch sonst finden sich online viele viele Schnittmuster für Longsleeves in allen erdenklichen Versionen. Ein einfaches Longsleeve-Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen mit überschnittenen Ärmeln findet sich zum Beispiel bei Hummelhonig mit dem Schnittmuster “Calais”.

Ein Tipp zum Schluss:

Da am Anfang bestimmt das ein oder andere schief geht und Du vermutlich auch mal ein Teil für die Tonne produziert wird, empfehle ich Dir mit günstigeren Stoffen zu starten. Probiere neue Schnitte und Techniken an Stoffen aus, die den Geldbeutel nicht allzu sehr strapazieren. Schnäppchen finden sich fast immer in den Stoffläden, Onlineshops oder auf einem Stoffmarkt.

Und nun: Schere gezückt, Stoff zuschneiden und ran an Nadel und Faden! Mit den vorgestellten Schnittmustern für Näh-Anfänger:innen kann (fast) nichts mehr schief gehen.

Viel Spaß!

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Die Monster sind los: Frühlingskleid und T-Shirt für die Kinder

Ab sofort sind bei uns die Monster los: In einem schicken Frühlingskleid und einem T-Shirt für die Kinder. Partnerlook ist angesagt 😉 Der lustige Monsterstoff liegt schon eine Weile rum und wollte schnell vernäht werden, bevor die Kinder aus dem “süße Monster-Alter” rausgewachsen sind.

Das das Monster-Panel und der Ergänzungsstoff sogar für zwei Teile reichen, hätte ich gar nicht gedacht. Umso schöner, dass sich meine Kleine nun über ein Frühlingskleidchen und mein Sohn über ein T-Shirt freuen können.

Hier die Fakten im Überblick:
Stoff: Monster-Panel und Ergänzungsstoff von stoffe-hemmers.de*
Schnitt Frühlingskleid: Wanda von Schnittgeflüster*
Schnitt T-Shirt: kostenloses Schnittmuster über Crafting Café*

Die Schnittmuster: Wanda und “T-Shirt für schmale Jungs”

Die Wahl der Schnittmuster dauerte etwas länger. Aus dem Stoff sollte auf jeden Fall ein Shirt für meinen Sohn werden. Da er aber sehr schlacksig und schmal ist, hab ich lange nach einem passenden Schnitt gesucht. Die meisten sahen mir eher breit aus oder breit und kurz. Irgendwie nicht das, was ich wollte. Der Schnitt, den man über die Seite von Crafting Café findet, wurde zumindest mit “schmal” angepriesen und hat sich direkt bewährt. Danke hierfür!

Den Kinderschnitt “Wanda” von Schnittgeflüster hab ich mir Anfang des Jahres bei einer Rabattaktion gekauft, getreu dem Motto: Das ist ein Schnitt, den nähe ich garantiert einmal. Denn die Zweiteilung mit Raffung gefällt mir sehr gut und steht auch der Maus ausgezeichnet. Auf der Suche nach einem Kleider-Schnittmuster für den Monsterstoff stolperte ich wieder über die “Wanda” gestolpert und bin direkt ans Werk.

Beide Schnittmuster haben sich als einfach und gut umsetzbar erwiesen. Bei der “Wanda” bin ich einmal über die Reihenfolge in der Anleitung gestolpert und über einen Ärmel-Hinweis, aber insgesamt ließ sich der Schnitt super gut vernähen und das Ergebnis ist sehr schön geworden.

Der Monster-Stoff

Der Stoff hat mich leider gar nicht überzeugt. Das Motiv ist ohne Frage sehr süß und absolut kindgerecht. Aber die Qualität lässt leider stark zu wünschen übrig. Die Motive sind digital aufgedruckt und sobald der Stoff auch nur ein wenig gedehnt wird, schimmert der eigentliche, weiße Stoff durch. Da hatte ich anderes erwartet. Wie der Stoff nach ein paar Wäschen aussieht, mag ich mir daher gar nicht vorstellen.

Mein Fazit: Frühlingskleid und T-Shirt für die Kinder

Vom Ergebnis bin ich ehrlich überzeugt – mal von den Stoff-Mängeln abgesehen. Aber sowohl das Kleidchen, als auch das T-Shirt sind coole, lustige Outfits für den Frühling und vor allem schön farbenfroh.

Das Kleid hatte an Ostern seinen ersten Einsatz und hat die Maus zu einem kleinen Monster werden lassen 😉 Das T-Shirt sollte ursprünglich auch Ostern getragen werden, angesichts kühler Temperaturen darf es nun doch noch etwas im Schrank verharren.

Ich schick die beiden Teile hiermit zu “Handmade on Tuesday” und zum “Creativsalat” und freue mich über all die anderen DIY-Talente. Herzlichen Dank an die Initiatoren für die tolle Möglichkeit sich und seine Werke vorzustellen.

*Kennzeichnung als Werbung, da im Beitrag auf kostenpflichtige Angebote verlinkt wird. Ich erhalte jedoch keine Gegenleistung für die Nennung und Verlinkung.

Noch mehr Ideen für Kinderkleidung und das Kinderzimmer findest Du hier:

#Nähenfürmich: Warum ich mir meine eigene Kleidung nähe

Was ist da eigentlich passiert? Wie kommt es, dass ich mir meine eigene Kleidung nähe? #Nähenfürmich war bis Mitte 2020 nie ein Thema. Ich hatte Spaß daran, den Kleidung für die Kinder zu nähen, über den Stoffmarkt zu schlendern, online nach Kinderstoffen zu stöbern und auf Pinterest die besten und einfachsten Schnitte (für Kinder) ausfindig zu machen. Aber wie kam es dazu, dass ich mir meine eigene Kleidung nähe?

Warum nähe ich mir jetzt meine eigene Kleidung?

Im Rückblick gab es drei Schlüsselmomente.

Moment 1: Corona und die Schließung des Einzelhandels

Meine Mutter arbeitete bis März 2020 in einer kleinen Modeboutique bei uns im Ort. Dort werden bekannte Modemarken verkauft, die auch zu mir und meinem Stil (klassisch mit sportlichem Touch, wenig verspielt) immer passten. Da Mama und ich eine ähnliche Kleidergröße tragen und sie angehalten war, die ständigen Kollektionswechsel der Modefirmen mitzuspielen, standen bei mir regelmßig Kleiderkisten vor der Tür. Kisten mit kaum bis selten getragener Kleidung, die bis auf wenige Ausnahmen zu mir passten. Der Schrank war (und ist immer noch) randvoll mit Kleidung. Über Kleider-Shopping musste ich mir folglich nie Gedanken machen. Was ein Glück, denn Spaß hatte ich am klassischen Shopping noch nie. Mit Corona und dem Lockdown hat sich meine Mutter nun in ihren mehr als verdienten Ruhestand verabschiedet und meine Kleidungs-Quelle ist versiegt.

Moment 2: Der volle Schrank und herausragende Podcasts und Bloggerinnen

Im ersten Moment dachte ich “Oh Mist, wo bekomm ich denn jetzt neue Kleidung her?”. Abgelöst von dem Gedanken: “Vielleicht gibt es dann endlich etwas mehr Platz im Schrank” (jaja, ich weiß schon, das ist eher so eine Utopie). Und dannoch ließ mich auch das Thema Nachhaltigkeit nicht los.

Zur gleichen Zeit begann ich, Podcasts rund ums Nähen anzuhören. Und da ging es nicht mehr ums Nähen für Kinder, sondern ums Nähen für Frauen und auch um die Themen Nachhaltigkeit, die kritische Sicht auf die Modeindustrie und Capsule Wardrobe.

Moment 3: Greta, +24 Kollektionen im Jahr und die Sache mit der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – ein Wort, das mich mittlerweile immer häufiger zum Nachdenken über das allgemeine Konsumverhalten und auch den eigenen Konsum bringt. Meine bisherigen Bemühungen würde ich auch genauso betiteln: “Sie war bemüht”. Nicht mehr, manchmal eher weniger.

Doch spätestens mit Greta Thunberg verändert sich das Bewusstsein. Einen kleinen Beitrag kann schließlich jeder leisten. Da das Thema Nachhaltigkeit auch in den Näh-Blogs und Podcasts – gerade bei Elle Puls – immer wieder angesprochen wird, die Tatsache, das 40% ungetragene Kleidung in deutschen Kleiderschränken hängt und liegt und der ganze Bereich der Fast Fashion machten einen bisher undenkbaren Gedanken immer sympathischer:

Die Idee, ich könnte mir doch selber auch mal etwas nähen. Etwas nähen, das meinen Stil widerspiegelt, das zu mir passt und das nicht allzu schnell aussortiert und in den Altkleider-Container fliegt.

Ein Traum-Stöffchen – was daraus wohl geworden ist?

Der Start: Aller Anfang ist schwer

Aber wie anfangen? Was wäre ein geeignetes erstes Projekt? Etwas, das simpel genug ist, dass es sicher klappt, und so gut aussieht, dass ich es sofort tragen kann.

Mein erster Gedanke: Ich nähe mir Kofferröcke für den Sommer. So luftige Röckchen, die nicht knittern und im Grunde aus einem Vorder- und einem Rückteil mit Bund bestehen.

Das Problem: Es war Herbst und ich wollte ja etwas haben, dass ich sofort zeigen konnte. Also musste es ein Nähprojekt für den Herbst/Winter sein. Mit Hoodies für die Kinder hatte ich schon gute Erfahrungen gemacht, weshalb der Plan schnell feststand: Ein Hoody-Sweat-Kleid. Gemütlich, praktisch, macht aber auch im Homeoffice was her.

Genäht habe ich nach diesem kostenlosen Schnitt von Snaply.* Der Stoff ist ein French Terry von Stoffe Hemmers. Ich war und bin ganz schön stolz auf mein farbenfrohes Kleid, auch wenn die Umsetzung noch nicht perfekt ist. Insgesamt ist es im Schulter- und Rückenbereich etwas zu groß geraten und auch das breite Saumbündchen würde ich beim nächsten Mal kürzen oder komplett weglassen. Aber ich trage mein Hoodie-Kleid total gern und freue mich auf weitere Projekte. Ein erster Pulli ist mittlerweile auch entstanden in Tunika-Länge. Dazu aber ein andermal mehr.

Noch bissel ungewohnt, dieses Foto-Shooting.
Mein super gemütliches Hoodie-Kleid.

#Nähenfürmich: Wie geht es jetzt weiter?

Der Näh deinen Stil Podcast von Elle Puls bringt aktuell das Thema “Stil- und Farbenfindung” aufs Tablett. Damit habe ich mich ehrlich gesagt noch nie beschäftigt, aber momentan bin ich Feuer und Flamme für das Thema. Denn bei Stoffen für die Kinder werde ich immer sofort fündig. Als ich mich aber auf die Suche nach Stoffen für mich gemacht hab, wuchs die Unsicherheit.

Plötzlich standen Fragen im Raum wie: Ist die Stoffart überhaupt für den gewünschten Schnitt die richtige? Passt der Stoff tatsächlich zu mir? Passt die Farbe? Passt das Muster? Diesen Fragen versuche ich gerade auf den Grund zu gehen und taste mich Stück für Stück ran.

Neben dem “richtigen” Stoff kommt so nach und nach noch ein weiteres Thema auf: Der richtige Schnitt und das Anpassen von Schnitten vor und während dem Nähen.

Ich bin angefixed und gespannt, wie sich das Nähen für mich selbst weiterentwickelt. Es gibt jedenfalls noch sehr viel zu lernen und zu entdecken und vor allem: Sooooo viel zu nähen.

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