Schlagwort: MeMadeMittwoch

Sommer, Sonne, Sommer-Top

Freie Tage wollen genutzt werden und zwar an der Nähmaschine (und zwischendurch auf dem Liegestuhl im Garten). Einige Baby-Geschenke sind dabei von der Nadel gehüpft, eine Short für mich, die aber noch nicht vorzeigbar ist, und ein leichtes Sommer-Top aus Viskose.

Schnitt Sommer-Top: Frau Clara von Studio Schnittreif*
Stoff Sommer-Top: Ein Stoffmarkt-Fund

Das Sommer-Top war ein richtiges Wohlfühl-Projekt. Ich hatte den Schnitt gesehen, heruntergeladen und ausgedruckt. Der Stoff lag im Stoffregal und so konnte ich direkt durchstarten. So schnell und voller Tatendrang war ich lange nicht mehr.

Frau Clara von Studio Schnittreif: Tiptop Sommer-Top
Tiptop Sommer-Top
Frau Clara von Studio Schnittreif - Foto-Shooting will gelernt sein.
Das mit dem Foto-Shooting muss ich noch üben… könnte mal eine von Heidis Models vorbeischauen?
Büro-taugliches Sommer-Top: Frau Clara von Studio Schnittreif
Frau Clara ist absolut Business-tauglich

Sommer-Top: Maß nehmen und Zuschnitt

Da ich – wie immer – zwischen den Maßen lag, habe ich mich entschieden, Größe M mit sehr geringer Nahtzugabe zuzuschneiden. Letztendlich hätte ich auch eine Größe kleiner zuschneiden können, da das Top wirklich viel Platz lässt und luftig geschnitten ist. Ich hatte jedoch Angst, dass es an der Brust zu eng werden könnte. Irgendwie ist es bei mir immer das Gleiche: Ich wähle die Größe nach den angegebenen Maßen und am Ende ist es meist zu groß. Das war hier leider nicht anders. Laut den Maßen der Schnitte müsste ich eigentlich immer eine 38 nähen, aber wie sich bis jetzt noch jedes Mal herausgestellt hat, würde die 36 auch ausreichen. Schnittmusteranpassung muss ich mir folglich noch mehr zu Herzen nehmen.

Beim jetzt vernähten Top habe ich am Schluss die Ärmel nicht mit Schrägband eingefasst, sondern den Stoff einfach nur umgeklappt und festgenäht. Außerdem habe ich die Seiten jeweils um mehr als einen Zentimeter enger genäht.

Jetzt ist es immer noch sehr sehr luftig, geht aber gut und ich kann es wunderbar in einer Hose tragen.

Halsausschnitt mit Kräuselung und Schrägband - das Sommer-Top von Studio Schnittreif
Der Halsausschnitt mit leichter Kräuselung ist mit einem Schrägband eingefasst.
Sommer-Top mit kleiner Schleife und dezentem Rückenausschnitt.
Der Rückenausschnitt mit der kleinen Schleife gefällt mir besonders gut. Ein bisschen verspielt darf gerne sein.
Das Sommer-Top von vorne
Hier nochmal von vorne in der Kopflos-Version 😉

Bügeln – Nähen – Bügeln – Nähen

Da die Viskose etwas “schrumpelig” aus der Maschine kam, hab ich sie gut gebügelt und auch während des Nähens, war das Bügeleisen nie weit. Ich gestehe: Beim Fotos machen hatte ich das Top bereits den ganzen Tag getragen, hier wäre ein kurzes Bügeln durchaus angebracht gewesen.

Insgesamt war der Schnitt einfach zu vernähen und die Anleitung gut bebildert und verständlich. Es gab Momente, da hab ich gedacht: “Hä, warum machen die das denn jetzt so?” – aber letztendlich war es so wie beschrieben richtig. Ein Hoch auf gute Anleitungen und ein Memo für mich: HALTE DICH AN DIE ANLEITUG, DIE WISSEN, WARUM DIE DAS SO SCHREIBEN.

Wie bereits geschrieben, habe ich mir das Schrägband an den Armlöchern geschenkt und nur den Halsausschnitt mit Schrägband versäubert. Es war auch mein erstes Mal Schrägband selber machen und vernähen. War einfacher als gedacht und mit dem tollen Stoff ein Kinderspiel.

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis und weiß jetzt schon, dass das nicht meine letzte Frau Clara sein wird. Das Sommer-Top ist luftig und lässig, aber dennoch schick genug für Büro und verschiedene Anlässe. Heute habe ich es an meinem ersten Arbeitstag im neuen Job getragen und direkt ein Kompliment bekommen.

So darf die Nähreise gerne weitergehen und ich freue mich, noch mehr Inspiration bei den Mädels und Damen vom MeMadeMittwoch zu finden.

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Nähen für Anfänger:innen: Sommerrock und Kimono-Tee

Das Schöne am Frühling und Sommer: Man / frau kann einfache Kleidungsstücke nähen wie diesen schlichten Sommerrock und ein Kimono-Tee. Es ist also die perfekte Jahreszeit, um sich das Nähen beizubringen. Die gezeigten Projekte eignen sich perfekt zum Nähen für Anfänger:innen.

Da ich mich immer noch an das Nähen für mich selbst herantaste und viel Übung brauche (Problem: zwei linke Hände, die sich mit praktischen Dingen eher schwer tun, gepaart mit extremer Ungeduld), habe ich mir für diesen Sommer einfache Röcke vorgenommen. Die braucht es momentan eh im Kleiderschrank, da die vorhandenen ziemlich abgeliebt sind. Win-win-win also für mich, den Kleiderschrank und meine Nähfertigkeiten.

Die Nähprojekte

Schnittmuster Sommerrock: Eine Anleitung findest Du z.B. bei Nähtalente*
Stoff Sommerrock: Ein Baumwoll-Jersey mit Blumenprint von Makerist* (leider finde ich den Stoff nicht mehr auf der Seite, daher verlinke ich zu den Blumen-Jerseys)

Schnittmuster Shirt: Kimono-Tee von Maria Denmark* (gibt es nach Newsletter-Anmeldung kostenlos und ist in der Näh-Community ein echter Klassiker)
Stoff Shirt: grüner Jersey vom Stoffmarkt

Nähen für Anfänger:innen: Kimono Tee von Maria Denmark und ein schlichter Sommerrock
Voll gemütlich und lässig – dazu perfektes Wetter. Was will frau mehr?
Nähen für Anfänger:innen: Kimono Tee in Grün und ein blumiger Sommerrock
Die Kombi löst bei mir richtiges Sommer-Feeling aus.

Sommerrock nähen für Anfänger:innen

Der Sommerrock aus Jersey war ein tolles “Ruckzuck-Projekt” und eignet sich hervorragend für Nähanfänger:innen. Es braucht lediglich ein großes Stück Stoff – wahlweise Jersey oder Webware – in voller Breite, mit ca. 50-70 cm Länge, je nachdem wie lang der Rock werden soll und je nach Größe. Dazu ein breiter Gummibund (3-4 cm) und Nähgarn. Das wars. Aus dem Hüftumfang mal 1,5 errechnet sich die Breite des benötigten Stoffes – es werden einfach zwei Rechtecke zugeschnitten.

Zuschnitt easy, nähen noch easier, Gummibund rein, säumen, fertig.

Das Ergebnis ist wunderbar. Ich würde jedoch bei einem weiteren Versuch den Stoff nicht mehr so breit zuschneiden, für eine dezentere Kräuselung. Ich denke, dass Hüftumfang mal 1,2 oder 1,3 ausreichend wäre. Hauptsache der Rock lässt sich am Ende gut über die Hüfte an- und ausziehen, was bei Jersey weniger das Problem ist. Oder ich würde einen Formbund verwenden und versuchen ohne Kräuseln auszukommen (zumindest bei Röcken aus dehnbaren Stoffen). Sollte mich der Arbeitseifer packen, ändere ich den Bund vielleicht auch nochmal ab.

Aber vom Stoff bin ich total begeistert und ich freue mich über jeden warmen Tag, an dem ich den Rock tragen kann. Juchu!

Wenn Du mehr über die Grundausstattung für Nähanfänger:innen erfahren möchtest, findest Du hier >> eine praktische Checkliste.

Kimono-Tee: Klassiker nähen für Anfänger:innen

Über das Kimono-Tee von Maria Denmark wurde bereits viel geschrieben und es wurde vor allem schon sehr fleißig genäht. Und auch ich habe schnell gemerkt: Das ist ein echter Klassiker und dazu ist das Schnittmuster auch noch kostenlos (gegen Newsletter-Anmeldung, aber das ist mehr als legitim).

Der Schnitt ist sehr schlicht. Es gibt ein Vorder- und ein Rückteil, die Ärmel sind angedeutet, der Schnitt leicht tailliert. Ausgelegt ist der Schnitt für dehnbare Stoffe wie Jersey oder Viskose-Jersey.

Von einem Stoffmarkt-Besuch hatte ich noch einen grünen Jersey rumliegen und der Stoff hat genau gereicht, um die beiden Schnitt-Teile zuzuschneiden. Perfect Match! Außerdem war der Stoff ein Schnäppchen und damit prädestiniert, den Schnitt zu testen.

Genäht war das Shirt schnell und das Ergebnis hat mich überzeugt.

Fazit

Juchu – ich habe zwei einfache, passende und mich erfreuende Kleidungsstücke genäht 🙂 So darf die Nähreise gerne weitergehen. Beide Schnitte sind einfache Basics und genau deshalb sehr empfehlenswert für Nähanfänger:innen.

Ich freue mich auch diesen Monat wieder beim MeMadeMittwoch dabeizusein und bin schon sehr gespannt auf die tollen Inspirationen und Modelle, die wir diesen Monat erleben dürfen. Heute ist Ina vom Fitzladen-Blog Gastgeberin mit einer tollen Hemdbluse aus noch tollerem Stoff. Unbedingt vorbeischauen!

Außerdem verlinke ich noch zu den Juni-Lieblingsstücken und zu den Creative Lovers 2021.

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Frühlingskleid nach einem Burdaschnitt

Der Frühling ist da und ich bin (zwischenzeitlich war) hochmotiviert mir einige neue Kleider zu nähen. Unter anderem ein Frühlingskleid nach einem Burdaschnitt, den ich noch von einem närrischen Projekt hier hatte.

Schnittmuster: Das Kleid aus dem Schnitt H/W 2016 #6608*
Stoff: Grün mit kleinen weißen Streifen von makerist.de*

Der Gedanke bei der Wahl des Schnittes: Einfach, vermutlich schnell genäht und für Nähanfänger sollte das gut zu bewältigen sein. Zumal ich ja mittlerweile kein blutiger Anfänger mehr bin – zumindest wenn es um das Nähen von Kinderkleidung geht.

Beim Nähen für mich selbst scheint das allerdings noch etwas anderes zu sein. Irgendwie sitzen die fertigen Teile nie optimal und ich glaube, ich muss mich intensiv mit dem Thema Schnittmuster- und Schnittanpassung beschäftigen (dazu unten mehr).

Mein Hauptproblem: Wenn ich nach den angegebenen Maßen nähe (und das mach ich immer ganz brav), sind die Teile am Ende immer irgendwo zu groß, zu unförmig und schlecht im Sitz.

So auch bei diesem Frühlingskleid nach einem Burdaschnitt.

Hochmotiviert habe ich mir das Schnittmuster abgepaust, den Stoff zugeschnitten, mich penibel an die Vorgaben aus der Anleitung gehalten. Nur um dann bei der Anprobe vom geliebten Ehemann zu hören: “Sieht aus wie eine Kittelschürze von Oma”. Womit er leider Recht hatte.

Man lernt nie aus…

Also verschob ich mein Vorhaben: “Im April mache ich das erste Mal beim MeMadeMittwoch mit” und überlegte stattdessen, wie ich das Kleid noch retten könnte. Bindeband? Nochmal enger nähen? Abnäher – aber wo?

Antwort 1: Nähkurs machen – geht aus bekannten Gründen momentan nicht. Schade.

Antwort 2: Mama fragen, um v.a. dieses Kleid zu retten. Gute Idee.

Antwort 3: Für künftige Nähprojekte gewappnet sein! “Passt perfekt” von Meike Rensch-Bergner bestellen und Schnittmusteranpassung lernen. Hab ich gemacht. Bin ganz begeistert. Erstes Resultat: Kleinere Größe wählen, damit die Schulter passt und dann für Brust und Hüfte Platz schaffen. Danke!

Antwort 4: Wenn es überall heißt, “nähe von jedem Schnitt immer zuerst ein Probestück”, dann haben sich die erfahrenen NäherInnen dabei vermutlich etwas gedacht. Ich werde es mir daher ab sofort zu Herzen nehmen und mich bei künftigen Projekten daran erinnern.

Ende gut alles gut: Mein Frühlingskleid nach einem Burdaschnitt

Zu guter Letzt, Dank Mamas Zuspruch und Unterstützung, wurde aus dem Frühlingskleid doch noch ein tragbares Kleidungsstück. Eigentlich war es gar nicht so schwer:

Wir haben kräftig gekürzt, mindestens 4 cm, und unter den Achseln etwas enger genäht. Der Schnitt erlaubt durchaus einen lockeren Sitz. Beim nächsten Mal würde ich dennoch eine Größe kleiner wählen, damit es etwas mehr die Figur umspielt. Hier einige Schnappschüsse:

Der Stoff gefällt mir übrigens sehr gut und ich freue mich, dass ich etwas mehr gekauft habe und voraussichtlich noch ein Top oder Shirt daraus entstehen kann.

Jedenfalls ist meine Nähmotivation wieder da und ich freue mich schon auf weitere Frühlingsprojekte.

Und jetzt geht’s auf zum MeMadeMittwoch – juchu! Mein erstes Mal und ich bin stolz und froh. Ich freu mich auf die zahlreichen anderen Beiträge und gehe jetzt erst mal eine Runde stöbern und schmöckern. Vielen Dank!

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