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10 Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen

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Du hast gerade erst mit dem Nähen begonnen und suchst nun nach neuen Ideen, was Du nähen könntest? Dann ist das Dein Beitrag. Ich zeige Dir heute 10 Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen.

Allerdings soll es nicht um Schnittmuster für Utensilos, kleine Etuis oder Kinderkleidung gehen, sondern um Kleidungsstücke für dich selbst!

Freue dich auf Schnittmuster für diese 10 Kleidungsstücke, die sich perfekt für Näh-Einsteiger:innen eignen:

  • Tuch
  • Shirt
  • Rock
  • Shorts
  • Sommertop
  • Frühlingskleid
  • Sommerkleid
  • Hoodie
  • Pullover
  • Longsleeve

Wie ich selbst feststellen musste, ist das Nähen für mich selbst nochmal eine ganz andere Nummer als das Nähen von Kinderröcken, -Kleidchen oder -Shirts. Denn wenn Du für dich selbst nähst, zählen am Ende vor allem zwei Dinge: Die Passform und der Stil.

Was ich damit meine? Ein kleiner Exkurs…

Passform und Stil

Wie viele andere auch, habe ich mit dem Nähen angefangen, als ich Kinder bekommen habe. Die Erfolge waren super: Schnitt und Stoff ausgesucht, zugeschnitten, genäht, GEPASST! Maximal waren die Kleidungsstücke am Ende ein wenig zu groß (oder bei meiner ersten Mütze doch etwas arg klein), aber da wächst Kind ja irgendwann rein.

Als ich das erste Mal für mich genäht habe, musste ich dann mit Schrecken feststellen. Ganz so einfach bleibt es nicht… Denn nicht nur der Schnitt muss zur Figur passen, auch Farbe und Muster wollen zum Menschen passen. Wenn man/frau dann online nur einen kleinen Ausschnitt des Stoffes sieht oder einen dicken Stoffballen im Laden, ist das eine ganz andere Nummer, als mal eben ein Kleidungsstück von der Stange anzuprobieren und festzustellen: Nee, das ist es nicht…

Gleiches gilt für die Passform: Wenn Du für dich selbst nähst, müssen Proportionen, Maße und der Stil des Kleidungsstückes am Ende zu Dir passen und gut sitzen. Erst dann siehst Du gut gekleidet aus und alle sagen “Wow, das steht dir aber gut”. En Detail möchte ich darauf aber in einem separaten Beitrag eingehen, denn das Thema ist sooooo umfassend. Viele Infos zu Passform und Stil findest Du aber jetzt schon bei Elle Puls und/oder bei Crafteln.

Für heute rate ich Dir nur: Taste dich langsam heran. Starte mit etwas Unbedenklichem. Sowohl beim Schnitt als auch beim Stoff. Wähle einen Schnitt, bei dem die Passform nicht im Zentrum steht. Ich hab z.B. mit einem Hoodie-Kleid angefangen, bei dem es nicht auf den Millimeter ankam und das war gut so. Auch die aktuelle Oversize-Mode kommt Dir beim Nähstart entgegen. Schöne Schnittmuster, die oft Spielraum bieten und sich gut für Anfänger:innen eignen, findest Du z.B. bei Dani von Schnittgeflüster.

Auch beim Stoff solltest Du auf Nummer sicher gehen. Nimm nicht den teuersten Stoff zum Start und starte mit einem einfachen Stoffmuster – noch besser: Wähle einen unifarbenen Stoff ohne oder mit unauffälligem Muster, in einer Farbe bei der Du Dir sicher bist, das sie Dir steht. Dann musst Du nicht noch auf Musterverläufe etc. achten.

Doch nun zu den Schnittmustern, die ich Dir zum Start empfehlen möchte.

Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen, die für sich selbst nähen möchten

1. Ein Tuch nähen

Simpel, einfach, ein Geling-Garant: Nähe Dir ein schickes Tuch für die kühlen Tage und Nächte. Eine einfache, kostenlose Anleitung für ein Tuch mit Quasten aus zwei Stoffen findest Du zum Beispiel im Buttinette-Blog.

2. Ein T-Shirt nähen

Kimono-Tee von Maria Denmark

Ein tolles und wirklich ganz einfaches Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen ist das Kimono-Tee von Maria Denmark. Zwei Schnittteile – ein dehnbarer Stoff – zusammennähen – säumen – fertig. Wirklich einfach und ein sicherer Erfolg. Das Shirt habe ich diesen Frühling auch genäht und ich trage es wirklich sehr gerne.

3. Einen Rock nähen

Ein schlichter Rock besteht aus zwei, maximal drei Schnittteilen und wird mit Gummizug oder Bündchen genäht. Anleitungen für solch einfache Röcke finden sich viele. Hier einige Links, nach denen ich bereits Röcke genäht habe:

Hinten: Der Rock nach Hilli Hiltrud (ohne Rüsche, aus Webware); 
Vorne: Der Rock nach Anleitung von Nähtalente aus Jersey
Hinten: Der Rock nach Hilli Hiltrud (ohne Rüsche, aus Webware);
Vorne: Der Rock nach Anleitung von Nähtalente aus Jersey

4. Shorts nähen

… und sei es nur zum Schlafen 🙂 Ein kostenloses Schnittmuster, das gut nähbar ist, gerade auch für Näh-Einsteiger:innen, findest Du im Snaply-Magazin. Frisch zugeschnitten liegt der Schnitt aktuell bei mir auf dem Nähtisch für ein Probestück.

Edit: Ich muss hier meine Einschätzung revidieren, da sich der Schnitt leider doch nicht für Anfänger:innen eignet. Die Anleitung ist – so zumindest meine Einschätzung – für echte Näh-Einsteiger:innen zu unklar. Das ein oder andere Nähwerk sollte daher bereits auf Deinem Tisch gelegen haben, bevor Du dich an diese Shorts setzt. Ich habe mein Probestück soweit gut hinbekommen, allerdings sitzt der Bund gar nicht gut. Von vorne sehr gut, hinten extrem wellig und unschön. Aber: Ich werde das noch optimieren. Sobald ich einen anderen, anfängertauglichen Short-Schnitt gefunden habe, lasse ich es euch wissen 🙂

5. Ein Sommertop nähen

Ein schlichtes Top für die wirklich heißen Tage zauberst Du aus “Maria” von Schnittgeflüster. Dabei lernst Du ganz nebenbei noch, was französische Nähte sind, denn wir wollen ja stets etwas Neues dazulernen.

Alternativ bietet das Crop Top “Nika”, das Du wie “Maria” auch als Kleid nähen kannst, einige Möglichkeiten, Deine Nähfertigkeiten zu festigen.

Solche Schnittmuster, die mehrere Optionen in einem Schnitt abbilden, gefallen mir immer besonders gut. Wenn der Schnitt sich dann noch als gut und zu mir passend herausstellt, hat man direkt mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Jippie!

6. Ein Frühlingskleid nähen

Einfaches Frühlingskleid nach einem Schnittmuster von Burda

Ein schlichtes Frühlingskleid hab ich mir dieses Jahr aus einem Burda-Schnitt gezaubert. Den Beitrag dazu findest Du hier: Frühlingskleid nach einem Burdaschnitt.

Der Schnitt ist sehr einfach und besteht nur aus zwei Teilen – ein perfektes Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen. Ich habe mich zum ersten Mal an einer Zwillingsnaht probiert – hat gut geklappt 😉

7. Ein Sommerkleid nähen

Ein einfaches, aber auch figurbetontes Skaterkleid für die heißen Tage, findest Du beispielsweise bei Ki-Ba-Doo. MAkikky ist ein wunderbarer Schnitt für den Sommer.

Wichtig, da der Schnitt eine Unterteilung in der Taille hat: Achte darauf, dass die waagerechten Nähte auch waagerecht bleiben. Hier empfiehlt es sich Deine Rückenlänge und Deine Vorderlänge (jeweils Halsanfang bis Taille) nachzumessen und mit den Schnittteilen abzugleichen und ggf. die Längen anzupassen.

Mein Buchtipp, wenn Du lernen möchtest, wie Du direkt am Schnittmuster Anpassungen an der Passform vornimmst: Passt perfekt von Meike Rensch-Bergner. Meine Bibel und bei jedem Projekt an meiner Seite.

8. Einen Hoodie nähen

Schnittmuster für Hoodies gibt es – spätestens seit der Pandemie – zu Hauf. Das Gute beim einfachen Kapuzenpulli? Da kommt es nicht auf den Millimeter und die Figur an. Und ich muss gestehen, eine Kapuze oder einen hohen Kragen kann ich persönlich einfacher und besser nähen, als einen akkuraten Beleg bzw. Shirt-Ausschnitt.

Sweat-Kleid von Ki-Ba-Doo

Hier sind zwei Hoodie-Schnittmuster, die ich Dir gerne empfehlen möchte:

9. Einen Pullover nähen

Da Pullover auch nicht unbedingt auf Figur sitzen müssen, eignen sich einfache Pullover-Schnitte sehr gut für Näh-Einsteiger:innen. Optimal sind Pullis aus Sweat, da Strickstoffe etwas anspruchsvoller zu Nähen sind.

Einen Pullover mit Fledermausärmeln findest Du bei Pattydoo und einen schlichten Pulli mit Namen “Querida”, den Du auch als Cardigan oder Kleid nähen kannst, gibt es bei Erbsünde.

10. Ein Longsleeve nähen

Ein Longsleeve näht sich ähnlich einfach wie ein T-Shirt oder aber auch ein Pullover. Daher eignen sich beide Schnitte unter Punkt 9 auch als dünnere Version aus z.B. Jersey oder Viskose-Jersey, je nach Wetterlage.

Aber auch sonst finden sich online viele viele Schnittmuster für Longsleeves in allen erdenklichen Versionen. Ein einfaches Longsleeve-Schnittmuster für Näh-Anfänger:innen mit überschnittenen Ärmeln findet sich zum Beispiel bei Hummelhonig mit dem Schnittmuster “Calais”.

Ein Tipp zum Schluss:

Da am Anfang bestimmt das ein oder andere schief geht und Du vermutlich auch mal ein Teil für die Tonne produziert wird, empfehle ich Dir mit günstigeren Stoffen zu starten. Probiere neue Schnitte und Techniken an Stoffen aus, die den Geldbeutel nicht allzu sehr strapazieren. Schnäppchen finden sich fast immer in den Stoffläden, Onlineshops oder auf einem Stoffmarkt.

Und nun: Schere gezückt, Stoff zuschneiden und ran an Nadel und Faden! Mit den vorgestellten Schnittmustern für Näh-Anfänger:innen kann (fast) nichts mehr schief gehen.

Viel Spaß!

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Jahres-Ausblick 2021 statt Jahres-Rückblick 2020

Braucht es tatsächlich einen Jahres-Rückblick 2020? Um ehrlich zu sein, nein. Lasst uns gemeinsam lieber nach vorne schauen und nicht allzu lange zurückblicken. Deshalb gibt es von mir einen Jahres-Ausblick 2021 statt Jahres-Rückblick 2020.

Wobei ich betonen möchte, dass 2020 nicht nur schlecht war. Mir hat das Jahr tatsächlich mehr Ruhe – Raum für mich und meine Familie – Raum für meine Träume / Wünsche gegeben. Dafür bin ich dankbar. Gerade vor dem Hintergrund, dass es vielen anderen nicht so ging. Dessen bin ich mir sehr bewusst.

Ohne den Lockdown im März 2020 wäre ich jedoch nicht ins Homeoffice katapultiert worden und hätte mir einen lange gehegten Wunsch vermutlich nicht erfüllt: Endlich wieder zu schreiben. Die Ruhe und Entschleunigung, die ich als dringende Wohltat empfunden habe und immer noch empfinde, lieferte die Basis: Ein Blog zum Thema Entschleunigung, Achtsamkeit und “alte” neue Hobbies.

2020 war für mich das Jahr in dem ich meine Oma zu mir zurück geholt habe. Oma war eine Gartenfee und Nähzauberin. Zwei Dinge, die ich in diesem Jahr für mich entdeckt habe und die den Rahmen für diesen Blog bilden: Gärtnern und Nähen.

Jahres-Ausblick 2021: So stell ich mir mein Jahr vor

Deshalb werden diese zwei Themen 2021 (abgesehen von meiner Familie und meiner regulären Arbeit) im Zentrum stehen: Die weitere Gestaltung und Nutzung unseres Gartens und das Nähen. Das alles möchte ich mit Ruhe und einem Stück Gelassenheit angehen. Möglichst stressfrei integriert in den Alltag. Ob das klappt – wir werden es sehen.

Was steht im Garten 2021 an?

Im Garten ist die ToDo-Liste schon wieder ganz schön lang. Daher hier nur unsere wichtigsten Vorhaben:

  1. Das Gemüsebeet muss vorbereitet werden und die bereits gekauften Samen wollen in die Erde wandern.
  2. Das Hochbeet soll um eine weitere Etage ergänzt werden, damit noch mehr Gemüse und Obst (ich will Melonen ernten) bei uns wachsen kann.
  3. Nachdem wir im Herbst eine lange Thuja-Hecke entfernt haben, möchte ich an dieser Stelle ein bunt-blühendes Staudenbeet anlegen.
  4. Die “Werkel-Ecke” hinter dem Gartenhäuschen benötigt einige Optimierungen und Schönheits-Operationen.
    Soweit die Pflicht.
  5. Die Kür: Die alte Terrasse aus Waschbeton soll weichen, um mehr Grünfläche für die Kids zu schaffen.

Ihr seht, die Liste ist lang, aber ich bin hochmotiviert und sehne fast schon das Ende des Winters herbei, wäre da nicht Neu-Hobby Nummer 2:

Wie wird sich das Nähen 2021 entwickeln?

In den letzten Monaten habe ich angefangen, auch für mich selbst Kleidung zu nähen. Vor kurzem war das noch undenkbar, aber mittlerweile finde ich den Gedanken, einmalige, auf mich zugeschnittene Kleidung zu tragen, total cool und möchte da auch 2021 dranbleiben. Vor allem aber muss ich hier noch ganz ganz ganz viel lernen… Übung macht ja bekanntlich den Meister 😉

Wie es dazu kam, dass ich für mich selbst nähe und welche ersten Teile bereits fertig sind, erzähle ich euch in einem extra Beitrag noch im Januar.

Das Nähen für mich selbst führt auch dazu, dass ich mich vermehrt mit dem Thema “Stilfindung” und “Farben” auseinandersetze. Außerdem möchte ich mein bisher doch noch sehr rudimentäres Nähwissen, sobald wie möglich in einem Nähkurs vertiefen. Darauf freue ich mich schon total. Die nächsten Projekte?

  • Ein Kleid für den Übergang (vermutlich wird es dieser Schnitt* – der Name allein macht den Schnitt schon zu einem Muss ;-))
  • Ein Frühlingskleid – hier liegt noch von Fastnacht ein Burda-Schnitt, den ich ausprobieren möchte
  • ein oder zwei Shirts
  • ein oder zwei leichte Röcke für den Sommer

Unkomplizierte Projekte, die sich hoffentlich problemlos nähen und perfekt tragen lassen. Selbstverständlich bekommen auch die Kids noch das ein oder andere Teil. Da bin ich aber noch etwas am Stöbern. Seid gespannt!

Das war mein persönlicher Jahres-Ausblick 2021 statt Jahresrückblick 2020 🙂 Nun wünsche ich Dir und Deinen Liebsten ein hoffentlich triumphales Jahr 2021! Lass es Dir gut gehen und vor allem: Bleib gesund.

Damit entlasse ich Dich und verspreche: Irgendwann geht wieder die Sonne auf wie hier am Feldberg, Schwarzwald. So schön!

Jahres-Ausblick 2021

*Kennzeichnung als Werbung, da im Beitrag auf kostenpflichtige Angebote verlinkt wird. Ich erhalte jedoch keine Gegenleistung für die Nennung und Verlinkung.

Checkliste Näh-Start: Wie und womit Du anfängst und was Du benötigst

Nähen lehrt Ruhe und Gelassenheit, nähen erdet und nähen entschleunigt auf eine sehr angenehme, produktive Art und Weise.

Du möchtest auch anfangen zu nähen? Das Nähhandwerk erlernen und eigene Kleidung, Deko, Heimtextilien schaffen? Kein Problem. Lass uns loslegen. Hier kommt meine Checkliste für Deinen Näh-Start.

Ich bin, im Gegensatz zu vielen anderen Nähbloggerinnen, selbst noch in den Nähanfängen und würde mich als fortgeschrittene Anfängerin bezeichnen. Dadurch bin ich noch ein ganzes Stück näher an Dir dran und möchte dich daher gerne mitnehmen auf die Nähreise.

Checkliste: So startest Du mit dem Näh-Hobby

Mit dem heutigen Blogbeitrag möchte ich dich ermutigen, den Schritt in die Nähwelt zu starten und dir aus meinen Anfängen und von meinen Start-Erfahrungen berichten.

Am Anfang steht das MACHEN. Also lass uns loslegen:

Warum möchtest Du eigentlich Nähen?

Anders gefragt: Wie viel Anfänger bist Du denn wirklich?

Hast Du tatsächlich noch nie eine Nähmaschine, Nadel und Faden vor dir stehen/liegen gehabt? Beschränkt sich Deine Näh-Erfahrung auf den Handarbeits-Unterricht in der Grundschule (bei uns hieß das “TW – Technisches Werken”, wenn ich mich richtig erinnere und war eine einzige Katastrophe)?

Oder kennst Du die Näherei von zu Hause, von Oma, Mama oder Tante? Gefallen Dir Posts anderer Näherinnen? Möchtest Du dem Fast-Fashion-Zirkus entfliehen? Hast Du bereits frühere Erfahrungen? Hast Du schon mal eine Nähmaschine aus der Nähe gesehen, bist bereits an einer gesessen und konntest schon erste Nähte ausprobieren?

Warum diese Fragen wichtig sind?

Beim Nähen benötigt es leider eine – zum Teil teure – Grundausstattung, ohne die Du nicht starten kannst, weshalb es gut überlegt sein will, ob Du tatsächlich starten willst, ob es Dir überhaupt Spaß macht und Du Dir ehrlich vorstellen kannst, länger am Ball zu bleiben. Deshalb solltest Du Dir sicher sein, dass Nähen das perfekte Hobby für dich ist.

Eine Nähmaschine ist der wichtigste, aber auch teuerste Baustein, für Deinen Start in die Näherei.

Meine Tipps zum Start, damit Du sicher sein kannst, das richtige Hobby gefunden zu haben:

  1. Schnapp Dir einen erfahrene(n) Näher(in) aus Deinem Umfeld, der/die Dir ihre Maschine mal zeigen, dich ein bisschen Probenähen lassen und ggf. auch die Grundzüge / den Grundaufbau einer Nähmaschine zeigen. Das war ein gutes Gefühl? Dann weiter zu Punkt 2:
  2. Leihe Dir (wenn möglich) eine Maschine, um erste eigene Erfahrungen zu sammeln. Vielleicht kennst Du jemanden, der eine Nähmaschine im Schrank stehen hat und sie Dir ausleiht. Vielleicht gibt Dir der Maschinen-Besitzer oder jemand anderes auch noch ein Stückchen Stoff und Garn mit und schon kann es losgehen. Du hast keine Möglichkeit eine Maschine zu leihen? Schau mal, ob es bei Dir in der Nähe einen Nähkurs gibt, der mit Leih-Maschinen arbeitet. Wenn ja: Greif zu!
  3. Abgesehen vom Kennenlernen der Nähmaschine(n) ist es wichtig, dass Du die Frage nach dem “Was” ehrlich beantwortest: “Was möchtest Du nähen?” Denn das “Was” bestimmt zum Beispiel die Wahl der Nähmaschine. Zum Quilten und Patchworken benötigst Du beispielsweise andere Nähmaschinen als zum simplen Shirts-Nähen. Eine Jeans und dicke Outdoorstoffe, am besten noch in mehreren Lagen, benötigen eine Nähmaschine mit richtig viel Power.
  4. Du hast dich entschieden mit dem Nähen anzufangen und möchtest mit eher einfachen Projekten starten? Dann empfehle ich Dir, ein einfaches Nähmaschinenmodell zu erstehen. So bin ich auch gestartet. Von Kind auf hab ich bei Mama und Oma über die Schultern gelinst und durfte an Mamas Maschine erste Nähte üben. Dann kam der Moment, an dem ich selber eine Nähmaschine besitzen wollte. Ein Angebot zu einer AEG-Maschine in einem Versandhandels-Katalog gab den Ausschlag. Ich glaub, die Nähmaschine hat 80EUR gekostet. Nichts Großartiges. Aber für den Anfang vollkommen ausreichend. Ich muss dazu sagen: Anfangs dachte ich nur ans Nähen von Fastnachts-(Karnevals-/Faschings-)Kostümen. Und dafür war die Maschine wunderbar. Der Wunsch nach einer besseren Nähmaschine, die mehr Stiche kann, von Haus aus mehr Füßchen und Zusatzausstattung mitbringt und auch anspruchsvollere Nähprojekte bewältigt, kam dann erst mit der Zeit.
  5. Eine weitere Möglichkeit, um eine gute Anfängermaschine zu finden: Geh in ein Nähmaschinengeschäft in Deiner Nähe und lass dich dort beraten. In den Läden darfst Du immer probenähen und kannst dich vor Ort von einer erfahrenen Näherin zu “Deiner” Maschine führen lassen.

Jetzt hast Du schon erste Erfahrungswerte und ggf. schon eine Maschine. Perfekt. Dann solltest Du jetzt wissen, ob das mit dem Nähen etwas für Dich ist oder nicht… Ja? Na dann geht’s natürlich weiter!

Die Grundausstattung: Alles, was Du für einen guten Start und erste eigene Projekte brauchst (Checkliste)

Wie immer, wenn man mit etwas Neuem beginnen möchte, stehen Anschaffungen an und es gilt die Frage zu klären: Was brauch ich denn dafür alles?

Die Nähmaschine war klar und haben wir ja bereits geklärt. Viele Profi-Bloggerinnen gehen übrigens mit dem “Starte mit einer günstigen Maschine” nicht mit. Das kann man natürlich halten wie man möchte und wenn Du über das nötige Kleingeld verfügst, kannst Du natürlich auch direkt mit einem hochwertigen und teuren Modell starten. Das ist am Ende Dir überlassen. Für mich war der Start so wie beschrieben der richtige Weg und ich konnte an der einfachen Maschine die Grundzüge des Nähens lernen.

Eine kleine, feine Grundausstattung reicht, um erste Nähprojekte in die Tat umzusetzen.

Was es sonst noch braucht, um ordentlich mit dem neuen Hobby starten zu können? Hier mal eine kleine Checkliste der Must-Haves:

  • Schere: eine gute Stoffschere, hier bitte keinesfalls auf günstige Modelle setzen. Die Schere ist das A und O für Deine Näh-Projekte. Ich hatte die Schere bevor ich eine Nähmaschine hatte 😉
  • Stecknadeln oder Stoffklammern damit Dir die Stoffe nicht um die Ohren flattern.
  • Nähmaschinennadeln: Für den Start reichen erstmal Universalnähnadeln. Diese gibt es in kleinen Päckchen in unterschiedlichen Stärken. Solltest Du schnell ins Jersey-Nähen starten, dann unbedingt auch Jersey-Nadeln besorgen.
  • Maßband für schnelles Nachmessen und Abmessen.
  • Nahtauftrenner: Ist häufig im Lieferumfang der Nähmaschinen enthalten und (leider) unerlässlich. Nicht nur am Anfang Deiner Näh-Karriere.

Was sonst noch wichtig, aber nicht direkt für das erste Projekt notwendig ist:

  • Ein Stoff-Stift oder Schneiderkreide und evtl. auch ein Trickmarker (der verschwindet nach ca. 30min. wie von Zauberhand wieder vom Stoff) zum Übertragen des Schnittmusters auf den Stoff.
  • Lineal und Geodreieck zum exakten Zeichnen gerader Linien. Man kommt hier allerdings auch mit vorhandenen Linealen aus der Schreibtischschublade sehr weit.
  • Eine kleine(re) Fadenschere oder ein Fadenschneider.

Was mit der Zeit bestimmt dazu kommt 😉 Nähgadgets gibt es wahrlich zuhauf. Und mit der Zeit werden die Nähzubehör-Körbchen und Täschchen voller und voller…

  • Schneideunterlage in unterschiedlichen Größen, damit Du gut und sicher Deine Schnittteile zuschneiden kannst.
  • Rollschneider – der steht aktuell bei mir auf der “Muss ich unbedingt haben”-Liste.
  • Nadelmagnet, damit Du nicht immer auf dem Boden nach der Nadel im Heuhaufen suchen musst.
  • Obertransport-Fuß für saubere Nähergebnisse auch bei rutschigen Stoffen. An dieser Stelle: “Liebes Christkind, ich wünsche mir einen Obertransport-Fuß. War auch sehr lieb und hab ihn mir bestimmt verdient.”
  • Mini-Bügeleisen: Beim Nähen muss man leider immer wieder Nähte umbügeln, Einlagen aufbügeln, Stoffe glatt bügeln und noch mehr bügeln, bügeln und bügeln. Damit Du nicht immer das große Bügeleisen rausholen musst, ist ein kleines Mini-Bügeleisen durchaus praktisch.
  • und dann gibt es da noch sooooo viel mehr. Ich hör daher mal auf, Du wirst über kurz oder lang bestimmt über viele sinnvolle und weniger sinnvolle Näh-Gadgets stolpern.

Und natürlich benötigst Du alle Materialien, die sich aus dem von Dir gewählten Modell ergeben: Stoffe, Garne, Bänder, Knöpfe, Reißverschlüsse, Einlagen etc. Diese Angaben finden sich allerdings immer im Schnittmuster.

Du suchst Ideen für erste eigene Näh-Projekte? Schau mal in meinen Pinterest-Account. Hier findest Du eine Pinnwand mit Ideen für Anfängerprojekten. Meine ersten Projekte waren ein Utensilo, eine kleine Babymütze und ein Halstüchlein. Die Mütze war allerdings direkt zu klein und liegt heute in der Puppenkiste 😉 Was ich ziemlich schnell genäht habe, war ein Strampler für meine Tochter und Beanies in Hülle und Fülle.

Viel Spaß beim Näh-Start!

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