UFO-Angriff: Kurz vor dem Finale

UFO Angriff Vierter Streich - Ziel erreicht

Endspurt und ich kann verkünden: Meine UFOs sind gelandet! Dem gemeinsamen Sewalong mit Stefanie von Kraut und Kleid sei Dank. Denn ohne den Sewalong hätte zumindest der Mantel noch kein neues Futter, so viel steht fest. Da hat der Druck sehr geholfen.

Ein neues Futter für meinen Business-Mantel

Der Mantel von außen - erstaunlich gut drapiert auf der Puppe, zeigt aber noch nichts vom Futter.
Der Mantel von außen – erstaunlich gut drapiert auf der Puppe, zeigt aber noch nichts vom Futter.

Meinen violetten Mantel habe ich vor drei Jahren genäht und bei nicht allzu tiefen Temperaturen immer gerne zu formaleren Anlässen getragen. Der zugrundeliegende Schnitt ist Mantel Terry von Bara Studio. Leider hat sich das Futter als nicht sehr haltbar entpuppt und es wollte ersetzt werden. Letzte Woche konnte ich bereits berichten, dass die ersten Nähte vollbracht waren.

Nun stand diese Woche noch der Ärmel und das Zusammensetzen von Außen- und Futtermantel an.

Beim Einnähen des Futterärmels hatte ich einen riesigen Knoten im Kopf und ich habe glaub fünf mal neu stecken müssen, bis alles gestimmt hatte. Anschließend habe ich den Futtermantel vorsichtig in den Mantel eingenäht. Dieser Schritt ist irgendwie jedes Mal aufregend und spannend und gleichzeitig faszinierend, wie aus Einzelteilen etwas Neues entsteht.

Blick in den Ärmel mit Ärmelsaum.
Blick in den Ärmel mit Ärmelsaum.

Nächster Knoten: Ärmelsäume verbinden – ohne Anleitung bekomme ich das tatsächlich nicht hin, obwohl ich zuletzt einige Jacken genäht habe (einen Neuzugang bekommt ihr beim nächsten MeMadeMittwoch zu sehen). Aber mit der Anleitung hat auch das gut geklappt.

Ratlosigkeit überkam mich dann beim Saum. Laut Anleitung wird der Futtermantel in einem Rutsch an den Außenmantel genäht. Das ging bei mir am Saum allerdings nicht auf. Keine Ahnung, weshalb. Den Ursprungsmantel habe ich im Rahmen eines Nähkurses genäht und entsprechend nicht nach der eigentlichen Anleitung. Evtl. passt daher nicht mehr alles 100% übereinander. Den ersten Saum habe ich außerdem von Hand angenäht – soviel wusste ich noch.

Diesmal sagte mir mein Gefühl, dass ich – bis auf die äußeren Saumabschnitte – die Säume rechts auf rechts aneinandernähen könnte. Denn in einem Ärmel hatte ich eine Wendeöffnung gelassen. Lediglich die seitlichen, schräg verlaufenden Saumkanten am linken und rechten Mantelrand müsste ich von Hand annähen. Gedacht und umgesetzt. Sieht ordentlich aus. Ich gestehe: Ich nähe sehr sehr ungern und nicht schön mit der Hand, weshalb ich Handnähte wo möglich immer vermeide. Die äußeren Blenden muss ich nun noch unten unsichtbar miteinander verbinden, damit da nichts verrutschen und aufklaffen kann. Aber irgendwas muss ich bin zum Finale ja noch zu tun haben.

Saum: Dieses kurze Stück habe ich von Hand gesäumt.
Saum: Dieses kurze Stück habe ich von Hand gesäumt.
Die Außensäume muss ich nun noch unsichtbar miteinander verbinden, damit nichts aufklafft und verrutscht.
Die Außensäume muss ich nun noch unsichtbar miteinander verbinden, damit nichts aufklafft und verrutscht.
Der Mantel auf der Puppe - Futter nach außen. Sehr ihr meinen Fehler am Ärmel? Ich habe eine Naht aus Versehen links auf links genäht... und war dann zu faul nochmal zu trennen - getreu dem Motto: Sieht im Ärmel ja niemand...
Der Mantel auf der Puppe – Futter nach außen. Sehr ihr meinen Fehler am Ärmel? Ich habe eine Naht aus Versehen links auf links genäht… und war dann zu faul nochmal zu trennen – getreu dem Motto: Sieht im Ärmel ja niemand…
Ärmelansatz - hier habe ich die Mehrweite in kleine Falten gelegt, gefällt mir meistens besser als zu kräuseln.
Ärmelansatz – hier habe ich die Mehrweite in kleine Falten gelegt, gefällt mir meistens besser als zu kräuseln.
Rückansicht des Futters mit Falte in der hinteren Mitte und leicht faltig gelegten Ärmeln.
Sieht irgendwie knubbelig aus, passt aber erstaunlich gut.

Nähzeit fleißig genutzt

Diese Woche waren bei uns Fastnachtsferien und da das Wetter echt mies war, hatte ich einiges an Nähzeit, die ich genutzt habe. So habe ich noch ein Resteprojekt getestet: Socken. Aber ehrlich gesagt hat der Schnitt doch größere Reststücke veranschlagt als ich gedacht hatte. Ein paar Socken habe ich dennoch genäht. Formschön sind sie nicht, vielmehr pragmatisch – praktisch. Einen weiteren Versuch aus dickeren Strickstoffen für Kuschelsocken werde ich noch machen, denn die müssen für mich nicht formschön sein.

Außerdem habe ich diese Woche noch eine neue Barrel Leg Jeans zugeschnitten und bereits die ersten Nähte gesetzt. Hach – schön, endlich mal wieder so richtig Zeit für unser schönes Hobby gefunden zu haben.

Und nun auf ins Finale

Nächsten Samstag, 28.2.2026, ist das große Finale unseres UFO-Sewalongs – wir hoffen, dass bis dahin noch einige UFOs gebändigt werden und gezeigt werden können. Von mir wird es dann auf jeden Fall Tragebilder geben, ich hoffe auf etwas bessere Lichtverhältnisse in den kommenden Tagen. Momentan scheint die Sonne sich woanders aufzuhalten und mehr als jede Menge „Nass“ von oben ist aktuell scheinbar nicht zu erwarten.

Getreu dem Motto „besser spät als nie“ habe ich diese Woche beschlossen, ab sofort beim Bingo von Antetanni mitzumachen. Die Aktion verfolge ich schon einige Jahre und sie spiegelt für mich den Geist der Näh- und DIY-Community wider: Gemeinsam sind wir füreinander da und genießen den Austausch und die Vernetzung untereinander. Freuen uns über Inspiration und sind unendlich dankbar zu wissen, dass es da draußen in der Welt ganz viele Menschen gibt, die sich gegenseitig helfen, unterstützen und gemeinsam miteinander ihrem Hobby fröhnen.

Als erstes streiche ich das Feld WINTER, denn mein Mantel ist eindeutig ein Winterprojekt.

Das Bingofeld von Antetanni 2026. Mein erstes gestrichenes Feld ist der Winter.

4 Gedanken zu „UFO-Angriff: Kurz vor dem Finale“

    1. Vielen Dank, Alexandra. Im ersten Moment erscheinen Mäntel und Jacken als schier unmöglich, aber im Grunde sind sie es gar nicht. Eine gute ausführliche Anleitung vorausgesetzt. Und das tolle an Jacken u.ä.: Man trägt sie tatsächlich sehr oft, so dass sich der Aufwand definitiv lohnt.
      LG Miriam

  1. Gratuliere, Du hast Dein Ziel erreicht! Und das Futter ist sehr schön geworden. Die angeschrägten Ecken nähe ich auch meistens mit der Hand an, Futter einsetzen ist eh eine nicht ganz einfache Angelegenheit. Ich freue mich, dass Du beim Jahresbingo mitmachst, ich finde es ist eine richtig tolle Inspirations-Quelle und sehr bereichernd.
    Viele liebe Grüße und eine schönen restlichen Sonntag,
    Stefanie
    PS: Jetzt, ganz am Ende des Sew-Alongs habe ich auch endlich herausbekommen, wie man dieses schicke Textfeld mit dem Hinweis zur Linkparty macht. ;o)

    1. Besser spät als nie 😉
      Danke dir auf jeden Fall für die Initiative zum Sewalong, ohne würde der Mantel noch einige Monate mit zerrupftem Futter auf der Schneiderpuppe hängen…
      Auf das Jahresbingo bin ich gespannt. Verspreche mir auch einiges an Inspiration.
      LG und bis zum Finale!
      Miriam

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