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Jetzt wird‘s kuschelig: Poncho Deluxe

Der November ist da und mit ihm zieht pünktlich so richtig mieses Wetter durchs Land. Genau deshalb wollte ich euch heute eigentlich meinen neuen Softshell-Mantel zeigen, aber ihm fehlt leider noch der Reißverschluss, weshalb ich die Präsentation auf den Dezember schieben muss. Dafür gibt es heute ein echtes Kuschel-Teil, das ich erst gar nicht zeigen wollte: Meinen Poncho Deluxe von Prülla.

Warum ich ihn nicht zeigen wollte?

a) weil es eigentlich ein sehr simples Teil ist und euch MeMadeMittwoch-Expertinnen kaum zumutbar;

b) weil ich immer noch nicht weiß, was ich davon halten soll;

c) weil ich – als Folge aus b) – noch nicht sicher bin, ob ich nicht alles wieder auftrenne und den Stoff anderweitig verarbeite.

Aber da uns bei einer Fahrt entlang des Bodensees eine wundervolle Herbststimmung begleitete, stoppten wir kurzerhand in Birnau für ein paar Fotos. MMM here I am!

Schnitt- und Stoffauswahl

Vorweg die Eckpunkte:

Schnittmuster: Freebook Poncho Deluxe von Prülla
Stoff: Strickstoff „Bene“ von Swafing (gekauft bei „Königreich der Stoffe“)*

Schnitt und Stoff für den Poncho Deluxe - optimal für einen kuscheligen Dauerbegleiter
Nähanleitung und Stoff – optimal für einen kuscheligen Dauerbegleiter

Über den Schnitt bin ich per Zufall gestolpert und war schnell überzeugt: Sieht kuschelig und gemütlich aus und dabei auch noch schick. Runtergeladen, ausgedruckt und los ging’s.

Naja – erstmal hab ich noch Stoff besorgt. In der Nähwelt kommt wohl kaum jemand um die Strickstoffe Bene und Bono von Swafing drum herum und so fand ein Bene in Petrol seinen Weg in mein Stofflager. Der Stoff ist wirklich super. Sooooooo unendlich weich und kuschelig. Richtig zum Wohlfühlen.

Die Anleitung zum Poncho war leider etwas dürftig und zumindest für mich nicht sofort durchschaubar und verständlich. Aber mit etwas Hirnschmalz ging es doch ganz gut.

Den Poncho gibt es in zwei Größen, laut Anleitung misst man die passende Größe anhand des Abstands von Hüfte zum Ellenbogen, also quasi den Fledermaus-Flügel-Abstand (spielt man heute noch Galgenmännchen? Wenn ja, merkt euch das Wort).

Zum Poncho gibt es keinen richtigen Schnitt, sondern man schneidet ein großes Rechteck im Bruch zu, sowie zwei kleinere Rechtecke im Bruch für die Ärmel bzw. Armabschlüsse. Dann legt man einen Arm oben rechts am Rechteck an und einen unten links – es sieht insgesamt sehr krumm und schief aus, aber am Ende kommt tatsächlich ein Kleidungsstück dabei heraus.

Poncho Deluxe: Warm und gemütlich und gleichzeitig schick. Optimal für kühlere Tage geeignet.
Der Poncho Deluxe ist nach etwas Hinzuppeln gut tragbar und im Herbst sowohl wärmend als auch schick.
GRoß, gemütlich mit Kuschelfaktor: Mein Poncho Deluxe von Prülla.
Ä bissele groß ist er zwar, aber so gemütlich

Mein Poncho Deluxe Fazit

Kann man so machen, muss man aber nicht.

Denn: Durch den „schiefen“ Schnitt kommt der Poncho Deluxe leider etwas unförmig daher und erfordert einiges an „Gezuppel“. Wenn man das mag, ein toller Schnitt, mich stört es jedoch teilweise. Das mag auch daran liegen, dass ich die große Größe genommen habe, da ich bei der kleineren Version Bedenken hatte, dass sie mir am Bauch zu kurz wird. Im Nachhinein hätte die kleine Größe vermutlich ausgereicht und mein Poncho wäre weniger Sack-artig.

Hier mal ein Auszug der Familien-Stimmen zum Poncho:
„Das sieht irgendwie komisch aus“
„Mama hast du dir ein Fledermaus-Kostüm genäht“
kurz vor Halloween: „Mama, zieh dir doch dein Fledermaus-Kostüm an“
„Was soll das denn sein?“

Ich selbst muss sagen: Je öfter ich den Poncho trage, umso gemütlicher finde ich ihn und umso wohler fühle ich mich damit. Das mag vor allem am Stoff liegen, aber auch insgesamt ist der Poncho ein „ich kuschel mich so richtig rein“-Teil. Mal schauen, wie meine Stimmung Ende des Winters ist. Wie bereits oben geschrieben, werde ich eventuell ein kleines Stoff-Recycling machen.

Wer weiß, vielleicht finde ich ja DIE Inspiration heute bei den MeMadeMittwochs-Damen. Ich freu mich auf jeden Fall auf all eure schönen Beiträge und deshalb hüpfe ich nun ganz schnell rüber.

Weitere Kreationen, die mir von der Nadel gehüpft sind:

*Kennzeichnung als Werbung, da im Beitrag auf kostenpflichtige Angebote verlinkt wird. Ich erhalte jedoch keine Gegenleistung für die Nennung und Verlinkung. Es handelt sich nur um Angaben, um Leser:Innen die Suche zu erleichtern.

Hallo Spätsommer! Mit einer Fleece-Weste von Pattydoo

Dieser nasskalte Sommer 2021 darf sich nun verziehen und ich sage “Hallo Spätsommer!” Mit meiner neuen Fleece-Weste nach einem Schnitt von Pattydoo bin ich gerüstet für die kühleren Tage und freue mich, damit wieder beim MeMadeMittwoch dabeizusein.

Schnitt: “Steppweste Judy” von Pattydoo
Stoff: Baumwoll-Fleece von Stoffe-Hemmers

Die Lücke im Kleiderschrank und die Idee zur Fleece-Weste

Schon länger hatte ich keine dünnere Weste mehr für mich im Kleiderschrank. Daunenwesten klar und auch das ein oder andere ärmellose Überwurf-Teil (keine Ahnung, wie man das besser beschreiben soll) waren vorhanden. Aber eine praktische Weste aus Fleece, die sowohl bei Ausflügen jeglicher Art als auch bei der Gartenarbeit an kühleren Tagen übergeworfen werden kann, die hat gefehlt.

Damit kam das Projekt ganz nach oben auf die “To-Sew-Liste” und ich startete mit der Schnitt-Recherche.

Schnitt- und Stoffauswahl

Ziemlich schnell wurde ich bei Ina von Pattydoo fündig. Die Steppweste Judy entsprach genau meinen Vorstellungen und das Anleitungsvideo hat mich dann komplett überzeugt. “So gewappnet schaff ich das auch”, war ein Gedanke. Die Stoffwahl war auch relativ schnell erledigt – zumindest nachdem ich mich mit mir selbst über die Farbe einigen konnte. Dunkelblau. Passender Reißverschluss und passendes Formband dazu. Fertig war die Projektvorbereitung.

Die Fleece-Weste von Pattydoo bei ihrem ersten Einsatz
Die Fleece-Weste von Pattydoo bei ihrem ersten Einsatz
mit spontanem Foto-Shooting

Projektumsetzung mit jeder Menge Spaß

Dachte ich bei der Schnittauswahl noch, ich müsste mich alleine durch das Projekt kämpfen, ergab sich ein glücklicher Corona-Lockerungs-Moment: Meine Näh-Trainerin Beate durfte endlich wieder Näh-Abende anbieten 🙂 Darauf hatte ich seit Herbst 2020 gewartet. Jippie!

Termin geblockt, Nähmaschine, Material und mich selbst eingepackt und ab ins Nähzimmer (kleiner Tipp: schau dir mal Beates süße Schwarzwald-Adler an)!

Was war das nett – lauter gleichgesinnte Nähnerds, viele tolle Gespräche und nebenher wurde genäht und gewerkelt. Die Weste ist fast von allein fertig geworden. Es hat riesig viel Spaß gemacht in einer (kleinen) Gruppe zu nähen und einen kurzweiligen Nähabend in der kreativen Atmosphäre des Nähzimmers zu verbringen.

Das Video zum Westen-Schnitt wurde nicht gebraucht.

Und das Ergebnis?
Passt!

Eine Mini-Kleinigkeit muss ich noch machen: Die Taschen muss ich von unten her noch zunähen, damit der Eingriff kleiner wird.

Die Fleece-Weste von hinten.
Die Fleece-Weste von hinten – sitzt, passt, wackelt und hat ausreichend Luft
Die Weste trägt sich mehr als gemütlich
Eine gemütliche und praktische Weste wie sie bisher im Kleiderschrank gefehlt hat

Mein Fazit zur Fleece-Weste von Pattydoo:

Ein schöner Schnitt, der sich gut nähen lässt. Die Passform ist wie angegeben. Ich habe nach den angegebenen Maßen in Größe 38 genäht und ich habe noch genug Platz, um einen dicken Pulli darunter tragen zu können. Nach Beendigung des Projekts habe ich mir noch das Video angeschaut und ich würde sagen: “Ja, mit so einer tollen Anleitung, ist es gut zu schaffen.” Mir haben natürlich die ein oder anderen kleinen Hinweise und Tricks von Beate sehr geholfen – vor allem das Händchen halten… und die regelmäßigen Hinweise “bügel das mal”…

Mein erstes Mal Fleece vernähen hat sehr gut geklappt und ging reibungslos.

Ich bin glücklich mit meinem neuen Basic-Teil, mit dem ich nun die Spätsommer- und Herbstsaison starten kann.

Nun hüpfe ich rüber zu den MeMadeMittwoch-Mädels und freue mich über tolle neue Kreationen meiner Näh-Vorbilder. Ob es dort auch schon herbstlich wird oder noch der Sommer regiert?

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Weitere Näh-Projekte, die Du für Deine Inspiration nutzen kannst:

Sommer, Sonne, Sommer-Top

Freie Tage wollen genutzt werden und zwar an der Nähmaschine (und zwischendurch auf dem Liegestuhl im Garten). Einige Baby-Geschenke sind dabei von der Nadel gehüpft, eine Short für mich, die aber noch nicht vorzeigbar ist, und ein leichtes Sommer-Top aus Viskose.

Schnitt Sommer-Top: Frau Clara von Studio Schnittreif*
Stoff Sommer-Top: Ein Stoffmarkt-Fund

Das Sommer-Top war ein richtiges Wohlfühl-Projekt. Ich hatte den Schnitt gesehen, heruntergeladen und ausgedruckt. Der Stoff lag im Stoffregal und so konnte ich direkt durchstarten. So schnell und voller Tatendrang war ich lange nicht mehr.

Frau Clara von Studio Schnittreif: Tiptop Sommer-Top
Tiptop Sommer-Top
Frau Clara von Studio Schnittreif - Foto-Shooting will gelernt sein.
Das mit dem Foto-Shooting muss ich noch üben… könnte mal eine von Heidis Models vorbeischauen?
Büro-taugliches Sommer-Top: Frau Clara von Studio Schnittreif
Frau Clara ist absolut Business-tauglich

Sommer-Top: Maß nehmen und Zuschnitt

Da ich – wie immer – zwischen den Maßen lag, habe ich mich entschieden, Größe M mit sehr geringer Nahtzugabe zuzuschneiden. Letztendlich hätte ich auch eine Größe kleiner zuschneiden können, da das Top wirklich viel Platz lässt und luftig geschnitten ist. Ich hatte jedoch Angst, dass es an der Brust zu eng werden könnte. Irgendwie ist es bei mir immer das Gleiche: Ich wähle die Größe nach den angegebenen Maßen und am Ende ist es meist zu groß. Das war hier leider nicht anders. Laut den Maßen der Schnitte müsste ich eigentlich immer eine 38 nähen, aber wie sich bis jetzt noch jedes Mal herausgestellt hat, würde die 36 auch ausreichen. Schnittmusteranpassung muss ich mir folglich noch mehr zu Herzen nehmen.

Beim jetzt vernähten Top habe ich am Schluss die Ärmel nicht mit Schrägband eingefasst, sondern den Stoff einfach nur umgeklappt und festgenäht. Außerdem habe ich die Seiten jeweils um mehr als einen Zentimeter enger genäht.

Jetzt ist es immer noch sehr sehr luftig, geht aber gut und ich kann es wunderbar in einer Hose tragen.

Halsausschnitt mit Kräuselung und Schrägband - das Sommer-Top von Studio Schnittreif
Der Halsausschnitt mit leichter Kräuselung ist mit einem Schrägband eingefasst.
Sommer-Top mit kleiner Schleife und dezentem Rückenausschnitt.
Der Rückenausschnitt mit der kleinen Schleife gefällt mir besonders gut. Ein bisschen verspielt darf gerne sein.
Das Sommer-Top von vorne
Hier nochmal von vorne in der Kopflos-Version 😉

Bügeln – Nähen – Bügeln – Nähen

Da die Viskose etwas “schrumpelig” aus der Maschine kam, hab ich sie gut gebügelt und auch während des Nähens, war das Bügeleisen nie weit. Ich gestehe: Beim Fotos machen hatte ich das Top bereits den ganzen Tag getragen, hier wäre ein kurzes Bügeln durchaus angebracht gewesen.

Insgesamt war der Schnitt einfach zu vernähen und die Anleitung gut bebildert und verständlich. Es gab Momente, da hab ich gedacht: “Hä, warum machen die das denn jetzt so?” – aber letztendlich war es so wie beschrieben richtig. Ein Hoch auf gute Anleitungen und ein Memo für mich: HALTE DICH AN DIE ANLEITUG, DIE WISSEN, WARUM DIE DAS SO SCHREIBEN.

Wie bereits geschrieben, habe ich mir das Schrägband an den Armlöchern geschenkt und nur den Halsausschnitt mit Schrägband versäubert. Es war auch mein erstes Mal Schrägband selber machen und vernähen. War einfacher als gedacht und mit dem tollen Stoff ein Kinderspiel.

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis und weiß jetzt schon, dass das nicht meine letzte Frau Clara sein wird. Das Sommer-Top ist luftig und lässig, aber dennoch schick genug für Büro und verschiedene Anlässe. Heute habe ich es an meinem ersten Arbeitstag im neuen Job getragen und direkt ein Kompliment bekommen.

So darf die Nähreise gerne weitergehen und ich freue mich, noch mehr Inspiration bei den Mädels und Damen vom MeMadeMittwoch zu finden.

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