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Ab in den Sommer: Top, Top – Wickelrock*

Oder: Wenn sich Nähpläne aufgrund äußerer Umstände ändern. Denn dieser Rock stand eigentlich gar nicht auf meiner “To-Sew-Liste”, doch die Bekanntgabe über die Schließung des JuniDesign-Labels/Shops, hat mich zu einer Art abrupt-spontan-hilfeichmussnochschnellwashaben Kauf verführt. So wanderten der Wickelrock, der bunte Stoff und noch ein Blusenkleid-Schnittmuster in meinen Warenkorb. Praktisch: Das frisch genähte Pepelinchen-Top in einem sehr dunklem Blau passt perfekt zum neuen Stoff.

Wickelrock No. 23 von Juni Design
Wickelrock No. 23 und Pepelinchen-Top…
Sommertop von Pepelinchen
… schon jetzt echte Sommer-Lieblinge.

Aber von vorne.

Meine Sommernähpläne ändern sich aktuell beinahe täglich, da ich mal einen Schnitt sehe, den ich gerne umsetzen würde, aber dann keinen Stoff finde, der zu mir / meinen Vorstellungen passt. Oder ich überlege krampfhaft, was in meiner Sommergarderobe noch fehlt, um dann doch plötzlichen Spontankäufen wie oben genannt zu erliegen.

Offtopic

Parallel bin ich an einigen Teilen für die Kinder dran und ärgere mich sehr über ein Kinder-Schnittmuster-Buch. Die Schnittmusterbögen sind fehlerhaft, u.a. bei einem Bademantel-Schnitt, den ich als Ostergeschenk nähen wollte. Der Frottee-Stoff war schnell bestellt und ich wollte ans Werk. Dem Buch lagen keine Schnittbögen bei, man sollte die Bögen herunterladen. Doch ich musste feststellen, dass es A0-Bögen waren und nochmal für den Druck zahlen, hab ich irgendwie nicht eingesehen.

Verlag kontaktiert und um A4 bzw. eine Alternative gebeten. Man wollte mir die Schnittmusterbögen direkt zuschicken. Das dauerte zwar 14 Tage, aber ich begann dennoch motiviert den Schnitt abzupausen. Zumindest bis ich feststellte, dass vom Bademantel sowohl der Ärmel als auch das Vorderteil fehlten. “Puff” machten da meine Osterhasen-Pläne. Auf meine erneute Nachfrage beim Verlag folgte – nichts. Auch die Autorin, die ich via Instagram kontaktierte antwortete nicht. Letzte Chance war ein “Kreativ-Kontakt”, der im Buch angegeben war. Diese Dame reagierte tatsächlich schnell und wollte sich kümmern. Tja, das ist jetzt auch wieder zwei Wochen her… Ist euch sowas auch schon mal passiert?

“Offtopic” beendet – zurück zum einzig wahren MeMadeMittwoch.

Die Projekte im Überblick

Top:
Schnittmuster: Pepelinchen-Top
Stoff: Trikot de luxe Jersey in Dunkelblau von Pepelinchen

Wickelrock:
Schnittmuster: Rock No. 23 von JuniDesign
Stoff: Floral Haze Viscose von Fabric Godmother, gekauft bei JuniDesign

Basic: Pepelinchen-Top

Der Schnitt von Petra von Pepelinchen landete im letzten Herbst auf meiner Festplatte mit dem Gedanken “den kannst du bestimmt mal gebrauchen”. So war es dann auch, denn mein Schrank bietet zwar Tops in vielen Farben, aber ein dunkles Blau suchte man vergebens.

Also: Stoff bei Pepelinchen geordert und Projekt umgesetzt.

Viel zu sagen, gibt es dazu nicht. Ein schnell genähtes Basicteil, das gut sitzt und garantiert viel getragen werden wird. Der Trikot de luxe Jersey hat mich ebenfalls komplett überzeugt. Eine sehr schöne Qualität und sehr angenehm zu tragen. Für weitere Basics werde ich gerne wieder darauf zurückgreifen.

Das Beste an einem luftigen Rock: Er Schwingt
Oh, er schwingt so schön und das Top sitzt und glänzt im Sonnenschein.
Und der Wickelrock schwingt weiter
Und er schwingt und schwingt und man fühlt sich herrlich leicht und lebendig.

Wickelrock No. 23 von JuniDesign

Ein langer Rock stand auf meiner Sommer-Nähliste – allerdings kein Wickelrock. Und doch konnte ich nicht anders, als den Schnitt von Junidesign in den Warenkorb zu legen, als Nina von JuniDesign verkündete, dass sie ihren Laden und ihr Label schließen wird. Wirklich sehr schade, ich fand ihre Entwürfe und Kreationen immer sehr inspirierend.

Passend zum Rock wanderte direkt ein bunter blumiger hauchdünner Viskosestoff in meinen Warenkorb. Name: Floral Haze Viscose von Fabric Godmother, ein spanischer Deadstock mit leicht gekreppter Struktur.

Sehr dünn und eine echte Herausforderung im Zuschnitt. So ganz exakt wurden die Schnittteile deshalb auch nicht, aber die Ungenauigkeiten ließen sich zum Glück gut ausgleichen. Während des Zuschnitts dachte ich noch “oh je, das kann ja heiter werden, wenn sich beim Nähen alles immer sofort verzieht”, aber das Nähen selbst ging mit Obertransport, Microtex-Nadel und gemütlichem Slow-Sewing besser als erwartet. Allerdings ist der Stoff leicht durchscheinend, aber ich glaube, das ist gerade im Sommer und durch die Wickelei nicht allzu schlimm.

Da ich – wie meistens – weniger Stoff als angegeben geordert hatte, musste ich ein Teil des Bindebandes etwas stückeln, aber das fällt am Ende nicht wirklich auf.

Rückenansicht: Pepelinchen-Top und Wickelrock No. 23 von JuniDesign
Leider sieht man den hinteren Bund hier nur sehr schlecht.

Die Näh-Anleitung ist kurz und knapp gehalten und ein wenig Näherfahrung ist daher unabdingbar, um die einzelnen Schritte nachvollziehen zu können. Ansonsten ist der Schnitt nicht allzu kompliziert und war relativ schnell genäht.

Im hinteren Bund ist ein Gummiband eingearbeitet, das den Rock ein bisschen auf Form bringt. Ein “echter” Wickelrock ist die Nummer 23 übrigens nicht, denn er ist vorne ein Stück zusammengenäht. Da ich viel mit dem Rad unterwegs bin, finde ich das sehr vorteilhaft. Durch die Bindebänder erhält er allerdings eine sehr schöne “Binde-Optik”.

Fazit zu Wickelrock und Top

Was soll ich sagen? Ich bin rundum glücklich und zufrieden. Der Rock ist super bequem und wird mir im Sommer gute Dienste leisten, da bin ich mir jetzt schon sehr sicher.

Mit der Länge war ich zu Beginn des Projekts etwas skeptisch. Ich war unsicher, ob mir diese dreiviertel/wadenlange Länge stehen würde. Aber ich muss zugeben, dass mir die Länge sehr gefällt.

Das Top würde ich bei einem erneuten Projekt einige Zentimeter verlängern, damit es auch gut im Bund von Hose oder Rock getragen werden kann und am Platz bleibt.

Mein Sommer-Outfit Nr. 1: Wickelrock und Sommertop

Nun freu ich mich wie immer auf den Laufsteg der Laufstege: Handmade, selfmade, memade 🙂

Hier geht’s zum MeMadeMittwoch im Mai.

Weitere Projekte für die warmen Tage:

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Wilde Wickelei: Das Kielo Wrap Dress*

Die Näherei kam im März ein bisschen kurz – das Wetter war einfach zuuu schön und der Garten zu verführerisch. Da wurde wild gewerkelt, gezupft, gesät, geschnitten und herausgeputzt. Beitrag folgt. Aber ein lange geplantes Projekt habe ich dennoch umgesetzt:

Das Kielo Wrap Dress. Mein Kielo Wrap Dress.

Für die Damen vom MeMadeMittwoch ein alter Hase oder schöner, eine alte Bekannte, denn der Schnitt hat bereits ein paar Jahre auf dem Buckel und wurde schon von vielen Hobby-Näherinnen hoch und runter genäht.

Aufgrund des Wetters hat das Kleid erst vergangene Woche einen ordentlichen Saum und Armbündchen bekommen… weshalb es statt Bildern in strahlender Frühlingssonne jetzt fast Bilder aus dem Schnee gegeben hätte. Zum Glück kam am Montag dann doch nochmal die Sonne raus. Brrrr war es trotzdem…

Kaltes Wickelkleid Shooting mit Jeansjacke
Shooting-Auftakt mit Jeansjacke…
Kielo Wrap Dress mit Jeansjacke
…gar keine schlechte Kombi.

Hier wie immer erstmal der Projekt-Überblick:

Schnitt: Kielo Wrap Dress von Named Patterns
Stoff: Viskose-Jersey, gekauft bei The Couture (nicht mehr verfügbar) und eingefärbt

Der Schnitt für Kleid und/oder Jumpsuit

Schnittmuster Kielo Wrap Dress und Jumpsuit von Named Patterns

Zum Schnitt muss ich vermutlich nicht viel sagen. Das Kielo Wrap Dress ist ein knöchellanges Wickelkleid, mit einer raffinierten Wickel-Methode. Die “Wickel-Bänder” kommen nicht durch gekreuzte Bänder im Ausschnitt zustande, sondern die Bänder sind an den Seiten, ca. Taillenhöhe, des Kleides angebracht. Dadurch wird das Kleid um die Taille gewickelt und man hat einen einfachen Rundhalsausschnitt.

Alternativ kann der Schnitt auch als Jumpsuit genäht werden. Der Ausschnitt sowie die Armausschnitte werden dann mit Belegen genäht.

Das Kleid/Jumpsuit ist wahlweise langarmig oder ärmellos.

Ich habe mich für die ärmellose Kleidversion mit Bündchen entschieden und das ganze auf Kniehöhe gekürzt, da ein enges langes Kleid wenig in meinen Alltag passt.

Zum Nähprozess gibt es nicht viel zu sagen… der Schnitt ist recht simpel und lässt sich daher auch mit der englischen Anleitung bestens bewältigen. Mit meinen Nähten bin ich nicht sehr zufrieden, da waren der rutschige Stoff und ich scheinbar nicht einer Meinung hinsichtlich Nadel und Fadenspannung. Aber das sieht man ja von außen nicht 😉

Der Stoff für das Kielo Wrap Dress

Der Stoff ist ein Viskose-Jersey, den ich bei The Couture gekauft habe. Leider ist er schon länger ausverkauft bzw. nicht mehr verfügbar. Der Stoff ist relativ schwer, ich bin daher gespannt, ob er sich beim Tragen auf Dauer sehr aushängen wird.

Ich hatte den Stoff letztes Frühjahr ziemlich planlos gekauft und daher waren auch nur 1,5 Meter da. Etwas wenig für das Kielo… ich musste daher ziemlich puzzeln bis alle Schnitt-Teile platziert waren. Die Bänder musste ich stückeln und etwas kürzen, was am Ende jedoch nicht mehr auffällt.

Experiment: Stoff färben

Nach meinem Ausflug in den Näh Deinen Stil Club im letzten Sommer habe ich ein paar Färbe-Versuche unternommen. Die ersten zwei Male habe ich Kleidungsstücke aus meinem Bestand umgefärbt und war mit dem Ergebnis richtig zufrieden. Verwendet hatte ich Simplicol Intensiv, einmal einen Petrol- und einmal einen Beeren-Ton. Alle Kleidungsstücke und die Waschmaschine hatten die Färberei super überstanden und die neuen Farben gefallen mir bis heute deutlich besser. Einige der gefärbten Teile wurden stetige Begleiter in diesem Winter.

Meinen ersten Versuch (unvernähten) Stoff zu färben, habe ich mit Simplicol Expert gewagt. Unter anderem habe ich den hier verwendeten Viskosejersey gefärbt. Der Stoff war vorher Naturweiß und die Punkte in einem Rostrot. Sorry, ich hab kein Foto vom Original gemacht.

Gefärbt habe ich mit einem Brombeer-Ton. Das Ergebnis ist nicht zu 100% zufriedenstellend. Zwar steht mir die Farbe in Kombination mit dem Muster so deutlich besser, aber… Die “Expert”-Version ist in Pulverform und Farbfixierer wird separat hinzugegeben. Leider hat das Pulver teilweise unschöne Schlieren und Streifen auf dem Stoff hinterlassen, zum Glück nur auf der linken Seite.

Noch schlimmer aber: Das Pulver scheint sich tief in die Maschine “reingefressen” zu haben und auch heute noch (gefühlt nach 20-30 weiteren Wäschen) kommt es vor, dass einzelne Wäscheteile leichte Farbspuren nach dem Waschen aufweisen. Sehr sehr ärgerlich.

Fazit zum Stoffe färben: Mit dem flüssigen Intensiv gerne wieder, Pulver kommt mir nicht mehr in die Maschine.

Kielo Wrap Dress und ich: Eine Frühlings- und Sommerliebe?

Wickelkleid Shooting bei winterlichen Temperaturen
Ohne Jacke ist es doch noch ganz schön frisch…
Vom Winde verweht im Kielo Wrap Dress, Wickelkleid
…und dann kam auch noch der Wind…
Kielo Wrap Dress mit Wickelung im Rücken.
…hinten gewickelt gefällt mir fast besser als vorne.

Das Kielo und ich werden, so sagt mir mein Bauch, ein gutes Team werden in den kommenden warmen Monaten. Das Kleid sitzt und passt und wird bestimmt ein toller Begleiter im Alltag, sowohl privat als auch im Büro. Mir gefällt auch, dass man das Kleid wahlweise vorne oder hinten, doppelt oder einfach wickeln kann. So kann ich je nach Tageslaune wickeln wie ich möchte.

Ich freu mich drauf und überlege schon, ob ich noch eine Webware-Version brauche…

Deshalb gebe ich jetzt ab zu den Kreativ-Damen auf dem MeMadeMittwoch-Laufsteg, wo heute Elke die Teilnehmerinnen heute in einer super schicken Long-Weste empfängt. Wie immer bedanke ich mich für die Inspiration und die Möglichkeit, in andere Nähzimmer zu schauen.

Noch mehr Selbstgenähtes

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Der Weg zum eigenen Stil mit dem “Näh deinen Stil Club”*

Welche Farben passen eigentlich zu mir? Welche Stoffe und Muster? Und wie wähle ich ein zu mir passendes Schnittmuster aus? Fragen über Fragen, die sich mir mit Beginn des Nähens für mich selbst immer häufiger gestellt haben. Antworten habe ich bei Elle Puls und ihrem “Näh deinen Stil Club” gefunden.*(direkte Anmerkung: Werbung aus Überzeugung)

Eine spannende Reise zu mir selbst, die mit der Näherei begonnen hat und die noch lange nicht beendet ist. Ein besonderes Kapitel war die Club-Mitgliedschaft im vergangenen Sommer. Man könnte sagen: Stil-Bildend.

Warum eigentlich Stilfindung?

In den Laden gehen oder online eine Auswahl an Kleidung bestellen und einfach durchprobieren, ist ein klarer Vorteil von Kaufkleidung. Nach der Anprobe kann man/frau ziemlich sicher sagen: Passt – passt nicht. Steht mir – steht mir nicht. Wenn man sich jedoch die eigene Kleidung selber näht, steckt man sehr viel Zeit, Energie und Vorfreude in die Eigenproduktion des Kleidungsstückes. Umso größer sind Frust und Unzufriedenheit, wenn man am Ende feststellen muss: Passt nicht oder steht mir nicht.

Die Auswahl der passenden Schnitte und Materialien ist daher der erste wichtige Schritt für ein zufriedenstellendes Nähergebnis. Der Projekterfolg hängt maßgeblich davon ab, dass die Grundlagen stimmen. Schöne Schnittmuster gibt es wie Sand am Meer und tolle Stoffe noch viel viel mehr.

Stoffe in Hülle und Fülle - wie soll man da nur die zu einem passende, richtige Auswahl treffen.
Stoffe in Hülle und Fülle, dazu noch Schnittmuster in rauen Mengen, denn „nur Burda“ war gestern. Da fällt die Auswahl wirklich schwer.

Mich hat diese Fülle am Anfang komplett erschlagen und der Wald war vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen. Wie soll man aus dieser unendlichen Masse die richtige Wahl treffen? Das konnte ja nur schief gehen.

Klar, eine grobe Idee, was einem steht und was nicht, hat man aus der eigenen Shopping-Erfahrung. So wusste ich, dass ich mit Mustern sehr vorsichtig sein muss und Herbstfarben nie zu meinen Lieblingen gehören werden. Doch wenn man nicht anprobieren kann und in Vorleistung geht wie beim Selber nähen, dann möchte ich eine hohe Trefferquote erreichen.

Über Elle Puls und ihren “Näh deinen Stil”-Podcast bin ich zum Glück zu einem sehr frühen Zeitpunkt meiner Näh-Karriere gestolpert. Mehr oder weniger parallel zu Crafteln. Das waren Glückstreffer, da mich beide Frauen – Elke und Meike – auf den richtigen Weg geführt haben. Meikes/Frau Craftelns Buch “Passt perfekt” durfte sehr schnell bei mir einziehen und beide Podcasts begleiteten mich durch den ersten Corona-Winter und begleiten mich bis heute. Dadurch kam ich auch schnell mit dem “Näh deinen Stil Club” in Berührung. Nach langem Zögern habe ich im Juli dieses Jahres auf ANMELDEN geklickt und mir eine Dreimonats-Mitgliedschaft gegönnt.

Was ist der “Näh deinen Stil Club”

Der Club setzt genau an den oben genannten Punkten an. Über ein ausgeklügeltes und aufeinander aufbauendes Onlinekurs-Angebot, ermitteln die Mitglieder die zu ihnen passenden Farben, Muster, Materialien, Schnitte bis hin zu passenden Accessoires und Schuhen. Die Kurse waren für mich der Grund, in den Club einzutreten. Ganz ehrlich: Ich habe kurz gerechnet. Mindestens drei Kurse wollte ich auf jeden Fall absolvieren, zwei weitere fand ich interessant. Der Rest des Club-Angebots erschien mir zu Beginn weniger relevant für mich. Die Kurse können auch einzeln gebucht werden, aber (Taschenrechner raus) im Rahmen der Mitgliedschaft sind sie deutlich günstiger.

Das persönliche Profil mit Bild, der Farb- und Stiltypenzuordnung zeigt anderen Mitgliedern auf einen Blick, die im Club relevanten „Daten“.
Das persönliche Profil mit Bild, der Farb- und Stiltypenzuordnung zeigt anderen Mitgliedern auf einen Blick, die im Club relevanten „Daten“.

Die Kurse

Die wichtigsten Kurse sind der Farben- und der Musterkurs, da man am Ende der Kurse seinem persönlichen Farb- und Stiltypen zugeordnet wird. Die Selbsteinschätzung wird vom NDS-Team überprüft und ggf. korrigiert. Und so stand am Ende bei mir fest:

Miriam, du bist Farbtyp 8 und 12 (gedeckte Farben der mittleren und dunklen Helligkeit, ohne Kontraste aus dem wärmer-kühlen Farbspektrum) und Stiltyp sportlich-natürlich mit sinnlichen Anteilen. Was das für mich bedeutete? Lies weiter. Unten erfährst Du mehr 😉

Und da ich dann schon dabei war, hab ich auch all die anderen Kurse zu Materialien, Accessoires, Proportionen, Schnitten, Tüchern, Schmuck, Ausschnitten etc. mitgemacht. Das war tatsächlich sehr erhellend und spannend.

Die Kurse sind die Basis des Clubs, jedoch nur ein kleiner Teil des Gesamtangebots.

Die Foren

Der Austausch unter den Club-Mitgliedern findet vorwiegend in den Foren statt. Hier können Outfits präsentiert, die persönlich besten Farben besprochen, Fragen gestellt und Nähproblemchen gelöst werden. Der Ton ist immer freundlich, wertschätzend und konstruktiv. Toll! Eine wirklich sehr angenehme Atmosphäre.

Challenges

Weitere Möglichkeiten für den Austausch untereinander bieten die monatlichen Challenges: Sew-Alongs, Outfit- und Stil-Challenges, Workshops etc. Auf alle Dateien der Challenges, auch der vergangenen, haben die Mitglieder weiterhin Zugriff, so dass man das Material für sich und seine Stilreise ebenfalls verwenden kann. Zwischen den Jahren findet „traditionell“ die Kleiderschrank-Challenge statt, in der die Club-Mitglieder ihre Garderobe genau unter die Lupe nehmen.

Übersichtlich und aufgeräumt, so präsentiert sich die Oberfläche des persönlichen Club-Dashboards
Übersichtlich und aufgeräumt, so präsentiert sich die Oberfläche des persönlichen Club-Dashboards.

Die Schnittmusterdatenbank

In der großen Schnittmusterdatenbank können sich die Mitglieder – nach ihren Stiltypen gefiltert – durch zahlreiche Schnitte klicken und so ein Gefühl bekommen, welche Schnitte am besten zum eigenen Stil passen.

Mediathek und monatlicher Clubcall

In der Mediathek finden sich alle Videos und Webinare sowie Podcast-Folgen. Einmal im Monat gibt es einen Club-Call, in dem Mitgliederfragen rund um Farbe und Stil beantwortet werden.

Outfitinspiration

Das monatlich wechselnde Grundthema des Clubs wird durch zu den Stiltypen passenden Outfitinspirationen nochmal untermalt.

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Mein Fazit: Club Club go 🙂

Du siehst, der Club bietet wirklich eine unglaublich große Fülle an Input und Inhalten sowie Möglichkeiten, dich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Ich muss gestehen: Ich habe gar nicht alles geschafft. In den Foren hab ich zwar immer mal gelesen und gestöbert, aber wirklich beteiligt habe ich mich aus Zeitmangel kaum. Auch bei den Challenges habe ich nicht mitgemacht, da sie einfach nicht in den Tagesablauf bzw. meine Näh-Planung hineingepasst haben.

Was mir der Club gebracht hat?
Tatsächlich doch einige Aha-Momente und Klarheiten. Die Farben erschienen mir zuerst sehr eintönig und wenig abwechslungsreich. Damit hadere ich auch aktuell immer noch. Auch die Empfehlung, kein Schwarz und Weiß zu tragen, kann ich noch nicht zu 100% nachvollziehen und werde ich auch fürs Erste nicht vollständig umsetzen. Doch insgesamt finde ich mich bei den gedeckten Farben aus dem Grünen und Roten Farbspektrum durchaus wieder.

Durch die Blickschulung, die man als Mitglied des Clubs automatisch erhält, sieht man nach einiger Zeit, welche Unterschiede auch Nuancen einer Farbe im Ausdruck ausmachen können. Erstaunlicherweise sind die für mich richtigen Farben auch genau die Farben, die ich schon immer besonders gern getragen habe. Doch gerade die Beerentöne habe ich in den letzten Jahren aus dem Schrank verbannt. Warum? Ich weiß es selbst nicht. Scheinbar waren sie nicht mehr “in”… Und die Farben, von denen mir laut Farbtyp eher abgeraten wird, sind die Farben, die mich an mir noch nie überzeugt haben. Damit ist die Einordnung in meine Farbtypen eigentlich eine Bestätigung dessen, was ich schon lange in mir getragen habe.

Nach der Stilanalyse ging es mir ähnlich wie mit den Farben: Echt jetzt? Ich natürlich? Ich sinnlich? Das passt doch nicht. Am ehesten konnte ich dem sportlichen etwas abgewinnen. Aber: je mehr ich mich mit den Stiltypen auseinandergesetzt habe, umso mehr fand ich die Stimmigkeiten heraus. Es ergab ein Gesamtbild, das viele Dinge zu einem großen Ganzen zusammen brachte und für mich bis dato nicht greifbaren “Problemen bei der Kleiderwahl” einen Namen gab.

Sportlich-natürlich mit sinnlichem Anteil: Das heißt Fokus auf dem sportlich-natürlichen Stil. Dabei kommt das Sportliche vor allem durch die Schnittführung und der natürliche Anteil bezieht sich auf die Muster bzw. die fehlenden Muster, denn von diesen wird hier eher abgeraten und der Fokus auf strukturierte Materialien gelegt.

Wie so ein kleiner Onlinekurs doch den Blick verändern und für Zufriedenheit sorgen kann. Denn schon immer war es für und an mir schwierig, Muster zu finden, die mir stehen. Mir gefallen häufig starke Muster, aber sobald ich in ein stark gemustertes Kleidungsstück schlüpfe, fühle ich mich unwohl und weiß: Nee, das ist es nicht. Am ehesten gehen noch dezent geblümte Muster oder solche mit Rundungen – da wären wir beim sinnlichen Anteil. Das sinnliche Element kommt lediglich in Details im Outfit zum tragen: In den sinnlichen Farben (Beerentöne juchu), einer Betonung der Taille oder in sinnlichen Accessoires.

Was mir an meiner Stil-Findung besonders gefallen hat: Der sportlich-natürliche Typ ist der klassische Jeans-Typ. Na, wenn das nicht passt! (Wobei es noch sehr lange dauern wird, bis ich mich ans Nähen von Jeansstoffen wagen werde.)

Wie geht es jetzt weiter?

Fürs Erste geht die Stil-Findungs-Reise alleine weiter, da ich meine Clubmitgliedschaft aus zeitlichen Gründen nicht verlängert habe. Doch die Erkenntnisse haben mir schon viel gebracht und ich merkt bereits, wie viel leichter ich mir bei der Stoff- und Schnittauswahl tue.

Hat es sich gelohnt?

Ja – definitiv. Zwei Beispiele, die aus den Erkenntnissen der Club-Mitgliedschaft entstanden sind, findest Du in meinen Weihnachtskleidern.

Würde ich den Club weiterempfehlen?

Ja, allen Nähverrückten, die ein wenig mehr über Farben, Stil, Proportionen und Schnitte lernen möchten. 2022 legt Elle den Fokus wieder etwas stärker auf das Nähen, da die Stil-Themen nun alle vorhanden sind. Ein spannendes Programm und ich glaube, den ein oder anderen Monat werde ich auf jeden Fall auch wieder am Start sein.

Weitere Inspiration findest Du hier:

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Es weihnachtet sehr – auf zum Weihnachtskleid-Sewalong 2021

Das MeMadeMittwoch-Team hat zum Weihnachtskleid-Sewalong aufgerufen und da bei mir zwei Winterkleider auf der Nähliste stehen, fiel die Entscheidung mitzumachen rasend schnell.

Heute geht‘s los mit den Überlegungen, was genäht werden soll: Kleid-Bluse-Hemd, erlaubt ist, was gefällt.

Bei mir wird es eher bequem und lässig-schick. Beide Kleider-Projekte sind schon länger geplant und nicht explizit für Weihnachten. Da ich aber nicht so schnell voran komme, wie gedacht, werden die beiden Schätzchen vermutlich pünktlich zum Fest fertig. Welches der beiden am Ende DAS Weihnachtskleid 2021 wird, möchte ich bewusst offen lassen.

#WKSA21 Kleid 1 – La Glenna

Mein erstes Projekt ist ein Kleid nach dem Schnitt „La Glenna“ von Schnittgeflüster. Den Schnitt hatte ich mir bereits im letzten Winter gekauft und jetzt soll ein gemütliches und dennoch schickes Kleid entstehen.

Technische Zeichnung La Glenna von Schnittgeflüster
Ein wandelbares Schnittmuster: Kurz, lang, mit oder ohne Kapuze…

Das Kleid ist ein Hoody-/Sweatkleid in A-Linie. Es kann jedoch auch – wie auf nebenstehendem Bild in Pulli-Länge genäht werden. Ich werde den Schnitt mit kleinem Stehkragen und ohne Kapuze, dafür mit Taschen nähen.

Beim Stoff habe ich mich für einen violetten Sweatstoff / French Terry von Swafing entschieden.

Schnitt und Stoff sind bereits vorbereitet und warten auf die Verarbeitung. Ein kleiner Fehler hat sich allerdings schon eingeschlichen… aber von dem erzähle ich im zweiten Beitrag zum #WKSA.

#WKSA21 Kleid 2 – Schlauchkleid

Projekt zwei ist das Schlauchkleid von The Couture, ein kostenloser Schnitt, der alternativ auch als Rollkragen-Pullover genäht werden kann. Ich habe mich entschieden, die Langarm-Kleidversion nähen.

Schlauchkleid von The Couture

Den Schnitt muss ich noch ausdrucken und vorbereiten.

Der Stoff ist gewaschenen und wartet auf seine Verarbeitung: Ein bordeaux-roter „Bono“-Strick, ebenfalls aus dem Hause Swafing. Die Qualität ist einfach toll und überzeugt auf ganzer Linie.

Weihnachtskleid-Sewalong es kann losgehen!

Zwei Kleider – beißt sich das nicht mit meinem Klamotten-Schrank-Abbau (siehe meinen Beitrag hier)? Für mich nicht. Seit ich mit dem Nähen angefangen habe, versuche ich, eine Garderobe für mich zu gestalten, die aufeinander aufbaut, nur Teile enthält, die zu mir und meinem Stil passen, gut kombiniert werden können und die mich hoffentlich lange begleiten.

Im letzten Winter habe ich – vermutlich aufgrund der Homeoffice-Lockdowns-Situation – Winterkleider für mich entdeckt und damals schon beschlossen, mir noch zwei oder drei weitere Kleider für die kalten Tage zu nähen, die meine Garderobe ergänzen. Aktuell habe ich vor allem sehr dunkle, schwarz / graue Kleider, das möchte ich ändern.

Mal schauen, wie gut mir das mit den beiden gewählten Schnitten und Stoffen gelingt. Wichtig ist mir, keine Feiertagskleider zu nähen, die ich ausschließlich zu festlichen Anlässen tragen kann. Vielmehr sollen Kleider entstehen, die sowohl im Alltag, im Büro als auch für festliche Gelegenheiten geeignet sind.

Mehr zum Projekt gibt es am 05.12. in zwei Wochen. Bleibt gespannt und jetzt husch ich rüber und schau mal, was die MMM-Damen für Gedanken rund um ihre Weihnachtsgarderobe hegen. Ina vom Fitzladenblog macht heute den Auftakt mit wunderschönen Stoffen und Schnittideen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an das MMM-Team, das sie den traditionellen Weihnachtskleid-Sewalong auch in diesem Jahr wieder organisieren.

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