Ging es euch auch so? Der Mai ist im Turbo an mir vorbei geflogen. Anfangs dachte ich, ich hätte so viel Zeit zu nähen, neue Projekte zu beginnen und abzuschließen, aber dem war leider überhaupt nicht so.
Irgendwie ging dieser Monat aufgrund der Feiertage und Pfingstferien so schnell vorbei, dass ich leider nicht zu all meinen angedachten Projekten kam. Eigentlich wollte ich euch im Juni meinen geretteten Rock Pikka präsentieren, von dem ich im letzten MeMadeMittwoch Beitrag im Mai bereits berichtet hatte. Leider geht das nicht, weil der Rock noch immer so an der Puppe hängt, wie beim letzten Beitrag.
Irgendwie hatte ich nicht die Musse das Projekt anzugehen und abzuschließen. An dieser Stelle ein ganz dickes Dankeschön an alle die mir so nette hilfreiche Kommentare dagelassen haben. Ich hab jeden einzelnen gefeiert und ich feiere immer noch unsere tolle Community. Auf euch ist einfach Verlass! Ich hoffe, ich kann im Juli den fertigen Rock präsentieren. Aufgegeben habe ich nämlich nicht.
Eigentlich war mein Plan euch heute eine kleine „Outfit-Kapsel“ zu zeigen. Das hat aus mehreren Gründen nicht ganz geklappt. Aufgrund der doch knapper ausfallenden Nähzeit, zeige ich euch heute deshalb nur zwei neue Sommer-Teile.
Die Projekte im Überblick:
Projekt 1: Palazzohose Peter von Sewingmachina aus dunkelgrüner Viskosewebware
Projekt 2: Ein Ringel-Shirt, nach einem Schnitt von Elle Puls, den ich nach einiger Suche sogar im Netz für euch gefunden habe. Scheinbar kann man die Shirt-Box noch immer kaufen.
Nicht geschafft habe ich ein weiteres Shirt, allerdings nicht wegen des Zeit-, sondern wegen Stoffmangels. Ich gestehe, das liest man selten in der Näh-Community. Vielleicht hat mir von euch jemand einen Tipp? Mir schwebt ein schlichtes Jersey T-Shirt vor aus einem weiß-schwarz gepunkteten Stoff (Baumwoll-, Viskose- oder Bambus-Jersey). Solche Shirts habe ich diese Saison bei einigen Modelabels gesehen und hatte direkt ein „will ich auch haben“ Gefühl. Allerdings finde ich in keinem mir bekannten Onlineshop entsprechenden Stoff. Für eine kleine Sommer-Kapsel schwebte mir nämlich vor zwei Shirts (einmal Ringel, einmal Punkte) und eine Hose sowie einen Rock zu nähen. Den Zustand des Rockes kennt ihr, zur Hose kommen wir jetzt.
Projekt eins: Hose Peter, Sewingmachina
Die Schnitte von Sewingmachina gefallen mir bereits seit längerem und ich verfolge den Account aufmerksam. Sie richten sich ganz klar an eine jüngere Zielgruppe und nicht alle Schnitte kommen für mich in Frage. Aber auf der Suche nach einem Schnitt für eine lockere weite Sommerhose, aus weichen, fließenden Stoffen, wurde ich fündig. Die Hose Peter erschien mir genau richtig und so startete ich mit einer dunkelgrünen Viskosewebware einen Probelauf. Ich gestehe, Probeteile kommen bei mir selten vor.
Der Schnitt kommt mit zwei Weiten, einmal etwas schmäler einmal etwas weiter.
Außerdem gibt es zwei Bundhöhen (Mid Waiste und High Waiste).
Ich habe mich für das weite Bein und Mid Waiste entschieden. Die Anleitung ist sehr ausführlich und gut ich kam mit allen Schritten gut zurecht. Deshalb gibt es zum Nähprozess wenig zu sagen. Der Schnitt hat übrigens auch drei Längen, je nach Körpergröße. Ich habe mich für die kürzeste Länge entschieden (für 1,60 m). Ich bin 1,64 groß und habe den Saum noch um weitere 5 cm gekürzt, da mir diese knöchelfrei-Länge im Sommer besser gefällt.
Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Lediglich mit dem Bund hatte ich ein wenig gehadert, da er nicht optimal saß. Aber ich muss einfach feststellen bzw. akzeptieren: Ich brauche einen Formbund. Zumindest immer dann, wenn Hosen und Röcke nicht direkt auf der Hüfte oder in der Taille sitzen, sondern in diesem „Mittelbereich“.


Ich habe der Hose deshalb kurzerhand in der vorderen Mitte eine Art Bund-Abnäher gegönnt. Dieser fällt beim Tragen nicht auf, hat jedoch den Sitz um Welten verbessert. Die Anpassung habe ich mir für das nächst Mal direkt im Schnitt vermerkt, damit ich den Bund direkt leicht schräg zuschneiden kann.


Mein Fazit zur Hose: Es wird definitiv eine zweite Peter geben, allerdings aus einem Stoff, der weniger knitteranfällig ist als diese Viskose-Webware. Mir schwebt er eine Crêpe vor. Mal schauen, was ich finden kann.
Projekt zwei: T-Shirt aus Streifen-/Ringelstoff
Passend zur Hose (und zum Rock) habe ich mir ein Ringelshirt genäht. Die Ringe sind ein dunkles Navy. Der Schnitt ist bewährt: Er ist ein Teil der Shirt-Box von Elle Puls. Ich habe bereits vor einigen Jahren ein Shirt aus einem Viskose-Jersey genäht und trage es bis heute gerne (hier findet ihr den Beitrag von damals). Eine Wiederholung fand ich daher naheliegend, zumal mir bei diesem Schnitt direkt der Ausschnitt gut gelungen war – das hat Seltenheitswert, meist hadere ich sehr mit den Halsbündchen.
Erst war ich versucht ein weiteres Kimono-Tee zu nähen. Da ich aber bereits einige besitze, wollte ich mal wieder einen anderen Schnitt.
Streifenstoffe rufen in mir immer eine gewisse Panik hervor, wegen des Pattern Matchings an den Seitennähten. Aber ich glaube es ist mir ganz gut gelungen. Ich habe mir für Zuschnitt und stecken sehr viel Zeit gelassen. Auch auf die Versäuberung und das Halsbündchen bin ich ganz stolz. Das ist auf Anhieb gut gelungen.


Mein Fazit zum Shirt: Ein wunderbares Basic-Shirt, dass ich gerne tragen werde. Aktuell überlege ich noch, ob ich dem Shirt ein Bügelbild verpassen soll. Hier liegen nämlich zwei große Bügel Bilder herum, die ich eventuell für das Shirt verwenden könnte. Was meint ihr? Mit Bügelbild auf dem Rücken oder lieber clean?


Und mit diesen zwei Bildern husche ich rüber zum MeMadeMittwoch im Juni und bin gespannt, was die anderen Damen diesen Monat an tollen Kreationen präsentieren. Ein herzlicher Dank an das Team für die Organisation!
Außerdem gibt es noch ein Kreuzchen auf meinem Bingo von Antetanni. Mein Kreuzchen bzw. meine Knöpfe setze ich diesmal auf „Das ist für mich“.










Ich stelle mir auch beide Teile zusammen richtig schön vor. Ein klein wenig ausgelassen aber nicht zu verspielt. Sehr gut 🙂
Das mit dem Formbund kenne ich nur allzu gut…
Die beiden Teile gemeinsam zu zeigen, war eigentlich mein Foto-Plan. Aber bei 36 Grad war es mir nicht nach BW-T-Shirt… daher beides getrennt. Ich muss mir das mit dem Formbund nur endlich mal merken.
LG Miriam
Zwei sehr schöne Teile zeigst du uns. Gefallen mir gut.
Und Bügelbild auf dem Rücken? Eindeutig nein! Die Ringel sind für sich selber genug!
Gruß Marion
Danke dir, Marion. Ich tendiere auch klar zu nein.
War eher so der Gedanke: Liegt hier noch rum, muss irgendwann weg.
LG Miriam
Sehr schöne Teile hast Du genäht. Das Ringelshirt ist toll – Ringel sind immer so erfrischend und die Passform hast Du toll hinbekommen. Bügelbild? Es kommt auf das Bügelbild an – kann ich mir bei einem unbunten Motiv gut vorstellen. Aber auch schon jetzt ist das Shirt rundrum toll. LG Kuestensocke
Hab vielen Dank!
Sowohl Hose als auch Shirt sind sehr gelungen. Da hast du zwei tolle Basicteile für deine Sommergarderobe geschaffen. Die Ausschnitteinfassung ist dir wirklich ganz prima gelungen! Super sieht sie aus. Ich persönlich kann mir das mit dem Bügelbild für dich nicht so wirklich auf dem Ringelshirt vorstellen. Ist das Ringelshirt dann noch so basic, wie du es haben wolltest? Vielleicht wäre es auch eine Idee noch ein Shirt zu nähen, wo das Bügelbild genau dazu passt? Du wirst sicher eine gute Entscheidung für dich finden. Liebe Grüße
Ich glaube auch, dass es für die Bügelbilder andere Shirts werden. Mal schauen, wann das was wird.
LG und Danke dir
Miriam
Liebe Miriam,
deine 2 neuen Teile gefallen mir sehr gut, ganz mein Geschmack.
Das Shirt sieht toll aus!
LG, Heike
Vielen lieben Dank, Heike!
Ich bin inzwischen dazu übergegangen bei Hosen mit dieser Leibhöhe gleich von Anfang an einen Formbund zu verwenden, denn jedesmal wenn ich das nicht gemacht habe musste ich nachbessern. Mit Abnähern wie du es auch gemacht hast. Jetzt sitzt deine grüne Hose gut, und die Länge passt auch gut. Die Ringel sind dir wunderbar gelungen. Lustigerweise trage ich gerade eben im Moment ein altes T-Shirt aus einem schwarzen Viskosejersey mit kleinen weißen Punkten. Suchst du sowas in der Art, oder soll der Jersey weiß sein mit schwarzen Punkten?
Liebe Grüße heike
Das passt ja mit deinem Shirt, Heike!
Aber ja, ich suche genau umgekehrt: Weiß mit schwarzen Punkten.
Und ich finde: Nichts. Dachte, das sei so ein Standard-Stoff, aber weit gefehlt und genau jetzt sehe ich ständig solche Oberteile. Aber das wird schon und wenn nicht, dann gibts halt was anderes. Wir sind ja flexibel.
LG Miriam
Das sind zwei wirklich schöne Sommerteile geworden. Die Hose sieht sehr bequem aus, ein bisschen wie die weite Schlupfhose aus der Mai-Burda, die ich mir deswegen gekauft habe 🙂 .
Wegen des Formbundes würde ich nicht hadern. Wenn man sich eine durchschnittliche weibliche Silhouette einmal anschaut, sieht man von Taille bis Hüfte einen Konus, keinen Zylinder. Logisch, dass alles was breiter als 2cm ist, ein Formbund sein muss. Zumindest, wenn man die Ansprüche einer etwas fortgeschrittenen Schneiderin an die Passform stellt, was Du auf jeden Fall tun darfst. Ich denke, keinen Formbund zu verwenden hat mit der Bequemlichkeit der Schnittmusterhersteller zu tun oder aber damit, dass ungeübte Näherinnen vielleicht überfordert wären. Natürlich hat Deine Hose einen Elastik-Bund, der verzeiht einiges, aber wie Du sagst: Die Anpassung verbessert sie Passform um einiges.
Beim Shirt schließe ich mich unbedingt der Fraktion „kein Bügelbild“ an und würde ebenfalls ein Extra-Shirt dafür nähen, auch wenn ich das Bild noch nicht gesehen habe. Mir gefällt der cleane Look besser.
Liebe Grüße, Stefanie
Danke dir, Stefanie!
Du hast recht – Formbund ist eigentlich die logischste Sache der Welt, nur muss man sich dessen tatsächlich erstmal bewusst werden. Spätestens jetzt weiß ich, dass nichts anderes mehr unter meine Nadel kommt.
Bzgl. Bügelbild habt ihr mich überzeugt: Das Shirt bleibt Bild-frei und ich nutze die Gelegenheit und nähe mir lieber noch ein weiteres.
LG Miriam
Die Hose ist toll. Ich habe mich auch sehr gewundert, dass Pingel-Inge in ihrem Hosenkurs mit beigefügtem Schnitt einen geraden Bund zuschneidet. Der wird allerdings hinten in der Mitte am Ende verbunden mit der mittleren hinteren Schrittnaht, die noch ein Stück offen bleibt. Mit dieser Art funktioniert der gerade Bund, warum das so ist, erschließt sich mir nicht wirklich, aber vermutlich näht man dann auch ein bisschen schräg, damit es passt, wenn der Körper anders geformt ist.
Bin auch gegen das Patch, lg Anja
Liebe Anja, ich glaube auch, dass du in dem Fall durch die Schrittnaht die Form bestimmst.
LG Miriam
die Hose gefällt mir sehr gut, die Länge finde ich perfekt. Bitte kein Bügelbild, die Ringel sind genug.
LG Bella
Lieben Dank, Bella!
Das Matching der Streifen und der sich anschmiegende Ausschnitt sind dir bei dem Shirt prima gelungen. Ich finde beides gar nicht so selbstverständlich. Ganz klar Team cleaner Look ohne Bügelbild.
Und wie Stefanie bin ich überzeugt, dass die meisten Frauen mit einem Formbund besser fahren als mit einem geraden Bund.
Zwei sehr schöne Sommerteile. Ich wünsche dir viel Freude damit!
Liebe Grüße, Manuela
Die Hose hat eine tolle Farbe und ist bestimmt ein toller Sommer-Begleiter. Das Thema mit der Stoffsuche kenne ich zu Genüge. Man meint, so etwas muss es doch an jeder Ecke geben. Tut es aber nicht. Ich bin momentan auf der Jagd nach Streifenjersey, aber ich finde nie genau das, was ich mir vorgestellt habe. Du hast hingegen jetzt dein Streifenshirt – ich würde es auch ohne Bügelbild tragen. Gerade jetzt habe ich einen Patch auf eine sehr, sehr schlichte beige Leinenjacke gesetzt und zweifele schon wieder, ob das eine gute Idee war …