Wir alle kennen das: Diese Stoffreste, die zu klein sind, um ein eigenes Kleidungsstück zu werden, aber zu groß um sie um wegzuwerfen. Bei mir hatten sich (neben vielen weiteren) einige größere Reste von Waffeljersey von Swafing angesammelt.
Maria und Melanie hatten beide im letzten Winter einen Sweater gezeigt von Green Style Pattern, der im Rückteil tolle Patchworkoptionen bietet. Dieser Sweater hatte es mir direkt angetan und ich sah eine Umsetzung mit genau diesen benannten Waffeljersey-Resten vor Augen. Diesen Herbst ging es ans Werk.
Und da vom Sweater-Hauptstoff am Ende noch ausreichend Rest übrig blieb, gab es noch eine Looungewear-Hose dazu.
Die Projekte im Überblick:
Sweater:
Schnitt: Reef Sweater von Green Style Pattern mit der Patchwork-Erweiterung
Stoff: Waffeljersey-Reste von Swafing in Pink, Grau und Türkis sowie dicker Kuschelsweat in Bordeauxrot
Loungewear-Hose:
Schnitt: Hose Peter von Sewing Machina
Stoff: Kuschelsweat in Bordeauxrot
Reef Sweatshirt
Der Schnitt ist in seiner ursprünglichen Form ohne die Patchwork-Optionen, sondern als normaler Troyer bzw. Sweatjacken-Schnitt angelegt. Es gibt eine Kapuzen- und eine Kragenversion, außerdem optionale Taschen – insgesamt ein sehr variabler Schnitt.
Als Add-on ist die Patchwork-Erweiterung für das Rückenteil verfügbar. Insgesamt werden fünf Patchwork-Ideen mitgeliefert. Nach einigem Überlegen und Stoffreste puzzeln, kam ich zu der Überzeugung, dass ich nicht wie ursprünglich gedacht die „aufgehende Sonne“ nähen werde, sondern die Version 4 oder D. Diese passte von den Farben, die ich zur Verfügung, hatte besser. Für den Hauptschnitt habe ich einen sehr dicken bordeauxroten Kuschelsweat verwendet, den ich im Ausverkauf von Pepelinchen gekauft hatte. Beim Zuschnitt kam mir sofort die Idee, dass es cool wäre aus diesem Stoff eine passende Hose zu nähen. So hätte ich direkt ein Loungewear-Set. Leider lässt mich WordPress keine Screenshots der technischen Zeichnungen hier einstellen – crasht leider immer meine Seite, daher müsstet ihr direkt den Links oben folgen.
Die Anleitung für den Sweater ist sehr ausführlich und gut gestaltet. Ich kam insgesamt gut zurecht. Einige Nähte habe ich abgesteppt, andere aufgrund des dicken Stoffes nicht. Den Innenkragen habe ich aus dem gleichen Grund auch von Hand angenäht – der dicke Stoff hat eine saubere Verarbeitung unmöglich gemacht. Ich hatte mich für die Troyer-Version entschieden und tat mich mit der Anleitung für den Reißverschluss etwas schwer, was ich aber schlicht auf die Sprachbarriere zurückführe. Ganz sauber ist das untere Ende auch nicht geworden. Zufrieden mit dem Ergebnis bin ich dennoch. Der Sweater ist unglaublich warm und er gefällt mir sehr gut. Ich vermute, dass er mein treuester Winterbegleiter werden wird.



Das Projekt hat mich wieder an die Nähmaschine gebracht und ich hatte Spaß dabei. Momentan ist das Leben irgendwie sehr wild bei mir, weshalb es wenig Nähzeit gibt und ich gefühlt keine Kapazität habe für komplexe und/oder komplizierte Projekte. Die Herausforderung: Genau solche Projekte liegen eigentlich auf meinem Nähtisch… weshalb es nicht verwunderlich ist, dass ich jetzt erst mal diesen Sweater und die Hose genäht habe. Zwei Projekte, die sich einfach gut nebenher nähen lassen. Mit dem Schnitt bin ich sehr zufrieden und kann mir durchaus eine weitere Version (vielleicht ohne Patchwork) vorstellen.





Loungewear-Hose
Da ich noch einiges vom Sweat-Stoff übrig hatte, beschloss ich spontan, eine passende Hose dazu zu nähen. Gesagt getan: Mein aktueller Lieblingshosen, Hose Peter von Sewing Machina war schnell bei der Hand und der Stoff hat noch genau für diese Hose gereicht. Die Taschen habe ich farblich abgesetzt und einen Rest des pinken Waffeljerseys verwendet. Der kleine Kontrast gefällt mir sehr. Viel mehr gibt es zu Hause nicht zu sagen. Der Schnitt ist jetzt bewährt. Er funktioniert aus vielen Stoffarten und ich habe jetzt ein neues schickes Loungewear-Set, dass mich durch den kalten Winter bringen wird. Sollte ich die Hose jedoch nochmal aus solch einem Sweatstoff nähen, würde ich die schmalere und höhere Version verwenden.
Ein kleiner Wermutstropfen: Am Bund muss ich noch mal nachjustieren. Die ersten Trage-Tage haben gezeigt, dass der Bund noch zu locker ist. Ich muss also den Gummi noch mal kürzen, aber das wird am Ende schnell erledigt sein.
Und damit geht es, wie immer am ersten Mittwoch des Monats, zum MeMadeMittwoch und ich freue mich richtig auf die vielen schönen winterlich-herbstlichen Projekte, die es garantiert zu bestaunen gibt. Vielen Dank an Ina, die heute unsere Gastgeberin ist.








