Hose Peter: wenn’s mal wieder schnell gehen soll

Titelbild mit Hose Peter aus blauem Viskose-Leinen

Im Juni (hier entlang) hatte ich euch meine neue Hose Peter nach dem Schnitt von Sewingmachina gezeigt. Luftig aus leichter Viskose und mit einem herrlichen Tragegefühl. Ziemlich schnell war klar: so eine brauche ich nochmal.

Beim Stoff wollte ich etwas weniger knitteranfälligeres, aber ebenso luftiges. Deshalb habe ich einen blauen Viskose-Leinen-Stoff bei Kattun bestellt und wurde nicht enttäuscht. Satte Farbe, weiches schönes Tragegefühl. Knitterfrei ist er allerdings nicht. Egal.

Zugeschnitten habe ich relativ schnell (Anfang Juli), aber dann hatte ich mir in den Kopf gesetzt, erst mein Sommerkleid (siehe MMM im August) fertig zu nähen. Ich hatte Bedenken, dass ich das Kleid nicht fertigstellen würde, sobald ich ein anderes Projekt eingefädelt hätte. Das Kleid hat tatsächlich meine Geduld gefordert und benötigte einiges an Zeit, weil ich im Juli kaum an die Maschine kam. Zu viel Leben 1.0.

Aber das Kleid war irgendwann fertig und mein Besuch der Bregenzer Festspiele stand auf dem Plan und ich hatte nichts anzuziehen. Naja, ihr wisst schon. Jedenfalls war die Hose Peter II das einzig denkbare Outfit, mit dem ich an der Seebühne defilieren wollte. Ich hatte einen Freitagabend und einen Samstagvormittag. Es war knapp, denn ich bin ja wirklich eine Nähschnecke, aber es hat tatsächlich geklappt. Eine Stunde vor Abfahrt war die Hose fertig.

Aus Bregenz gibt es leider keine optimalen Bilder, aber dafür ist die Kulisse umso prächtiger:

Hose Peter von Sewingmachina vor prächtiger Kulisse in Bregenz.
Leider mit abgeschnittenen Beinen – es war ein bisschen schwierig mit dem Platz – aber ihr seht: es konnte nur dieses Outfit für die Festspiele sein.
Mit Mama vor der Seebühne der Bregenzer Festspiele.
Und ein Bild mit meiner Mama. Bregenz ist alle 2 Jahre Tradition. So schön.

Einziger Stolperstein hätte der Bund werden können. Der sollte – für einen besseren Sitz – etwas mehr Form bekommen. Aber zum Glück hat der Bund auf Anhieb gepasst. Ich habe ihn nicht im Bruch sondern zweimal zugeschnitten und an den Kanten leicht angeschrägt. Das hat super funktioniert. Vermutlich schlagen die Profis die Hände über dem Kopf zusammen, weil man so keinen Formbund konstruiert, aber es scheint zumindest für mich ein gangbarer Weg zu sein. 

Eigentlich wollte ich mir einen richtigen Formbund basteln wie Sam (nähen statt kaufen) ihn in ihrem Blog ausführlich erklärt hat. Dafür war jedoch keine Zeit, Bregenz rief…, deshalb die Quick and Dirty Version. 

Fazit: Hose Peter die zweite

Peter die zweite ist etwas länger als Version 1, aber genauso bequem und luftig. Der Stoff trägt sich toll in diesem heißen Sommer und nach dem Auftritt in Bregenz, durfte sie auch direkt mit in den Sommerurlaub. Ein paar Schnappschüsse gibt es davon sogar – in wirklicher Foto-Stimmung war ich allerdings nicht.

Lässig mit Hose Peter vor einem der Surf-Shops.
Urlaubsvibes am Atlantik mit Hose Peter von Sewing Machina.
Rückenansicht der zweiten Hose Peter mit Blick auf den Atlantik.

Im Herbst soll noch eine dritte Version einziehen, dann als Jogginghose für zuhause aus – vermutlich – French Terry. 

Soviel zu meinem Beitrag zum MeMadeMittwoch im September. Was zeigen wohl die anderen Damen?

1 Gedanke zu „Hose Peter: wenn’s mal wieder schnell gehen soll“

  1. Ich finde Deine Formbundkonstruktion gar nicht quick and dirty, sondern einfach zweckmäßig…genau so wird es ja gemacht, einfach den Bund etwas abschrägen oder einen Abnäher einnähen. Der Bund findet dann schon die Stelle am Körper, an dem er richtig sitzt. Toll geworden ist Deine blaue Hose, und ich kann sie mir sehr gut am sommerlichen Bodensee vorstellen. Das sind sicher wunderbare Erinnerungen!
    Liebe Grüße
    Barbara

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